Da
ist diese alte Irrenanstalt in W. Ich bin dorthin gegangen, nachdem ich
hoerte, dass man dort noch alte Botschaften von Insassen finden
wuerden. Unter Anderem wirre Briefe an eine Frau, an die Waende
gekritzelt. Ansonsten noch medizinische Geraete, alte Akten aus
russischer Zeit.
Allerdings stiess ich auf die Wohnung eines
Obdachlosen, der dort erst seit Kurzem zu wohnen scheint. Und ihm
scheint das Leben in einer Irrenanstalt wohl auch nicht zu gut getan zu
haben.
Von aussen wirkt das Gebaeude noch normal. Schoen, irgendwie, schade, dass es verfaellt.
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Doch,
wenn man sich dann durch einige Nebenfluegel und Wanddurchbrueche in
einen sonst abgeschottenen, zugemauerten Teil begibt, dann trifft man
auf diesen Flur:
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Wenn man zur Seite sieht:
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Wirre Zeichen aller Arten. Sprueche dazwischen. Zeichnungen. Symbole.
Bald
geraet man ins Wohnzimmer des Obdachlosen. Dort ist, wie zu sehen ist,
die Wand vollgepflastert mit verschiedenen Bildern. Das sind Poster,
Zeitungsabschnitte, zum Teil auch uebereinander geschnitten und
geklebt. Hauptsaechlich Tiere, Pflanzen (besonders Palmen), Frauen...
Der Obdachlose hat in seinen Buechern auch geschrieben, dass das
schoenste auf der Welt fuer ihn Faecherpalmen und Frauen seien.
Auch
hat er in dem Zimmer paar Tische, Stuehle, ein Buecherregal, einen
Schreibtisch, eine Matratze auf dem Boden. Er wohnt eigentlich nicht
schlecht da.
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An
den anderen Waenden haengen Plakate verschiedener Theorien.
Beispielsweise ueber den "Sinn der Goetter und Planeten", wo
verschiedene "Gottheiten" verschiedenen "Planeten" zugeordnet werden,
beispielsweise "Kaiser Zon" dem Mond, "Atome" dem Jupiter - nein, das
muss man nicht verstehen
Sonst waers ja nicht irre.
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Der
Obdachlose fuehlt sich, das geht aus seinen Schriften hervor, immer
wieder von zwei "Groessen" (wie er sie auch nennt, allgemein bezeichnet
er Geister und Goetter so) bedroht: "Chaos" und "Hitlerteufel".
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Nun,
und dann gibt es noch diese Plakate, die an einer Wand haengen. Neben
einem anthropomorphen Fuchs (der Obdachlose nennt sich uebrigens selbst
"Fuchs" und schreibt auch oefters vom "bunten Fuchs") befinden sich
verschiedene Wesen, unter den Ueberschriften "Groessen", "Heilige",
"Mythosgroessen", "Goetter" und "Monster". Wobei die Einteilung zum
Teil willkuerlich erscheint.
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Zuletzt
noch ein Bild von der Uhrverschwoerung. Neben einer echten Uhr findet
sich eine ganze Wand voll Zeichnungen, die u.a. besagen, was passieren
soll, wenn ein bestimmter Daemon zu einer bestimmten Stunde wuetet.
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Mehr Bilder ein andern Mal. Dann wohl auch zu den Aufzeichnungen des Obdachlosen auf Bloecken, Kalendern und Heften.
Seltsam, an welche Orte man zufaellig gelangt, wenn man gerne dort ist, wo man glaubt, man sei allein.
cn P