Sunset Valley 90210

31.07.2009 um 09:05 Uhr

Ein schöner Tag

von: Thomaline   Kategorie: Aufgabe 2

Alfred fühlt sich schlecht. Vor fünf Minuten noch so gut gelaunt empfindet er den Absturz doppelt tief. Zwei Abreibungen hintereinander sind selbst für einen Pechvogel schwer zu verkraften.

Am Ufer des Gartenteiches trifft er auf Elisabeth, natürlich habe ich sie nicht sterben lassen und schüttelt Ihr sein Herz aus. Abgewiesen von einer Frau die nicht einmal sein Typ ist und gedemütigt von einer alten Hexe, die seine Oma sein könnte; Alfred schämt sich.

Doch Elisabeth, lieb wie immer, tröstet Alfred schnell. Wie alle Guten hat sie die Gabe Anderen den Tag zu verschönern und das wiegt die Demütigung wieder auf.

Eigentlich hat sie ja gerade genug mit sich selbst zu tun. Diese verdammte Schleife in Ihrem Kopf macht sie noch wahnsinnig. Das hat sie doch nie erlebt, die Reparatur von Lottis Fernseher war zwar eine Herausforderung,

doch die hat sie gekonnt gemeistert und inzwischen sitzt die dumme Trulla von nebenan schon wieder zufrieden vor der Glotze, während Lotti Kartoffeln schält und ab und zu aus dem Küchenfenster nach einem Rittersmann auf einem weißen Ross Ausschau hält... Dieser Geruch nach verbranntem Fleisch...

Zur Ablenkung vom Alltagsstress gehen Elisabeth und Alfred in die Stadt und kaufen ein paar neue Sachen für Elisabeth. Sie hat ja eigentlich keine Lust, aber Alfred zerrt sie erbarmungslos von Shop zu Shop. Er liebt Kleidung und könnte eigentlich jeden zweiten Tag ein neues Outfit gebrauchen.

Auf dem Nachhauseweg folgt er Elisabeth wie ein liebesbedürftiges Schoßündchen, Gewalt und Zurückweisung erzeugen Demut und klebt noch an ihr, als sie zuhause unter die Dusche springen will.

"Du siehst erschöpft aus, Lieschen, soll ich Dir die Schultern massieren?"

Wer kann da schon nein sagen.

"Dusch Du nur, Schatzi, ich wisch nur mal kurz durch."

In der Folgezeit verhärten sich die Fronten zwischen der Familie Lutzenbacher und Alfred immer mehr. Keine Seite ist zur Einsicht bereit und Alfred piesackt sie, wo er nur kann.

"Du alberner Windelbubi, ist das auch Deine Spielhose? Soll ich Dich anschubsen?"

"Juhu, ein Schmetterling!"

Hier sieht man die Reaktion von Gernot Lutzenbacher, als er Alfred mit heruntergelassener Hose im Tomatenbeet erwischt

und das ist Eulalias Reaktion, als sie erfährt wie lange Alfred die Rohkost liebende Familie schon mit kostenlosem Dünger versorgt.

Ende von Aufgabe 2 des Singleprojektes.

Im Sinne der Aufgabenstellung muss ich mich an dieser Stelle entscheiden, welche zwei Fähigkeiten Alfred bis zum Generationenwechsel perfektioniert haben soll. Ich habe mich aufgrund seiner künstlerischen Ambitionen für die Malerei entschieden, wo er auch schon einige Punkte gesammelt hat. Die zweite Fähigkeit soll Athletik sein, hier hat er noch überhaupt keine Punkte, weshalb er auch so ein Jammerlappen ist. Zur Strafe für seine Wehleidigkeit wird er Sunset Valley von nun an im Dauerlauf durchqueren. (muahahaha)

 

28.07.2009 um 11:31 Uhr

Damenwahl

von: Thomaline   Kategorie: Aufgabe 2

Lotti Galoppi hat es nicht leicht. Eingezogen ist sie in eine WG zusammen mit drei Freunden, die sie von Kindesbeinen an kennt. Zwei davon haben einander geheiratet und Nummer 3 ist geflohen, sobald sich der Nachwuchs ankündigte. Wer hat schon Freude an einem plärrenden Balg, wenn es nicht das Eigene ist? Warum ist Lotti eigentlich schon wieder mit kochen dran? UND WARUM IST SIE IMMER NOCH ALLEINE? Während der kleine Sameh halbnackt auf dem Boden rumrutscht, die dummeTrulla auf dem Sofa über den kaputten Fernseher klagt und der Mann des Hauses nach Bier und Essen schreit, grummelt Aschenputtels Magen bereits zum Herzerweichen. Zum Glück kommt die liebe Nachbarin und nimmt ihr wenigstens die Reparatur des Fernsehers ab.

Während Elisabeth also schraubt und nagelt, mal sehen was von beidem ein Resultat erzielt,

und zehn Minuten später an der Seite eines geheimnisvollen Fremden das Haus durch die Wand verläßt, ist Alfred im Park und versucht sich anhand von Elisabeth Beispiel in Freundlichkeit und Gutheit. (muahahaha, habe ich nun gespeichert oder habe ich es nicht)

Alfred ist von Natur aus kokett und hat eine gewisse Begabung im Umgang mit Frauen. Heute hat er gute Laune, denn das Wetter ist schön und so geht er freundlich auf die Nächstbeste zu. Sie ist zwar ein grässliches Knochengestell mit Spargelbeinen, aber er möchte ein wenig üben und außerdem jemandem Freude bereiten, der mit größerer Warscheinlichkeit schon lange darben muss. So macht Alfred der Unscheinbaren mit der großen Nase ein nettes Kompliment in der Hoffnung auf ein unschuldiges Erröten gepaart mit Dankbarkeit.

Doch Eulalia Lutzenbacher reagiert anders als erwartet. Eine Frau aus gutem Hause mag sich nicht von jedem beliebigen Halbaffen anschwatzen lassen. Sie will einen Ritter, einen Grafen oder Schlagerstar, keinen Niemand und Loser wie Alfred einer ist.

"Geh mir aus dem Licht, du crétin, imbéciles. Ein richtiger Mann könnte vorbeikommen und mich für geschmacksverirrt halten, in solch schlechter Gesellschaft."

Wem würde nicht die Hand ausrutschen?

Doch Alfred hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Eulalia ist mit zwei Brüdern aufgewachsen und es steckt Kraft in ihren zarten Händen... welch eine schmachvolle Erfahrung.

Nun könnte man meinen, er hätte daraus gelernt und würde sich vor dieser Familie hüten, doch Alfred hat anscheinend noch nicht genug. Erbost stürzt er sich auf Agatha Lutzenbacher um sie erneut mit dem Vorwurf zu bedenken, in der Kindererziehung ganz grässlich versagt zu haben.

Doch Agatha ist immer noch sauer,

schließlich ist Alfred ein ungezogener Bengel gewesen,

kein Respekt vor dem Alter

und Erziehung ist schließlich wichtig, stimmts Alfred?

Verlassen wir Alfred an dieser Stelle. Ich glaube er möchte eine Weile allein sein.

25.07.2009 um 10:58 Uhr

Erster Funkenflug

von: Thomaline   Kategorie: Aufgabe 2

Die Zeit geht ins Land und Alfred ist recht glücklich mit seiner neuen Wohnsituation. Bei der Einrichtung verlässt er sich zwar zur Gänze auf Elisabeth, die ja bekanntlich nicht die Stilbewussteste ist, aber wenigstens achtet sie bei der Wahl der Tapete auf eine Farbnyance, die zu Alfreds Haar passt. Eigenhändig schleift und versiegelt sie die alten Holzdielen, reinigt und verdoppelt den Tomatensessel und erneuert die verkohlten Zimmertüren.

Außerdem kocht sie wirklich ganz vorzüglich in der neuen Küche oder bringt großartige Sachen aus dem Restaurant mit nachhause. Wenn dies die zweite Aufgabe des "Sims 2 Singleprojektes" wäre, würde Alfred ganz schnell dick werden, aber so...

Nachts schlafen die Beiden in ihrem frisch renovierten Schlafzimmer. (mal sehen, wie lange die Farbe auf dem rostigen Bett hält) Da Alfred die Cowboytapete so mag, haben sie sich hierbei auf einen Kompromiss geeinigt. Elisabeth findet die Pferde in weiß hübscher und auf einer grünen Wiese kommen sie gleich viel besser zur Geltung. Ihm ist es gleich, solange die Cowboys bleiben; auch wenn es verdammt noch mal eine ganz schöne Fummelarbeit war.

Inzwischen können sie sogar zuhause duschen und müssen nicht mehr so auf ihre Schicklichkeitsverpixelung achten. Sims sind da normalerweise sehr prüde.

Und außerdem haben sie ENDLICH ein neues Klo. Es ist rechts von Alfred an der Wand, links hängt das Foto, dass er im ersten Überschwang der Gefühle von dieser Neuanschaffung geschossen hat.

Alfreds Herz ist somit voll Liebe und Dankbarkeit und ein schöner Tag reiht sich an den Anderen..., bis zu dem verhängnisvollen Augenblick wo Elisabeth ihn ausschickt, zu den Nachbarn zu gehen und um eine Tasse Zucker zu bitten.

Warum muss auch gerade Adalbert Lutzenbacher die Tür öffnen, der stets von grenzenlosem Neid gepackt, immer äußerst unfreundlich auf Männer mit vollem Haar reagiert.

"Tut mir leid, Du Schnorrer! Wir haben nur Zuckerstückchen im Haus und die brauche ich für die Elefanten im Tiergarten!"

Dabei hat Alfred so höflich gefragt, doch jetzt ist es aus damit.

"Pass auf, dass sie dich nicht dabehalten um ihre Sammlung von Rüsseltieren aufzustocken!" (ein cooler Spruch am falschen Platz, da völlig wirkungslos wenn der Sprecher mit geballten Fäusten fast überkocht vor Zorn)

"Ach, verpiesel dich du Buntspecht! Dein Haar beißt sich mit unserer Hauswand und du willst sicher nicht wissen wie deine Haarpracht auf Löschschaum reagiert!"

Alfred kocht vor Zorn und die Funken knistern schon in seinen Haaren. Vielleicht wäre es besser er würde sogleich abheben und davonfliegen wie die feuerrote Friederike, aber so stürzt er sich nur empört auf die Dame des Hauses, die die Schandtat begangen hat Adalbert zu gebären.

Ich will hier lieber nicht die Dinge wiederholen, die Alfred der armen Dame an den Kopf wirft und die ihr erst die Zornesröte in die Wangen steigen lassen

und dann zu einer kurzfristigen Lähmung ihres geschmähten Unterbauchbereiches führen. Elisabeth würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie Zeugin dieses respektlosen Verhaltens gegenüber der alten Dame wäre.

Wegen einer unschuldigen Tasse Zucker hat Alfred sich also bereits zwei Feinde unter den Lutzenbachern gemacht. Nun muss er zur Arbeit und überläßt die alte Dame ihrem Zorn. Möge die Strafe für seine Vergehen nicht allzu hart sei.

08.07.2009 um 13:01 Uhr

Die Freundin

von: Thomaline   Kategorie: Aufgabe 1

Das ist Elisabeth Green, die da sitzt. Wie Ihr seht ist sie nicht gerade die Stilbewussteste, aber man kann nicht alles haben. Sie hat da einige nette Eigenschaften, die sie zur perfekten Wahl machen. Erstens, sie ist so richtig gut, niemals unfreundlich und gemein und eine Trostspenderin wenn man eine braucht. Des weiteren ist sie eine genügsame Seele; sie achtet auf Sonderangebote und so. Sie ist perfektionistisch und kann gut kochen, Eigenschaften die Alfred vielleicht davor bewahren, der Küchenflamme zu nahe zu kommen. Als eine Familienbewusste schließt sie ihn vielleicht in ihr Herz, er braucht jemand mit mütterlichen Instinkten. Hach, sie ist ein Traum...

Elisabeth Traum vom Glück ist es, eine gefeierte Fünf-Sterne-Köchin zu werden. Dazu muss man richtig viel üben und Alfred muss nie wieder vergammelte Essensreste im öffentlichen Schwimmbad auflesen.

Jetzt muss er diese Wunderfrau aber erst mal dazu bringen ihr bereits voll eingerichtetes Heim aufzugeben und in seine Bruchbude zu ziehen, keine leichte Sache. Es erfordert Einsatz und ist bei einer Familienbewussten auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Schliesslich gibt es adoptionswillige Säuglinge wie Sand am Meer.* Alfred wartet also nach der Arbeit vor ihrer Tür und lädt sich dann selbst ein, um ein wenig mit Elisabeth zu plaudern.

*Elisabeth hat tatsächlich zwischenzeitlich ein kleines Baby adoptiert, obwohl sie bereits verplant war. Ich bin ohne zu speichern rausgegangen.

Er besucht das Fitness-Zentrum, wenn er weiß das sie da ist und fragt sie nach ihrem Tag

und manchmal trainiert er sogar selbst ein wenig, um sie mit seiner männlichen Muskelkraft zu beeindrucken.

So ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie bei ihm einzieht. Das sieht jetzt komisch aus, aber sie sind nur Freunde. Es gibt halt nur das eine Bett.

Komischerweise bringt Elisabeth außer einem Betrag von 5.000§ und einem Groschenroman namens "Magnetische Anziehungskraft" überhaupt kein Gepäck mit. Wo sind all ihre Möbel und privaten Sachen? Immerhin können sie jetzt ihren Lesestoff tauschen und Alfred stürzt sich mit Hingabe auf "Magnetische Anziehungskraft", wärend Elisabeth "Fangesänge-Volume One" liest.

Nun ist Alfred also nicht mehr alleine. Die Verhältnisse sind zwar beengt und ohne Klo und Dusche, irgendwelche Küchenmöbel und andere Einrichtungsgegenstände sind sie abhängig von öffentlichen Einrichtungen, aber sie sind glücklich und sparen fleißig für eine Renovierung.

Nachtrag: Als Elisabeth in der Bibliothek dieses Baby vom Boden aufliest, dass ein Passant dort verlor,

hat sie plötzlich ein Déjà-vu-Erlebnis. Sie könnte schwören, dass sie selbst schon mal ein Baby hatte...

Ende von Aufgabe 1 des Singleprojektes.

 

07.07.2009 um 16:30 Uhr

Kaminbrand

von: Thomaline   Kategorie: Aufgabe 1

Der Tag wird wunderschön und Alfred schaut sich ein wenig um in seiner neuen Stadt. Eine nette Runde Schach im Park beruhigt die Nerven, wenn die Nacht aufreibend war. Er will sich auch einen Job suchen, denn Möbel erschaffen sich nicht von allein und er braucht ein neues Klo.

So erzählt er einfach jedem den er trifft, was für ein ganzer Kerl er ist, wie cool und begabt, ein Muss für jede Firma. Mildred ist Mitglied einer Band, die noch Fans braucht, eine leichte und anspruchslose Tätigkeit, die nur hysterisches Verhalten und das Versenden rosafarbener Brieflein erfordert, der Job für Ihn. In einem Vorstellungsgespräch singt Alfred auf so herzergreifende Weise "Mr. Paul McCartney", dass er von der Stelle weg eingestellt wird.

Sein erster Arbeitstag ist dann doch recht anstrengend und wärend des Konzertes gehen seine Kleider in Fetzen. Er bekommt auch Hausaufgaben auf und sitzt am Abend mit "Fangesänge-Volume One" vor dem Kamin, ihr versteht... bei brennendem Feuer.

So wacht Alfred des nachts ein weiteres Mal auf, vom Knistern der Schlafzimmertür in den Flammen.

Eilig ruft er die Feuerwehr zu Hilfe

und stürzt sich dann todesmutig mit einem Feuerlöscher in die Flammen.

Das Löschen dauert Stunden. Immer neue Ableger der Flammen breiten sich um den Kamin und im Schlafzimmer aus und letztendlich muss noch ein weiterer Feuerwehrmann eingreifen. Während Alfred sich hier fragt: "Warum immer ich, warum ich?" spielt die Feuerwehrfrau einige Szenerien in ihrem Kopf durch, in denen es sich um mögliche Todesarten handelt, die sie Alfred erleiden lassen möchte.

Am nächsten Tag fangen die Nachbarn Alfred vor der Haustür ab, um ihn nach den Geschenissen der letzten Nacht zu fragen. Aufgewühlt rennt er ins Haus,

denn sein ständiges Pech erfüllt ihn mit einem Gefühl von Scham und Versagen.

Es erfordert viele Worte des Trostes und der Aufmunterung, um den völlig Gebrochenen wieder aufzurichten. Er solle sich einen Mitbewohner suchen ist der Rat. Gesellschaft in den eigenen vier Wänden würde ihm gut tun. Alfred will es sich überlegen, gleich morgen will er sich auf die Suche nach jemand Geeignetem machen.