Kaminbrand
Der Tag wird wunderschön und Alfred schaut sich ein wenig um in seiner neuen Stadt. Eine nette Runde Schach im Park beruhigt die Nerven, wenn die Nacht aufreibend war. Er will sich auch einen Job suchen, denn Möbel erschaffen sich nicht von allein und er braucht ein neues Klo.
So erzählt er einfach jedem den er trifft, was für ein ganzer Kerl er ist, wie cool und begabt, ein Muss für jede Firma. Mildred ist Mitglied einer Band, die noch Fans braucht, eine leichte und anspruchslose Tätigkeit, die nur hysterisches Verhalten und das Versenden rosafarbener Brieflein erfordert, der Job für Ihn. In einem Vorstellungsgespräch singt Alfred auf so herzergreifende Weise "Mr. Paul McCartney", dass er von der Stelle weg eingestellt wird.
Sein erster Arbeitstag ist dann doch recht anstrengend und wärend des Konzertes gehen seine Kleider in Fetzen. Er bekommt auch Hausaufgaben auf und sitzt am Abend mit "Fangesänge-Volume One" vor dem Kamin, ihr versteht... bei brennendem Feuer.
So wacht Alfred des nachts ein weiteres Mal auf, vom Knistern der Schlafzimmertür in den Flammen.
Eilig ruft er die Feuerwehr zu Hilfe
und stürzt sich dann todesmutig mit einem Feuerlöscher in die Flammen.
Das Löschen dauert Stunden. Immer neue Ableger der Flammen breiten sich um den Kamin und im Schlafzimmer aus und letztendlich muss noch ein weiterer Feuerwehrmann eingreifen. Während Alfred sich hier fragt: "Warum immer ich, warum ich?" spielt die Feuerwehrfrau einige Szenerien in ihrem Kopf durch, in denen es sich um mögliche Todesarten handelt, die sie Alfred erleiden lassen möchte.
Am nächsten Tag fangen die Nachbarn Alfred vor der Haustür ab, um ihn nach den Geschenissen der letzten Nacht zu fragen. Aufgewühlt rennt er ins Haus,
denn sein ständiges Pech erfüllt ihn mit einem Gefühl von Scham und Versagen.
Es erfordert viele Worte des Trostes und der Aufmunterung, um den völlig Gebrochenen wieder aufzurichten. Er solle sich einen Mitbewohner suchen ist der Rat. Gesellschaft in den eigenen vier Wänden würde ihm gut tun. Alfred will es sich überlegen, gleich morgen will er sich auf die Suche nach jemand Geeignetem machen.
