Mein Praxissemester bei der Axa Service AG

25.11.2005 um 13:41 Uhr

Meine Aufgabe bei der Axa

Die bisherige Situation :

Ich betreue hier im Bereich RMC-VC eine Studie mit dem vorläufigen Namen "OM-Leben". Bevor bei der Axa größere Änderungen in vorhandenen Strukturen vorgenommen werden, wird meist eine Studie für das Thema gemacht, um Arbeitsaufwand und eventuelle Probleme vorher eingrenzen zu können.

Die Studie "OM-Leben" soll weitreichende Standardisierungen in der Ist-Rechnung sowie Planungs-Rechnung beinhalten und außerdem die Übersicht und Gegenüberstellbarkeit beider Perioden erreichen.

Um die Vorgehensweise zu erläutern bedarf es der Erklärung der momentanen Situation. Ich werde mich allerdings nur auf die Planung konzentrieren, da dies der Bereich ist, in dem ich eingesetzt werde.

Die Forecastplanung findet heute ausschließlich in Excel statt. Unser Bereich bekommt von vielen verschiedenen Zulieferern Dateien, die in unsere vorhandene Excel-Struktur abgebildet werden muss. Zulieferer sind z.B. die Kostenabteilung, die Kapitalanlagenabteilung, die Rückversicherungsabteilung oder auch die Steuerabteilung. Alle Abteilungen liefern Daten über ihre Annahmen für die nächsten Jahre, welche jede Abteilung auf eigene Weise berechnet. Wir berechnen in unserer Abteilung die Versicherungstechnik für die Forecastplanung und vereinen alle Informationen der Zulieferer zu Übersichtstabellen. Aus diesen Übersichtstabellen können dann sogenannte Scorecards, Einträge für das "Blue Book" oder Margen-Analysen entnommen werden. Diese Übersichtstabellen sind äquivalent zur Gewinn-und-Verlust Aufschlüsselung für die Bilanzierung anzusehen. Damit unsere Abteilung also möglichst genau die Bilanzierung für die nächsten Jahre oder für das laufende Jahr bestimmen kann, ist die Vereinigung dieser Daten unumgänglich.

Unter normalen Umständen ist dieses System durchaus tauglich, allerdings ist die Datenkonsestenz bei solchen Datenvolumen nicht ohne weiteres gegeben. Sobald neue Informationen in Zuliefererdateien vorhanden sind, und deshalb die Tabellenstruktur verändert wird, greift das System erst nach Anpassungen wieder. Auch die Aktualisierung der Daten ist sehr umständlich, weil alle Zulieferungsdateien am besten gleichzeitig geöffnet sein müssen, was theoretisch möglich ist, aber sich praktisch als sehr schwer erweist. Diverse Anpassungen an den Dateien sind die Folge und auch die Richtigkeit der Ergebnisse ist erst nach mehrmaligen Checks sichergestellt. Es ist nun also an der Zeit, das System konfortabler zu gestalten und vor allem sicherer gegen Dateninkonsistenz.

Die Studie will diese Probleme nun aufdecken und vor allem Lösungen Bereitstellen.

Meine Rolle in der Studie :

Die Studienteilnehmer :

Auftraggeber :

  • Noel Richardson

Studienleitung :

  • Heinz-Dieter Fehr

Leitungsausschuss :

  • Nicole Leuser Ivanov, Markus Willmes, Ulrich Röcker, Thomas Wiemker und Michael Kaspar

Koordination :

  • Norbert Diederich

Fachlichkeit Ist :

  • Thomas Fiege
    • Anja Dunkelmann

Fachlichkeit Planung :

  • Volker Hannemann
    • Martina Schenk Jakubowski
    • Udo Böttger
    • Dennis Wiermann

Ich bin dem Bereich "Fachlichkeit" zugeteilt, also dem "praktischen" Teil der Studie. Mit meinen Kollegen versuchen wir Prototypen für ein Modell zu entwickeln, welches dann am Ende der Studie eine realisierbare Lösung beinhalten soll.

 

 

 

07.11.2005 um 15:02 Uhr

Mein erster Bericht

Hallo Leser,

ich habe mich heute entschlossen, die neueste Form der Berichterstattung im Internet zu nutzen, um meine Eindrücke vom Praxissemester niederzuschreiben.

Ich habe am 01.09.2005 bei der Axa Service AG angefangen und bin nun im Bereich RMC-VC tätig.  RMC-VC beudeutet Risk Management Controling - Vorsorge Leben / Kranken / Bank Controling. Dieser Bereich befasst sich hauptsächlich damit sogenannte "Forecasts" zu erstellen. Forecasts sind Vorhersagen über den bilanziellen Verlauf einer Firma, oder in diesem Fall die Vorhersage, wie sich das Geschäft im Bereich der Vorsorge entwickeln wird.

Es werden pro Geschäftsjahr drei Forecasts erstellt. Forecast I (FC I) wird im Mai fertiggestellt, und beinhaltet ausschliesslich die Vorhersage auf das laufende Geschäftsjahr (im Mai 2005 also für das Ende 2005). Der FC II wird im September des Jahres fertiggestellt und enthält außer der genaueren Entwicklung für das aktuelle Jahr eine grobe Abschätzung für die drei kommenden Geschäftsjahre, die mit "Initial Plan" bezeichnet werden. Der letzte Forecast, der FC III wird November fertiggestellt und beinhaltet (aufgrund der späten Terminierung) sehr genaue Voraussagen auf das laufende Geschäftsjahr und außerdem die sogenannten "Final Plans", die genauere Angaben über die kommenden 3 Geschäftsjahre zulassen.

Gepaart mit den "IST"-Informationen über die vergangenen Geschäftsjahre und den Zwischenbilanzen aus dem aktuellen Geschäftsjahr hat man somit viele Informationen über die Bilanz des Unternehmens zu vielen verschiedenen Perioden. Ziel der Forecastplanung und der Ist-Analyse ist es, das Unternehmen auf Umsatzeinbrüche vorzubereiten oder um eventuelle Negativentwicklungen abzufangen.