The simple life of Steffi

30.07.2012 um 22:57 Uhr

Miss Chaos back in Town!

Ich melde mich offiziell aus dem 1 wöchigen Urlaub zurück und tätige meinen ersten Blogeintrag, denn es ist so einiges passiert in letzter Zeit. Macht euch also auf einen längeren Beitrag gefasst ;)

 

Montag Morgen, vor genau 1 Woche. Ich und meine Familie (inkl. Hund) stehen früh auf. Machen uns fertig. Bringen das Gepäck in den Wagen. Wir freuen uns alle schon total drauf auf unsere Lieblingsinsel in der Nordsee zu fahren, auf die wir jedes Jahr fahren. Zum zu Hause frühstücken war es noch zu früh, also sind wir los gefahren und haben bei einem Bäcker in unserer Nähe gehalten und belegte Brötchen geholt.

Die Stimmung war gut, auch wenn ich wirklich ziemlich müde war, da ich so früh aufstehen musste und letzte Nacht nicht gut schlafen konnte und erst gegen halb 1 eingeschlafen bin. Ich hatte also nur ein paar Stunden Schlaf und hatte mir dann vorgenommen einfach im Auto zu schlafen (ich kann irgendwie total gut im Auto schlafen!). Alles war ganz ruhig. Wir waren wohl alle müde. Dann sind wir also weiter gefahren, die übliche Strecke, die wir schon oft gefahren sind. Wir fahren gerade durch einen Tunnel (obwohl.. jetzt wo ich darüber nachdenke, ich glaube das war gar kein richtiger Tunnel sondern eher so ein Lärmschutz, falls ihr wisst was ich meine. Wenn nicht stellt euch etwas tunnelartiges vor). Ich kann mich nicht mehr ganz genau an den Moment erinnern, aber es hat plötzlich ein lautes Geräusch gegeben. Knallartig. Ich weiß nicht wie ich das Geräusch beschreiben soll. Das Auto bleibt stehen. Für einen Moment ist nach dem lauten Geräusch Stille. Ein kurzer Moment. Ich bin verwirrt. Mein Vater steigt aus. Meine Mutter fragt uns kurz ob es uns gut geht (meinem Bruder und mir, wir saßen mit dem Hund in der Mitte hinten). Ich nickte stumm, kann mich aber selbst daran kaum erinnern, muss ich zugeben. Dann steigt sie auch aus. Ich habe ihr geschocktes Gesicht sehen.

Ich hatte inzwischen realisiert was passiert war. Wir hatten einen Autounfall. Ich musste sofort anfangen zu weinen. Fragt mich nicht warum. Es ging uns gut, vielleicht war es der Schock. Mein Bruder versucht mich zu beruhigen. Ich versuche es auch. Ich war froh das ich eine Sonnenbrille an hatte, so hat man mein verheultes Gesicht nicht ganz so sehr gesehen. Ich schaue mich langsam um. Ein Mann ist uns voll hinten drauf gefahren. Dadurch sind wir dem Auto vor uns ebenfalls hinten reingefahren (in diesem saß ein junges Pärchen, doch auch den Beiden ging es gut). Doch ich realisiere kaum etwas. Alles geht ganz schnell. Für mich zu schnell. Plötzlich ist die Polizei da, Feuerwehr und auch Krankenwagen. Dem Mann der den Unfall verursacht hat schien es phisisch und phychisch nicht gut zu gehen. Meine Mutter erzählte mir später das er sich ständig ans Herz gefasst hat und wohl fast einen Herzirnfakt bekommen hat, besonders als er gesehen hat, dass Kinder im Auto saßen. Aber es ging uns ja gut. Auch wenn man ja irgendwie sauer auf so einen Menschen ist, tat er mir auch doch irgendwie Leid. Das kann ja jedem Mal passieren oder? Das man einfach nicht bremst? Sollte es natürlich nicht, aber jeder macht Fehler. Aber das alles habe ich in dem Moment, wie gesagt gar nicht mitbekommen. Ein Polizist öffnet die Tür (Rückbank) zu unserem Wagen wo mein Bruder, N (unser Hund) und ich noch saßen. Er fragt uns ob alles in Ordnung sei. Wir sagen das es uns gut geht. Er geht wieder. Ich traue mich nicht auszusteigen und sehe nur wie mein Bruder N zu sich zieht und auf sie einredet das alles in Ordnung sei. Ich beuge mich zu ihr und streichel sie auch und tu es meinem Bruder gleich. N war am ganzen Körper am zittern. Mein Bruder hatte sie gerade noch geschnappt im Moment des Aufpralls, sonst wäre sie wahrscheinlich nach vorne geflogen. (sie ist ein kleiner Hund und lag neben uns in der Mitte der Rückbank). Als ich einen ersten Blick durch die Heckscheibe (also hinten) geworfen habe, musste ich schlucken. Sie war komplett zerstört und überall lagen Glassplitter, die ich ebenfalls erst gar nicht realisiert hatte. Die Sanitäter kümmerten sich gerade um den Mann. Ich wand meinen Blick schnell wieder ab. Mein Bruder wollte sich das ganze auch anschauen. Super, also war ich alleine mit meinem zitternden kleinen Hund. Ich drückte sie an mich und kramte dann nach kurzem Überlegen in meiner Hosentasche nach meinem kleinen iPod. Schnell steckte ich mir die Kopfhörer in die Ohren und machte laut. Ich wusste das ich nur so mich selbst beruhigen konnte und hoffte das auch meine Hündin das spüren würde und sich vielleicht auch etwas beruhigen würde. Auch mir fiel das schwer. Aber ich wollte auch einfach alles um mich rum abschalten. Und wie geht das besser als mit Musik in den Ohren?

Erst nach einiger Zeit war ich dann ausgestiegen mit dem Hund und hatte mich auch etwas beruhigt.

Es dauerte lange bis dann endlich ein Abschleppwagen kam. Eine gefühlte Ewigkeit. Das Pärchen vor uns war total nett und meine Eltern hatten sich die ganze Zeit mit den Beiden unterhalten und sogar schon gelacht. Nach Lachen war mir aber noch nicht so ganz zu Mute. Besonders nicht als ich unser Auto von außen gesehen habe. Totalschaden. Aber müde lächeln konnte ich wenigstens schon mal. Es ging aufwärts. Der Abschleppwagen nahm uns dann noch mit zu unserem Autohändler. Dort mussten wir dann wieder etwas warten bis alles geklärt war und wir einen Leihwagen bekommen haben. Dann konnten wir endlich weiter fahren als das Gepäck umgeladen war. Wir konnten also endlich weiter fahren. Der Schock saß natürlich trotzdem tief. Wir wussten genau was für ein Glück wir hatten. Hätten wir nicht die großen Reisetaschen im Kofferraum gehabt, dann wäre das Ganze sicherlich nicht so gut ausgegangen..

 

Aber einen schönen Urlaub mit Traumwetter hatten wir als Entschädigung. Jetzt bin ich froh wieder zu Hause zu sein. 

 

Endzitat: "Ganz egal wie hart wir sind. Traumatisches hinterlässt immer eine Narbe. Es folgt uns bis nach Hause, es verändert unser Leben: traumatisches wirft jeden aus der Bahn. Aber vielleicht ist das ja alles gerade der Sinn. All der Schmerz, die Angst, der ganze Schrott. Vielleicht lässt uns gerade das weitermachen. Ist es das was uns antreibt? Vielleicht müssen wir erstmal die Orientierung verlieren, bevor wir klar sehen." 

09.07.2012 um 13:50 Uhr

Immer wieder dasselbe..

Stimmung: Tiefpunkt
Musik: Mumford And Sons - Liar

Hey ihr.

 Bald ist es soweit: Ich habe bald Geburtstag! Endlich wieder ein Jahr älter. Und ich habe momentan Sommerferien. Eigentlich könnte ich doch nicht glücklicher sein, denkt ihr jetzt wahrscheinlich. Tja, das dachte ich bis vor Kurzem auch noch, aber wie gewohnt wird einem da mal wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht. Gerade noch ist man super happy und im nächsten Moment macht einem jemand alles kaputt. Dieses Mal ist die Rede von meinen Großeltern, väterlicherseits. Ist ja nicht nur so, dass sie sich so gut wie nie melden, nein, wenn sie sich melden dann auch noch am falschen Tag. Okay, zur Aufklärung, bevor ich hier noch weiterhin Rätsel rede, bzw. schreibe. Meine Oma hat am falschen Tag angerufen und wollte mir ernsthaft zum Geburtstag gratulieren. Ich bin froh das meine Mutter am Telefon war und ihr gesagt hat das ich heute noch gar nicht Geburtstag habe, denn ich hätte nicht gewusst wie ich reagiert hätte. Ich meine.. es ist nur dieser eine Tag! Kann man sich den nicht merken? Okay gut, sie sind schon was älter, aber es gibt doch Terminplaner bzw. Kalender! Nur dieser 1 Tag.. und selbst da kriegen sie es nicht hin, am richtigen Tag anzurufen. Aber das ist noch nicht alles. Bleiben wir mal beim Thema Großeltern. Als sie das letzte Mal mit meinem Vater gesprochen haben, haben sie wohl gesagt das sie gerne mal wieder uns alle sehen würden. Ich weiß nicht ob ich es schon mal erzählt habe, aber das sie ständig meinen Geburtstag vergessen ist ja nicht das Einzige, ich habe also so einige Gründe, warum ich auf sie sauer bin. Mein Bruder hat natürlich gleich gesagt das er sie auch gerne mal wieder sehen würde. Naja kein Wunder, zu ihm waren sie ja auch nie so wie zu mir. Meine Oma hat mir einmal z.B. als ich noch kleiner war ganz 'vorsichtig' gesagt, dass ich zu dick bin (Ich war noch ein Kind!), dann war da noch die Sache mit meiner Konfirmation, von der ich euch schon berichtet habe und dann sind da noch tausende andere Kleinigkeiten die ich aufzählen könnte, für die ich nicht mal eine Entschuldigung bekommen habe, was man ja dann von erwachsenen Menschen erwarten könnte. Meine Oma ist also keinesfalls eine gerade einfache Person. Jedenfalls habe ich dazu nichts gesagt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich sie sehen will. Klar, wer weiß wie lange sie noch leben.. und ich würde es wahrscheinlich bereuen, einfach nie wieder zu ihnen zu gehen. Deswegen werde ich auch irgendwann über meinen Schatten springen. Aber momentan geht es einfach nicht. Momentan siegt einfach noch die Wut, die Trauer und die Enttäuschung...

 

Endzitat:  "Und der kleine Prinz sagte zu dem Mann: Die Erwachsenen verstehen nie etwas von allein. Und für die Kinder ist es sehr lästig, Ihnen immer alles erklären zu müssen" - Antoine de Saint Exupéry

 

S. 

07.07.2012 um 12:02 Uhr

Märchen

"Wir kennen sie, diese Gutenachtgeschichten aus unserer Kindheit. Da passt Aschenputtel der Schuh, der Frosch wird zum Prinzen und Dornröschen wach geküsst. Es war einmal und dann lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende. Märchen, der Stoff aus dem die Träume sind. Das Problem ist nur das Märchen nicht wahr werden. Das passiert nur bei den anderen Geschichten, denen die in düsteren,stürmischen Nächten beginnen und schlimm enden,es sind die Albträume die anscheind immer wahr werden. Und demjenigen der sich die Redewendung 'bis an ihr Lebensende' ausgedacht hat,dem sollte man kräftig in den Arsch treten!"