Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

07.10.2014 um 08:09 Uhr

Road Movie oder Höllentrip?

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: Highway to Hell (AC/DC)

Nächste Woche geht es los: das Küchentreffen in Weit-weit-weg. Und wenn ich weit-weit-weg schreibe, dann meine ich WEIT-WEIT-noch weiter-WEG. Leider bedeutet das in diesem Fall aber nicht nur einen langen Flug, sondern auch komplette Orientierungslosigkeit am Zielort. Es ist alles ... ANDERS. Anders in dem Sinne, dass ein gebuchtes Hotel inzwischen zweimal bezahlt (Landeswährung kam zurück, zweiter Versuch in Euro) wurde, aber noch nicht bestätigt ist. Anders auch mit Blick auf Entfernungen im Land und deren Überbrückung. Der Ort des Treffens, das durchaus globales Publikum hat, liegt mitnichten in der Nähe eines Flughafens. Drei Stunden entfernt. Und in einem Ort, der zu klein ist, die Leute unterzubringen. Also Hotels in einem Umkreis von über einer Stunde. Man hat sich einen Shuttlebus organisiert - aber der fährt nicht, wenn wir ihn brauchen. Sehr durchdacht. Und öffentlichen Nahverkehr sucht man vergeblich. Der ist eine weitere Stunde Autofahrt entfernt. 

Die Preisfrage ist also: Werden Frau Rolle und ihr Maitre in Weit-weit-weg eintreffen? Und werden sie dort ein bzw. zwei Hotelzimmer vorfinden oder mit unergründlichem Lächeln zur nächsten Brücke geleitet? Wird es unseren tapferen Reisenden gelingen, einen Transfer zum Ort des Treffens zu ergattern - und das täglich? Und ... letztes großes Rätsel: wie werden unsere Abenteurer mitten in der Nacht zum Flughafen gen Heimat gelangen, wenn sie alle Proben bestanden haben? Momentan so: ein junger Angestellter unseres Gastgebers kommt um 2 Uhr morgens, fährt uns mit seinem Privatauto zu einem ländlichen Überlandbus und der bringt uns in sagenhaften drei Stunden zu unserem Flughafen. Wenn wir Glück haben. Der junge Angestellte ist übrigens die gute Fee in diesem Film. Denn scheinbar scheint sein "Drei-Wünsche-Repertoire" auch "rooms for very special people" zu beinhalten. Ich habe beschlossen, dass Maitre und ich so was von special sind! Denn die Brücke mag in der richtigen Gesellschaft romantisch sein ... mit Maitre möchte ich sie eher nicht teilen!

Nebenschauplätze des Weit-weit-weg-Dramas sind zurzeit die Rezepturvereinbarungen mit dem afrikanischen Chef der Programmkommission und die Frage des eigenen Koffers. Nicht in Bezug auf Kleidung. Da es ein Road-Movie wird, habe ich beschlossen, im Handgepäck das nötigste einzupacken und den Koffer voller Gastgeschenke für uns aus Not rettende Menschen zu stopfen. Dürfte Sinn machen angesichts der Preliminarien. Werde also nachher den Keller plündern und sämtliche Küchen-Devotionaien einsacken, die sich "nett verschenken" lassen. Und sollte der Koffer den bei Road-Movies üblichen Weg des Vergänglichen antreten aka verloren gehen ... komme ich a) mit dem im Handgepäck Befindlichen klar und b) ist der Rest kein großer Verlust. Merker an mich: bequeme Schuhe ins Handgepäck!

Kleines Probepacken ergab: Outfits für drei Tage gehen in eine kleine Tüte ... und mit klein meine ich KLEIN. A5-Format. Ein knitterfreies Kleid, ein Rock, eine schnelltrocknende Bluse. Eine Strumpfhose und ein Paar Socken und eine Garnitur Wäsche. That's it. Ballerinas dazu und fertig ist die Laube. Und vielleicht noch mein nichtknitterndes Zweitjackett oder eine dünne Strickjacke. Telefone kommen in eine kleine Abendtasche, die auch mit muss. Alles gut. Alles passt. Eigentlich ... bräuchte ich gar keinen Koffer mehr? Jedenfalls würde ich notfalls drei Konferenztage ohne überstehen, ohne wirkliche Probleme zu bekommen oder teuer neu beschaffen zu müssen. Bad Hair Day wäre die schlimmste mögliche Folge, da meine Haarpackung im Koffer ist. So what?

Was ich allerdings noch brauche, ist ein Vorhängeschloss für denselbigen. Das ist nämlich verlorengegangen. Oder ich mache es mir einfach und nehme das überzählige Kellerschloss - das von dem Keller, der eh immer auf ist. Genau ... das mache ich!

Bleiben Sie dran wenn Frau Rolle sich aufmacht nach Weit-weit-weg ... im fürderen Abenteuerland genannt ... 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. lousalome schreibt am 07.10.2014 um 12:23 Uhr:Meine Güte, das klingt abenteuerlich! Ich drücke die Daumen, dass alles gut klappen wird. Na und den Koffer brauchst du - für Shampoo, Duschgel etc. Seit den beknackten neuen Besteimmungen darf man ja nix mehr, was irgendwie flüssig oder cremeartig ist mit ins Handgepäck nehmen ... : /
  2. Rosa26Maus schreibt am 07.10.2014 um 17:42 Uhr:Ganz genau. Außer man kauft sich extra Reisegrößen von allem. Blöd ist es trotzdem. Ich hatte mir damals gerade ein Beauty-Case gekauft, damit ich das immer extra packen und ins Handgepäck nehmen kann. Weil Waschtasche immer so viel Platz im Koffer weg nimmt. Und dann? Pustekuchen! Braucht kein Mensch mehr, sowas, weil ja eh' alles ins Gepäck muss.
    Und Rolle: Hast Du Dich verzählt? EINmal Wäsche, für drei Tage? :-)
  3. Spring_Roll schreibt am 08.10.2014 um 02:43 Uhr:tz tz tz ... ich weiß schon, was ich schreibe. Ich reise ausschließlich mit kleinem Kulturbeutel. Alles in der 1 L Plastiktüte. Und Unterwäsche kann man mit Shampoo durchwaschen im Notfall. Trocknet ganz schnell.

Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.