Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

23.09.2013 um 07:46 Uhr

Ich packe meinen Koffer ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: Voyage Voyage ... (Desireless)

Macht Ihr auch so gerne Kofferlisten?

Während andere Reiseführer lesen oder beim Auswärtigen Amt mit leichtem Gruseln die Gefahren und Tücken des jeweiligen Ziellandes zu ergründen suchen, stelle ich mich dem ganz realen Risiko - unerdenklich, wenn ich vor Ort nicht das Richtige anzuziehen hätte! Während ich dieser Unwägbarkeit bis in meine Zwanziger Jahre mit großformatigen und hoch befüllten Koffern zu begegnen suchte, die zwei Personen auf dem Deckel erforderten und meinen Vater in meiner Pubertät zur Weißglut trieben (er trug die Koffer der Familie brav von Gleis zu Gleis in den damals noch umstiegsreichen und aufzuglosen 1970ern), ist es seit Mitte der 1990er Jahre Gepäckminimierung, die ich anstrebe. Ausgelöst durch Schlüssel-Schlepperlebnisse in der Pariser Metro (wer noch nie mit der Tasche im Eingang stecken blieb, schweige still!) versuche ich seitdem, nicht den grössten, sondern den PERFEKTEN Koffer für anstehende Reisen zu packen. Wobei Koffer nur noch für Flugreisen Verwendung finden, denn im Zug bin ich viel lieber mit einer Tasche unterwegs, die sich idealiter über der Schulter tragen lässt. Viiiiel praktischer für Rolltreppen und schnelles Bewegen als die instabilen Trolleys ...

Mein Favorit ist ein Matchsack von V*au*de, der sich nicht nur als Tasche in der Hand oder Sack über der Schulter, sondern auch als Rucksack tragen lässt. Schlicht, schwarz und geräumig genug für leichtes Wochenendgepäck.

Nun also darf ich demnächst wieder reisen. Fünf Tage, davon zwei Reisetage. Eine Geschäftsreise mit zwei offiziellen Abendterminen und zwei Tagen, an denen auch Obercheffe anreist. Eigentlich eine Gelegenheit, die nach Großkoffer schreit. GlamourGirl jedenfalls würde den halben Wandschrank einpacken, um für jede Gelegenheit drei Kleider zur Auswahl zu haben (GG trägt fast ausschließlich Kleider).Da ich aber umständlich umsteigen muss von Bahnhof zu Bahnhof und auf dem Rückweg meine Reise einen halben Tag unterbreche, um in einer Lieblingsstadt einiges zu erledigen, ohne dort mein Gepäck parken zu können, muss ich leicht bleiben ... bzw. mein Gepäck muss es.

Ich mache also Listen. Jeden Tag eine. Um nichts zu vergessen. Und möglichst wenig mitzunehmen. Hier eine Kostprobe , die sich sicher noch zehnmal ändern wird ...

Schuhe:

Das gewichtsintensivste Thema. Nur schwarz natürlich. Also werde ich auf der Reise meine Stiefel tragen, ein Paar Stiefelletten, die zu Kleidern und Hosen gut aussehen, einpacken und ein Paar flache Ballerinas zum Zurücklegen größerer Strecken ebenso (die Stiefelletten sind eher hoch - ich denke noch drüber nach, stattdessen Pumps einzupacken, die ein wenig flacher sind).

Kleidung:

Ich brauche Kleidung für zwei Reisetage, drei Konferenztage und zwei Abendveranstaltungen. Es muss also alles praktisch und flexibel sein. Und möglichst mehrfach tragbar.

Für die Abendveranstaltungen packe ich ein schwarzes, schlichtes Kleid mit 3/4-Arm ein, dazu eine rote Cashmere-Stola, sehr leicht. Außerdem habe ich eine schmale schwarze Hose dabei, die mit einem Jackett (Samt, schwarz)und einem schönen Top kombiniert auch für ein Abendessen taugt. Dazu jeweils die Stiefelletten oder Wildlederpumps. Auch eine schwarze Cashmere-Stola ist im Gepäck. Für den 1, Konferenztag packe ich ein schlichtes schwarzes Kleid mit (Kunst-)Lederrock ein im Sixties-Stil. Dazu passen die Stiefel sehr gut und darüber kommt eine kurze Jacke - vielleicht in rot oder in Pepita.Den 2. Tag werde ich direkt in der "Abendgarderobe" bestreiten ... die Hose und das Jackett. Nur tagsüber mit Bluse (rot), das schwarze Top für abends packe ich ein. Am 3. Tag kommt der Wildlederrock mit Bluse/Top und einem der beiden Jacketts wieder zum Einsatz - ich denke, es wird das rote, weil aus Wolle und schön kuschlig ... da wo ich hinfahre ist Wind ...

Die Hinreise werde ich im schwarzen Wildlederrock machen  - dazu  meine  leichte Lederjacke, die ich vor Ort auch abends brauche, dazu Stiefel, einen Rolli und einen Schal. Zurück wahrscheinlich die gleiche Montur.

Einpacken muss ich auch einen leichten  Regenmantel ... Wind und Wetter. 

Und natürlich den üblichen Kram von Kulturbeutel bis Wäsche bis Strümpfe. Und den Stromadapter und die Technik (Tablet, Fonie und Ladegeräte). Und die Akten ..  

Mal sehen, was davon ich wieder verwerfe und was ich in letzter Minute noch in die Tasche werfe ... 

 

 

Nachtrag 25.9.: ich wusste es ... jetzt ist die Tasche voll und ich immer noch nicht überzeugt, das richtige dabei zu haben ... vor allem Schuhtechnisch ... und die Frage ist halt bei beruflichen Reisen immer: reicht die Zeit, mich umzuziehen oder muss ich mit den Klamotten vom Tag in die (elegante) Abendveranstaltung. Also schwarz. Für alle Fälle. Die Lederjacke wird wahrscheinlich daheimbleiben müssen. Aus Platzgründen. Beim (schweren) Samtjackett schwanke ich noch. Vielleicht nehme ich noch den leichten, knitterfreien Gehrock aus dem Büro mit, der dort immer für "Notfälle" hängt. Aber Samt ist schöner.

Bislang enthält die Tasche inklusive Zugreisetage zwei Kleider, eine Strickjacke, zwei Hosen, einen Lederrock, Stiefel (Glattleder) und Stiefeletten (Wildleder, aber nur halbhohe, die auch zu Röcken passen), 2 Blusen und 2 Shirts, dazu 3 Blazer/Jacken (schwarz uni in kurz, schwarz mit Pepitakaro und klassischer schwarzer Samtblazer) und zwei Cashmere-Stolas/Schals. Die üblichen Grundbedarfe sind natürlich auch eingepackt. 

Ich finde, es ist noch zuviel ... und ich überlege, wo ich noch einsparen kann. Wahrscheinlich bleibt eine Hose zuhause. Und bei dem schweren Samtblazer überlege ich halt auch noch. Mal sehen, wie schwer die Tasche ist, wenn alles andere drin ist. Oder ob ich doch noch auf Koffer umschwenke, was allerdings in der Umsteigestadt sehr lästig würde ... 

 

 

 

 

 

22.09.2013 um 20:21 Uhr

Ene mene maus - und DU bist raus!

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: Ich find dich Sch*sse (Tic Tac Toe)

VOLLZUG!!!

Der Kleiderschrank bzw. die Kleiderstange ist durchsortiert und bis auf kleine Ausnahmen ein Traum in schwarz und rot!

Vier große Tüten wurden es .. und ein Stapel Unterwäsche in "Quarantäne", den ich morgen abend endgültig durchsortiere. Ich war rigoros und habe mich von vielem getrennt, auch von alten LIeblingsstücken, die verschlissen sind oder nicht mehr (zu mir) passen.

Gestern war ich übrigens shoppen (paradox ... nicht wahr?) und erwarb eine weitere Hose, ein Top mit Lederfront (Kunstleder, aber schön) und ein Top mit Wasserfallausschnitt und sehr vorteilhaft geschnittener Bauchpartie. Ausserdem ein Kleid von A*na A*lcazar, das vorne mit lauter kleinen Lederkreisen besetzt ist. Verrrrry Seventy! Und ein Paar Stiefel .... mit meinen Waden muss ich Stiefel nehmen, wie sie fallen!

Aussortiert habe ich etwa das zehnfache ... und festgestellt, dass ich jetzt eine wirklich schöne Grundgarderobe mit lauter Stücken habe, die ich WIRKLICH ANZIEHE. Morgen ist der Schuhschrank noch mal dran ... da geht noch was. 

Und ab jetzt: Einkaufsstopp ... zwei Teile pro Monat. 

22.09.2013 um 20:08 Uhr

Raum geben

von: Spring_Roll   Kategorie: Rolle 2.0

Musik: Winds of Change (Scorpions)

Momentan schwanken die Einträge hier zwischen Leichtigkeit, Sachlichkeit und schwerer Kost. Ich warne vor: heute ist Letzteres dran. 

Immer besser lerne ich, in meinen "Single-Schuhen" zu laufen. Schwanke dabei zwischen Zynismus und bewusstem Genuss von Situationen, die ich allein anders erlebe als mit einem Partner. Immer stärker wird die Gewissheit, dass ich diesmal lange allein bleiben werde. Und auch, wenn mein Leben gut gefüllt ist mit Menschen und Erlebnissen, so ist da eine Lücke. Anders als früher bin ich aber inzwischen bereit, mein Leben für mich allein einzurichten. In dem Bewusstsein, dass ich damit wieder den Platz für einen Partner kleiner und enger mache ... aber ich kann auch nicht noch Jahre auf mein eigenes Leben warten.

Mein Wohnen in Dorf ist ein Beispiel für diese Ambivalenz. Ich mag Dorf. Ich stamme aus Dorf und kenne hier fast jeden, der mir auf der Straße begegnet, habe liebe Nachbarn und tolle Vermieter.  Hätte ich einen Partner und ein Auto, würde ich wahrscheinlich nichts vermissen. Ich habe aber weder noch, stattdessen die Verantwortung für meine Kinder und eine riesige Logistik-Kanonenkugel am Bein. Denn nichts von dem, was für mich Lebensqualität ausmacht, ist hier vor Ort. Konnte man sich vor 20 Jahren hier noch komplett versorgen, ist jetzt der nächste Bäcker 1 km entfernt, die anderen Geschäfte noch weiter. Mein Sportstudio - in Arbeitsstadt, meine Freunde in Arbeitsstadt und Nachbargroßstadt. Interessante Männer desgleichen. Ein Auto würde mich übrigens so viel kosten wie die Miete ... ist also selbst, wenn ich Klimaschutz beiseiteschieben würde, nicht machbar. 
Würde ich noch in meiner alten Wohnung in Dorf leben, hätte ich diesen Problemdruck nicht. Denn die alte Wohnung hatte zwei riesige Vorteile: sie lag neben dem Bahnhof und sie bot mir persönlich mehr Lebensraum. Das, was andere als Vorteile in der jetzigen Wohnung betrachten, sind keine. Jedenfalls nicht für mich. Ich habe, da ich den nachträglich vom Wohnzimmer abgetrennten Essbereich als Schlafzimmer nutze, zu wenig Platz, kann keinen Kleiderschrank stellen und die Autos vom Berg fahren auf meiner Bettkante an zwei Außenwänden vorbei. Das Wohnzimmer ist Waschküche und Rumpelkammer. Denn der ach so tolle Balkon ist eine Nullnummer, da er nicht überdacht ist. Wenn ich die Wäsche da rausstelle, wird sie tourmäßig nass. Draussen gesessen habe ich in diesem Jahr zwei Mal ... aus dem gleichen Grund. Bei Hitze und Wind ungeschützt ... und visavis schleicht auch öfter mal um den Innenhof. Was sehne ich mir den Treppenabsatz zurück, auf dem ich früher ungestört Wäsche trocknen konnte ... und das helle luftige Wohnzimmer, in dem ich mich so gerne und viel aufhielt und in das ich gerne Gäste einlud. Mein Mansardenschlafzimmer, in dem ich mich so wohl fühlte und die schöne, schöne große Küche mit ihrem weiten Blick. Dafür nahm ich gern das Mini-Bad in Kauf.
Gegen diese Wohnung hatte die jetzige nach der "Vertreibung aus dem Paradies" keine Chance. Und meine persönliche Lebenssituation hier ist einfach nur schlechter als zuvor.
Da ich keinen Partner herzaubern kann, kann ich meine Lebenszufriedenheit nur dadurch erhöhen, dass ich meine Situation zum Guten verändere. Und das scheint hier in dieser Wohnung nicht zu gehen. Heute zum Beispiel habe ich den ganzen Tag meinen Kleiderschrank entrümpelt ... übrigens zum fünften Mal in drei Jahren. Es ist also gar nicht mehr so viel drin. Und trotzdem habe ich noch vier Tüten gepackt. Langsam komme ich meinem persönlichen Ideal wieder ein bisschen näher. Bis auf ganz wenige Ausrutscher ist inzwischen alles im Schrank respektive an der Stange in meiner Wandnische schwarz oder rot. Ich habe alles aussortiert, was verschlissen war, Löcher hatte, zu klein ist oder einfach nicht mehr zu mir passt. Und das, was nun zum Ende der Sommersaison in den großen Koffer wanderte, muss nächstes Frühjahr wieder durch die Kontrolle ... und im Herbst nochmal. In Sachen Accessoires und Schuhe kommt die nächste Offensive auch bald. Da ist viel zu viel, was ich nicht mehr trage und was nicht mehr zu mir passt ... von der Haarspange bis hin zum beige-gestreiften Socken. 
Und wenn das Schlafzimmer durch ist, kommt der Wohnzimmerschrank und die Kruschecke dran! Ich wette, dass ich die Mehrheit der Dinge im Wohnzimmerschrank seit dem Umzug 2011 nicht benutzt habe. Also brauche ich sie wohl nicht wirklich. Das, was ich verwendete, waren die Weingläser und eine Servierplatte, die dort gelagerten Weinflaschen und die Tischläufer aus den Schubladen. Alles andere gammelt vor sich hin - Gesellschaftsspiele, Deko-Artikel, Geschirr.  Und so schön manches ist ... unbenutzt ist es BALLAST.
Das Grundproblem ändert die Räumerei allerdings nicht. Als Single in Dorf in den derzeitigen räumlichen Bedingungen FÜR MICH bin ich nicht glücklich. Mir fehlt mein soziales Leben und mein Lebensraum. Blue und Wirbel haben große Zimmer, ich die Dienstmädchenkammer hinter der Küche und ein Wohnzimmer als Waschküche. Und ich kann keine Abendaktivitäten planen, da die Notwendigkeit mehrmaligen Hin- und Herfahrens im Verein mit dem Zugfahrplan das meiste erfolgreich vereitelt. Wenn ich bis 19.30 Abendessen zubereite, kann ich nicht um 20 Uhr in Arbeitsstadt sporteln ... und wenn ich bis 22 Uhr sportle, würde ich erst nach 23 Uhr zuhause sein. 
Also Arbeitsstadt. Und die Suche ist schwierig. Weil wir zu dritt sind. Und weil ich eigentlich nur meine alte Wohnung zurückwill, nur halt in Arbeitsstadt. Ich bin mäkelig und nichts ist mir gut genug. Und wenn mir etwas gefällt, ist es zu weit von Blues Bus entfernt. Doofes Spiel.
Heute abend bin ich pragmatisch ... und ein kleines bisschen erleichtert. Denn mit den Klamotten habe ich auch ein paar andere längst überfällige Dinge entrümpelt. Und das tat verdammt gut. Egal, ob ich schnell eine Wohnung finde oder nicht ... ich will mit leichterem Gepäck reisen. Und mein künftiger Lebensraum wird keine Waschküche und keine Dienstmädchenkammer mehr sein!
Das wird MEINE Wohnung. Blue und Wirbel bekommen ihre Zimmer, aber mir soll es endlich wieder gutgehen in meinen vier Wänden!
DAS ist der Plan ... und dafür kämpfe ich. 

19.09.2013 um 08:40 Uhr

Retail Therapy ... irgendwie nötig

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: Girls just wanna have fun ... Cyndi Lauper

Noch einmal erlag ich in dieser Woche den Versuchungen des Outlets ... und wieder wurde es eine Hose der besagten Marke. Cigarettenform, schwarz mit einem dunkelgrauen Muster, das  an Batik erinnert ... aber eben nur erinnert. Und ein neuer schwarzer Ledergürtel für meine Jeans. Den Wintermantel habe ich ebenfalls abgeholt ... dank einer Rabattkarte noch preiswerter als ursprünglich geglaubt.

Aussortiert habe ich inzwischen aber auch:

4 Hosen in dunkelbraun, die ich nie wieder tragen werde, einen schwarzen Caprihosenfehlkauf (die Länge steht mir einfach nicht) und drei alte Gürtel. Dazu ein Paar dunkelbraune Halbschaftstiefel. Bis auf die Gürtel, die den Weg in den Müll antreten, weil kaputt, hat alles eine Bekannte bekommen. Im Tausch gegen einen Gefallen :-)

Schwer tue ich mich mit dem Aussortieren der Mäntel. Das mache ich am Wochenende mal in Ruhe ...

Bilanz

Einkäufe:

3 Paar Strümpfe
3 Hosen
1 Kleid
1 Rock
1 Gürtel
1 Blazer
1 Unterrock
1 Slip
1 Paar Lackpumps

Abgaben:

6 Nylonstrumpfhosen an besteFreundin
5 Hosen an Bekannte
1 Paar Schuhe (Mülltonne)
1 Paar Halbschaftstiefel an Bekannte
3 Gürtel an Mülltonne

Auszugleichen noch 9 Teile (Restausgleich Hose 3, Rock, Kleid, 2 Teile Unterwäsche)

17.09.2013 um 10:34 Uhr

Wahl-Freiheit

von: Spring_Roll   Kategorie: Perspektivwechsel

Musik: Respect (Aretha Franklin)

Am Sonntag ist Bundestagswahl. Die Programme der großen Parteien der Mitte unterscheiden sich nicht wesentlich. Am Rande wabern wieder die Verdrossenen und Extremen und die, die das Ende der Inhalte fordern, die Politik zum social media Event machen wollen. Die stärkste Partei allerdings wird hinterher nicht in der Hochrechnung zu sehen sein: die Partei derer, die mit den Füßen abstimmen und ohne Wahlzettel denen nützen, die eigentlich niemand in Regierungsverantwortung will.

Klar, es ist für manchen vielleicht lästig, irgendwann am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr in ein nahe gelegenes Wahllokal zu gehen oder eine Briefwahl vorher zu organisieren. Klar, es ist frustrierend, dass auch die Partei mit den hübschesten Wahlversprechen nicht viel zum Guten zu ändern vermag.

Aber eines habe ich in meinen 30 Wahlrechtsjahren begriffen: das, was ich manchmal als lästige Pflicht und zwecklose Übung betrachtete, ist eigentlich etwas so Kostbares, dass anderenorts Menschen dafür sterben! Lest nach, für welche Ziele überall in der Welt Menschen auf die Straße gehen und dafür verfolgt werden! Freie Wahlen, dafür würden die Menschen in den Diktaturen dieser Erde ihr Leben geben! Und wir ... wir haben seit 1949 eine Demokratie, die uns das Mitentscheiden ermöglicht. Wir haben eine Regierung, die die Entscheidungen unserer gewählten Vertreter umsetzt und diesen Rechenschaft schuldig ist. Wir haben eine Rechtsprechung, die Bürgerinnen und Bürgern auch erlaubt, den Staat zu verklagen.

Wer mit den Füßen abstimmt, tritt all das mit Füßen. Vielleicht ist ja doch etwas in den Wahlprogrammen, das zu unterstützen sich lohnt? Nicht hingehen ist jedenfalls keine Lösung.

Und: Ein ungültig gemachter Stimmzettel ist immer noch besser als keiner: weil er dann nicht denen nützt, die das Gegenteil von Demokratie wollen!

 

 

16.09.2013 um 13:12 Uhr

Und jetzt RRRRRRRRRückwärts!

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: Bring it back ...

Neue Disziplin: Rückwärts-Shoppen!

Drei unnötige Haarspangen fanden heute ihren Weg zurück zu Hund M. Ein Paar Strümpfe wurde gegen eine andere Größe getauscht (teure Strümpfe und falsche Beratung durch "Fachpersonal" und gerade habe ich mir in der A-Zone noch die Rücksendeetiketten für ein Paar Schuhe ausgedruckt, die ich hoffnungsvoll gekauft, aber dann doch nicht getragen hatte zu einem bestimmten Anlass.

To be continued ...

16.09.2013 um 07:45 Uhr

Wohnst du noch oder lebst du schon?

von: Spring_Roll   Kategorie: lebens(t)raeume

Musik: We are family (Sisters Sledge)

Wirbel übernachtete Freitags bei seinem Intimus. Warum das wichtig ist, kommt später.

Gestern nun hatte Frau Marschallin zum goldenen Nachbrenner geladen aka zur Bootsfahrt auf dem Zellophanfluss unter Nutzung eines Geschenkgutscheines zur Goldhochzeit. Großer Almauftrieb also. Eltern, Schwester, Schwager und die vierfache Pubertät in Form von Blue, Wirbel und meinen Nichten. Und natürlich war, als wir alles nebst Papas Gehfrei gut verstaut und uns an einem Tisch im Innenraum (Senioren und Zugluft!) platziert hatten, mein gewünschter Umzug wieder kontroverses Thema. Blue schoss Salven und ich versuchte, ruhig zu bleiben. Plötzlich erzählte Wirbel so ganz nebenbei etwas, das meine Ohren lang werden liess: Mama Intimus habe erfahren, dass ihre Nachbarn ausziehen werden .... solle er mir ausrichten. Hat er natürlich zum "richtigen" Zeitpunkt getan ... mit sieben Paaren gespitzten Familienohren um uns herum. Und weil es dann eh egal war, rief ich Mama Intimus direkt an. Würde passen, die Wohnung. Größer, als ich wollte, aber dafür dank der Art des Vermieters noch erschwinglich. Fünf Zimmer, nicht drei oder vier. Zwei aber recht klein. Lage in Ordnung. Am für mich äußeren Radiusrand, aber machbar. Mama Intimus versucht jetzt, die Bewohner zu erreichen, damit ich nach dem Elternabend am Dienstag mal gucken kann. Die Vermieter nämlich geben die Wohnungen immer erst nach Auszug zur Besichtigung frei und wollen dann direkt anschlussvermieten. Wenn ich keine zwei bis drei Doppelmieten will, muss ich direkt zugreifen. Es bleibt spannend!

Heute mittag schaue ich noch kurz eine Wohnung an ... aber die wird es wohl nicht werden.

Schlecht wird mir beim Gedanken ans Budget ... aber da muss ich jetzt durch. Und irgendwie wird es gehen. Denn die Veränderung ist mehr als überfällig. 

16.09.2013 um 07:34 Uhr

Retail Therapy

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: She works hard for the money (Donna Summer)

Retail Therapy ... Einzelhandelstherapie. So nennt eine Freundin das, was ich momentan tue um ... ich gebe es zu ... gegen Frust und Stress anzugehen. 

Dazu kommt, dass die Mode mir in diesem Jahr ausgesprochen gut gefällt. Weiblich, schmeichelhaft, wie gemacht für Frauen mit Kurven. Endlich finde ich die Stücke, die in meinem mentalen Schrank schon längst hängen, auch im Laden.

Am Samstag war ich mit einer Freundin in der Stadt. Das Ziel hieß "Kleider kaufen für sie". Haben wir auch. Fünf an der Zahl. Meine Freundin brauchte für eine Veranstaltung eine "Rüstung" fürs Selbstvertrauen. Und beim Outlet unseres Vertrauens war die Auswahl in ihrer Größe 46 an dem Tag mal erfreulich groß. Ich wollte eigentlich gar nichts kaufen. In drei Buchstaben: NIX. Aber mir sprangen die Sachen an diesem Nachmittag nur so in die Augen und in den Einkaufskorb. Ein wirklich tolles kurzes Jackett im 60ies-Stil, eine schmale Hose in schwarz mit dunkelgrauem Muster und ein schmaler Rock, der für ein bevorstehendes Event perfekt ist und genau zu einem Oberteil passt, das ich bereits besitze.

Drei Teile. Wenn ich die zwei von Freitag dazunehme, fünf. Also müssen zehn Teile aus dem Schrank verschwinden.

Und dann hängt da noch dieser göttliche Wintermantel herum ... genau die Art von Caban-Mantel, den ich in meinem letzten oder vorletzten Eintrag beschrieb. Den will ich ...

Ein anderes Thema ist das Budget ... nach dem Wintermantel ziehe ich den Strich. Bis Weihnachten maximal zwei neue Teile pro Monat. Egal wie klein und unwichtig. Das muss dann leider auch für den Aufenthalt in Frankreich gelten ... aber es ist wichtig und richtig.

 Um Irrtümern vorzubeugen ... ich kaufe keine Designermode. Ich kaufe noch nicht mal im "normalen" Einzelhandel, in dem eine Hose 80 und ein Blazer 140 Euro kosten würden. Ich kaufe im Outlet. Fast nur noch. Und dort kostet ein Jackett bis zu 50 und eine Hose meist 25 Euro. Ein Rock ist oft schon für 15 zu haben und ein Kleid für 30 bis 40. Es hält sich also noch in Grenzen finanziell. Trotzdem ... ich will ja weg vom zuviel. Und ich merke gerade, wie verflixt schwierig das ist ... 

14.09.2013 um 09:23 Uhr

Wie distanzlos sind SIE?

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: Close to you ... von wem auch immer ...

Julio brachte mich mit seinem Eintrag zu aufdringlichen Mit-Fitnessern dazu, über Distanzlosigkeit nachzudenken. Und promptemang nach meinem Kommentar zur "minimalinvasiven Kommunikation" passierte es auch mir wieder:

Ich scheine ein Mensch zu sein, der Orientierung Suchende anzieht wie das Licht die Motten. Anders ist nicht zu erklären, dass in jedem voll besetzten Raum Menschen mit fragend-verzweifelten Blick bei mir "anlanden" - auch, wenn ich gerade weder "Frau-Wichtig"-Schildchen am Revers habe noch für die Füllung und Ausgestaltung des Raumes zuständig bin. So steuerte z.B. bei einem Konferenzbesuch im letzten Jahr während des Abendempfangs eine hektische Dame auf mich zu und kündigte mir an, dass Ihr Chef, der örtliche Herr OBERWICHTIG, gerade eintreffe. Ein Rundblick ergab, dass die einladenden WICHTIGs (wir gehörten zur selben Reisegruppe) sämtlich in unwichtiger Verstreuung begriffen waren. Also griff Frau Rolle mal wieder beherzt ein und sammelte energisch die WICHTIGs und den gerade eingeflogenen unsrigen OBEROBERWICHTIG ein.

Aber auch im Alltag passiert es öfter mal ... ich brauche nur vom Büro zur Teeküche zu gehen und bei mir dockt alles an vom Klosucher über frustrierte Paketboten bis zu ... nun ja ... ich schweife ab.

Gestern jedenfalls begab es sich, dass ich im Outlet meines Vertrauens Schuhe anprobierte. Es gibt nur eine Bank für die Kunden, deshalb liess ich mich neben einer Dame nieder, die mir schon vorher durch ihre Kontaktversuche bei anderen Kundinnen auffiel. Es dauerte keine drei Sekunden und das Perma-Gebrabbel richtete sich an mich ... Ob das Leder sei? Ich überlegte kurz und sagte NEIN. Nicht zum Leder, sondern zur Fragerin. Genauer gesagt: Das kann ich ihnen jetzt nicht sagen, sondern erst, wenn ich meine Schuhe anprobiert habe. Ich merkte, wie sie neben mir unruhig hin und her hibbelte, probierte aber in Ruhe an. Und dann griff ich mir den fraglichen Schuh, sagte ihr: Ja, das ist Leder. Ging nicht mehr auf ihre weiteren Bemerkungen ein und verabschiedete mich mit einem freundlichen "Auf Wiedersehen".

Dieses "Nein" werde ich jetzt perfektionieren. Auf Zugfahrten zum Beispiel, auf denen ich früher stets im Raucherabteil reiste, um vor "freundlichen" Seniorinnen gefeit zu sein. Geht jetzt ja leider nicht mehr. Und so darf ich mir auch mal drei Stunden Tha*lys lang elendiglichen Dummschwätz anhören. Selbst wenn ich mich hinter einem Buch verschanze. Und so übe ich für das nächste Mal schon mein Mantra: "Sorry, das kann ich Ihnen nicht sagen. Und ich würde jetzt gerne lesen."

Beim Sport übrigens habe ich dies Problem noch nicht gehabt. Mag aber auch daran liegen, dass ich eher Kurse besuche als dort zu trainieren, wo die "Kanten" sind ... mein Stamm-Sportkurs ist eh wie ein kleiner Turnverein, in dem sehr sympathische Leute herumlaufen und die Einzige, die ich bei den Maschinen treffe, ist die Cheftrainerin, die ich sehr mag und zu der inzwischen auch ein persönlicherer Draht besteht ... übrigens auch aus einer Spontansituation entstanden, in der Distanz sehr schnell überbrückt wurde. Ihr ging es beschissen und ich war die, die es sah ...

Wodurch entsteht die Brücke zwischen Fremd und abrupter Intimität also?

Vielleicht durch die Bereitschaft, andere Menschen zu SEHEN. Wenn ich auf "Empfang" bin, dann mache ich die Türe auf, bin bereit, Menschen hineinzulassen. Für 10 Minuten oder auch für lange Zeit.

Wenn ich aber "geschlossen" fühle, dann ist jede Avance von außen "Distanzlosigkeit" und Übergriffigkeit.

Neulich las ich ein Profil im Single-D*schungel ... da beschwerte sich eine Frau über allzu frühes DU und Begrüssungen mit Küsschen. Ich bin ein Begrüssungs-Fan und durch meine Frankreichzeit ist für mich "la bise" wie Händeschütteln. Menschen, die ich mag, nehme ich gern herzlich in den Arm. Bei neuen Kontakten in Deutschland halte ich es so, dass ich zur Begrüssung dann die Hand schüttle, zum Abschied nach der gemeinsamen Zeit (z.B. Wanderung mit neuen Teilnehmern) auch die Wangenküsschen gebe. In anderen Umgebungen (z.B. beim Freundeskreis der Limette) ist Küsschen Standard, eine kulturelle Frage.

Beim SIE allerdings bin ich un-deutsch. Das ist mir sooooo unwichtig. Respekt ja, aber nicht per Nachname.

Zurück zur minimalinvasiven Kommunikation. Ein Dummbatzen wird nie verstehen, wann ein anderer Mensch auf Empfang ist. Und deshalb braucht ein Dummbatzen auch nur eines: eine Radikaloperation!

 

 

 

14.09.2013 um 08:51 Uhr

Chronik eines langsamen Scheiterns?

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: Filmmusik aus Rosalie goes Shopping

Ihr kennt die Shopaholic-Bücher von Sophie Kinsella? Die Schnäppchenjägerin kauft und kauft ... und vergisst vor lauter Angebotsrausch, dass sie sich völlig ruiniert. Ich hatte seit Juni eine solche Phase ... allerdings auf einem weit niedrigeren Preisniveau als Ms. Shopaholic. Weshalb ich mich dann auch nicht völlig ruinierte.

Und allmählich komme ich - mit Ausrutschern - dahin, dass ich mich bei jedem gekauften Teil wieder frage, ob und wofür ich es wirklich brauche. Die schwarz-rot-Regel hilft sehr. Und auch die Frage: habe ich etwas sehr ähnliches bereits? Oder: womit kombiniere ich es und zu welcher Gelegenheit trage ich es? Nein, wirklich aussortiert habe ich nichts in den letzten Tagen. Sollte ich aber. Denn gestern habe ich ein neues Kleid gekauft. Ein Basic-Teil ... schwarz, schlicht und schön. Beim großen Versender mit den zwei T in der Mitte zu finden bei der Marke J*e*tte, Jerseykleid mit Details in Kunstleder. Aktuelle Saison, Preis 99 Euro ... ich bekam es in meinem Lieblingsoutlet für 49, was ich genial fand! Und ein Wäscheteil musste auch noch mit - von 39 auf 6 Euro. Blutenden Herzens liess ich die schöne Reisetasche da ... und auch die Laufjacke, die zwar toll und preiswert war, aber nicht nötig. Und die Stiefel, und die tollen Schuhe. Eine Reisetasche steht zwar definitiv auf der Liste der "Must Haves", aber ich warte, bis die RICHTIGE kommt. Eine Tasche aus schwarzem Leder mit BREITEM Schulterriemen und Henkeln, die ebenfalls lang genug sind, um über einer Jacke über die Schulter zu passen. Bis dahin wird es weiterhin mein unverwüstlicher V*aude-Matchsack sein, selbst zu eleganterer Kleidung. Oben auf der Liste für den Winter steht eine neue Caban-Jacke, in schwarz natürlich. Meine alte ist mir ein Stückchen zu kurz, um wirklich auch den Po zu wärmen. Und wenn ich ehrlich bin, auch ein paar Millimeter zu eng, ich trage definitiv 44 und sie ist noch ein Überbleibsel aus den 42er Zeiten ... Aber bislang fand ich nur zu teuer oder zu kurz. Thema Wintermäntel muss ich demnächst angehen ... Auch hier tummelt sich einiges, das eigentlich nicht mehr bleiben darf. Allerdings auch solche Dinge, die ein- oder zweimal pro Jahr plötzlich Daseinsberechtigung haben. Wie der fast knöchellange Steppmantel, der mir eigentlich gar nicht gefällt, den ich aber bei minus 20 Grad zusammen mit den optisch unsäglichen Lammfellboots gut brauchen kann. Oder den ganz dünnen Steppmantel, der zusammengeknüllt in die Schultertasche passt und den ich deshalb gerne zu Veranstaltungen trage, bei denen ich nur ein Teil an der Garderobe abgeben mag oder solchen, bei denen Mantelverlust ein kalkuliertes Risiko ist ... Und nun überlege ich erst einmal, was ich aussortiere, um Platz für das Kleid zu schaffen ... Die Wäsche-Schublade sortiere ich auch heute durch ...

13.09.2013 um 13:11 Uhr

Kein Schwein ruft mich an ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: So lonely (Police)

Um Irrtümern vorzubeugen: es handelt sich NICHT um Liebeskummer. Sondern um eine wesentlich zerrüttetere Beziehung als es selbst die mit einem Partner sein kann ... meine sich dem Ende zuneigende Beziehung mit dem Rosaroten Riesen, einem führenden Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen (wobei ich den Wortteil Dienstleistungen ...nunja). 

Und nun in medias res ... mittenrein ins Thema:

Ich heisse Rolle und bin eine Küchenschabe, pardon: Privatkundin. Seit dem vergangenen Freitag war mein Telefonanschluß gestört. Weder eingehende noch ausgehende Anrufe waren möglich, Internetempfang ebensowenig. Störungen geschehen. Das ist eine Tatsache. Und wenn sie dann seitens des Unternehmens kompetent, schnell und kundenorientiert behoben werden, verursachen sie zwar Unannehmlichkeiten, aber nicht die weißglühende Wut, die mich durch die letzten Tage begleitete. Seit Freitag werde ich in Warteschleifen geparkt, fehlinformiert, versetzt und vertröstet. Hier das Protokoll der Geschehnisse:

Freitag: Blue hat nachmittags keinen Internetzugang. Ich versuche, zuhause anzurufen und erhalte eine Ansage „keine Verbindung“. Zuhause angekommen, versuche ich mein Glück beim Kundenservice, dessen Nummer so versteckt ist auf der Internetpräsenz, dass ich mit meinem mobilen Endgerät nicht drankomme und den Röllchenpapa nebst PC einschalte. Zwei vergebliche Versuche (Warteschleife ca. 15 min pro Versuch, Leitung tot, erneuter Versuch) später erreiche ich endlich die Störungsstelle, nur um zu erfahren, dass die Kollegen, die mir helfen könnten, seit 5 Minuten (siehe Warteschleife!) Feierabend haben und man mich Samstag zwischen 8 und 9 anrufen werde.

Als am kommenden Morgen 8.45 niemand angerufen hat, nehme ich das Job-Handy (damit das andere frei bleibt) und stelle mich wieder der Maschine. Beim 2. Versuch erreiche ich jemanden und stelle fest, dass der Bearbeiter vom Freitag meine Nummer falsch notiert hat. Der Disponent versucht mir neue Verträge zu verkaufen, was ich ablehne, sichert mir aber auch einen Techniker für den folgenden Dienstag,  18-20 Uhr zu, den ich trotz Verärgerung über die lange Wartezeit bestätige.

Trotz Engpass im Job verlasse ich das Büro am großen Tag eine Stunde früher, um wirklich um 18 Uhr zuhause zu sein. Um 19.45 sitze ich immer noch alleine da, noch kein Techniker erschienen und auch kein Anruf auf meinem Handy. Ich rufe wieder die Servicenummer an und werde erneut 35 Minuten in Warteschleifen gehalten. Beim dritten Versuch erreiche ich jemanden – ich habe mein Anliegen Störung inzwischen durch Beschwerde ersetzt, das geht, wenn man sich einmal durch die Umweg-Abwehr gequält hat, etwas schneller. Der Mitarbeiter ist freundlich, muss sich aber inzwischen meinen gestauten Ärger anhören. Natürlich hat die Disposition Feierabend und nur Hartnäckigkeit meinerseits fördert die Aussage zutage: „Der Mitarbeiter hat es nicht geschafft und es sich für morgen eingetragen“. Ohne mit mir Rücksprache zu nehmen natürlich! Ich bestand auf einem Anruf der Disposition direkt morgens um 8 am Mittwochmorgen.

Ich bestand. Aber auch das machte keinen Unterschied. Kunde gleich Schabe, ich errinnere. Von 8.10 bis 8.50 durchlebte ich wieder in diversen Warteschleifen die gesamte Skala von Wut und Ohnmacht . Wenn ich jemanden erreichte, wurde ich nicht durchgestellt, sondern „geparkt“. Um 8.50 wurde mir dann ein Rückruf des Disponenten versprochen, der gegen 9.10 erfolgte. Ein Termin für Mittwoch wurde mir zu "90 Prozent" in Aussicht gestellt. Klar, dass ich auch dafür wieder früher aus dem Job musste!!! Sinngemäß erhielt ich die Auskunft, man habe viele Störungen und Personalengpässe und ich sei ja nur eine von 40 Millionen Privatkunden … aka SCHABEN!

Um 15 Uhr teilte mir Herr Disponent dann die frohe Botschaft mit, dass meine Terminwahrscheinlichkeit bei 95(!) Prozent liege! WOW ... he made my day! Der Techniker sollte um 18 Uhr kommen. Er kam um 17 Uhr. Rief mich an und ich konnte ihn wenigstens überreden, zu warten, bis ich den Weg aus Arbeitsstadt zurückgelegt hatte. Doch bereits im Zug rief mich Wirbel an, dass laut Anruf eines Technikers alles behoben sei! War es aber nicht. Fon und Wlan ja, Internet nicht. Zum Glück rief der Techniker noch einmal an ... und um 18.30 waren wir dann endlich, endlich, endlich wieder kommunikationsfähig!!!

Seit Auftreten der Störung habe ich 10 Stunden in Warteschleifen und mit vergeblichem Warten auf Techniker verbracht.Ich habe zwei private Termine verpasst und drei Stunden Arbeitszeit investiert, die ich an anderer Stelle nacharbeiten muss. Eine PC-Telefonkonferenz am Sonntag fiel aus.

Und ich habe mich in einem Maße geärgert, das mir bis dahin fremd war. Ich habe Trainings in Konfliktmediation absolviert und verfüge über einige diplomatische Erfahrung. Doch das, was ich seit Freitag erlebe, lässt mich vor Wut kochen.

Ich bin KUNDIN. Seit über 20 Jahren. So etwas nennt man „Treue“. Allerdings werde ich es nicht mehr lange sein. Denn nach dem zweiten (siehe Februar 2011) derartigen Erlebnis betrachte ich unser Vertragsverhältnis als zerrüttet.

Kann man sich von seiner Telefongesellschaft scheiden lassen???

 

 

Ach ja: Nicci - geheult habe ich mittags vor Hilflosigkeit und Wut, als ich einer Freundin die ganze Geschichte erzählte ... und fünf Minuten später mit ebendieser Freundin herzlich darüber gelacht!

10.09.2013 um 15:27 Uhr

Prokrastinationsstöckchen

von: Spring_Roll   Kategorie: Miscellaneous

Musik: One for you, one for me ...

1. Wo ist Dein Handy? Schultertasche

2. Dein Partner? Zukunft

3. Deine Haare? Hochgesteckt

4. Deine Mama? Küche

5. Dein Papa? Wohnzimmer

6. Dein Lieblingsgegenstand? tablet

7. Dein Traum von letzter Nacht? Anregend

8. Dein Lieblingsgetränk? Tee

9. Dein Traumauto? ökologisch

10. Der Raum in dem Du dich befindest? Büro

11. Dein Ex? Vergangenheit

12. Deine Angst? Stagnation

13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? Woanders

14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? Röllchen

15. Was bist Du nicht? Bodenständig

16. Das Letzte was Du getan hast? Telefoniert

17. Was trägst Du? Verantwortung

18. Dein Lieblingsbuch? Fool (on the Hill)

19. Das letzte was Du gegessen hast? Suppe

20. Dein Leben? Optimierungsfähig

21. Deine Stimmung? Unruhig

22. Deine Freunde? Wunderbar

23. Woran denkst Du gerade? Projekt

24. Was machst Du gerade? Multitasking

25. Dein Sommer? Kurz

26. Was läuft in Deinem TV? Nix

27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? Mittags

28. Das letzte Mal geweint? Mittags

29. Schule? Nein!

30. Was hörst Du gerade? Autos

31. Liebste Wochenendbeschäftigung? Zensiert

32. Traumjob? international

33. Dein Computer? Welcher?

34. Außerhalb Deines Fensters? Parkplatz

35. Bier? Desperados

36. Mexikanisches Essen? Original!

37. Winter? Weihnachten

38. Religion? Karteileiche

39. Urlaub? Reisen

40. Auf Deinem Bett? Unordnung

41. Liebe?  Warteschleife 

10.09.2013 um 07:32 Uhr

Dann friss doch Würmer!!!

von: Spring_Roll   Kategorie: Familienbande

Musik: Titelsong der Waltons ...

Blue soll Würmer fressen! Und er tut es auch noch freiwillig ...

Gestern abend kam er vom Rummel zurück mit einer großen Tüte und bot mir direkt einen unterarmlangen Wurm an. Wattwürmer hatte er gekauft. Und bevor jemand denkt, mein Nachwuchs müsse im Sand nach Nahrung graben ... es sind lange, dünne Mettwürste, die er sich da gekauft hatte, gleich zehn an der Zahl. Und so frisst Blue jetzt Würmer ...

Ich erfreue mich weiterhin einer telefonfreien Wohnung. Heute will der Techniker vorbeikommen ... und meine Nachbarn von oben bekommen einen dicken Blumenstrauß für ihre Großzügigkeit mit dem Wlan ... so konnte ich in den letzten Tagen wenigstens weiter den Wohnungsmarkt beobachten und ein paar berufliche Dinge regeln.

 Gleich drei Wohnungen habe ich am Wochenende angesehen und keine kam in Frage. Für viele Vermieter kommen allerdings auch wir nicht in die engere Wahl ... gesucht wird die ruhige Einzelperson ... für VIERzimmerwohnungen! Ein Trost war der Anruf einer sehr sympathischen Maklerin gestern. Ich hatte bei ihr die schnucklige Hinterhauswohnung angesehen, gegen die ich mich aufgrund einer ungünstigen Zimmerverteilung entscheiden musste. Diese Wohnung hätte ich mit Kusshand bekommen, weil ich den Vermietern direkt sympathisch war. Und die Maklerin wird jetzt aktiv für mich suchen. Und auch die Maklerin von der Samstags-Besichtigung wird mich wieder kontaktieren. Die Wohnung passte nicht zu uns, aber sie sieht uns als gut vermittelbare Mieter an. Und Montag schaue ich mir etwas bei einer Genossenschaft an. Es geht voran ... vielleicht werde ich Weihnachten noch hier sein, aber irgendwann in den nächsten Monaten heisst es definitiv "bye, bye Dorf!"

Von einem sehr schönen Abend mit besterFreundin könnte ich noch schreiben ... und wir hatten letztlich mehr Spass bei Sashimi und Sekt vor der Party und Tee nach der Party als während der Party. Es war eine eher schrille Motto-Party ... und da besteFreundin die Einfahrt zum idealen Parkhaus verpasste, durften wir dann als echter "Hingucker" im 80ies Outfit durch einen sehr belebten Teil von Nachbargroßstadt laufen ... sollte jeder mal erlebt haben ;-)

Und wer jetzt mit Chips auf dem Sofa sitzt und auf neue Erlebnisse im D*schungel hofft .... die wird es auch wieder geben. Aber momentan hat das Thema "die Rolle richtet ihr Leben ein" einfach Vorrang. Und das ist gut so.

05.09.2013 um 16:37 Uhr

Inconsequentia my middle name ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: oooh (Stretch Princess)

Das Detail mal wieder.

Ich habe noch NICHTS aussortiert. Niente, nada, NIX.

Stattdessen erwarb ich heute und gestern:

Unterwäsche (3 Teile)
1 Paar Schuhe (Bestellung von letzter Woche ... SCHLUPFLOCH)
1 Feder-Faszinator für eine Motto-Party beim Tanzen am Wochenende
1 Federfächer für die gleiche Party
3 Haarspangen (auch Party)
1 Unterrock (Kleid zu durchsichtig, Notfall)
1 Paar künstliche Wimpern (auch Party)
3 Paar Strümpfe (Rabattkarte von der Kollegin geliehen ... zehn Prozent auf die sündenteuren M 6er ...)

Auf der Minus-Seite sind bisher nur zu verzeichnen:

1 Weinglas (Spülmaschinen-Unfall)
1 Dekantierkaraffe (ebenso)
1 Paar Schuhe (entsorgt)

Die Strümpfe werde ich morgen ausgleichen ... habe bereits eine Tüte mit zu kleinen Strümpfen für besteFreundin gepackt. Irgendwann mal gekauft vor vielen Jahren, schlicht, zeitlos, teuer ... und inzwischen halt 15 Kilo schwerer.

04.09.2013 um 16:09 Uhr

Tücken im Detail

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: Barbie Girl

Ich wusste es würde nicht einfach. OK, gegen Annas Urkost ist meine Konsumentwöhnung ein alter Dreck .. aber sie macht schon in den ersten Stunden Ärger!

Heute mittag löste ich den ersten Gutschein ein. Es war ein Unterwäschegutschein, also erwarb ich gar hübsche Unterwäsche (Danke, Glamour Girl, Münchner Kindl und Limette! Und: natürlich getreu dem Farb- bzw. Nichtfarbprinzig). Die Auswahl der passenden Teile war nicht das Problem. Auch nicht, dass ich mich für drei statt zwei Teilen entschied (für Reisen finde ich einen zusätzlichen Slip immer sehr praktisch) und damit 11 Euro zuzahlen musste. Nein ... es war die Verführung in Prozent. Ob ich nicht die Special-Shopping-Days nutzen wolle? Ob ich nicht die Kundenkarte beantragen und dann BH Nr. 2 für den halben Preis bekommen wolle? Und ich blöde Konsum-Rolle fange an, wie bescheuert anzuprobieren. Und hätte beinahe nur wegen des blöden Rabatts ein Teil gekauft, das ich gar nicht brauche und das mich trotzdem noch 16 Euro gekostet hätte ...

Es hat Kraft gekostet, explizit Karte und Rabatt abzulehnen und nur zu kaufen, was ich wirklich haben wollte. Und wenn ich meine Regel beherzige, müssen jetzt sechs Teile aus meiner Wäscheschublade verschwinden. Ich werde wohl heute abend mal Schleissteile aussortieren ... davon gibt es einige. Der vormals weiße und jetzt grau verwaschene Sport-BH kann zum Beispiel mal leise "Servus" sagen.

Den zweiten Kraftakt des Tages vollbrachte ich gerade bei A-zon. Samstag gehe ich tanzen mit bester Freundin. Und es wird ein besonderer Abend. Und was macht Frau Rolle, wenn etwas Besonderes bevorsteht? Richtig, sie kauft ein! Der Warenkorb war gut gefüllt, der fiebrige Zeigefinger über dem "bestellen"-Button ... und das Kleinhirn bremst rechtzeitig voll und schließt die Seite ... ohne Bestellung.

Wanda übrigens erwies sich bislang als Pleite ... die Plattform ist toll, die dargebotenen Dinge sind hübsch ... aber sie sind nicht, was ich wünsche oder brauche ... ich schaue weiter.

04.09.2013 um 14:10 Uhr

Ode an die Frauen

von: Spring_Roll   Kategorie: Wahlfamilie

Musik: Ein Freund, ein guter Freund ... (Albers/Rühmann)

Danke für Eure Glückwünsche ... für herzliche Worte hier und anderswo, für willkommene Stimmen im Telefonhörer, falsch gesungenes Häppi Börs-Dei, jede Menge Sekt und liebevoll ausgesuchte Geschenke! Und vor allem: Danke für's Da-Sein. Euch hier im virtuellen und meiner realen Wahlfamilie ganz nah zum Anfassen gestern abend. Damenabend auf dem Balkon mit Bester Freundin und Feline, der Königin und der Tangoqueen, Glamour Girl, Münchner Kindl, der Limette und der Jalapena und ... Moment, zwei Blognamen sind mir entfallen, wird nachgetragen.

Ich habe phantastische Freundinnen!!!
Männliche Freunde auch ... aber die Ladies Nights sind nun einmal eine Institution ...

Gestern abend war ich fast versöhnt mit meiner Wohnung. Es war schön auf dem Balkon. Aber ... weil die Menschen da waren. Allein habe ich in diesem Jahr zwei Mal kurz draußen gesessen. Wegen Witterung, Unlust und Unfähigkeit, auf dem pad-Bildschirm etwas zu erkennen. Und wegen Visavis, der mir heute morgen bereits einen Schreck einjagte, als er mir stieren Blickes entgegenwankte im Gewerbegebiet hinter Dorf.

Die Wohnungssuche geht weiter. Mein Favorit ist nach wie vor die zentralste der bisher ins Auge gefassten Wohnungen ... aber es könnte sein, dass die Wohnung, die ich Samstag besichtige, auch interessant wird ...

 

04.09.2013 um 07:05 Uhr

Nehmen und Geben

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: The Winner gives it all (frei nach ABBA)

Geschenke sind keine Einkäufe (Schlupfloch!!!)

Und meine Freundinnen haben mich auch nicht mit Unnützem zugekippt. Sind ja Freundinnen ... kennen mich gut genug. Ich darf jetzt online und im realen ein wenig shoppen (was ich dafür aussortiere, ist auch schon klar), mich durch zwei dicke Schmöker lesen und meinen Schmuck an eine hübsche "Schneiderpuppe" an die Wand hängen. Betrinken darf ich mich auch (herrliches Schlupfloch ... da reine Konsumartikel) ... werde ich aber nicht, denn der Tequila wurde mir von mexikanischen Freunden geschenkt und ist ein wirklich guter) und den Sekt, Spritzz, Rotwein trinke ich lieber in Gesellschaft. Und die Pralinen teile ich mit dem Nachwuchs ...

Sobald ich die Gutscheine umgesetzt habe, berichte ich über die Dinge, die kommen und die, die dafür gehen ...

Bereits gegangen ist ein Weißweinglas ... aber den Ersatz dafür werde ich wohl erst nach dem Umzug kaufen ... oder den Gläserkarton für einige Monate sicher im Büro bunkern. Über die Zeit ist mein Bestand an 12 Weißweingläsern nämlich auf vier geschrumpft ....kann also sein, dass ich geschenktes Geld nutze, um den Bestand aufzustocken, solange das Geschäft in der Nähe des Büros die teuren Markengläser von 50 auf 15 Euro für vier Stück reduziert hat. 

Und nun schaue ich mir mal die Plattform an, bei der ich onlineshoppen darf .... auf zu "Wanda" ...

03.09.2013 um 11:16 Uhr

Ich Schlaufuchs!

von: Spring_Roll   Kategorie: Das Beste zuerst ...

Musik: She works hard for the money (Donna Summer)

Die Schwarz-Rot-Regel beherzige ich unbarmherzig ... doch gestern nacht musste ich den Geschenkumschlag noch schnell vor Mitternacht öffnen ... wobei ein Parfümeriegutschein ja nicht wirklich als Sache gilt und der Neukauf auch stets bei Ausleerung der Altflasche erfolgt. Getrickst habe ich allerdings gestern beim Ankauf einer Hose ... aber die war so schön und schwarz und preiswert, also musste sie sein.

Gilt eigentlich das Bestell- oder Lieferdatum?

Ich entscheide mich für das Bestelldatum. Ab heute wird nichts mehr bestellt, das nicht eine alte Sache ersetzt.

Und ich bin gespannt, welche Dinge ich heute abend, wenn die Gäste gegangen sind, ausmustere aus dem Altbestand ... denn auch Geschenke sind Gegenstände ...

 

Das Beste zuerst ... es geht los ... HEUTE.

03.09.2013 um 10:33 Uhr

... la la la la ... toooo meeee!

von: Spring_Roll   Kategorie: Rolle 2.0

Musik: Celebration (Cool and the Gang)

Wieder ein Jahr herum. Große Unterschiede und eine Parallele. Malt trank ich auch im letzten Jahr um Mitternacht. Damit hört es aber auch auf mit den Ähnlichkeiten. Saß ich letztes Jahr in einem Hotelzimmer am Bahnhof von Neapel, schaute mir durch das Fenster die wäscheaufhängenden und gestikulierenden Italiener an und trank ein bestenfalls als gruslig zu betrachtendes 2cl-Fläschchen aus dem Duty-Free, so war es diesmal der eigene Balkon und der Malt, der sich anfühlt wie ein Abend vor dem Kamin ... bunnahabhain. Und die lächelnde Erinnerung an einen schönen Abend, der dem Malt voranging.

Ich fühlte mich abschiedlich heute nacht ... und ein wenig sentimental. Denn obwohl ich Dorf mag, sehr sogar, erfordert es meine persönliche Lebensqualität, endlich zu gehen. Unendlich wertvoll ist mir meine Bewegungsfreiheit ... und die ist nun einmal hier mehr als eingeschränkt. Und endlich, endlich, verstehen das sowohl meine Kinder als auch meine Eltern.

Und während ich mich im letzten Jahr darüber freute, durch eine Geschäftsreise dem "Feiern-Müssen" zu entkommen, weiß ich in diesem Jahr, dass der Tag genau so verlaufen wird, wie es mir gut tut. Mit einem Mittagessen mit Blue und Wirbel, mit einem Kurzbesuch meiner Mutter (mit der Restfamilie feiern wir im Rahmen einer größeren gemeinsamen Unternehmung) und abends mit dem Besuch lieber Freundinnen bei Wein, Brot und Käse.

Was wünsche ich mir für das kommende Jahr?

Mehr Lernen, mehr Erfahrungen ... was ich in diesem Jahr begann, soll sich fortsetzen und Frucht tragen. Meine Fortbildung, aber auch die Perspektivwechsel im Privaten. Und ich bin gespannt, welche der Menschen, die mir in diesem Jahr begegneten, mir über die Zeit näher rücken werden. Sehr glücklich bin ich darüber, dass zwei Freundschaften, die ich als kriselnd bis entfernend gesehen hatte über einige Monate, doch mehr Substanz haben als ich glaube ... Danke, dass ihr beide mir nah seid und bleibt, auch wenn unsere Leben zurzeit unterschiedlich verlaufen.

Die Erkenntnis des Jahres: ich bin anders, als ich selbst von mir dachte ... und es fängt an, mir zu gefallen.

Ich kann besser nein sagen ... und meine Kategorien sind weicher geworden. Gut!