SweetFreedom

23.08.2017 um 08:12 Uhr

Milde

Es ist schön und tut so gut, Worte zu lesen, die geschriebene Liebe sind.

Es gibt Menschen, die es vermögen, kritisch nachzufragen, ohne zu beleidigen oder die Integrität des anderen "anzukratzen". Selten geworden ist das heutzutage. Umso mehr fällt eine leise Stimme auf im Geschrei der Vielen. 

In der Diskussion gestern habe ich die besten Argumente glatt vergessen. Trotzdem kam wahrscheinlich per Körpersprache 'rüber, was die Kernaussage war. Das Feedback hinterher war gut. Von -zig Leuten erreichst du nie alle. Ein paar reden immer dazwischen oder passen gar nicht auf, wenige stehen einfach allem abwertend gegenüber. Es gibt ein, zwei Wortführer, dann die, die die Wortführer aufs Korn nehmen, die Ausgleichenden, die, die gar keinen Ton sagen... In jeder Gruppe kann man das beobachten. 

Ich habe im Nachhinein alles noch mehrfach durchdacht, Verbesserungsmöglichkeiten gefunden. Früher hätte ich mich dafür endlos gescholten. Heute denke ich: Du bist schon so, hypersensibel, akzeptier' das. Ich erlaube Dir den kurzen Exkurs in die Kritik und dann machst Du wieder weiter mit dem Tagesgeschäft. Man ändert sich nicht komplett, aber in den Vierzigern wird vielleicht die Bewertung eine andere.

Der Tag beginnt ruhig. Alle aufkeimenden Konfrontationen mit unserer Springmaus weggelacht. Fühle mich leicht und beschwingt. Man muß keine Weltreise machen, um über den Menschen, vor allem sich selbst, allerhand lernen zu können. 

Hab nix Weltbewegendes vor heute. Etwas Hausarbeit, vielleicht "Let's eat" S2 zuendeschauen, am Nachmittag Eisessen mit der Babymaus. Jetzt erstmal rudern und dann gut frühstücken. Oder umgedreht... :-)

 

22.08.2017 um 15:40 Uhr

Großraumbüro II

Uff, geschafft! Die Arbeit macht richtig Spaß zur Zeit, auch wenn's echt schlaucht. Ich bin froh, daß wir ins in eine Richtung bewegen, die ich mir so auch gewünscht hatte. Es geht nur in kleinen Schritten und ist immer mit viel Politik und Strategie verbunden, aber das ist wohl normal und üblich. Je öfter ich mich den Herausforderungen stellen muß, die ich eigentlich gerne wegschieben würde, desto besser komme ich damit zurecht. Und jedes Lob läßt einen ein Stückchen wachsen. 

Heute kam Werbematerial zu der Wanderung im September. Nur noch drei Wochen, wie schön. 

Am Donnerstag gibt's wieder zwei wichtige Termine, aber morgen ist erstmal Ruhe angesagt. Bin megastolz. 

 

20.08.2017 um 17:01 Uhr

Großraumbüro

Wenn man im Garten was für die Arbeit macht, sitzt man dann im Großraumbüro? ;-)

Hmmm... Oben genanntes Monstrum blüht uns eventuell Ende des Jahres. Wenn ich mir überlege, was das geben könnte, alle Hinterlassenschaften der letzten Jahrzehnte auszuräumen... Wahnsinn. Und kriegen wir eine entsprechende Ansage? Wenn, dann als letzte, die es erfahren.

Momentan ist es stressig. Am Freitag hatte ich ein Gespräch mit Chef, Chef-Chef und Hauptabteilungsleiter. Ich mag diesen Oberguru nicht, er reißt alles an sich und informiert die Leute nicht, selbst wenn sie in 14 Tagen was ganz anderes als vorher machen werden. Der Betriebsrat "lacht" darüber, hat sowas noch nicht erlebt. Ich hatte es nur am Rande mitbekommen und fürchtete, mir könnte ähnliches blühen. 

Am Freitag war ich aber baff. Habe selten so ein fruchtbares Gespräch erlebt. Es ging zack-zack, Rückfrage hier, Antwort dort und sofort hat er fast alles entschieden. Dabei ging es mir echt schlecht, als er zur Tür reinkam, weil meine direkten Chefs gerade meinten, ausgelöst durch meinen Rennsteigbericht, was von der DDR erzählen zu müssen (und sie meinten durchaus die Gegenwart!!!). Als es dann um FKK ging als Teil der deutschen Leitkultur (?), fiel ich in mich zusammen, war einfach enttäuscht von diesen hochgebildeten Herren. Wie kann man so viel Müll in einer Viertelstunde verzapfen? Ich werde wohl irgendwas Chefchen mal was dazu sagen (müssen), hat er sich angepaßt? Er ist doch sonst nicht so. Seit ich vor fast 20 Jahren hergekommen bin, habe ich eigentlich nie mit Vorurteilen gegenüber Ostdeutschen zu tun gehabt. Im Gegenteil, mein erster Chef hat sich ostdeutsche Mitarbeiter reihenweise rekrutiert, weil er unsere (längere) Ausbildung gut fand. Und dann sitzt du nach 20 Jahren bei wirklich hochdotierten Typen im Büro und kommst nicht mehr aus dem Staunen raus... Das Bild wird ergänzt... Aber wer weiß, wer da bald sitzt... Vielleicht ich noch, Chef-Chef schon nicht mehr... ?

Also, der Freitag war überraschend. Am Dienstag werde ich einen Vortrag halten. Ich mag schon keine Schulungen mit 4-5 Leuten, da habe ich nun schon Schiß vor all den Leuten. Diese Woche ist auch Musikschule, kleinere Schulungen usw. Mimi ist noch etwas angeschlagen. Ich bin wieder als einzige halbwegs gesundgeblieben, der Drache war auch krankgeschrieben. "Gesund" ist aber relativ, wenn man unterschwellig einen Infekt wegbügelt, merkt man das trotzdem. 

Eins nach dem anderen. Haben gestern eine Quelle für hausgemachtes koreanisches Kimchi aufgetan. Der Drache ist genauso süchtig wie ich. Wenn mehr Zeit ist, werde ich mal selbst was ansetzen. Vom Bioladen kommt auch im Glas gereiftes Sauerkraut mit nächste Woche. Gestern hab ich Biohähnchen mit Gemüse in Kokosmilch gekocht. Das Kimchi hat super dazu gepaßt. 

So... "rein mit mir", wie Mimi sagen würde...

 

17.08.2017 um 20:08 Uhr

S(e)oulfood II

Musik: "Swing on a Star" - Bing Crosby

Habe gestern "Paterson" geschaut. Der Film hat mir nicht ganz so gut gefallen wie z.B. "Only Lovers left alive" oder "Limits of Control", an "Coffee and Cigarettes" kommt sowieso nichts heran... aber sehr schön ist der Neue von Jim Jarmusch trotzdem und was fürs Herz. Jarmuschs Filme sind mit viel Liebe gemacht, das tut dem Zuschauer gut. 

Das große Thema sind Lyrik und Kunst an sich. Bist Du im Stillen ein Künstler oder willst Du groß rauskommen, reich werden? Was sind des Künstlers Inspirationen, muß er alles mitmachen, was "zeitgemäß" erscheint? Darf er Kunst für sich behalten? Und schließlich: Mit welcher Art Leben sind wir zufrieden? Es scheint fast, als würde Jarmusch sich selbst auch auf eine Seite stellen. Er macht einfach gute Filme. Sie sind nicht laut und actionbeladen, sie plätschern dahin. Man könnte behaupten, es passiere nicht viel. Natürlich stimmt das nicht, denn wenn man gut aufpaßt, gibt es so vieles zu entdecken, daß man kaum hinterherkommt mit dem Verarbeiten.

Neben den großen Themen und Fragen sind da viele bekannte Symbole und der Humor, der einen nicht nur schmunzeln, sondern auch den Kopf schrägstellen läßt - wie kommt man darauf, wie cool ist dieses Bild, wie skurril war doch wieder diese Situation!

*

Der Film paßt dann auch gut zu dem, was ich noch festhalten wollte zum Thema "chew on Your feelings".

Zwei Gründe, warum auch vermeintlich schlimme Dinge zum Leben gehören, "genossen" werden sollten und warum wir uns mit weniger als den berühmten 100 % zufriedengeben dürfen:

1. Wir wissen nicht, was noch kommt. Es könnte ja noch schlimmer kommen. Vielleicht werde ich mich morgen nach heute zurücksehnen, aber heute habe ich nur gejammert und geklagt. Ich denke da oft an diese lange Friedensphase hier in Deutschland. Wir sollten nichts als selbstverständlich ansehen.

2. Ich habe immer das Problem gehabt, daß ich Dinge überstehen, aushalten und überleben wollte, damit nachher was Besseres kommen konnte. Das Hindenken in eine Zukunft des vollkommenen Glücks ist keine clevere Stategie für das Leben. Wir haben nicht unendlich viel Zeit.

Es gibt immer wieder Dinge und Ereignisse, die mir Angst und Panik machen. Ich will immer nur weg, das hinter mich bringen. Morgen wird es besser sein. Es stimmt zwar, nichts ist von Dauer. Aber mehr und mehr mache ich mir bewußt, daß ich jetzt in jedem Tag auch Positives finden kann. Man könnte es Achtsamkeitsübung nennen, aber es ist noch mehr als das. Nicht nur das, was ich gerade tue, möchte ich mit ganzer Aufmerksamkeit tun, sondern ich möchte auch bewußt in den Schmerz hineinsehen. Dann sage ich: Du bist auch gut. Du sagst mir etwas, ich höre Dir zu und dann mache ich wieder weiter mit etwas anderem.

Ich habe das Gefühl, daß sich der Darm ganz gut erholt hat und das wirkt sich auf die Stimmung aus. Vor uns liegen wieder einige stressige Termine, aber die Panik hält sich in Grenzen. Eins nach dem anderen anschauen, erleben und wirklich DA sein... Ich hoffe, ich kriege es hin.

"Or would You rather be a fish?" Nee, paßt schon.

"You can be better than You are. You could be swinging on a star." 

 

16.08.2017 um 10:36 Uhr

S(e)oulfood

"To you who eat a lot of rice because you are lonely,
to you who sleep a lot because you are bored,
to you who cry a lot because you are sad,
I write this down.

Chew on your feelings that are cornered 
like you would chew on rice.
Anyway, life is something you need to digest."

"Rice" (Chun Yang Hee)


Eine Weisheit, die mir viel bedeutet. Es ist mal wieder einiges passiert und ich habe daraus meine Schlüsse gezogen. Mehr dazu werde ich vielleicht später schreiben, will das hier schon einmal festhalten.


Danke übrigens, Netflix, für eine neue Leidenschaft. K-P..., äh -Drama. Nee, es ging eigentlich mit "Miso Hungry" los. Und "Stranger" (das eigentlich "Wald der Geheimnisse" heißt), habe ich verschlungen, wegen Doona Bae... und dann entdeckte ich "Let's Eat". Hach, herrlich, zum Herzerweichen schön. Da bekommt auch der Begriff Food-P... eine ganz neue Aussage. Sooo hatte ich das auch noch nie gesehen.
Ende vom Lied: Habe schon immer gerne asiatisch gegessen, aber nun habe ich auch Kimchi im Kühlschrank, Stäbchen aus Edelstahl, die ich überall hin mitnehme, weiß, wo in den Citys die koreanischen und japanischen Restaurants sind (die oft leider nur Sushi haben), der Experte bringt mir Natto mit, der neue Asiamarkt wurde ausgiebig geplündert usw. usf.


잘 먹었습니다.

23.07.2017 um 12:58 Uhr

Beistand II

Bin grad fassungslos und bereue, daß ich so selten Nachrichten schaue oder höre...

Chris Cornell hat sich auch umgebracht? 

Oh Mann... Und dann liegen die zwei vielleicht nebeneinander auf dem Friedhof?

Ich weiß noch, wie's mir damals ging, als Kurt Cobain auf einmal weg war...

Die armen jungen Fans... zwei auf einmal, das ist echt übel.

F... Depressionen. Drecksmist.

 

13.07.2017 um 22:19 Uhr

Beistand

"There's no end to the cruelty of men threatened by strong women."

Hab mit Göttern nix am Hut, aber "American Gods" hat mich echt begeistert. Hab' nur reingeschaut, weil ich wußte, daß Emily Browning mitspielt. Las letztens, was sie in den letzten Jahren alles gesagt hat und daß sie nur noch besondere Rollen annimmt, vor allem auch solche, in denen sie mehr ist als "das Babe".

Tja, da haben wir nun den Salat. ;-) Nee, eine prima Serie mit genau richtiger Menge Politik. Komischerweise kommt die Globalisierungskritik immer so deutlich von Amazon-Seite. Fühlte mich bei manchem Dialog an Mr. Robot erinnert. Die Musik ist gruselig, aber das ist das einzige Manko. 

*

"Gypsy" ist auch gut. Der Name gehört in die Tonne. Die Story aber sagt mir eigentlich was. Natürlich nicht das Ausmaß von Jeans manipulativem Verhalten, aber der Wunsch, zu einem früheren, vermeintlich freieren Leben zurückzukehren. Aber wo die Egoisten ein Doppelleben führen, setzen die mit Prioritäten Grenzen und sehen ihre Verantwortung. 

Ich finde es gut, daß in den heutigen Zeiten gesagt werden "darf": Ich habe Angst, mich selbst zu verlieren. Gerade die Mütter spielen nicht mehr zu jeder Zeit "Power-Mensch". Trotzdem, und das wurde gut thematisiert, ist es nicht nur die Mutter, deren Leben "danach" plötzlich anders ist.

Der Drache und die vielen anderen Männer, die richtig mit anpacken (nicht wie viele aus der Generation unserer Väter), haben auch vieles aufgegeben. Und gewonnen. Wie war das noch? Gotta be o.k. with not being o.k.? Das ist Erwachsensein. Nicht das Jagen der Blauen Blume. 

Ganz ehrlich? Wenn ich mir z.B. Jean ansehe, dann denke ich: Never ever würde ich für ein bißchen Spaß Wichtigeres riskieren. Man muß sich nicht imner als den Nabel der Welt sehen. 

Eigentlich (?) führe ich ein Leben, nach dem sich viele Frauen auf der Welt sehnen würden. DAS muß man sich klarmachen und das Gute sehen. Dann sind so Fürze im Hirn a la "mangelnde Freiheit" sehr schnell vergessen.

Ich möchte nicht zurück, nicht zu wilden Nächten und Abenteuern, nicht zu Ungebundenheit oder Alleinsein. Punktuell gibt es ein Ausbrechen aus dem Alltag, das hilft. Aber mehr brauche ich nicht (mehr). Vieles "macht mich schlichtweg nicht mehr an". Wer sagte das gleich noch? Der Doppellebenlebende allererster Güte. I pity him. Er zog den falschen Schluß. 

Ich setz mich lieber mit der Maus in die Musikschule und freue mich, wenn sie sich freut. Das gibt einem so viel. 

*

And now to something completely different. Erstaunlicherweise hat der Kinderarzt genau das gehalten, was ich mir von ihm versprochen hatte. Er hatte sogar für Mimis Ausraster noch eine Idee und die scheint was zu bringen... 

Der Mann tanzte vor uns herum, daß es eine Freude war. Lustig, aber kompetent fand ich ihn. Die Sprüche über Erzieherinnen merke ich mir. Als wir heimkamen nahm ich mir vor: Von denen laß ich mir nie mehr die Butter vom Brot nehmen. 

*

Hab' mich furchtbar mit Mutter in die Haare gekriegt. Sie wollte mir erzählen, was wir bei der Erziehung besser machen können. Der Drache erklärte ihr dann mal ein paar Dinge. Ich glaube, sie war geschockt.

Es ist das eine, immer einen lockeren Spruch zu haben. Das andere sind Mimis Ausraster, live und in Farbe. Ich bin mittlerweile froh, daß Mutter nicht hier wohnt. Viele Jahre habe ich geredet, jetzt gebe ich es auf. Ihre Geschichten über mündliche Absprachen mit dem Vermieter haben schon wieder gelangt. Sie lebt nicht in dieser Zeit. Sie läßt sich aber auch nicht helfen. I'm done. Es langt mir jetzt.

Zwei Tage kriege ich hin, dann verkrampft sich in mir alles. Ihre Ticks, ihre Sprüche, das ekelhaft süße Parfum, das sich mit kaltem Rauch mischt, die negative Grundeinstellung, die uralten Stories... Will dann nur noch weg. 

*

Schreibe oft mit Cousinchen. K. versteht vieles nicht. Wenn man nicht arbeitet, hat man schon einige Stressoren weniger.

Keine Ahnung, ob Vater noch auftaucht in diesem Urlaub. Es war alles wieder stressig, aber auch gut. Haben den ganzen Außenbereich auf Vordermann gebracht. Hab das Unkrautflies in der Dreckecke weggemacht, all die x Haken mit der Zange rausgezogen, den Mulch weggekehrt etc. wie im Rausch. War wieder schief hinterher (kriegte es selbst wieder hin), aber happy... Räumen im Haus auf, spielen ausgiebig mit der Maus. Sie sagt grandiose Sätze, zwar mit furchtbarer Aussprache, aber bester Grammatik und wahnsinnigem Wortschatz. Sie steht am Zaun bei den Nachbarn und erzählt ihnen vom Apfelbaum, der nur einen Apfel trägt, von Flugzeugen, Seifenblasen und fabuliert auch mal... Anfangs macht es einem Angst, dann ist es toll... 

Und obwohl ich jedes Mal denke, ich werde mich nie und nimmer erholen können, bin ich am Ende des Urlaubs dann doch irgendwie erholt. 

 

28.06.2017 um 08:22 Uhr

Weiberkram

Schon mal gesagt? Ich hasse die Erzieherinnen meiner Tochter. Diverse Gründe... Aber nun haben sie es geschafft, das Mädel komplett kirrezumachen. Danke. Klar, muß eine in dem Alter schon drei Lieder a fünf Strophen beim Sommerfest singen können. Am Ende hat sie schon geschrien wenn sie nur "Turnhalle" hörte. Dabei hat sie vorher die Turnhalle geliebt. 

Jetzt gehen wir sogar zu Windeln zurück. Ich war gestern so fertig deswegen. Hatte ganz schlimme Migräne mit Doppeltsehen und Puls von 43. War froh, es überhaupt bis zur Kita geschafft zu haben. Dann ein Empfangskommando am Eingang und Mimi seit Stunden wieder mit AA in der Hose... Also nun wieder der entzündete Po? Das macht mich echt traurig.

Sie haben selbst keine Kinder, nur dumme Sprüche. Sie wehren jegliche Kritik ab. Andere Eltern sind direkt zum Träger gegangen mit ihren Beschwerden. Was war die Reaktion? Ein Brief im Fach, an alle. Im grunde nur: Es ist Ihnen verboten, hier zu fotografieren. Gilt das auch, wenn jemand Beweise braucht? Ich denke, sie bewegen sich da auf ganz dünnem Eis.

*

Die Wanderung hat meinem Körper wohl gesagt: Bei 30 km am Tag besser kein Eisprung. Entsprechend toll ging es mir in den letzten Tagen. Aber ich lerne ja noch dazu. Magnesiummalat und/oder -glycinat werde ich ab morgen ausprobieren. Das Citrat, das ich hatte, war ein sehr schönes Präparat, das Citrat einfach in der Kapselhülle. Leider sagt der Untermieter: Danke, nicht mit mir.

Ich versuche jetzt also, Magnesiumarten zu finden, die nicht abführen und vielleicht geht es dann dem Kopf auch wieder besser. Die Migräneanfälle in der letzten Zeit waren wirklich eklig und lassen oft an TIA oder Schlaganfall denken. Ich habe dem Drachen die FAST-Regel eingebleut. Es ist nicht schlecht, wenn die jeder kennt. Es ist mir schon passiert, daß ich sie brauchte, damals im Zug. Es ist gut, wenn einem jemand gegenübersitzt, der drei Fragen mit Ja oder Nein beantworten kann und dann den Notarzt holt. Wer weiß, wohin die Frau sonst gefahren wäre oder wie sie angekommen wäre...

*

John R. Lee war ein großer Mann. Auch wenn seine Bücher eigentlich traurigmachen, freut es mich doch, wie er schrieb, was er schrieb. Es muß zu allen Zeiten einfach Leute geben, die die richtigen Fragen stellen. 

Er hat es auf den Punkt gebracht. Die heutige Praxis, Symptome mit Medikamente behandeln zu wollen, anstatt zu schauen, welche natürlichen Möglichkeiten es gibt, ist der dritte Schritt, der vor dem ersten gemacht wird. Der erste wäre Vorsorge durch gesunde Lebensweise, der zweite Behandlung mit Natürlichen Hormonen.

In den 1960er Jahren fingen einige Pharmafirmen an, Östrogenersatztherapie im großen Stile zu vermarkten. Sie hatten so gut wie keine Papers, auf die sie sich stützen konnten und wenn, dann war es immer um das Gleichgewicht von Östrogenen und Progesteron gegangen. Da es aber so tolle neue Dinge wie Premarin gab, vergaß man das Progesteron und vertuschte auch Todesfälle oder Thrombosen.

Man hat Frauen über Jahrzehnte systematisch krankgemacht und krankgehalten, durch die Pille und durch ERT und HRT. Man kann ja die Pille z.B. auch für ein Mittel zur Befreiung der Frau halten. Aber wenn frau etwas mehr über künstliches Östrogen und Progestine liest, wird sie merken, daß sie keineswegs der Segen der weiblichen Bevölkerung darstellen. Es war der vierte Schritte vor dem ersten, der Aufklärung. Ich treffe so oft Frauen, die keine Ahnung davon haben, was in ihrem Körper vorgeht. DAS ist für mich eine Form der Unterdrückung und des Kleinhaltens. Wir haben uns hirnwaschen lassen.

Es ist lustig. Ähnlich wie bei der Fettlüge entschied jemand, etwas zu verbreiten, weil es ihm in den Kram paßte. Und die Lügen halten sich ewig. Heute noch liest man die Ratschläge, gesättigte Fette zu meiden oder Fett überhaupt... Und die Frauen glauben noch immer dieses in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gestreute Bild, daß wir nach der Menopause alt und faltig und sexuell unattraktiv sein werden. Dabei ist alles immer eine Frage der Balance und manche Kulturkreise kannten und kennen die Probleme, vor denen uns angstgemacht wird, gar nicht.

HRT als Schutz vor Herzkreislaufproblemen? Klar. Wieder eine Erfindung, als man merkte, wie die Krebszahlen nach oben gingen.  

Erschreckend, daß manch eine Patientin besser bescheidweiß als ihre Gynäkologin, die nur das erfährt, was die Pharmafirmen ihr verkaufen. Ich weiß nicht. Studien sind frei zugänglich. Jeder kann sich bei den Verlagen anmelden und die Dinge lesen. Wie kann man sich Arzt schimpfen und z.B. noch immer behaupten, daß Hormone nicht über die Haut aufgenommen werden (gleichzeitig Hormonpflaster zur Verhütung anbieten) - es geht immer noch dümmer.

Also, Natürliches Progesteron rettet jeden Monat Leben, wird in Deutschland von den Frauen aber halblegal bezogen oder sehr sehr teuer über Ärzte, die wissen, was die Stunde geschlagen hat und wie sie die Marktlücke gewinnbringend ausschlachten. Die sind auch nicht besser, weil sie Hippokrates für den Gott der Börsenmakler halten.

*

Es ist nicht leicht. Es ist wie: Das Tool, das mir bei der Arbeit das Leben erleichtern würde, muß erst validiert werden, u.a. Dafür bräuchte ich Zeit, die ich nicht habe, weil ich allein bin und nur eine schlechte Ausstattung habe.

Die Menschen, die einen verstehen, trifft man irgendwo auf einer Wanderung in der Mitte Deutschlands und verliert sie wieder aus den Augen. Es gibt Leute, die man sprechen möchte, weil sie ähnlich ticken, nachforschen und nachfragen - weil sie es müssen, weil sie hochsensibel sind und Selbsthilfe suchen. In der Kita spreche ich Eltern an und komme nicht weiter, auch wenn wir uns gut verstehen, aber Freundschaft wird nicht daraus.

Die Menschen, die mich verstehen, sind so überlastet mit dieser kranken Welt wie ich es bin und wir finden kaum die Zeit für eine Mail oder ein Telefonat. Ich flüchte mich in meine Sci-Fi-Stories oder Bücher, falls ich sie noch verdauen kann.

Eine gute Sache kann ich berichten: Ein Kinderarzt ist hergezogen. Nach drei Jahren ohne haben wir nun endlich wieder einen Ansprechpartner. DAS war gestern wirklich etwas Gutes.

Also, wieder um Balance ringen jeden Monat... Sich angucken lassen wie einen Außerirdischen. Sprüche verdauen, hinterher die mangelnde Schlagfertigkeit bereuen. Vieles wegschieben... und spüren, daß der Konflikt in der Kita hochkommen wird und laut werden wird... Sich durchkämpfen mit dem willensstarken und hochintelligenten Mädel. Traurig die schwangeren Mütter anlächeln... Weitermachen und hoffen, daß das morgige Anders erträglich anders sein wird... und auswandern wollen... weil dieses Haus nur wenige Tage im Jahr ohne Ofen oder Klimaanlage zu ertragen ist... hab das alles so satt.

 

13.06.2017 um 19:50 Uhr

Morgendämmerung II

"Sherlock"! So lange gewartet auf Ben...

Also?

Der Ostwind kam und ich will meine EUROS zurück! ;-) :-(

 

12.06.2017 um 22:23 Uhr

Morgendämmerung

Der Tag bricht an, man sieht mehr... Geht es aufwärts, leichter?

Immer wieder kleine und große Entwicklungsschritte. Sie schütteln mich durch. 30 km täglich möcht' ich durch gleißendes Sonnenlicht laufen. Das wäre mir echt lieber. Rückenschmerzen kriege ich nur, wenn ich mich kleinmache, weil ich nicht aussprechen mag, was ich eigentlich sagen müßte.   

Meine Kleine zeigt's mal wieder allen. Ich habe wieder so ursprüngliche, tief-greifende Probleme wie Anfang 2016. Renne den ganzen Tag (am Wochenende) oder sitze schwitzend vor Angst bei der Arbeit.

Dabei ist eigentlich gar nichts passiert. Hmm, in meinem Kopf schon.

Es werden andere Zeiten kommen. Leichter ist es bisher nie geworden, nur anders anstrengend. 

 

06.06.2017 um 21:37 Uhr

Verstreutes

So... Bin wieder im Lande und schon wieder beim Schauen einer meiner Lieblingsserien (Flaked).

Sieben Tage Abenteuer haben mich einiges gelehrt.

Habe niemanden getroffen, der sich meine Kombination von Belastungsfaktoren gegeben hat. Ich würde nur an den Etappen drehen wollen, damit man wirklich Zeit hat, mal Abstecher zu machen. Ich halte nach wie vor einen Gepäcktransport für eine einwöchige Wanderung für ökologisch fragwürdig und bescheuert. Auch das Alleinewandern ist eine gute Sache, mußte ich doch nie anderen hinterherrennen, konnte meine Pausen machen oder eben durchziehen. 

Ich war gut vorbereitet. Es gibt immer Dinge, die man nicht planen kann. (Migräne mit Ausfallerscheinungen z.B.). Gepäck war genau richtig. Habe von Brutzelsonne über Starkregen bis ein Zentimeter dicke Hagelkörner alles mitgemacht. Abkleben der Füße ist verbesserungswürdig. Wrightsocks plus Second Skin ging besser als gedacht, aber nach dem doofen Stufenabstieg hinter den Reitsteinen am Inselsberg dachte ich, jetzt ist's 'rum. Das linke Knie wollte auch nicht immer wie ich. Permanentes Auf- und Absteigen ist schon anstrengend. 

Kann mich auf meine Instinkte verlassen. Gewitter kann ich riechen und Sonnenschein auch. Ich wußte, daß da ein Mountainbiker kam (nach 10 einsamen Kilometern), bevor ich ihn hören und sehen konnte und dasselbe war's mit der Reitertruppe. Da machte es in mir: "Echt jetzt?" Die Reaktion war da und lief erst später über die Großhirnrinde. Eine interessante Erfahrung!

Männer? Da wir aus alten Zeiten noch das Psychopathendiplom mit uns herumtragen, weiß ich, wie ich reagieren muß, auch als mir mal in den Oberschenkel gekniffen wurde, ohne daß ich darum gebeten hätte... Da entscheidet frau blitzschnell, ob Eskalation oder De-Eskalation angesagt ist, vor allem weil das einer der wenigen Momente überhaupt war, wo ich nicht diverser netter Kleinigkeiten an und im Rucksack hätte habhaft werden können..  Logo. Mir war ab und an mulmig, öfter als vorher geglaubt, ehrlich gesagt. Aber ich wollte ja den Kopf freikriegen und das eben allein. Im Wald habe ich weniger Bedenken als neben der Straße. Die Leute, ich ich auf den ersten Etappen immer wieder traf, waren mir doch ganz recht und ich vermißte sie später. Wir haben unbewußt aufeinander aufgepaßt.

Ich empfehle den Rennsteig nicht. Las vorher von geschotterten Wegen und dachte, das sei übertrieben beschrieben. Nein. Wenn sie zwischen die Wurzeln noch den Schotter kippen, ist bei mir Schluß. Ziele waren: Ruhe finden, abschalten, Waldluft atmen. Abgeschaltet habe ich extrem. Der Experte meinte, meine körperliche Verfassung sei erschreckend gut trotz der Belastung. Ich mußte gestern erstmal wieder hier reinfinden, es war, als sei ich wochenlang weggewesen. Ruhe, Waldluft? Hmm, Strecken an der Straße und auf Schotterpisten haben mich frustriert. Man sieht das nur bedingt auf Karten, wo genau der Weg entlangläuft. Die geringe Entfernung zur Straße war oft ein Ärgernis und weiche Waldwege fand ich vor allem da, wo ich gar nicht auf dem Rennsteig unterwegs war, hinterm Spießberghaus zum Beispiel.

Ich plane schon an der nächsten Tour, drei kürzere Etappen. Das Laufen macht süchtig. Mit den Stöcken ging es super. Sie haben mir unheimlich geholfen beim Aufstieg und wenn ich mal Schiß hatte, wenn ich wieder in den Hohlweg runtermußte vom Ausweichweg z.B. und mich schon alleine da liegen sah, halfen die Stöcke auch. Ich werde mit meiner komischen Gleichgewichtsgeschichte nie der Alpine Bergwanderer werden, aber es ging alles besser als gedacht. Manches, wie gesagt, ist in uns tief verborgen und kommt nach ein paar Stunden zum Vorschein.  

Vitamin D habe ich ordentlich getankt. Sehe ganz gesund aus, auch wenn ich noch immer schlecht laufen kann und groggy bin. 

Bin insgesamt recht stolz, auch wenn ich nicht zu 100 % das abgeliefert habe, was ich schaffen wollte. Ich habe meiner Ansicht nach gut reagiert, flexibel, habe meine Grenzen respektiert, bin nicht um jeden Preis weitergelaufen. Mein Steinchen hat sehr viel erlebt und war mir richtig ans Herz, äh, die Hosentasche gewachsen am Ende. Es fehlte mir doch, nachdem ich es in die Selbitz geworfen hatte. Im Gegensatz zu allen, mit denen ich gesprochen hatte, hatte ich in der Werra gefischt und nicht so einen hübschen Kiesel aus dem Trog genommen. ;-)

Lange geplant, jetzt ist's schon Geschichte. Der Drache hat sich wacker geschlagen mit unserer Maus. 

Es war ein Abenteuer, einerseits wie erwartet, aber eben auch mit Überraschungen. Bin froh, daß ich es gemacht habe, aber ich ziehe weiter auf weichem Waldboden und lerne weiterhin dazu.

 

25.05.2017 um 06:39 Uhr

Superhero II

"Superhelden ohne Umhang nennt man Papa." (umbekannt)

"Superhelden helfen Euch!" (Mimi, mit einem wehenden pinkfarbenen Schlauchschal, den sie mir abgeluchst hat. Manchmal, wenn sie das Ding einfach nur über den Kopf hängt, nenne ich sie "meine Jungfrau Maria".)

:-)

 

24.05.2017 um 14:05 Uhr

Superhero

"I feel like a walking umlaut." (Wynonna Earp)

;-) 

 

17.05.2017 um 10:45 Uhr

Supernudel

Habe Staffel 2 von "Master of None" beendet. Die zweite Staffel ist fast noch besser als die erste.

Habe oft gelacht, aber bei Aziz Ansari ist das Lächelnmüssen das beste. Es wurde viel Zeit den Geschichten von "Minderheiten" gewidmet. Da kann es sein, daß in einer Folge Dev nur mal ganz kurz zu sehen ist. Immer erzählen Ansari und Yang ihre Stories mit Leichtigkeit und Liebenswürdigkeit, obwohl es um große Themen geht. "Master of None" ist absolute Spitze.

Während ich mir meine Übernachtungen in die wetterfeste Karte male und Aziz beim Tortellinimachen zuschaue, absolviere ich gleichzeitig Tag 7 meiner neuesten Paleo-Challenge. Was heißt hier "Challenge"? Ich will das längerfristig machen.

Darm macht heute Mucken, leichter bin ich auch nicht, aber ich fühle mich leichter. Nur Tag 1 und 2 brachten Kopfschmerzen, an Tag 4 bemerkte ich diesen typischen "Glow" der Haut. Die Stimmung ist gut. Ich habe kaum Hunger. Ich faste zur Zeit nicht, will mich einfach auf gesundes Essen konzentrieren, was hier soviel heißt wie "Whole30" mit einmal etwas Honig bisher und ab und an Butter. 

Mal sehen, wie es weitergeht. Es ist ein Experiment, das ich wahrscheinlich auch fortsetzen werde, wenn ich zunehmen sollte. Leider sind die Herzrhythmusstörungen noch immer da. Der Experte meint, der Darm sei das Problem, Leber, Galle - Diaphragma drückt nach oben. Also, gesunde Ernährung, viel mehr fällt mir nicht ein. Nehme Mutaflor und trinke ab und zu Sauerkrautsaft. Sacharomyces boulardii werde ich auch versuchen, mal sehen, was der Untermieter dazu meint. Die Spacke... 

Diesmal reagiert der Körper ganz anders als beim letzten Mal. Abwarten und Grünen Tee trinken... Hab ja Zeit.

Solange das Herzchen die Wanderungen nur mitmacht... Aber auch da, darf halt mal nicht so rennen. Wird schon...

Meine Supernudel ist heute wieder in der Kita. Die läßt Sachen los zur Zeit! Könnte mich nur schlapplachen. Sowas von goldig. Momentan explodiert die Sprache. Sie konnte den Sprachheilbeauftragtentermin wegen des Fiebers nicht wahrnehmen, wir werden aber keinen weiteren ausmachen. Sie redet so toll zur Zeit! Am besten ist es aber, wenn wir singen und sie sich die Zweite Stimme ausdenkt. Wahnsinn. Unglaublich, die Maus.

 

09.05.2017 um 14:23 Uhr

Vertragsende

Was der Drache unbedingt braucht, wenige Wochen nachdem er aus der Kirche ausgetreten ist und wenige Wochen nach dem Tod des Vaters, sind Christliche Werbeschreiben.

Es scheint gerade jetzt doch zu einer höheren Frequenz zu kommen... Darunter waren auch richtige Rückkehrangebote, die man sonst nur von Versicherern und Handynetzprovidern kennt. Manches liest sich wie eine Drohung... aber uns schockt es z.B. so gar nicht, daß wir keinen christlichen Trauerredner hätten... also...

Na, ist ja alles irgendwie passend. Versicherungen nehmen Dein Geld auch gerne und im Ernstfall siehste nix davon wieder. Teure Versprechen. Das schlimmste für mich an den Religionen ist ihr Anspruch, die alleinig seligmachende Einrichtung zu sein. Ich werde da echt fuchtig. 

Jetzt kommen noch dümmliche Faltpost (im Graffiti-Style) und Karten der örtlichen Gemeinde. Regelmäßig Papiermüll. Ich schreibe immer "Unsubscibe-Mails" oder lasse alles so schnell wie möglich im Ofen verschwinden.  

Toleranz funktioniert nicht nur in einer Richtung. Atheisten und Agnostiker sind genauso wertvoll wie Leute, die glauben. Und manchmal langt es mir, immer für die "Ich bin besser, weil ich glaube"-Fraktion Verständnis aufbringen zu müssen.

Der Mimi sage ich (es war in der Kita schon einmal Thema): Manche glauben dies, andere das. Du kannst Dich später entscheiden, ob was für Dich dabei ist oder auch nicht. Menschen sind unterschiedlich. So ist das. 

Sie kapiert's jetzt noch nicht. Aber was sie heraushört ist: Es ist keine große Sache, es ist wurscht.

 

08.05.2017 um 16:39 Uhr

Enge

I20.9.

Schwarz auf Weiß. Klingt nicht gut. 

Un' nu?

Ich dreh am Rad. Hängt einer Hochsensiblen so'n Teil um. Da braucht's auch keinen hohen Blutdruck mehr. Mir geht's schon wegen der Kabel schlecht, die zu lang sind und auf meinen Körper geklebt sind. Nur unter anderem.

Einer Dreijährigen zu sagen, sie möge das Ding bitte nicht anfassen, ist auch für die Füße.

Und weil Blutdruck, Eingeengtsein von innen und außen noch nicht reichen, muß der Drache morgen wahrscheinlich sonstwohin und dort übernachten... und ich werde kein Auge zutun.  

Was soll das hier? Ich weiß ja, daß die Scheiße in meiner Family liegt, aber ich hätte nicht gedacht...

Ach Quatsch, der hat das geschrieben, um den Einsatz des Langzeit-EKG zu rechtfertigen. Meine Fettstoffwechselwerte sind exzellent, Diabetes habe ich dank Fasten auch (noch) keinen (gekriegt). Der Butdruck ist sonst eher zu niedrig. Was ist da heute los?

Könnt' heulen. Alles Mist.

 

 

06.05.2017 um 19:31 Uhr

Sakra!

Gott sei es gedankt, ich bin wieder gerade.

Kann frei atmen, mich einigermaßen bewegen, die Hände sind keine klumpigen Ahängsel mehr, viele schwere Steine sind mir vom Herzen gefallen. 

Herrlich! Gleich ist die Stimmung besser.

:-)

 

29.04.2017 um 20:11 Uhr

Sternon

Jetzt bin ich einerseits froh: Habe die letzte Übernachtung auf dem Rennsteig gesichert. Es klappt nun doch, daß ich immer "auf dem Weg" schlafen kann oder nur wenige hundert Meter entfernt. Das war mir irgendwie ein Anliegen. Und wenn ich die Bewertungen lese, habe ich es vielleicht gut hingekriegt. Die eine Etappe ist nun etwas kürzer und am nächsten Tag muß ich das aufholen. Paßt aber besser, so oder so... 

Aber! ich habe noch immer massiven Druck auf der Brust oder dahinter. Ich werde am Dienstag zum Arzt gehen, Herz und Lunge ausschließen lassen, hoffentlich. Der Experte hat alles versucht, die Brustwirbelsäule ist angeblich das Problem. Sie wollte aber nicht so wie er und es fühlt sich für mich auch nicht ganz stimmig an. Nach einer Dreiviertelstunde Mischmasch aus Osteo, Chiropraktik und Shiatsu ging es mir zwar besser, aber nachdem ich dann heute Nachmittag Waffeln gebacken hatte (und zu oft hinuntergeschaut), war ich nur noch EIN schmerzendes Irgendwas. Mimi wollte wieder auf mich draufspringen (was wohl auch ursprünglich der Grund für meine jetzigen Probleme gewesen sein könnte - es könnte auch noch 'n Pneumothorax sein, Mist), da bin ich geflüchtet. 

Atlasgeplagte wissen, was der macht, wenn er nicht richtig sitzt. Brustwirbelsäulengeplagte haben vielleicht auch schon gemerkt, wie fein das ist, wenn die Arme nicht zu einem gehören scheinen oder das Herz Kapriolen schlägt, auch nachts, rund um die Uhr. Wenn dann noch ein imaginärer Elefant auf der Brust sitzt, willste eigentlich nur noch ausrasten!

Muß wieder mehr rudern. Das hat damals immer gut geholfen. Kann keine Wunder erwarten.

Eins ist schön. Die Mimi ist empathisch. Nicht immer, aber immer öfter.

"Papi, die Mami ist ganz dolle traurig. Kannst Du mit ihr reden?

Mami, ist alles in Ordnung? Geht es Dir gut?"

Ich wünschte, ich könnte mit ihr so tollen wie ich es mit 25 gekonnt hätte. (Herrlich übrigens, "Der Tatortreiniger"-Teil S6 E3 "Özgür". Schotty trifft eine Frau, die klare Ansichten hat, zu Rassismus, Vorurteilen und auch Geburtshilfe. Z.B.? Kristellerhilfe. War schön gemacht, die Folge. So herrlich uneindeutig, wie's eben so ist, gell?)

Kristellerhilfe hat mein Leben versaut und das meiner Tochter gerettet. Also - ich würd's wieder mit mir machenlassen, im nächsten Leben aber erst. Dann wäre aber eine erfahrene Anwenderin, besser zwei, mit Tüchern ... ach, Sch... drauf... Es ist vorbei. Vergeben nicht, vergessen auch nicht, aber es ist kein Trauma mehr, zumindest das nicht mehr.

"Meine liebe Mami... eine Umarmung?"

 

25.04.2017 um 19:13 Uhr

Schleifen_lassen II

Musik: "My Funny Valentine"

"But I guess I gotta be grown up, gotta be o.k. with not being o.k. - Which completely sucks." 

Schöner Satz. Hab's irgendwo vor ein paar Monaten ähnlich ausgedrückt.

Chris Evans hat sein Regiedebüt sowas von sauber hingelegt, alle Achtung. Hoffe, daß da weitere Kunstwerke kommen werden. Was für ein wunderbarer Film das ist, "Before We Go"... No Sex, no crime, einfach nur ganz viel Herzblut. Ein schönes Symbol, der Song im Film. Imperfektion, die das Besondere ausmacht.

Mir geht's suboptimal. Wird aber wieder. Schade, daß Erwachsensein so enttäuschend sein kann... That's life, I get it. 

 

23.04.2017 um 16:42 Uhr

Schleifen_lassen

Es ist einfach so, man kann es drehen oder wenden wie man will:

Sobald ich mich "normal" ernähre (kein Fasten, glutenhaltig), bin ich verloren.

Es war viel los in letzter Zeit. Na ja, es ist eigentlich immer viel los. Aber momentan will ich sogar aus dem Vertrag mit der Trainerin raus. Ich brauche den Mittwoch zum Relaxen. Das Training fordert mich arg und ich weiß nicht mehr, wie ich allen Anforderungen gerechtwerden soll. Meine Wanderung steht vor der Tür, diverse Kita-Termine (die natürlich alle ich wahrnehme, obwohl es für das - sagen wir - Gesprächsklima besser wäre, wenn dort ein Mann säße). Chefchen führt Gespräche zu Gesprächen, wir kommen nicht weiter! Das Unkraut sprießt und wenn ich Zeit hätte, was zu machen, geht es mir dreckig. 

Ich werde vielleicht später wieder einsteigen mit dem Training (bezahlen kann ich es nach der Steuerrückzahlung ja auch), aber zur Zeit muß ich erstmal wieder auf die persönliche Null kommen. Habe seit gestern extreme Schmerzen hinterm Sternum und sehr niedrigen Puls.

Vermutlich rächen sich jetzt meine Ausreißer Richtung "Normalität". Es geht einfach nicht. Glutenhaltig zu essen, das funktioniert, wenn ich danach 16-20 Stunden Nahrungskarenz halte. Aber es ist einfach so: Alles was mir momentan Sorgen macht, führt auch mal gerne wieder dazu, daß ich mich abends mit einer Tüte Pombären-Abklatsch wiederfinde.

Das hier ist jetzt der absolute Tiefpunkt. Die Schmerzen sind hoffentlich "nur" auf eine Speiseröhrenverätzung zurückzuführen, aber sie ziehen mich total runter, weil sie "beklemmend" wirken. Was ist Henne, was Ei?

Am besten wäre es, ich würde mal wieder 'ne Weile nach "Primal" essen. Da wurde die Haut ganz rein und der Kopf klar. Aber so ganz ohne Zucker komme ich nicht aus. 

Der nächste Schritt ist wieder mein altes Fastenmuster: Zwischen neun und drei essen, dann fasten. Wenn das nicht reicht, um Durchfälle und Schmerzen einzudämmen, Mehl, Milch, Zucker, vor allem aber sämtliche Zusatzstoffe streichen.

Mußte letztens wieder Vit. B12 spritzen. Kriegte wieder Ameisenlaufen an der linken Hand. 

Pfff... Habe keine Kraft, brauche die aber unbedingt. Beim Drachen nun auch der xte Besitzer in 10 Jahren - wer weiß, was da kommt und ob ich wieder öfter mit der Mimi allein bleiben muß... Es schnürt mir alles zu. 

Und dann fragt mein Vater, ob ich die Tochter seiner Freundin unter meine Fittiche nehmen könnte... Ich helfe gerne, wenn ich kann. Aber ich möchte nicht jemanden am ausgestreckten Arm verhungern lassen... Ich würde auch irgendwann die "christliche" Sekte erwähnen (müssen), in der sie ist, da sie wegen dieser Leute ihre Medis abgesetzt hat, weil Stillen wichtiger war usw. usf. 

Falls ich morgen arbeiten kann, werde ich in den Bioladen fahren (hab die Lieferdienst-Bestellung vergessen) und Gemüse kaufen. Der Drache paßt auf Mimi auf, die Kita ist die nächsten zwei Tage zu. Da muß ich wenigstens beim Hin- und Herstauen nicht ganz so "hetzen". DAS ist auch so'n Ding, kostet unheimlich Zeit und Nerven und um die Öffis zu erreichen, müßte ich mich erstmal aus'm Ort in den nächsten, 10 km entfernten Ort stauen... und bin dann noch weniger flexibel.

Aus den USA noch nichts, gar nichts...