Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

13.06.2012 um 15:48 Uhr

Unsortiertes

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: irgendwas ziemlich chaotisches

Gestern war mir nach Gewalt im Dschungel. Nein ... sie traf keinen männlichen Irrtum. Nur eine Fliege, die bereits seit zwei Tagen mein Büro durchschwirrt. Viele Ärgersekunden und eine lange Besprechung später scheint sie inzwischen eines natürlichen Todes gestorben zu sein ... oder hat den Ausgang durch's Fenster gefunden, was mir ebenso recht ist.

Heute ist einer von den Tagen, die ich lieber im Bett verbringen würde. Umgeben von Kissen, Teetassen und Büchern. Aber es hilft ja nichts ... und so kämpfe ich mich weiter durch die Anliegen des Tages.

Na ja ... wenigstens ist die Fliege weg ...

23.05.2012 um 12:43 Uhr

Von uns gegangen ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Musik: irgendwas seeeeehr getragenes ...

Minna ist nicht mehr. Sie ruhe in Frieden.

Fast 15 Jahre hat sie in ihrer schlichten, weißen Schürze unser Leben geteilt und sich dabei weder um Mindestlöhne noch Arbeitszeitregelungen gesorgt. Minnas Arbeit begann, wenn Frau Rolle und die Röllchen sich schlafen legten. Ebenso leise wie unermüdlich versah sie ihren Dienst an Familie Rolle und unserem Geschirr. Nun folgte sie ihrem im letzten Sommer eiskalt heimgegangenen Freund nach. Sie verschied bei der Arbeit, so leise, wie sie auch gelebt hat ... ich fand sie morgens ganz friedlich. Die Beisetzung wird in aller Stille stattfinden.

Einen Termin gibt es allerdings noch nicht ... denn aus Budgetgründen werden wir wohl eine ganze warten müssen, bevor eine neue Geschirr-Minna bei uns einziehen darf und bei dieser Gelegenheit die alte in den Elektrogerätehimmel auffährt, wo ihr Kühl-Kumpel sie schon erwartet.

In diesem Zusammenhang ein Gespräch mit Röllchen 1:

Röllchen, unsere Geschirr-Minna ist nicht mehr. ... Oh, Mama, dann musst DU ja jetzt mit der Hand spülen ...

 

AAAAAARRRRGH!!!

 

Und ... ich weiß ... alles nur unter Pleiten, Pech und Pannen einzusortieren. Ich danke unserem Schöpfer, dass es nur die Spülmaschine war und wir von wirklichem Unglück und Verlust momentan noch verschont bleiben!

16.05.2012 um 15:06 Uhr

Sidekick: Glück im Unglück

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

Ich klaue mir mal das Brücken-Element aus Üfftelstütz ...

Welchen gigantischen Spiegel muss ich zerbrochen haben für diese Serien von Klein- und Kleinstpannen? Jede für sich nicht Welt bewegend, aber in der Summe einfach nur zermürbend?

Gestern saß ich konzentriert an meinem Schreibtisch, still vor mich hinarbeitend eingedenk der Tatsache, dass mein Rad eine halbe Stunde später gen Termin mit Ober-Cheffe rollen sollte, als ... die Hölle losbrach.

Anruf panisches Röllchen 2 (undeutlich): Mein Portemonnaie ist weg.

Röllchen war an einer Bahnstation. Hat behauptet, die Geldbörse in der Bahn noch gehabt zu haben. Dazu muss der geneigte Leser wissen, dass dieses Röllchen ein ausgeklügeltes System von Umstiegen kultiviert, um den eigentlich mit einem einzigen Umstieg machbaren Weg von Schule in Arbeitsstadt nach Dorf zurückzulegen. Röllchen saß also am Bahnhof in Zwischenhalt, während Röllchenoma in Dorf auf ihn wartete. Ich also erstmal Röllchen angemotzt (wegen nichtachtens auf Geldbörse), dann Oma über Verspätung informiert. Oma rannte wegen schlechten Wetters unnötigerweise mit Schirm zur Bahn. Ich telefonierte mit Verkehrsbetrieb wegen Ersatzkarte. Erfuhr, als ich Röllchen telefonisch zum Kundencenter dirigierte, dass Röllchen wegen Schwarzfahrrazzia erstmal Fahrkarte ziehen musste und dadurch Bahn verpasst hatte. Versuchte, Oma zurückzupfeifen, die aber nicht ans Handy ging. Telefonierte mit Fundbüro, weil Ausweis, Schülerausweis und Krankenkarte ja in Geldbörse ... wääääh. CUT ... Ab zum Termin, wenigstens vor Cheffe da sein.

Kam spät nach Hause und fiel direkt in den Telefonhörer. Röllchenpapa hatte einen Handyanruf auf AB: da hatte doch tatsächlich der Kioskbesitzer an Röllchens erstem Zwischenhalt die Geldbörse gefunden! UND angerufen! Röllchen hat die Börse heute früh schon wieder abgeholt und allen höheren Wesen sei dank, dass die Ausweis-Beantragung uns erspart bleibt! Auf jeden Fall werde ich diese Woche noch mit einem Blumenstrauß dorthin gehen. Einfach nur klasse, dass es so hilfsbereite Menschen noch gibt! Danke, lieber Kioskbesitzer!!!!!

Danke, Verkehrsbetriebe, für die unbürokratische Ausstellung einer Ersatzkarte, die wir zum Glück nicht mehr brauchen. Und auch Danke, Fundbüro ... die riefen nämlich heute früh extra an, um Bescheid zu sagen, dass nichts gefunden worden ist, als ich schon mit dem Hörer da stand, um Entwarnung zu geben.

11.05.2012 um 20:43 Uhr

Die Prinzessin IST der Horst ...

von: Spring_Roll   Kategorie: Stress und Konsorten

 Definitiv: dieser Tag hat definitiv Kultcharakter.

Was soll ich sagen ... bei Frau Rolle ist dann wirklich die Prinzessin der Horst ... da muss kein Kerl mehr kommen um das zu toppen!

Wir erinnern uns? Frau Rolle war ohne Büroschlüssel, ohne Zeitchip und vor allem ohne Fahrradschlüssel schnell walkend Richtung Job unterwegs, dafür zerrte sie wieder mal eine nölende Töle hinter sich her und musste gleichzeitig den Kater daran hindern, Spaziergänger zu jagen (er ist inzwischen ein recht imponierender Muskelkater!)

Die Entdeckung des Schlüssels respektive seiner Abstinenz löste dann einen EINS A Dominoeffekt aus, denn ich durfte

a) meine Mutter alarmieren, um den Schlüsselbund zu retten
b) mit dem - sagen wir mal: etwas hinter den neuesten Regeln der Strassenverkehrsordnung hinterherhinkenden respektive rollenden - Bürofahrrad zum Termin radeln durfte und natürlich bei diesem Behufe prompt nass wurde und mich gar nicht hätte beeilen müssen, da sich das Programm der heutigen grossen Kochsitzung um eine halbe Stunde verzögert hatte

c) es in der Kürze der Zeit nicht lassen konnte, den Bürofahrradschlüssel aus der Jacke zu verlieren, als ich, um mein Rezeptchen vorzutragen, zwecks Suche nach Stimmverstärkungsequipment mit einer Mitköchin den Stuhl tauschte und hinterher drei Küchenfluchten nebst Sanitärtrakt durchkämmte, bis ich ihn endlich dort fand, wo ich die ganze Zeit saß, unter dem Tisch.

d) Röllchen finden musste, damit es mir die Tür zur Rollenwohnung öffnet (Kopfhörer!!!)
e) morgen mit dem plöden Bürorad wieder nach Arbeitsstadt radeln darf, um mein Rad, das dort seit gestern auf mich wartet (abgeschlossen natürlich) wiederzuholen, weil ich es Sonntag brauche für eine schlecht erreichbare weitere Kochsitzung.


Tschuldigung ... ich heisse Horst und ich bin DÄMLICH!!!

Und könnte mir (und Töle, die mich im Aufbruch heute früh ablenkte) bitte mal jemand zeigen, gegen welche Wand wir unsere Köpfe hauen dürfen???