Frühlingsrollen und die Gesetze der Schwerkraft

05.01.2015 um 22:53 Uhr

D*chungelfieber

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Africa (Toto)

Das Fasten fiel mir leicht diesmal. Seit November kein D*chungel. Doch etwas fehlt mir ... die Chance auf Glueck. Das gewisse "Koennte-sein". Und die abendliche Kommunikation mit anderen Suchenden. Die Nachteile ueberwiegen ... doch die Sehnsucht nach der Eventualitaet bleibt meine Begleiterin. Sehnsucht, fuer die momentan die Ersatzschokolade herhalten muss ... auch keine wirkliche Loesung. Insbesondere dann nicht, wenn mein sowieso uebergewichtiges Ich irgendwann mal wieder anziehend und begehrenswert sein moechte. 

Gut, dass ich wieder arbeite. Die Lethargie der Festtage stimmt melancholisch. Was habe ich mich vor Weihnachten auf Baum und Deko gefreut ... und nun ist es mir verleidet, weil niemand sich mit mir daran erfreute. Nein, die hoechste Festzeit des Jahres ist eine furchtbare Mogelpackung. Im Kleingedruckten steht naemlich " ab zwei Personen" oder auch "nur fuer Paare".

Das MuenchnerKindl hat sich wieder mal vom Zuckerhut getrennt. Aber vorher noch romantische Weihnachten mit Kurzreise in die Goldene Stadt gehabt. Alles wunderbar ... aber eben nur als Paar. Als Single passt du nicht ins Raster. Nirgendwo, wo Paare sich tummeln. Wie gestern ... Brunch bei Feline. Vier Paare. Meine Ansprechpartner waren die Kinder und der Hund. Nicht, dass Feline nicht aufmerksam waere ...aber der Tisch hatte acht Plaetze. Highlight des Tages war ein Gespraech mit Felines Mann ueber Managementtrainings und Notebooks ...

Ich bin wieder zynisch? Yepp, bin ich ... und mit gutem Grund!

 

26.10.2014 um 19:15 Uhr

Belanglose Begegnung?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Swing

Er pflegt eine Sprache, die an Slow Food erinnert in ihrer Genüsslichkeit. Ein paar Mails, ein sehr kurzes Telefonat und eine Verabredung zum Kaffee. Irritierend, dass er zwei Minuten nach der verabredeten Zeit a) bereits im Cafe sass und b) zwei Stück.Kuchen und einen Tee vor sich stehen hatte, bevor ich überhaupt eintraf. Die Kuchenauswahl war zu jenem Zeitpunkt schon stark vergriffen. Aber er hatte nur für sich vorgesorgt. Ich bestellte und es folgte ein Gespräch wie zwischen zwei Fremden im Zug. Wir blieben zwei Stunden. Als sie schließen wollten, gingen wir zur Theke, um zu zahlen. Er liess mir den Vortritt ... und ich zahlte für mich, gab Trinkgeld. Er wollte 10 Cent aufrunden. Wir gingen nebeneinander in die Nacht, bis ich ihn fragte, wohin er eigentlich steuere ... er und ich wohnten beide in andere Richtungen. Dann verabschiedete er sich ... wir hören uns oder nicht. 

Ich denke ... nicht. Und ich will auch nicht.

20.10.2014 um 18:37 Uhr

Am Ende des Tunnels?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: a whiter shade of pale (Procol Harum)

Der Tunnel scheint zu Ende zu sein. Oder die Inkarnation kurz davor, sterben zu müssen. Ich frage mich manchmal, warum ich immer noch im D*chungel umherstreife. Denn die gelegentlichen Begegnungen gehen immer weniger unter die Haut. Sind es die Anderen, die weniger Eindruck machen? Oder bin ich es, die einfach abgestumpft ist in so vielen schriftlichen, telefonischen und auch persönlichen Kontakten?

Ich wünsche mir so sehr, einmal wieder echte Begeisterung zu empfinden und weiche Knie zu haben. Nicht nur die Freude darüber, dass sich jemand für mich interessiert, sondern dieses Kribbeln und Flattern, bei dem meine eigenen Hormone tanzen und die Chicas ihre Blusenknöpfe öffnen. Bei Zen war es Empfänglichkeit und Geschmeichelt-Fühlen. Auf meiner Seite tat sich zu wenig. Das letzte Mal voller Begeisterung ... das war wohl Breathless. Über ein Jahr ist das jetzt her und war nur so kurz. Und auch schmerzhaft.

Was soll es mir sagen, dass ausnahmslos jeder Mann, bei dem meine Hormone tanzten, nicht derjenige für eine glückliche, lange Beziehung war?  Soll mich das dazu bringen, ohne Überschwang in eine Beziehung einfach nur einzuwilligen? Gerade das funktioniert überhaupt nicht. Vernunftbeziehungen sind nichts für mich. Auf "er ist prima und solide" gebaut, scheiterte meine Ehe. 

Mehr und mehr gewinne ich dem Alleinsein etwas ab. Und dennoch vermisse ich das DU. Aber ich will dieses DU nicht mehr um jeden Preis. Nur noch mit jemandem, zu dem ich wirklich JA sagen kann.

Und was mache ich, bis ich diesem Menschen begegne? Oder wenn ich ihm nie begegne? Halte ich die körperliche Durststrecke einfach so aus? Fragen über Fragen. Ist die Nicht-Beziehung wirklich die Beziehung der 2010er Jahre? Bin ich altmodisch und daneben, weil ich ein ganzes JA möchte? Und: wie lange kann ich ohne ... nicht Sex, dafür gibt es andere Möglichkeiten ... aber wie lange komme ich ohne die schützende Umarmung eines Partners aus? DA liegt die wahre Bedürftigkeit. Auf Sex kann ich Jahre verzichten. Aber nicht auf dieses warme, wohlige Gefühl, dass da jemand mich in den Arm nimmt und dass dieser Mann mich will, liebt, mag, begehrt.

Wieder einmal verlasse ich den Tunnel allein. Schaue in den Spiegel und sehe mir beim Altern zu. Irgendwann werde ich so alt sein, dass der Wettbewerb sich wieder verändert. Schon heute haben die Medien die "alten" Liebesgeschichten entdeckt. Die Schmonzette dieser Tage hat alte Hauptdarsteller. Aber leider ist es kein Trost, dass sich 70jährige medial verlieben. Ich bin noch nicht einmal 50. Noch so lange bis dahin. Und so viel Leben bis dahin.

Jammern zwecklos. Wenn ich mich entscheide, meine Ansprüche an das Leben und einen Partner aufrecht zu erhalten ... weil es auch nicht anders geht! ... dann muss ich akzeptieren, dass es in meiner "Liga" sehr, sehr wenige Männer gibt, die gleichzeitig frei und gewillt sind, eine Beziehung einzugehen. Und auch, dass es Jahre dauern kann, bis ich VIELLEICHT einem von ihnen begegne, der dann auch noch mich will. Mich ... die anstrengende Frau mit der Nicht-Model-Figur.

Was ich nicht mehr will, ist das generöse Angebot von Trostpreisen. Nein ... ich suche nicht nach der Rolle der Kummerkastentante für verheiratete Männer und ich will auch nicht die "Zweitbeziehung" sein. Nein ... ich lasse mich nicht auf Lebensumstände ein, die sich anfühlen wie ein zu enger Mantel. Und Doppel-Nein ... nie wieder ein Mann, der nur herumjammert und am Leben leidet.

Was ich mir wünsche? Einen Mann, der mich begeistert ... weil er ist, wie er ist. Und der genauso JA zu mir sagen mag wie ich zu ihm. Ohne Druck, ohne Stress. Leichtigkeit der Annäherung, Lebensfreude. Der Alltag kommt irgendwann von selbst.

Aber so einen ... werde ich wohl nur durch einen riesigen Zufall finden ... 

 

 

 

18.10.2014 um 08:26 Uhr

Lianen-Postille

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: The Lion sleeps tonight ...

Kuscheldecke on, Chips raus ... die neue Ausgabe der Lianen-Postille ist erschienen!

Meine Abenteuer im D*chungel sind ja inzwischen den meisten LeserInnen ein Begriff. Und nach längerer Pause möchte ich, angeregt von der Lady, mal wieder kurz schildern, wer oder was mir da so alles begegnet:

Kategorie: R*m*nce-Sc*mmer ... Er hat das passende Alter, ein ansprechendes Foto, keinen oder einen etwas schmalzigen Text und wohnt irgendwo in Deutschland, ist oft verwitwet. Er schreibt Sekunden nach dem Betreten mener Lichtung. Meist nur eine neutrale Begrüßung, manchmal aber auch einen übertriebenen Text. Wenn frau (ablehnend) antwortet, kommt umgehend die nächste Mail. Diesmal in fast unverständlichem Übersetzungstooldeutsch mit unverkennbaren Trigger-Words wie Treue, Seele, Gott etc. ... Löschen oder ein Satz in Englisch zurück und wir sind ihn los, den hoffnungsvoll in Afrika auf deutsches Geld hoffenden Bachelor.

Kategorie: Es ist kompliziert ... Oder auch: ich bin unterv*gelt und zu geizig für eine Professionelle. Tolles Angebot, das er da macht .. die Dauerfreundschaft "nebenbei". Aus seiner Sicht allemal. Aus meiner ... NICHT. Kann aber recht einfach beendet werden durch den Vorschlag, die Wochenenden miteinander zu verbringen und sich ostentativ auf gemeinsame Weihnachten zu freuen ;-)

Außerhalb der Kategorien sind die Begegnungen sympathischer ... 

Gestern zum Beispiel traf ich Mr. Maghreb. So benannt, weil Name und Herkunft nordafrikanisch, er selbst aber absolut einheimisch und noch nicht mal des dortigen Idioms mächtig. Sehr sympathisch. Angenehme zwei Stunden im Cafe. Eine weitere Verabredung ist geplant. Kein Kniezittern, aber das Gefühl, mit diesem Mann mehr Zeit verbringen zu wollen.

Im Paralleld*chungel lebt der Tycoon. Ein Jongleur mit großen Summen, der gerade wie Quixote gegen Windmühlen gegen abstürzende Kurse kämpft. Unser Kennenlernen war zufällig. Und wir mailen seit Wochen - lang und teilweise tiefsinnig. Ihn würde ich gern treffen ... mag seine Seele.

Dann gibt es da noch jemanden, der inzwischen den D*chungel verliess. Einen Blognamen denke ich mir noch aus. Wir haben mehrmals telefoniert. Und uns gut unterhalten. Jetzt wäre es Zeit für einen Kaffee.

Der Leichtherzige baggerte zunächst wie blöde ... und könnte ein amüsanter Abend werden. Mehr aber nicht.

Der Luftikus kommt von weither ... und ich verbiete mir selbst, auch nur daran zu denken. 

Und da ist noch der beschauliche Mann. Die Lichtung verhieß Vorortkäfig. Das Gespräch ging tiefer. Trotzdem wird es zwischen uns wohl nichts werden, denn mein Drang zur Veränderung und sein Bedürfnis nach Stabilität ... das geht nicht zusammen.

Ja ... und ... der Cineast ist auch noch da. Immer mal wieder. Und es tut immer weniger weh.

Nachtrag: Aufreger des Tages: der Begriff "Rubensfrauen". Wenn ich nach Peter Paul Rubens google, finde ich zum Beispiel das Bild "Die drei Grazien". Die dargestellten Frauen sind nicht fitnessgestählt. Sie haben Po und Bauch. Brüste eher kleine. Aber sie sind nicht das, was unter diesem Begriff inzwischen verstanden wird: DICK. Die drei Grazien tragen höchstens Größe 42. Vielleicht auch 44. Aber sie sind nicht DICK. Im Verständnis von Peter Paul Rubens bin ich eine normale Frau. Mit etwas mehr oben..Aber ansonsten schon ziemlich so wie diese drei. Hüften, Po, etwas Bauch nach zwei Kindern und einer größeren inneren Veränderung aus medizinischen Gründen. Insofern würde der Begriff Rubensfrau auf mich ebenso zutreffen wie auf Hundertausende von Frauen und Mädchen. 

ABER: inzwischen bezeichnet dieser Begriff dicke bis sehr, sehr, sehr dicke Menschen. Die Verhältnismäßigkeit stimmt nicht mehr. Früher gab es die Abstufungen dünn, schlank, normal, kräftig, mollig, dick, fett. Jeder wusste, was gemeint war. Heute ist die Skala verzerrt. Dünn gibt es nicht mehr. Schlank ist alles bis magersüchtig. Normal ist völlig undefiniert. Kräftig ging verloren. Und mollig bezeichnet alles ab ein bisschen kräftiger bis unendlich fett. Wo verorte ich mich also auf dieser Skala? Ich würde sagen, nach den alten Werten bei kräftig bis eventuell mollig. Nach den neuen bin ich völlig überfragt. Frauen kann ich meine Konfektionsgröße nennen und sie können sich darunter etwas vorstellen. Männern .. NICHT. Also suche ich weiter das Wort, das genau wiedergibt, wie ich bin. Und finde dieses Spiel in hohem Maße seltsam.

 

 

16.08.2014 um 08:38 Uhr

Introducing Dr. Jones

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: It's raining men (The Weather Girls)

Miss Marple zog also gestern ihr Tweedkostüm aka Hosen, Shirt plus Lederjacke an und begab sich nach Paddington Station aka das kleine Cafe drei Straßen weiter. Neugierig, aber erwartungslos. Und traf ... zunächst auf die Tatsache, dass es an besagter Straßenecke ZWEI kleine Cafes gab. Also beide kurz gescannt und mit detektivischer Exzellenz zu dem Ergebnis gekommen, dass weder der ältere Südländer in der Ecke von Cafe 1 noch die beiden Damen in Cafe 2 ihr Date waren. Also die halbe Stunde trockenes Wetter genutzt und vor Cafe 1 einen Macchiato geordert. Und beobachtet .. Miss Marple sieht alles - wer da so vorbeikommt. Mitten im Kaffeerühren wurde es plötzlich dunkel. Denn vor mir ragte dunkel und dräuend in den Himmel ... Indiana Jones!

Das jedenfalls war meine erste Assoziation von dem Hünen, der da in Südamerika-Souvenir-Shirt, Cargoshorts, ausgelatschten Army-Boots und Camouflage-Rucksack vor mir stand. Ein Bild von einem Mann übrigens ... Sahneschnittchen. Moderner Stadtindianer. Und interessanterweise nicht nur mit einer beeindruckenden Schulterbreite und -hohe nebst ansehnlichen Gesichtszügen und schönen, kräftigen Händen ausgestattet, sondern mit einem weit beeindruckenderen Hirn, das auch zu einer eigenproduzierten Promotion naturwissenschaftlicher Art beitrug. Wie sich die geneigte Leserin bereits denken wird, hatte Miss Marple Mühe, sich zwischen den Pfiffen und Rufen der nachdrängenden Latinas zu behaupten, um mit einigen investigativen Fragen die offenen Rätsel um Inkarnationen und Namen zu klären. Erst ein energischer Ordnungsruf von Frau Ratio brachte die aufmüpfigen Hormon-Chicas zur Ruhe. Frau Ratio war es dann auch, die sich mit Dr. Jones in die Cafesessel setzte (draussen regnete es zur Abwechslung mal wieder) und sich von ihm ins Gespräch ziehen liess. Und recht beeindruckt war von der Bandbreite dieses Menschen. Die Chicas hingegen tuschelten über ansehnliche körperliche "Features" und giggelten aufgeregt vor sich hin, während sie sich in hohe Sandalen und dekolletierte Blusen warfen, um die knalligsten Lippenstifte und das dramatischste Augen-Makeup wetteiferten. Die Salsa-Musik wurde lauter und lauter, so dass Frau Ratio sich im Gespräch ein paar Mal irritiert umdrehen musste.

Zweieinhalb Stunden, einen Regenspaziergang und ein Wasserfluchtbier später war es Zeit zu gehen. Gut so. Immer gut, einen Endpunkt vorzugeben. Und die Intensität dieses Treffens erforderte einen Cut. Auch, weil drei Lokale weiter das Münchner Kindl mit Erzählstau nach Urlaub wartete. Gute Gründe, meinte Frau Ratio und setzte sich durch. Doch Dr. Jones wird sich wahrscheinlich zuhause gewundert haben, wieso der leichte Kuss, den er Miss-nicht-mehr-Marple auf die Lippen hauchte zum Abschied, feuerrote Lippenstiftspuren auf seinem Hals hinterliess ... hätte Frau Ratio nicht mit vollem Körpereinsatz die Tür des Latina-Verschlags blockiert, hätte Dr. Jones sich der wilden Meute wohl nicht erwehren können ...

Hätte er wohl auch nicht wollen ... die Signale jedenfalls stehen seinerseitig auf grellgrün.

Und ich? 

Fahre nachher zum Hirnwerker. Koche mit ihm, sortiere ein paar seiner krudesten Befindlichkeiten und übernachte bei seinem Roommate aka im Gästezimmer (aber das erzähle Frau mal einem sturen Kater!).

Und meine, dass die Mehrheitsmeinung der Chicas zu Dr. Jones in Verbindung mit der durchaus wohlwollenden Gesprächseinschätzung von Frau Ratio durchaus dazu angetan wäre, die Eindrücke baldmöglich zu vertiefen ...

 

P.S. Miss Marple übrigens fand heraus, dass die Realität mit ihren Recherchen übereinstimmte und das Bauchgefühl sich zurückziehen darf. 

 

 

 

15.08.2014 um 09:26 Uhr

Wer möchte nicht Miss Marple sein?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Talking in your sleep (ja, ich wusste auch mal von wem das ist)

Der D*chungel ist ein seltsamer Ort, in dem seltsame Wesen hinter Lianen verstecken spielen. Einer der alten Fährtensucher begegnet mir in jeder meiner Inkarnationen. Wir grüßen uns .. doch irgendetwas an ihm liess mich zaudern und Zurückhaltung üben. Wahrscheinlich das Gespräch, das wir in einer seiner und meiner früheren Inkarnationen am Telefon hatten - und an das er sich nicht zu erinnern scheint. Auf mich wirkte er damals als "von Natur aus schwierig" in einer bissigen Form. Eher Querulant als Querkopf. Aber trotzdem interessant. 

Vor ein paar Tagen trafen wir uns wieder an der Wasserstelle. Ich wich ihm aus. Und doch hatte ich das Gefühl, dass zwischen diesem Fährtensucher und mir etwas zu klären ist. Auch wenn er in jeder Inkarnation den Namen wechselt. Nicht nur den Jagd-Namen, sondern den darunter ... den, der im D*chungel erst einmal verborgen bleibt.

Doch, lieber Fährtensucher ... Frau Rolle ist eine Inkarnation von Miss Marple! Und die hat ein verdammt gutes Gedächtnis für Einzelheiten! Und so fand ich aus der Leichtsinnigkeit einer Mailadressenübermittlung, drei verschiedenen mitgeteilten Namen und einem kleinen Sachverhalt nicht nur Name, Wohnort, Fon und Profession, sondern auch das gesamte gesellschaftspolitische Engagement des Herrn Fährtensuchers. Und bin nun gespannt, welches Märchen er beim Kaffee erzählt. Nein, Herr Fährtensucher, Sie brauchen die Maske nicht abzunehmen für mich ... ich weiß längst alles, was ich wissen muss ...

Es grüsst Frau Marple ... 

26.07.2014 um 11:03 Uhr

Undead and unwed ...

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Zombie (Kassav)

Auf meinen Streifzügen durch den D*chungel sehe ich sie hinter den Lianen herhuschen .... die Untoten. Meine Kollegen, denn aufgrund meiner wiederholten Anwesenheit auf dieser Lichtung muss ich mich wohl inzwischen zu ihnen rechnen. Nicht zu den Predatoren  in diesem Revier, die den D*chungel gar nicht verlassen wollen, weil die Beute gar zu fett ist. Nicht zu den armen Seelen, die ruhelos Tag und Nacht heulen, da sie zu schwach sind, sich gegen die Predatoren zu behaupten. Nicht zu den Fährtensuchern, die eigentlich ihren eigenen Weg wiederfinden wollen ... wie der Cineast oder der Weißwäscher, der irische Frühling oder der Lampenmann.

Auch nicht zu den Touristen. Denen, die ein paar Tage Urlaub in einer Urwaldlounge machen und dann unter Mitnahme einer Einheimischen wieder verschwinden. Der Hirnwerker ist so einer. Ein Trip alle paar Monate und zurück in den Alltag. Die Einheimischen haben keine hohe Halbwertzeit bei ihm. Aber unter den Touristen gibt es Glückspilze. Die, die auf Anhieb richtig greifen und ihren Urlaub in einmaliger Erinnerung behalten.

Bin ich noch Touristin? Ehrlich gesagt: nein. Dazu war ich zu oft hier. Und für viele meiner Freundinnen war ich sogar die Reiseleiterin auf ihrem Weg auf die Lichtung. Bin ich die Einzelgängerin, die nicht für's Rudel taugt? Oder nicht taugen will? Werde ich langsam zur Predatorin oder gar zur armen Seele? Denn je älter ich werde, desto weniger bin ich saftige Beute. Und manchmal freut es mich auch, zäh zu sein. Ich bin listig geworden über die Jahre. Erkenne die Predatoren in jeder Verkleidung und bin sanftmütig, aber bestimmt zu den armen Seelen, die wiederum bei jeder meiner neuen Verkleidungen hoffnungsvoll an meinem Rocksaum schnüffeln. Den Fährtensuchern winke ich freundlich ... sie kenne ich ja schon lange und einige zählen sogar zu meinen realen Freunden.

Die Touristen schaue ich mir an. Und bei den meisten weiß ich, dass sie nicht mehr wiederkommen ... und eine andere Einheimische mitnehmen. Bei einigen beobachte ich die Entwicklung zum Predator. Schmunzelnd.

Und wonach suche ich?  Nicht nach Beute. Nur ein bisschen nach mir selbst ... ich habe viel von mir gefunden. Nicht nach dem Einheimischen, den ich für einige Zeit mitnehme. Vielleicht nach dem Touristen, der mit mir weiterreist ... nicht sofort nach Hause, sondern erst einmal in unbekannte Welten? 

Ja ... auch ich bin eine Untote ... hasse es .... brauche es ... und manchmal macht es mir auch Angst. Das Suchen. Es ist kaum Reiz mehr darin. Eine Predatorin werde ich nie. Gut so. Aber ich denke, ich werde eine Zeitlang ins Urlauberlager wechseln ... der Zerstreuung halber ... und weil die armen Seelen an meinen Hacken gerade zu nerven beginnen ...

24.07.2014 um 09:21 Uhr

Error (w) und das ganz normale Leben

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Super-Trooper (ABBA)

Nun gut. Ich habe mich diesmal freiwillig für's Singlen entschieden. Ich brauche also keinen "Trost". Trotzdem gehe ich aus Zerstreuungsgründen seit ein paar Tagen wieder im D*chungel spazieren. Auf der altbekannten Lichtung. 

Und unterwegs sind die üblichen Verdächtigen - das alles ist in den Jahren 2012 und 2013 ausführlich nachzulesen, inklusive Typologie. Wen traf ich also an auf meinen vorsichtigen Erkundungen?

Natürlich den Weisswäscher. Er gehört zum Inventar. Und solange seine Ehe ist, wie sie ist, dürfte sich daran auch nichts ändern. Wer in zwei Wohnungen unter einem Dach lebt, einen gemeinsamen Hund hat und so gut wie alles außer dem einen gemeinsam tut ... der ist trotzdem nicht wirklich frei.

Der Lampenmann natürlich auch ... hier weiß ich, warum, rede aber nicht drüber. Lieber Kerl, aber nicht mehr als das. Wir gehen Wein trinken demnächst.

Wieder mal der Hirnwerker. Nachdem seine Mutter mit drei Kindern zu anstrengend war, ist er wieder auf der Pirsch. Da er unter emotionales Fastfood fällt, nähern wir uns gerade dem Zustand zwischen Bekanntschaft und Freundschaft. Er wird ein paar Tage pirschen und sich dann wieder aus dem D*chungel davonmachen.

Der Querulant traf mich schon öfters auf der LIchtung. Irgendwann telefonierten wir sogar mal. Und was ich hörte, liess Alarmglocken losgehen. Er arbeitet nicht, sondern lebt von Mieteinkünften und hat viel zu viel Zeit, die er darin investiert, anderen unbequem zu sein. Bloss nicht ... bloss weg .... das war mein damaliger Impuls. Und auch, wenn er sich manchmal verkleidet oder tarnt ... ich erkenne ihn und will ihm nicht wirklich über den Weg laufen.

Dann hätten wir noch Herrn Absolut. Benannt nicht nach dem Wodka, sondern der Tatsache, dass Monsieur eine zehnjährige Lust-Diaspora aufzuarbeiten hat und statt Experimentierfeldern die EINE sucht, die seinen Ehe-Rückstau komplett bearbeitet. Das hört sich anstrengend und pädagogisch an. Nach Nachhilfestunden und Reduziertheit. Eigentlich ein guter Kerl ... aber mir wäre lieber, er tobte sich erstmal ohne mich aus.

Spannend finde ich den Forscher .... der ist mehrsprachig, schnell und ironisch. Aber leider auch zeitarm.

Fazit: Ein guter Freund (Weisswäscher) und zwei gute Bekannte, die ich eh auch so treffen würde, ein Kontakt, den ich lieber vermeide und zwei mit dicken Fragezeichen. Aber es zerstreut. Manchmal. Vielleicht bin ja auch ich der Irrtum?

Gestern habe ich lieber ferngesehen, vorgestern auch. Ich bin nicht wirklich motiviert ... im Gegensatz zur Perfektionistin, der ich den D*chungel am Wochenende zeigte und die seitdem eine Mail-Standleitung in die verbotene Stadt am Rhein hat. Ist zwar weiter weg, aber das Gegenüber scheint sympathisch.

Ansonsten ist aufräumen. Meine Bude sowieso. Und allmählich sieht es hier auch wieder so aus, dass ich mich wohlfühle. In der Küche kümmere ich mich um Liegengebliebenes.

Und in den nächsten Tagen treffe ich mich auch mit Zen ... allerdings nur zu einer "Übergabe". Sein Wunsch. Meine Folgerung: das wird nichts mit Freundschaft. So höflich unsere gesamte Beziehung und die Trennung verlief, scheint es unter seiner sanften und verständnisvollen Oberfläche mehr zu gären als vermutet. Ich bekam ja nur die Oberfläche zu sehen. Also ist das wohl nicht meine Baustelle, auch wenn es mir natürlich leid tut, ihn verletzt zu haben.. Schade finde ich auch, dass es meinen Wanderhobbybereich berührt. So, wie er jetzt auf mich wirkt, tue ich wohl besser daran, mich in der Gruppe vorerst nicht einzuklinken. Gut, dass ich den Wandervogel und die Wüstentaucherin auf der Hochzeit der Vogelschwester und des Dichters sehe. Vielleicht kann ich das Thema dann zur Sprache bringen - es würde mir ja auch reichen, öfter mal mit den beiden loszugehen. Und die Professoressa ist auch noch da.

Im Moment ist mein Leben sowieso eher zu voll als zu leer. Der Nachteil guter Freundschaften, der ja eigentlich ein Vorteil ist. Und inzwischen hat sich auch klar herausgestellt, dass Blue und Wirbel Präferenzen für meine Wohnung haben. Waren sie früher stets glücklich über mehr Zeit mit dem Röllchenpapa, so ergreifen sie jetzt jede Gelegenheit, doch in Citta zu bleiben. Besonders Wirbel. Weshalb mich besonders wunderte, dass er bei seinem Vater Geburtstag feiern wollte gestern. Das zweite Jahr in Folge Salatshuttle also. Und Tischservice für die Gäste (Exschwiegermutter und meine Eltern). Denn Exmann grillte natürlich. Bedeutete, dass alles andere meine Sache war. Verdammt anstrengend, zumal ich mich in seiner Küche nicht auskenne. Im nächsten Jahr wird zuhause gefeiert. Bei MIR zuhause. Wenn ich eh die ganze Arbeit habe, dann möchte ich auch die Vorteile des eigenen Arbeitsbereichs dazu. Dann fahre ich nicht mehr mit geschlagener Sahne in der Tasche eine Stunde durch die Hitze, weil er keinen Mixer besitzt oder schleppe Schüsseln Treppe rauf Treppe runter bei meinen Eltern (letztes Jahr). 

Und ich habe dem lieben Wirbel gestern, nachdem er die zwei als hauptsächliche Papa-Wochen angekündigten Wochen dann hauptsächlich bei MIR verbrachte, ein verlängertes Wochenende im August vorgegeben, an dem er von Donnerstag bis Dienstag einschließlich "Papazeit" hat. Damit ich an diesem Wochenende Hochzeit feiern und mal zwei Tage vorher und nachher einfach durchatmen kann. Ich habe nämlich auch Urlaub. Und den brauche ich auch mal für mich selbst. Ohne Zeitkorsett und ständige Kocherei und Einkauferei. Davor und danach habe ich immer noch drei Tage mit Wirbel.

Das insgesamte Gefühl von mehr Freiheit ist da ... aber die Freiheit in den eigenen vier Wänden wurde kleiner. 

 

25.02.2014 um 07:06 Uhr

Hop oder Top?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: It's raining men (The Weather Girls)

Mitten im Epizentrum des Rotzsturms beschloss Frau Rolle, noch einen draufzusetzen und einen als Date deklarierten Wein zu trinken. Mit dem Ritter. Der wusste um die Atemwegsbeeinträchtigung und kam zuvorkommenderweise nach Citta aus seiner 50 km entfernten übernächsten Großstadt. Und nun habe ich den schwarzen Peter gegriffen und mir überlegt (und auch schon kommuniziert), wie dieses Date denn auf mich gewirkt hat. 

Ein angenehmer, unterhaltsamer Mann ist der Ritter. Er gefiel mir optisch real nicht ganz so gut wie auf seinem Foto, aber er war ein unterhaltsamer Gesellschafter, mit dem sich das Gespräch ganz von alleine trug. Wir hatten Tapas, plauderten den Abend entlang und mir gefiel, wie und was er erzählte. Irgendwann stellten wir nach Blick auf meine Uhr (stehengeblieben) und sein Handy (eine Stunde später)  fest, dass es Zeit war, zu gehen bzw. noch eine Stunde zu fahren. Wir trennten uns mit einer Umarmung und dem üblichen ... wir mailen und telefonieren. Und ich glaube, es ging ihm genauso wie mir. Die/den mag ich ... aber ob da mehr sein kann, weiß ich nicht so recht. Kein Fluchtreflex, aber auch keine weichen Knie. Und ein großer Lacher zuhause in der Küche ... denn meine Uhr stand mitnichten. Sondern sein (Ersatz-)Handy stand auf Sommerzeit ...

Es ist komisch - ich hatte erst dreimal in meinem Leben eine Beziehung, die nicht auf hop oder top beruhte. Mein erster Freund zu Schulzeiten hat um mich "geworben". Und irgendwann gab ich nach ... und war irgendwie nur halbherzig dabei und nach drei Monaten zum großen Bedauern meiner Familie, der er ans Herz gewachsen war, wieder weg. Meine erste große Liebe (übrigens NACH der Ehe) lernte ich beiläufig real kennen und verliebte mich dann Online Monate später Hals über Kopf in ihn. Und es gab einen Mann irgendwann in den langen Single-Jahren, der mir erst freundschaftlich ans Herz wuchs, bevor wir einen eher lauen Beziehungsversuch starteten, den wir uns im Rückblick hätten ersparen sollen. Ansonsten ... gesehen, verliebt, zusammen. immer. Wenn das Potenzial für die weichen Knie nicht spürbar war, hatte es keinen Sinn. So vernünftig, wie ich im täglichen Einerlei bin, so gefühlvoll bin ich, wenn es um die Anziehung zwischen Männern und Frauen geht. Kawumm oder nichts. 

Und so habe ich mir wohl gerade meine Frage selbst beantwortet ... und mein innerer Club, der sich zu einer Mitgliederversammlung zusammenfand, pflichtet mir einhellig nickend bei. Frau Ratio konnte dem Ritter viel abgewinnen, doch die Hormon-Latinas haben in diesem Fall Veto-Recht. Das Seelchen enthält sich der Stimme - und so wird sich wohl das Veto aus dem Speicherverschlag durchsetzen ... hat es längst getan ... 

19.02.2014 um 20:26 Uhr

Hä???

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Scatterlings of Africa (Johnny Clegg)

Auweia ... geht's noch?

Bisher war ich der Meinung, meine kleine Lichtung ebenso authentisch wie aussagekräftig dekoriert zu haben. Ausführlich auch.

Dann bekam ich Post von Mr. Überflieger. Seines Zeichens Berater von wemauchimmer für wasauchimmer. Er wolle mehr über mich erfahren, schrieb er. Anderes ... das Mädchen in mir kennenlernen und seine Träume. Ich liess mir Zeit mit der Antwort und schrieb, was mich bewegt. Dummerweise bewegte er sich danach nicht mehr. War ich ihm wohl zu wenig inneres Kind. Nun ... in meinem Alter ist frau in der Regel erwachsen.

Hermann Munster hingegen teilte mir ungefragt mit, dass er eine Liege am Pool jeder erotischen Aktivität vorziehe. Hermanns Lichtung lag im Nebel. Man konnte ihn nicht sehen ... nur hören respektive lesen. Und ich las, dass er zwei lange Beziehungen mit charakterlich tollen Frauen im Leben hatte und beide sich durch fehlenden und/oder miesen S*x auszeichneten. Klar, dass Hermann die dritte Beziehung direkt anschließen will. Und auch zwischendurch keine Anstrengungen unternehmen will, sich vielleicht gerade in diesem Bereich ein wenig ... nun ja ... fortzubilden. Er war der Ansicht, er sei durch Gespräche mit Freunden und Sichtung diverser Medien bestens qualifiziert zum Traumliebhaber. Ehm ... ja. Also so ein Kerl, der zwei Filmchen gesehen hat und jetzt den Checker gibt. 

Und der Clou: ganz beiläufig stellte sich heraus, dass Hermann noch mit seiner Frau unter einem Dach wohnt. Ehm, ja ... wer sich trennt, ist in NEUN Monaten nicht in der Lage, eine Wohnung zu finden? Das halte ich gelinde gesagt für einen schlechten Witz. Ich hatte acht Wochen nach der Trennung meine eigene Wohnung. Und bei den folgenden Umzügen dauerte es zwischen Wunsch und Realisierung nie länger als drei, maximal vier Monate. Sorry, Hermann, aber so wird das nichts mit uns beiden. Schwimm dich erstmal frei. Trenn dich richtig. Und komm bei dir selbst an. Und dann irgendwann auch bei einer Frau ... ich jedenfalls mache nicht den Trennungscoach.

Ganz anders war die Herangehensweise des Emos. Der Emo freute sich, in mir ein hochemotionales Pendant entdeckt zu haben und gab sich größte Mühe, mir Sehnsüchte zu unterstellen, die er zu Gemeinsamkeiten hochstilisierte. Mit Fragen nach Gefühlen eilfertig, schwieg er sich über die eigene Persönlichkeit aus. Also stellte ich ein paar entweder-oder-Fragen ... und er kam aus der Deckung. Ländlich lebe er, ordentlich sei er. Motorrad fahre er und Spieleabende liebe er. Außerdem sei er selbständig und Urlaub liege ihm fern, ebenso wie die eigenhändige Zubereitung von Nahrung und Konversation in fremden Sprachen. Doppel-hä? Damit war auch die Frage geklärt, ob Monsieur meine Lichtung bewusst betrachtet hat, mit Nein beantwortet. Ich machte mir nicht die Mühe, ironisch zu werden, sondern schrieb ihm in nüchternen Worten, dass der Wunsch nach Nähe nicht der kleinste gemeinsame Nenner für eine Beziehung sei ... und dankte allen höheren Instanzen, dass mir eine Teilhabe am Leben dieses Menschen erspart bleiben wird.

Jau ... ich bin wieder fies. 

Der Cineast sagt, ich werfe den falschen Köder aus. Manche Fische seien zu blöd für den Premiumblinker. Und die fange man mit der Basisversion. Nochmal hä .. will ich blöde Fische fangen? Nein! Und blöde Männer erst recht nicht. Aber die springen auf die Basisversion des Rollenköders an. Nämlich hübsches Bild und kein nennenswerter Text.

Aktuell ist der Bedürftigkeitspegel bei weitem nicht hoch genug dafür ... und im Notfall fange ich halt wieder ein paar Nullnummern ... 

Ach ja ... den Ritter werde ich wohl treffen ... wenn er nicht vorher auf die Idee kommt, zu meiner Speiseeisversorgung beizutragen. Ihr wisst schon ... tolle Frau, aaaaaber ... misstraue den D*chungelmännern, denn sie machen Komplimente ...

18.02.2014 um 07:28 Uhr

Anspruch oder Niveau?

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: You can't hurry love (Phil Collins)

Eine Krank-Woche, eine Studienwoche im D*chungelmilieu. 

Und wieder bin ich sprachlos, wie leicht mein Gegenüber überhöhte Ansprüche klassifiziert, ohne zu fragen, ob eventuell wirkliches Niveau dahinterstecken könnte. Nein ... mit jemandem, der keinen Satz geradeaus schreiben kann (ohne Legastheniker zu sein) kann ich wenig anfangen. Doppel-Nein ... wenn ich für mich das Leben in der Stadt als richtig und wohl tuend sehe, dann bin ich keinesfalls daran interessiert, meine Wochenenden im ländlichen Raum zu verbringen. Eigenheime im Grünen  jagen mir Angstschweiß auf die Stirn, fast so zuverlässig, wie mich das Wort "Spieleabend" in panische Flucht treibt. Ich bin eine schrullige Endvierzigerin ohne Vermehrungsambition mit  dem Anspruch, in einer Beziehung Freude an und mit dem anderen zu haben ... körperlich wie geistig.

Mit der geistigen Freude ist es bisher nicht weit her und da die körperliche dadurch bedingt ist, ob ich jemanden nicht nur physisch anziehend, sondern auch geistig anregend finde ... brauche ich diesen Part nicht weiter auszuführen.

Doch es gibt ja auch Lichtblicke. Aber die sind punktuell. Sehr punktuell. WIe Mr. Right, der sich momentan in täglichen Einzeilern gefällt und telefonieren für Teufelswerk hält. Aber andererseits fragt, warum ich noch durch den D*chungel spaziere. Ehm ... weil du nicht in die Pötte kommst? Und weil ... update ... du mir gerade schreibst, dass deine Ex deine Gefühle hat. Klar, für die Aussage, ich sei eine tolle Frau, kann ich mir ein Eis kaufen. Für die vielen Male, die Männer, die mich nicht wollten, mir das schrieben oder sagten, sogar einen ganzen Kühlwagen voll Eis. 

Wie den frühen Vogel, mit dem sich ein intelligent-amüsanter Mailwechsel entspann. Allerdings sind seine Lebenspriorität Nr. 1 seine vier Kinder, die ihn so im Griff haben, dass er noch nicht einmal eine telefonische Verabredung einzuhalten vermochte. Und die zweite mal einfach "vergass", um mir dann zu schreiben, er habe ein "spontanes, unter die Haut gehendes Treffen gehabt" ... so WTF? Meinen Segen hat er. Denn Hand auf's Herz ... wenn ich so lese, wie dieser Mann lebt, hätte er keine Zeit für mich. Seine Wochenenden gehören den Kindern. Und ein Partner, mit dem ich keine Zeit verbringen kann - UNGESTÖRTE Zeit - darauf kann ich gut verzichten. Es sind übrigens keine Kleinkinder ... das jüngste ist 14. 

Der Ritter ist der Dritte im Reigen der D*chungelbegegnungen. Ich hätte ihn niemals angesprochen. Weil er quasi auf der Haustür stehen hatte, dass der Typ Frau, den ich mit meinem sehr geradlinigen, klassischen Kleidungsstil verkörpere, nicht sein Gefallen findet. Offenkundig ging es ihm anders, denn er sprach mich auf der nächsten Lichtung an. Und relativierte vieles. Auch er hat Kinder. Auch er ist gerne Vater und pflegt die Beziehung zu seinen beiden Teenagern. Aber er lässt sich nicht auffressen davon. Bleibt auch Mensch bei allem Elternsein.

So weit der D*chungel. Ab heute tauche ich wieder ins echte Leben ein. Und morgen auch wieder in die Arbeitsroutine. Es wird Zeit. Denn seit dem Wochenende war ich kurz davor, vor Langeweile die Wände zu zerkratzen - Zellen-Koller eben. Gestern ist es mir Dank eines hilfsbereiten Verwandten zum Glück gelungen, die Liste der unerledigten Heimwerkereien ad acta zu legen. Die Kommoden im Flur haben jetzt ihre hübschen neuen Porzellanknöpfe, das kippelnde Regal im Bad ist verdübelt, der Brandmelder wird uns künftig bei jedem Batteriewechsel durch Piepen erfreuen und endlich, endlich, lassen sich die Türen meines Schlafzimmerschranks nach Schlossreparatur wieder schließen. Und das Sofa hat zwei zusätzliche Stützfüsse bekommen, die es am Wackeln hindern. Jetzt fehlt nur noch das Projekt Rollo im Schlafzimmer ... was aber aufgrund des Fenster-Sondermaßes nicht so leicht werden dürfte. Fein, wenn andere arbeiten, während ich die Diva auf dem Sofa gebe!

Gemischte Gefühle. Zwischen Eigenständigkeit und Bedürftigkeit. Denn wenn ich bei seiner Durchlaicht vom "in den Arm nehmen" lese ... dann ist es genau das, was ich jetzt gerade gerne hätte. Bloss bekomme ich das nicht von einem D*chungelmann. Nicht sofort. Erst, wenn diese quälende Phase von Kennenlernen hinter mir liegt. Warum ist es nicht möglich, mich mit einem Klick in Monat fünf einer Beziehung zu beamen. Noch frisch verliebt, aber schon ein wenig "sicherer"? Warum immer wieder diese ersten Male ... erste Begegnungen mit den tausendmal gestellten Fragen. Das Abklopfen und die Unsicherheit.

Und dann ... kann ich mir doch bloss wieder ein Eis kaufen. Aber das hält die Seele nicht warm ... 

 

 

 

02.01.2014 um 10:17 Uhr

Sie schon wieder, Herr Lennon????

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: New York, New York (Frank Sinatra)

Herr Lennon ... was machen Sie schon wieder in meinem Leben? Beziehungsweise das nach Ihnen benannte Phänomen der Unplanbarkeit des Lebens?

Neujahr ist qua definitionem der Tag der lasziven Langeweile. Des Dümpelns und der konsumptiv-indifferenten Mediennutzung. Blue und Wirbel und Millionen Deutschei schauen Skispringen. Erstens interessiert mich das eh nicht und zweitens funktioniert der Fernseher (das Kabel, ich erinnere) noch immer nicht. Also Plan B. Was tut eine unbeflirtete und ungeküsste Singelin, die sich langweilt am Neujahrstag? Versuch 1, Lieblingscafe mit derTangoqueen. Schön: sie zu sehen, Cafe langweilig wie Beerdigungsumtrunk, alle noch im Halbschlaf. Also Versuch 2, Dsch*ngel! In der Hoffnung, einen amüsanten Gesprächspartner von vor ein paar Tagen auf einer Lichtung zu treffen, schlich ich durch das Lianengewirr und wich schleimigen Tentakeln aus, die klebrige Neujahrsgrüsse verteilten. Irgendwann war mir auch das zu langweilig und ich schuf mir mein eigenes Tageshighlight in Form von zwei Maschinen Bettwäsche. Ich hätte an diesem Nachmittag den Cokelitemann und George Klon-Eh online lesen können ... ich war einfach nur dümpelig. Klickte dumm herum und nahm nichts wirklich wahr. Irgendwann kamen Blue und Wirbel und wir kochten. Saulecker, aber so eine Sauerei, dass ich mich nachträglich zur Ortswahl "wir essen in der Küche" nur beglückwünschen konnte ... Fajitas.

Nach dem Essen verfiel ich der Lust des Küsschens ... der Sorte Küsschen, die man angeblich guten Freunden schenkt (die aber irgendwie doch immer in der eigenen Kalorienbilanz landen!). Und der Lethargie des Klickens. Offenkundig aber nicht nur ich. Aber mein Mit-D*chungeltourist schien etwas weiter oben in der Neujahrssuppe zu schwimmen und noch über Lebensgeister zu verfügen. Genug jedenfalls, um ein SOS zu senden. Und dann griffen Sie ein, Herr Lennon. Und katapultierten zwei Neujahrslethargiker in das anregendste Gespräch des (bisherigen) Jahres. Eines, das große Lust auf Fortsetzung macht. Zeit und Ort sind schon gewählt ... mal sehen ob die schöne Gedankenwelt dieses Menschen auch in der Realität begeistert! Und ... wo wir schon dabei sind ... ob die Hormon-Latinas ihren Schmollwinkel der letzten Wochen zu verlassen geruhen ...

A propos Schmollwinkel. Der Cineast scheint den seinigen langsam zu verlassen. Dass sein Job auf dünnem Eis bröselt, weiß ich "offiziell" ja gar nicht. Nur von der Tangoqueen, die ihn auch kennt, die aber gerade genug eigene Baustellen hat und seine emotionalen Katastrophengebiete meidet. Ich gestehe, ich bin sehr zurückhaltend letzterdings. So zurückhaltend, dass er gestern nachfragte. Und ich ihm klar und deutlich schrieb, dass ich mich a) gegen ihn und die Gefahr des Verliebens und b) gegen seine vielen Problembaustellen ein wenig abgrenzen muss. Es hilft niemandem, wenn ich mich da hineinziehen lasse. Auch dem Cineasten nicht. Der muss nämlich allmählich mal anfangen, sein Leben zu ändern statt immer nur darunter zu leiden. Krankheiten der Familie mal außen vor. Aber Job und Beziehung KANN man ändern. Das sind schon zwei von drei Säulen. Man muss es nur wirklich wollen.

Meine Zweidrittelverliebtheit vom Herbst ist einem Gefühl freundschaftlicher Verbundenheit gewichen. Schon seit ein paar Wochen ist es so. Der Cineast ist wohl ein Mensch, der Probleme braucht, um sein Sein zu rechtfertigen. Das ist eine Grundeinstellung, die ich ihm lasse, aber nicht tiefer in mein Leben lassen will. Und ich mache seine Probleme nicht zu meinen. Die Tangoqueen sieht das ähnlich. Wir mögen ihn beide als Freund, aber wir sind uns selbst auch nah genug, um uns nicht seinen Rucksack Probleme auf die Schultern zu laden. Zumal er keinerlei Anstalten macht, jemals etwas aus diesem Rucksack herauszunehmen ... im Gegenteil, wöchentlich kommt ein neuer Wackerstein hinzu, laut beklagt und nicht wirklich im Sinn hinterfragt.

Falsches Muster, lieber Cineast ... und ich danke dir dafür, dass du mich loslässt ...

 

 

 

 

24.08.2013 um 09:27 Uhr

Haben Sie noch einen FIDELEN Abend!

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: I am a camera (YES)

Ach Lady, sind eigentlich wirklich nur Deppen im Netz unterwegs!!!

Die Tochter meiner Schulfreundin hat so, so recht mit ihrem Spruch: Die meisten Jungs sind nicht intelligent genug um nett zu sein.

Meine Variante: Die meisten Männer sind nicht intelligent genug, um anziehend zu sein.Und die Ergänzung: Meist sind sie auch nicht aufregend genug.

Manchmal gibt es Menschen, die ein Schild "idealer Mann" tragen. Und ich versuche mit aller Kraft, mich in diese Menschen zu verlieben - völlig erfolglos. Und dann kommt einer, der das Schild "Trouble" trägt. Ich versuche wegzulaufen, aber die Gefühle reißen mich von den Füßen ...
Ich habe noch nicht verstanden, warum ... und ich weigere mich zu akzeptieren, dass eine gute und gesunde Beziehung nur mit einem Partner funktionieren soll, der meine Leidenschaft nicht weckt ... also weiter Trial and Error und Trouble-Männer? Und NEIN, es gibt keinen konkreten Anlass für diese Überlegungen aus der Trouble-Ecke. Meine derzeitige "Auswahl" beschränkt sich auf Deppen (völlig indiskutabel) und "Solide" ... und die will ich nun mal nicht - die machen mir Angst, mein Leben wieder einzusperren, jetzt, wo der Käfig gerade leicht in den Türscharnieren schwingt.

Gestern abend ein Dateangebot, das ich ausschlug. Der Mann war interessant und sympathisch, trotz niedrigeren Bildungsabschlusses weiter Horizont und offensichtlich intelligent ... aber seine Lebenswelt zu unterschiedlich. Früher Autorennen-Boxenservice und jetzt LKW-Fahrer. Ich bin ein Fan von Beziehungen, in denen auch das beiderseitige Berufsleben nicht ausgeklammert werden muss.

Dann ein Telefonat, das mich sprachlos machte. Es war ein Test. Ich hatte vor einigen Wochen schon einmal mit diesem fröhlichen Hinterlandbewohner telefoniert und er erinnerte sich offensichtlich nicht daran. So etwas habe ich noch nie erlebt. Wie eine kaputte Schallplatte wiederholte er immer die letzten drei Worte meiner Sätze. Irritierend! Er wollte mich unbedingt. Sprach von geistiger Augenhöhe und bewegte sich ganz offensichtlich eher auf der Höhe meiner Kniescheiben. Kein Satz ohne Grammatikprobleme, starke Mundart, hektisch und aufgeregt. Ich beendete das kurze Gespräch unverbindlich ausweichend ... brrrrr.

Und last not least gibt es da den Nick, der mich seit Tagen mit Mails bombardiert, die ich nicht beantworte ... immer der gleiche Text, der bei mir nur Mitleid weckt. Vor längerer Zeit hatte ich ihm einmal ablehnend geantwortet, aber er scheint unter Amnesie zu leiden. Und ich kann so jemandem ja nicht schreiben, dass ich ihn für eine arme Wurst halte und geistig sein Niveau vor ungefahr 45 Jahren hatte ... also schweige ich und warte, bis er es aufgibt.

Lady, du hast recht. Gerade wimmelt es nur so von Zombies ... und wenn wir es uns eingestehen, sind wir ja leider auch nah dran an diesem Status. Bei mir merke ich eine zunehmende Gleichgültigkeit und Unbeeindruckbarkeit. Ich bin inzwischen gut und schnell darin, Fassaden einzureißen und wahre Motive herauszufinden. Mein Familienstandsdetektor ist feinjustiert und die Deppenwall sensibelst programmiert. Modus Zynismus läuft ... 

Im wahren Leben allerdings spüre ich momentan Lebendigkeit und Wärme ... ich geniesse in meinen beiden Wochen ohne Blue und Wirbel die Möglichkeit, mein Zuhause zu verlassen an den warmen Sommerabenden und Menschen zu treffen, die mir nah und wichtig sind. Vor allem die wunderbaren Frauen in meinem Leben. Wobei Frauen in einem Fall ja nur biologisch ist ... Herr Nachbar(in) hatte Montag wunderbare Neuigkeiten, denn sein Weg zur physischen Mann-Werdung kann endlich beginnen, nachdem er einen Seelenarzt fand, der ihn begleiten wird. Dienstag traf ich die Tangoqueen und Mittwoch GlamourGirl, Donnerstag war ich mit der Limette und der Jalapena beim Konzert und beendete den Abend mit dem türkischen Klimawunder und dem anatolischen Sonnenkönig - die Nicks stehen übrigens für Berufliches und wir hatten ein hochinteressantes Gespräch.

Interessanter Sidekick: während ich mit dem Sonnenkönig darauf wartete, dass das Klimawunder Essbares für die beiden (ich hatte bereits Salat) organisierte, setzte sich ein hochgewachsener, schmaler Mann zu uns an den Biertisch. Frisur retro, ziemlich 40er Jahre, weisses Hemd. Er grüsste, ass seinen Teller leer und verliess uns dann mit den Wünschen "ich wünsche Ihnen noch einen FIDELEN Abend" ... und ich war sprachlos.

Denn das Wort FIDEL ... das habe ich schon lange nicht gehört oder gelesen. Ich mag alte Worte ... und ich frage mich immer, warum die Menschen sie verwenden. Besagter Mann sah übrigens aus wie ein Relikt aus der Feuerzangenbowle ...

 

Die Welt ist bunt ... und ich bin böse :-)

Und ich freue mich darauf, später am Tag mit der Tangoqueen therapeutisch Schuhzuschoppen und Bosheiten auszutauschen ...

 

P.S.News Update: Ich suche jetzt aktiv Wohnungen ... und beginne, zuhause auszumisten. Wichtig. Denn selbst wenn es mit dem Umzug zeitnah nicht klappt, ist Ballast abwerfen immer eine prima Sache!  Huhu Pele ... Ich bin Househunting!

06.05.2013 um 10:34 Uhr

Der D*schungel ist eine miese Gegend

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Like the way I do (Melissa Etheridge)

Haaaalt ... stopp ... ich hoffe bloss, ich bin mit meinen selbstironisch-zynischen Betrachtungen nicht schuld daran, dass ihr jetzt reihenweise in den D*schungel rennt??

Ich kann Euch nämlich sagen: das ist eine verdammt miese Gegend! Mein spezieller D*schungel krankt derzeit an Sommerloch. Und da der Winter nahtlos in den Sommer überging, fehlte die Hauptsaison ... der Frühling. Wer sich jetzt nicht verliebte, wird wohl bis zum Herbst allein bleiben. Oder einer Sommerliebelei anheimfallen. Denn um diese Jahreszeit gehört der D*schungel nicht den paarungs- und bindungswilligen "Guten", sondern den Streunern und Weggebissenen, den einsamen Wölfen und den Zombies, die mit gleichem Foto in fünf D*schungellichtungen kampieren und zahlreiche Kerben vorzuweisen haben.

Die "Guten" sind derweil draussen und geniessen den Sommer. Trauen sich aber nicht, gleichfalls unterwegs befindliche Weibchen anzusprechen. Verrückte Welt!

Ich erzählte ja davon, dass ich mal kurzzeitig die Lichtung bzw. die Perspektive wechselte. Und die hieraus erwachsenen Erkenntnisse waren zahlreich. Kann ich nur jeder Frau raten und hätte ich längst tun sollen. Hilft ganz ungemein dabei, Streuner und Zombies zu identifizieren. Bekanntlich ist es allerdings so, dass eine neue Lichtung keinen neuen Menschen macht, sie ermöglicht nur einen neuen ersten Eindruck bzw. die Arrondierung eines allzu segmentierten Bildes. Und so tat es mir gestern abend leid, einem "Weggebissenen" nun zum zweiten Male einen Korb erteilen zu müssen ... ausgerechnet an seinem Geburtstag. Aber er drängelte so, dass es mir zu viel wurde. Er weiss nicht, dass es das zweite Mal war ... und wird es auch nicht erfahren. Ansonsten war's recht amüsant auf der Nachbarlichtung. Wie schade, dass die bislang interessantesten Kontakte entfernungstechnisch nicht infrage kommen ...

Aber ich denke, dass ich mit meinem Lichtungswechsel mehrere Fliegen mit einer Klappe schlage. Erstens mache ich mich ein bisschen rarer auf der Stammlichtung, was dem Cineasten etwas zu denken geben dürfte. Zweitens amüsiert es mich während der Flaute-Monate und drittens könnte meine Stimmung eine hübsche kleine Sommerliebelei gut vertragen. Mal sehen, was sich ergibt ... 

 

25.03.2013 um 00:35 Uhr

Manchmal ... die Leere ...

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: La isla bonita (Madonna)

Power is being told you are not loved,
and not being destroyed by it. (Madonna)

Es gibt Tage, an denen das Alleinsein noch schwerer wiegt als sonst. Immer dann, wenn ein Mensch gerade ein Stückchen näher rückte und zur fühlbaren Gegenwart wurde. Und sich dann die Wege wieder trennen. Es ist wie die Kälte ... nach ein paar warmen Sonnenstrahlen fühlt sie sich noch beissender an als vorher. 

Der Madonna-Spruch trifft zu. Viel zu oft bin ich wieder aufgestanden nach dem Tod einer Hoffnung. Viel zu oft habe ich zitternd wieder draussen in der Kälte gestanden. Und immer noch hoffe ich jedes Mal, wenn ich ein wenig Wärme finde, dass ich nicht wieder hinaus muss in den kalten D*schungel.

Dieses Jahr ist kein Gutes. Weder im Beruf noch im Privaten.

Aber zerstören wird es mich nicht.

Ich stehe auf ...

 

 

 

17.03.2013 um 08:40 Uhr

Das Leben, der D*schungel und die Farbe gelb

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Ballad of Lucy Jordan

Im Alter von 37 Jahren stellte sie fest, dass sie nie in einem offenen Sportwagen nach Paris gefahren war und der warme Wind nie dabei ihre Haare zerzaust hatte ...

Das ist kein Lied, sondern ein wehmütiges Gefühl. Nicht wegen des Sportwagens ... ich war zwar nicht mit 37 in Paris, aber immerhin mit 41 in Brügge. Und Wind in den Haaren wird überbewertet, definitiv! Aber es geht um das Lebensgefühl. Um die Freiheit. Und so stelle ich mit 47 Jahren fest, dass ich dieses Gefühl von Freiheit in den letzten beiden Jahrzehnten nicht hatte, vielleicht sogar länger als das. Ich habe mich freiwillig in meine Tretmühlen begeben. Freiwillig ab Tag nach dem schriftlichen Abi zu arbeiten begonnen. Freiwillig Kinder bekommen. Freiwillig vom Mann getrennt. Freiwillig die Sicherheit meines jetzigen Arbeitgebers gewählt. So freiwillig das alles eben ging. Denn aufgrund der Rahmenbedingungen war jede dieser Entscheidungen die damals einzig logische. Und dennoch ist da dieses Gefühl von eingesperrt sein. 

Ich liebe Blue und Wirbel - aber die Lebensumstände einer Mutter liebe ich nicht. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Trennung von ihrem Vater richtig war. Und auch die von meinem letzten Partner. Aber alleine sein fällt mir trotzdem schwer. Trotz Freundschaften und schöner Aktivitäten am Wochenende - mir fehlt das nahe DU. Ich mag die Inhalte meines Jobs - aber ich leide unter den Grenzen, die mir mein Eingebundensein auferlegt. Nicht einfach das Risiko eines Wechsels eingehen zu können, weil finanzielle Verantwortung hindert. Nicht einfach eine Fortbildung beginnen können, weil meine Zeit nicht "frei" ist. 

Gestern hatte ich ein schwieriges Gespräch mit meiner Mutter. Der Ängstlichen. Und ich habe ihr klar gemacht, dass ich nur noch JETZT etwas tun kann ... dass ich irgendwann einfach zu alt sein werde, um noch Veränderung zu stemmen. Ein sehr schwieriges Gespräch, da sie immer rückblendet und eigene Schuld impliziert. Sie war nie schuld. Ich war schuld, dass ich mich nicht durchsetzte und riskierte. Ich war schuld, dass ich fremde Angst übernahm. Und ich war auch daran schuld, dass ich mich mit Mitte 20 dann an Konsum gewöhnt hatte und nicht mehr in die Basisexistenz einer Studierenden "zurückgehen"wollte. Hätte ich mal besser gemacht ...

Aber andererseits wäre ich nie dorthin gekommen, wo ich jetzt bin, ohne meinen Weg. Also ist niemand schuld ausser meinen eigenen Entscheidungen. Aber wenn ich JETZT nichts ändere ... dann habe ich versagt. Und versagen will ich nicht. Auch wenn niemand da ist, der mich mal stützt ... ich denke, meine Kraft wird reichen.

Gegen das alleinsein helfen manchmal die Ausflüge in den virtuellen D*schungel. Und gegen das Gefühl der allzu langen Winterkälte hilft Farbe. Die Tulpen in der Vase und auf dem Screensaver und eine strahlend gelbe Jacke, die als Ausrufezeichen den Frühling herbeibeschwört. 

Und vielleicht, nur vielleicht ... werde ich ja irgendwann doch mal im Gefühl von Freiheit einfach losfahren. Es muss ja noch nicht mal ein Cabrio sein ... ich nehme auch den Zug ...

 

 

 

 

15.03.2013 um 07:50 Uhr

Klopper der Woche (m)

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Ich find dich S*chei*sse (tictactoe)

Klopper der Woche:

8.30: Hey, du bist interessant und machst mich neugierig, z.B. auf ein Bild, auf dem man dich von vorn sieht ...

8.40 ... Ich gucke die Mail an, antworte aber nicht, sondern ich schalte den Rechner aus und fahre zur Arbeit

8.43 ... dass du so eine Zicke bist, hätte ich nicht gedacht ...mehrzeilige Tirade  ...

 

Und gelöscht hatte er seinen Account dann auch ... oder ob das jemand anders für ihn übernommen hat, weil er zu mehreren Frauen so "freundlich" war???

13.03.2013 um 07:53 Uhr

Hello my dear und die Liste für die Lady

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Love and Marriage ... (Titelmelody Al B*undy)

Die S*cam-Connection ist wieder unterwegs. Ganz normale Männerdomizilie im D*schungel. Ganz normale Bilder, ganz normale Angaben. Wohnort meist irgendwo in Deutschland, Sprache deutsch ist angekreuzt.

Und dann kommt die Mail ... schauriges Englisch oder Übersetzungstool, triefende Komplimente auf Schleimspur von Selbstbeweihräucherung. Diese gottesfürchtigen, bescheidenen Menschen, die die tiefe, wahre Liebe suchen! Rührend ist das ... und wenn frau in besserem Englisch höflich ablehnt, gibt es noch einen Nachschlag in Form von Liebe überwindet alles und seien wir doch Brieffreunde. Brrrrrrr. Und auf den Seiten des Bundeskrimi-Amtes kann frau dann nachlesen, was vertrauensseligeren Geschlechtsgenossinnen und vor allem ihren Konten passiert. Ein afrikanischer Staat hat sich da auf das Feinste spezialisiert ...

Männliche D*schungeltierchen allerdings bekommen ähnlich hübsche Kontaktgesuche aus recht weit östlichem Raum.

Wo sind denn eigentlich die Guten geblieben? Sind die wirklich alle verheiratet oder haben eine "Klatsche"?

 

Und auch, wenn das Universum bekanntlich erst kürzlich Falschlieferungen zustellte, will ich doch einmal beginnen, die ultimative Wunschliste zu formulieren ... Lady, machst du mit???

- intelligent
- so hochgewachsen, dass ich mich auf Absätzen nicht wie der Fernsehturm fühle ... also meine Grösse plus 7 cm Absatz plus 8-10 cm Wohlfühldistanz
- Körperspannung
- dynamische Ausstrahlung
- psychisch robust und ohne größere Süchte
- in allen wesentlichen Punkten "normal" ... nur in Ideenreichtum und Ausstrahlung aussergewöhnlich
- in räumlicher Nähe lebend
- eher aktiv als behäbig 

- FREI 

 

to be continued!!!

26.02.2013 um 07:50 Uhr

Neues aus dem Single-Dsch*ungel

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: It's raining men (Weather Girls)

Mein gute Laune Lied Nr. 1 aus den Partyjahren. Diese strahlend gut gelaunten Afroamerikanerinnen, die nicht nur aufgrund ihrer stolz zur Schau getragenen Körperfülle, sondern vor allem wegen ihrer genialen Stimmen einfach nur sympathisch überkommen.

Bei mir regnet es natürlich keine Männer. Es schneit sie noch nicht mal. Womit ich beim Thema Nr. 1 dieser Tage wäre: dem Wetter ... da passen die Weather Girls natürlich auch prima. Wobei ich eine Männervorhersage eine wirklich gute Idee fände ... Nicci, etwas für euren Sender?

Hier jedenfalls die allgemeine Männerlage der letzten Tage mit einer vorsichtigen Vorschau:

Aufgrund von Windstille im Gefühlsbereich hatte der Kontakt zum Lampenmann schlechtes Segelwetter und läuft momentan nur mit Hilfsmotor, d.h. Mailkontakt ja, aber als freundschaftlich definiert.

Über Ungarn hingegen ein gemäßigtes Hochdruckgebiet, nur unwesentlich bewölkt aufgrund von unaufgeklarten Beziehungstiefdruckgebieten, die sich nur langsam auflösen. Aber das ist seine Aufgabe, nicht meine. Und ich halte Abstand, bis er sie gelöst hat. 

Der falsche Finne hingegen, der eigentlich Niederländer ist, bewegt sich derzeit im Golf Stream  in einem anhaltenden Hoch. Kaltluftblockaden kommen aus südlicher Richtung, beeinträchtigen aber die allgemein heitere Tendenz nur unwesentlich. Unsere Zeitpläne sind halt völlig asynchron, da er vier Tage pro Woche im Süden arbeitet und sowieso schon ein Stück entfernt wohnt. 

Turbulenzen im Wechsel mit extremen Hochwetterlagen bringt Mr. Trouble mit. Ein charismatischer Sturmwind mit riesigen Fragezeichen. Meine Seele mag Stürme ... keine Frage. Aber mein derzeitiges Leben wäre eher mit dem ruhigen Fluss kompatibel ... innen und außen, mein altes Thema.

Für die nächsten Tage wird sich die Wetterlage nicht wesentlich ändern ... denn ich bin erst einmal mit anderen Dingen beschäftigt. Dem Geburtstag von bester Freundin, der ersten Vernissage des feinen Menschen, der seine Fotos ausstellt, mit einer Wanderung, die ich am Samstag organisiere, und mit jeder Menge Job inklusive langer Abendtermine.

Aber intuitiv würde ich sagen, dass Finnland oder Ungarn Frühlingsluft mit sich tragen könnten ...

 

 

 

 

11.01.2013 um 07:31 Uhr

Ich hab's getan - ich bin hier raus

von: Spring_Roll   Kategorie: In the Jungle

Musik: Ride like the wind (Christopher Cross)

Rechtzeitig zum Start der "Igitt-wie-peinlich-unbedingt-gucken"-Soap im australischen Busch hat Frau Rolle ihren privaten Dschungel verlassen. Ganz ohne Würmer und sonstige Ekelproben und gerade noch früh genug, um nicht selbst zu einer solchen Probe zu werden. Gut so!

Nach einem schönen Abend mit Glamour Girl, der Labradorkatze (einem kleinen Kater, der wild wie ein pubertierender Junghund ist) und einer Chilisuppe klappte ich nachdenklich meinen PC auf, schaute mir noch einmal den Dschungel an und klickte dann energisch auf "jetzt ABMELDEN". Und schlenderte ganz langsam ins große Freie.