Across the universe

08.02.2010 um 13:59 Uhr

Ist doch nicht so wichtig...

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Studium, Karneval

Stimmung: gutgut
Musik: alternativ allstars - 110% rock

... Bier trinken ist wichtig... so siehts nämlich aus. Zweiklausuren geschrieben, null Klausuren noch vor mir. Jippie. Wie es war? Gute Frage. Kommunikationswissenschaften hab ich auf jeden Fall bestanden. Vielleicht nicht mit 1,0 Sternchen und Auszeichnung aber so schlecht war ich auch nicht. Tja und Orga? Das weiß wohl nur Gott, bzw Prof Kent Clark, wenn er die Klausur korrigiert. Ich hab einfach alles rausgehauen, was mir irgendwie durch den Kopf gegangen ist. Vielleicht war ja genug richitges dabei. Wenn nicht, alles neu macht der Mai, dann sehen wir uns halt in der Nachschreibeklausur weiter. Muss ja aber nicht sein. Nun liegen 20 tage vor mir, in denen ich mich meinen Hausarbeiten widmen kann. 2,5 sind schon fertig, die restlichen 1,5 schaff ich dann auch noch. Wenigstens hab ich jetzt mal nen Thema für wissenschaftliches Denken und Arbeiten. Wer also arbeit mit musiklaischer Frühförderung und Musiktherapie hat, darf mich das gerne wissen lassen. Und Kathy kann sich schon mal darauf einstellen, dass es bald wieder jede Menge Korrekturarbeit für sie gibt. Kommataregelung lässt grüße ;)

Jetzt aber steht erstmal Karneval vor der Tür und die fünfte Jahreszeit ist für mich als Westfälin natürlich sehr wichtig. Rosenmonatg muss ich zwar arbeiten aber von Mittwoch bis Sonntag werden die Katzenöhrchen aufgesetzt und Rumskedi-Helau geschrien bis die Stimme versagt (und das dauert bei mir). Heute fang ich direkt mal an mit Probetraining, auf der Hövelparty mt meinen Kommilitonen. Mehr hab ich auch gar nicht zu berichten. Kurzer Eintrag. Kann passieren.

Also:

Lasst den Dom in Kölle, denn da gehört er hin

Chrissy

30.01.2010 um 19:06 Uhr

Hilfe, ich habe MNI - motorisch-nörgelnde-Inkontinenz

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Studium, Fitness, Schnee

Stimmung: gut aber müde
Musik: Del Amitri - Change everything

Hallo ihr lieben Leser,

Der erste Monat des neuen Jahres neigt sich bereits wieder Ende und wie immer kommt es mir vor, als würde die Zeit jedes Jahr ein bisschen schneller durch das große Stundenglas des Lebens rieseln. Mittlerweile hab ich sogar schon meine erste Vorlesungsfreiezeit, dabei kommt es mir ein wenig so vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich mich dafür entschied ein Mixtape sein zu wollen. In Wirklichkeit ist das aber schon vor vier Monaten gewesen. Unglaublich. Vier Monate das sind echt keine Zeit. Aber egal. Ich habe in den vier Monaten viele neue Menschen kennengelernt und einige davon sogar sehr gern gewonnen. Jetzt geht es für uns in die Prüfungsphase, die für uns nicht wirklich spektakulär ist, da sie nur aus zwei Klausuren und vier Hausarbeiten besteht. Wir arbeiten uns also nicht wirklich tot. Für das kommende Semester habe ich viele Pläne und bin gespannt, welche sich davon wie umsetzten lassen werden. Auf meiner neuen Arbeit läuft soweit auch alles sehr gut. Ich habe nette Kollegen und pflegeleichte Bewohner und außerdem nachts jede Menge Zeit um an meinen Hausarbeiten zu schreiben? Was will man mehr, als dafür bezahlt zu werden, was für die Uni zu tun? Naja na klar mach ich da nachts nicht nur Larifari und es ist schone in wenig anstrengend zehn Stunden zu arbeiten, in einer Zeit in der der Rest der Welt schläft, aber bisweilen komme ich ganz gut damit klar. Meine richtige Bewährungsprobe hab ich dann im Februar, wenn ich das erste Mal fünf Nächte am Stück machen muss.

 

Gestern haben Tiffy und ich mit Mareike im Schlepptau mal wieder gestromt (kann man meiner Meinung ja gar nicht oft genug machen) und Tiffy hat sogar eigens hierzu ein Tshirt designed. Ich freu mich schon auf meines J Wir haben aber nicht nur gestromt, sondern auch Billard und Kicker gespielt, wobei ich meine motorische Inkontinenz mal wieder so richtig schön unter Beweis stellen konnte. Aber nicht nur meine motorische Inkontinenz ist ein Zug meiner Person, den man durchaus mal bemängeln kann. Ich stelle in letzter Zeit fest, dass ich mehr und mehr zur Meckerziege werde. Ich meine ich hab schon immer gerne genörgelt. Muss ja zu einem bestimmten Grad auch mal sein. Man kann ja das Leben nicht immer einfach nur so hinnehmen, ohne mal Kritik zu äußern. Ich glaube, dann kriegt man auch Verstopfung. In letzter Zeit nörgel ich aber nicht mehr, ich motze rum und das finde ich ein wenig bedenklich. Gerade eben habe ich einen jungen Mann im Zug angeschnauzt, weil mir seine Handyghettoblaster HipHopmuke auf den Sack ging. Und ltzter Woche habe ich tatsächlich ein junges Pärchen angeschnauzt, das sich im Bus fast bestiegen hat (und das meine ich ernst. Ich hab ne Brust gesehen). Von wegen, ich bin in meinem Herzen ein Hippie und alle können freie Liebe machen wie und wo sie Lust dazu haben. Völliger Blödsinn. Wenn man sich morgens noch mit dem Rad im Scheißschnee lang gemacht und deswegen Abends den Bus zur Arbeit nehmen muss, in dem es nach Pisse stinkt und der niemals dann kommt wenn es angeschlagen ist, dann kann man aber doch auch wirklich mal aus der Haut fahren. Oder nicht? Bitte sagt ja! Ich kann nur hoffen, dass es sich hierbei um seine Art Wintermeckerigkeit handelt, die wieder verschwindet, wenn die ersten Osterglöckchen ihre Köpfe aus der Erde strecken.

 

Ach so und dann wollte ich euch noch von meinem wundervollen neuen Entertainmentprogramm, dem Fitnessstudio erzählen. Da ich bei dem ollen Dreckswetter ja weder walken noch Radfahren kann, habe ich nämlich beschlossen mich in einem Fitnessstudio anzumelden. Ich dachte mir 17 Euro im Monat wären ein gute Preis. Außerdem hat das Studio 7 Tage die Woche 24 Stunden am Tag auf, sodass man auch noch spät abends dahin gehen kann und ich hab ja eh immer erst ab 23 Uhr mächtig Ants in the pants. Naja auf jeden Fall hab ich mich da angemeldet und ich finde es super. Nicht nur, weil ich was für mich und meinen Körper tue (den Teil finde ich eher scheiße anstrengend), sondern weil ich dort so gut unterhalten werden. Wenn man eine Stunde auf einem Laufband nur damit beschäftigt ist, nicht hinten runter zu fallen, dann hat man jede Menge Zeit die Leute um sich rum zu beobachten (Ja, ich bin mir durchaus darüber bewusst, das mich andere Leute ebenso beobachten). Und der Mensch an sich ist schon lustig. Ich werfe lustig übrigens häufig mit seltsam in einen Korb. Da war zum Beispiel die eine junge Dame an einem Gerät, mit dem man die Armmuskulatur trainiert. Sie setzt sich als hin, stellt die Gewichte ein und dann sitzt sie da erst mal so rum. Es vergehen bestimmt zehn Minuten, bevor sie ihre Arme in die Übungsausgangsstellung bewegt und drückt (Sie hatte die Maschine übrigens auf fünf Kilo eingestellt. Sie hat sich ergo nicht überanstrengt). Mit einem lauten seufzen lässt sie ihre Arme danach wieder sinken und sieht sich wieder zehn Minuten lang um. Dann hebt sie die Arme wieder und drückt. Wieder sinken die Arme, sie guckt sich um, steht schließlich auf und geht zum nächten Gerät, wo sich das Schauspiel wiederholt. Herrlich. Und ganz bestimmt mega effektiv. Ebenso effektiv wie das Muskelaufbautraining einer Gruppe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Die stellen die Geräte nämlich immer auf so viel Gewicht ein, dass sie sich richtig dagegen schmeißen müssen, damit sich was bewegt. Da werden so kleine Teenieköpfe ganz schön schnell puterrot. Mehr als eine Wiederholung ist in diesem Fall der Trainingsmethode natürlich nicht drin. Ach, ich könnte noch stundenlang hier sitzen und schreiben, wie gerne ich Leute beobachte, die scheinbar nicht merken, dass sie beobachtet werden, aber das würde den Rahmen hier wohl etwas sprengen. Außerdem sitze ich grad im Zug nach Hause, bzw. ich bin gleich da und muss so langsam mal meine Klodden zusammen packen und mein Jäckchen anziehen.

 

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. Wenn ihr klug seid fliegt doch einfach weg. Irgendwohin wo kein Drecksschnee liegt. Ich will ja echt nicht, dass wir unsere Erde zerstören und ich finde, dass jeder in einem gewissen Rahmen Umweltschutz betreiben sollte und kann, aber an Tagen wie heute, da frag ich mich doch, ob die ganze Sache mit der globalen Erwärmung nicht einfach nur erstunken und erlogen ist. Das haben sich doch sicher wieder die Amis ausgedrückt um Angst unter uns zu säen. Deshalb wehren die sich doch auch so gegen diese ganzen CO2 Emissionen... naja Spaß bei Seite. Leute, macht immer schön das Wasser aus beim Zähneputzen und beim einseifen unter der Dusche, trennt euren Müll, werft ihn vor allem nicht nach draußen, benutzt recyceltes Papier und lasst das Auto auch mal stehen (bei dem Wetter bleibt ihr am besten eh zuhause sonst brecht ihr euch am Ende nur was, wie die Arme Dani, die jetzt den Arm in Gips hat).

 

Und nun sag ich aber wirklich Hasta luego

Chrissita

20.01.2010 um 12:42 Uhr

Endspurt

von: Chrissyland   Stichwörter: Studieren, Leben, Musik, Medisage, Theater

Stimmung: gut gut

Mit großen Schritten nähert sich das erste Semester dem Ende und es gibt noch einiges zu tun. Die schriftlichen Seminarausarbeitungen für Musik und Kultur müssen erstellt werden, für die Prüfungen in Orga und Kommunikation muss ich auch noch lernen und zu allem Überfluss steh ich immer noch im Blauen, was meine Hausarbeit in wissenschaftliches Denken angeht. Mir fällt einfach kein Thema ein. So ein Dreck. Wenn einer ne gute Idee hat immer her damit. Natürlich geht nicht nur unser Semester zuende, sondern auch das der höheren und so gab es in den letzten Tagen so einige Indoorprojekte zu besuchen. Das Theaterstück "WirklICH" zum Beispiel, was äußerst erheiternd war und das nicht nur, weil der Michl sich (ungeplant) den Schädel an einem Balken angehauen hat, dass es nur so krachte. Da Stück spielte mit dem Wahnsinn der Medienlandschaft in der wir leben. Eine gelungene Komposition der Schauspiel und Tanztruppe. Außerdem wurde im Schloss Rheydt die Medisage "Anverwandlungen" eröffnet welche noch bis zum 31.1 zu besichtigen ist und Bilder der dritt Semester Studenten zeigt, die hinter die Kulissen der Seele fotografiert haben.

Ansonsten gibt es grad gar nicht viel zu berichten. Das Wochenende war sehr unterhaltsam und Tiffy und ich haben gerockt wie schon seit 10 Jahren oder so nicht mehr. Wir hatten sehr viel Spaß, egal wie doof wir dabei ausgesehen haben. Nur am Sonntag war ich einmal kurz davor zum Krankenhaus zu fahren, weil das Klingeln in meinem Ohr überhaupt nicht leiser werden wollte. Aber mittlerweile hat sich das auch wieder reguliert. Neben der ganzen Unischreiberei schreibe ich grad auch noch an einigen Kurzgeschichten die eher komödiantischen Inhalts sind. Aber auch das geht im Moment eher schleppend, wie alle meine Schreibstücke. Ich weiß, das einige von euch darauf warten dass es endlich bei Anni, Joanna oder Lauren weitergeht. Bei der letzteren wird es in den nächsten Tagen ein Update geben. Bei allen anderen muss ich euch weiterhin um eure Geduld und euer Verständnis bitten. Vielleicht wird es  ja in den Semesterferien was, wenn ich die Hausarbeiten alle weg hab. Dann beginnt allerdings schon mein Englischkurs, der mich drei Wochen lang, jeden Tag für mehrer Stunden in Anspruch nehmen soll. Aber dann hab ichs hinter mir (Scheiß Pflichtseminare). Und arbeiten muss ich ja auch und auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für den Sommer bin ich zur Zeit auch noch. Ich geb mir Mühe, aber seid mir nicht gram, wenn es nicht klappt.

Bis dahin verbleibe ich mit all meiner Liebe

eure Chrissy

12.01.2010 um 14:17 Uhr

Hallo, mein Name ist Chrissy und ich bin Internetsüchtig...

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Umzug, Studium, Arbeiten, Schmerzen

Stimmung: müde, kalt
Musik: Coldplay - Fix you

Kaum zu glauben aber war, ein Monat ohne Internet ist echt grausam. Man hängt ja völlig ausserhalb der Welt rum, wenn man nicht täglich auf Facebook und Co checkt, wer grad was macht, was passiert ist und so weiter und so fort. Deshalb bin ich kleinerInternetjunkie glücklich, dass wir jetzt endlich ans World Wide Web angeschlossen sind. Auch sonst macht unser neues Zuhause langsam aber sicher was her. Gestern hat Patrick die Waschmaschine vorbeigebracht und nachdem wir sie zu zweit mühsam in den 5 Stock geschleppt haben (musste auf jedem Treppenabsatz eine Pause machen) tun mir heute ganz schön die Schultern weh. Am Donnerstag kommt der Instalateur um die Maschine anzuschließen, denn so will es uner Vermieter (der zahlt den auch) und dann kann ich endlich wieder Wäsche waschen. In meinem Kleiderschrank siehts so langsam aber auch schon echt leer aus. Dann brauchen nur noch dieLampen im Flur und im Bad angebracht werden und nen Badezimmerschrank muss her, aber dann sind wir (bis auf ein paar Feinheiten) fertig mit dem Einrichten und können endlich anfangen hier richtig zu leben :)

Ansonsten gibts nicht viel Neues von hier. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und habt über die vielen Feiertage nicht zuviel zugenommen (ich hab vier Kilo drauf oh je :(). Die Uni nimmt jetzt wieder etwas mehr Zeit in Anspruch, weil sich das Semester dem Ende neigt und noch einiger Schreibkram und natürlich die Prüfungen anstehen. Auch mein Job etabliert sich so langsam aber sicher als Teil meines Lebens, auch wenn das Nachts arbeiten noch gewöhnungsbedürftig ist. Also das wach bleiben macht mir ja null komma gar nix aus, das Problem ist nur dass ich Tags drauf immer so viel schlafe, dass ich die nächste Nacht dann auch nicht pennen kann, auch wenn ich gar nicht arbeiten muss. Und das hat zur folge, dass ich am darauf folgenden Tag dann auch wieder müde bin wie Sau. Naja, dass wird sich hoffentlich noch einspielen.

Ich glaub sonst war nix spannendes.

cheerio

24.12.2009 um 09:56 Uhr

Punk is dead

Stimmung: krank
Musik: John Lennon - Woman

Vorgestern habe ich das Weihnachtskonzert der toten Hosen im ISS DOme in Düsseldorf besucht. Eigentlich hatte ich mich sehr auf das Konzert gefreut, bin aber in viellerlei Hinsicht enttäuscht worden. Da es im ISS Dome Regel ist, das ca hundert Meter nach der Bühne der erste Wellenbrecher kommt und wer zu erst kommt malt zu erst, sind wir relativ früh gefahren. Relativ. Laut Eintrittskarte war Einlassbeginn um 18.30. Als wir den Dome um 18.33 betraten waren schon alle Bändch für den vorderen Bereich weg. Da musste ich mich doch erstmal bei Bändchenträgern erkundigen, wann sie reingekommen sind. Erstaunlicherweise war der Einlass wohl schon ne Stunde eher und die Bändchenträger waren bereits morgens an der Halle. Eine wollte gar Mitleid von mir, da sie sich für ihr Bändchen Füße abgefroren hat. Am Arsch. Zwischenzeitlich war ich mir noch nicht mal sicher, ob wir nicht vielleicht auf einem Tokio Hotel Konzert gelandet sind. Wenn die Leute schon Wochen vorher vor der Halle rumstehen und viele waren auch kaum älter als 15. Aber das will ich nicht mal verurteilen. Ich war auch mal 15 und Hosenfan. Damals waren die aber noch nicht ganz so arg in der Klammer der Komerzmaschinerie wie heute. Der Knaller kam aber erst, als das Konzert los ging und sich die Leute ganz vone nicht bewegten. Erst hinter dem Wellenbrecher ging die Post ab. Die ersten Reihen hatten teilweise die Arme vor der Brust verschränkt oder die Hände in den Taschen vergraben und nickten leicht mit dem Kopf oder Fuß. Als mal ehrlich. Wäre ich als Band (die zumindest mal soetwas wie einen Punkanspruch gehabt hat) vor solch einem Publikum auf der Bühne, ich würde mir irgendwie verarscht vorkommen. Wir standen also für unsere Art des Konzertgenusses auf der richtigen Seite vom Zaun. Trotzdem gab es auch hier zwei Dinge, die ich negativ bemerken möchte. Da wäre zum einen der Typ, der sich so penetrant an meiner linken Brust festgeklammert hat (und zwar von hinten und mit voller Absicht) und den auch kräftige Tritte nicht zum Zurückweichen bewegen konnten. Erst mein Bruder hat den Typ schlielich weggeschubst bekommen. Und zum anderen den Typen der sich die ganze Zeit am Wellenbrecher festgeklammert hat, um seine Freundin zu schützen und jeden angeschnauzt hat, der ihn auch nur berührt ht. Sorry, aber wenn ich sowas nicht abkann dann nehm ich nen Sitzplatz.

So far, punk is dead, merry christmas

chrissy

17.12.2009 um 21:41 Uhr

Die Wunden harter Arbeit sind schmerzhaft

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Umzug, Studium, Stress, Weihnachten, Konzerte

Stimmung: entspannt
Musik: Harry Potter and the deathly Hollows

Ein Umzug ist kein Zuckerschlecken, das wissen wohl die meisten, aber ein Umzug in den vierten Stock ist sau anstrengend und im Nachhinein verdammt schmerzhaft. Meine Hände sehen aus, als hätte ich sie kurz mal in die Mettmaschine gehalten. In meinem rechten Daumen ist voll die krasse Kerbe und ich hab keine Ahnung wovon. Meine Beine sind übersät von blauen Flecken, wo man bei tragen mal eben die Möbel abgestellt hat und dann meiner sperrigen Komode ziert ein bleuer Streifen auch meine Brust. Ganz abgesehen von den sichtbaren Verwundungen, waren die Muskelschmerzen, vor allem am Dienstag kaum zu ertragen. Die Beine, die Hände, die Schultern... aber sei es drum, wir haben es geschafft. Und das in Sensationszeit. Um zehn Uhr Morgens haben Sarah und ich den Bulli abgeholt und haben dann mein neues Bett und meinen neuen Schrank gekauft. Um halb zwölf hatten wir bereits Sarahs Zimmer im Studentenwohnheim geräumt. Und obwohl ich zwischendurch noch los musste um meinen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, haben wir um fünf nachmittags den Bulli schon wieder nach Europcar gebracht. Also alles erledigt in nur sieben Stunden. Und das bei zwei Umzügen in eine Wohnung im vierten Stock, durchgeführt von vier Weibern. Ich bin mächtig stolz auf uns und bedanke mich nochmal ganz recht herzlich an dieser Stelle bei Naomi und Dani die so tatkräftig angepackt haben, als wäre es ihr eigener Umzug gewesen.

Ab heute sind dann auch erstmal Weihnachtsferien und ich bin heim gefahren zu meinen Eltern um den Luxus von Fernsehen und Internet zu genießen, der uns bisher in unserer neuen Wohnung noch verwehrt bleibt. Die nächsten Tage werde stressig. Muss noch ein paar Möbelchen nach MG bringen, nen Geburtstag feiern, Weihnachten kommt auch noch, Toten Hosen Konzert, Black Rust Konzert, erster Arbeitstag und schließlich nach Hamburg zum Jahresabschluss. Aber jetzt gerade bin ich erst mal froh, den Umzug hinter mich gebracht zu haben und geniße die freien Tage in der Heimat, bevor es Sonntag erst mal wieder bis Weihnachten ins Rheinland geht. 

Ich hoffe ihr genießt auch

eure Prinzessin

07.12.2009 um 01:30 Uhr

Wenn man mir früh genug bescheid sagt kann ich auch spontan sein

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Umzug, Studium, Ausstellung, Reisen, Deutsche, Bahn

Stimmung: aufgeregt

Was unseren Umzug angeht scheint dies allerdings kaum möglich sein. Wenn ich mal sechs Wochen zurück gehe, hatten Sarah und ich gerade beschlossen, eine solidarische Zwecksgemeinschaft zu gründen. Damals war noch der erste März als Umzugszeitpunkt geplant, da wir beide ja ne Kündigungsfrist einzuhalten hatten. Die Nachmietersuche beschränkte sich dann allerdings eher auf den ersten februar und Schlussendlich unterschrieben wir einen Mietvertrag zum 15. Januar. Da Sarahs Nachmieterin allerdings auch schon zum 1.1 einziehen würde und unser Vermeter uns unkostenfrei auch schon eher umziehen lässt, ziehen wir jetzt am 14. Dezember ein. So schnell kanns gehen. Unglaublich. Mittlerweile sind wir ein bis zweimal täglich in der Wohnung und tragen unsere Sachen rüber, so das am 14. nur noch unsere Möbel hingeschleppt werden müssen. Ich hab dann auch wieder ne neue Adresse. Vergesst das bitte nicht, wenn ihr mir kiloweise Weihnachtsgeschenke schickt :) Wir leben in einer verdammt schnelllebigen Zeit...

... wir leben aber auch in einer Zeit in der man an Samstagen das Fahrten mit der deutschen Bahn vermeiden sollte. Ich kann mich kaum entscheiden, was ich schlimmer fand. Die besoffenen Fußballfans auf dem Weg nach Dortmund oder die volltrunkenen Frauenkegelclubs auf dem Weg zum kölner Weihnachtsmarkt. Abartig. Ich finde es wird Zeit für eine Petition gegen alkoholische Gruppenreisen mit der Bahn. Die sind fast so schlimm wie diese Wochenendpärchen, die sich am Bahnhof immer unter Tränen verabschieden oder wahlweise mit hässlichen Stofftierchen und Luftbalons in Empfang nehmen. ich weiß, mir fehlt ein gewisser Teil des weiblichen Romantikgens, aber wer freut sich denn über hässliche Stoffviecher von Kik, die wahrscheinlich von Parasiten nur so bevölkert sind. Und selbst wenn man so höfflich ist und Freude über so ein geschenk heuchelt, was stellt man im Nachhinein damit an? Vor allem wenn man sich jedes Wochenende oder jedes Zweite damit überrascht. Ich glaube so entstehen diese Sofas, die man nachmittags immer im Unterschichten TV auf RTL oder Sat1 sehen kann. Diese, die immer mit Kuscheltierarmeen übersät sind, geziert mit einem Setzkasten direkt neben dem Möbel, in dem sich die gesammelten Ü Eierfiguren tummeln *schüttel* Kranke Welt...

Sonst noch was spannendes passiert? Wir haben unsere Ausstellung eröffnet und ihr wart alle nich da. Buh! Asche auf all eure Häupter. Aber egal. Gut besucht wars trotzdem und ich finde, wir können stolz auf uns sein. Die Bilder sind gut angekommen und haben zum nachdenken angeregt. Und für mich ist das Thema fotografie damit quasi beendet. Is einfach nicht meins. Aber man soll ja niemals nie sagen. Vielleicht versuch ichs ja im nächsten Indoorprojekt doch nochmal... Kommt auf die Alternativen an. Tanzen will ich nämlich trotz allem immer noch nicht. Außerdem bin ich immer noch auf der Suche nach einem Thema für meine Hausarbeit in wissenschaftlichem Denken und Arbeiten. Wenn einer von euch eine gute Idee hat immer her damit. Weihnachtsgeschenke hab ich zum Glück alle beisammen, das ist schon mal viel wert. Die nächsten drei Wochen werden mehr als stressig, zumal ich ab dem 15.12 auch einen neuen job hab und gar nicht weiß, ob ich im Dezember vielleicht auch noch das eine oder andere Mal arbeiten muss. Ich bin echt froh, wenn ich am 30. im Zug gen Hamburg sitze und Katie fünf Tage lang auf die nerven fallen kann. Was kanns spaßigeres geben als ein langes Wochenende bei meiner Lieblingskatie? Nix. Da sollte ich den Stress dann ganz gut hinter mir lassen können.

In stiller Vorfreude

Chrissy

28.11.2009 um 10:56 Uhr

Aus den Köpfen junger Verwirrter

von: Chrissyland   Stichwörter: Theater, Studium, Leben, Streik

Stimmung: suboptimal
Musik: Stille

Aus den Köpfen junger verwirrter entstehen Theaterstücke, die andere junge Menschen veriwrren. So gestern geschehen, als wir die Aufführung des Stücks "Narziss und Echo" in der Kulturfabrik Krefeld besuchten. Geschrieben vom Michel und inszeniert vom 1-Euro-Ensemble begaben wir uns in die Welt der unerwiderten Liebe. Ein verrücktes Stück jedoch mit tiefgründigen Dialogen. Liebe ist all umfassend. Wir alle wollen geliebt werden, wollen schön sein ganz egal ob Männlein oder Weiblein. Und zu guter letzt Enden alle Bemühungen in einer riesigen Nutellaschlacht. Lieber Michel, ich habe herzlichst gelcht. Danke dafür.

Ansonsten haben wir letzten Donnerstag die freie Bildung zu Grabe getragen. In einem feierlichen Akt marschierten wir samt Sarg, Kranz und Trauergemeinde vom Haupteingang bis zur Mensa, wo wir trauerten, Blumen und Kerzen niederlegten und somit den Wochenlangen Streik zum Ende führte. Am Abend gab es noch ein langes Gespräch mit dem Rektor. Allerdings konnte ich hierzu noch kein Protokoll irgendwo finden, deshalb hab ich keine Ahnung, ob sich diesbezüglich noch irgendwas FÜR uns entwickelt hat.

Morgen, den 29.11.2009 beginnt die Ausstellung "Experimentierfeld Identität" des Fotoseminars Kupa Erstis, in der Citykirche in Mönchengladbach. Bei dem Projekt, bei dem ich auch mitgewirkt habe, ging es darum mit seiner eigenen Identität zu spielen und sich selbst in drei völlig anderen Rollen (die man  niemals annehmen würde, oder sich nicht traut anzunehmen, wie man gerne wäre, was man bewundert, verabscheut etc pp.) zu insezenieren und abzulichten. Die Ausstellung ist dlort die ganze Adventszeit über zwischen 10-18 Uhr zu sehen. Wenn ihr also mal Lust und Zeit habet geht hin. Der Eintritt ist frei und der Weihnachtsmarkt direkt vor der Tür.

Heute geht es noch ins Stadion. Mönchengladbach gegen Schalke. Ob ich mich freue? Mh, mal sehen. Auf jeden Fall bin ich nicht unglücklich.

So long

Chrissy

20.11.2009 um 19:46 Uhr

Ein Satzb mit x...

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Wohnen

Stimmung: gut
Musik: Blondie - One way or another

... das ging ja fix!

hatten wir diese Woche noch gedacht, wir müssten uns auf eine ewig lange Wohnungssuche gefasst machen, weil die goldenen Rheydter nur kleine teure Wohnungen haben, so haben wir bereits am Dienstag unser zukünftiges Domizil gefunden. 60qm , zwei gleich große Schlafzimmer, etwas kleiners Wohnzimmer, Bad natürlich, Küche mit Einbauküche inklusive Geschirrspülern und zwei Balkonen für 60 Euronen weniger als geplant. Die Sache hat natürlich nen Haken (wäre ja sonst auch zu schön gewesen), die Wohnung liegt nämlich über den Lichtern der Kleinstadt, im vierten Stock ohne Fahrstuhl. Ich freu mich *Ironieschild hochhalt*. Aber meine zukünftige Mitbewohnerin hätte mich wohl von einem der riesen Balkonen geschubst, hätte ich nein gesagt. Wenigstens konnte ich druchsetzen, das wir ne Fußmatte bekommen werden, die meine Berufsbezeichnung (Prinzessin) aufgedruckt hat. Lange rede kurzer Sinn, ich erwarte euch alle Anfang Februar als Umzugshelfer. Wer nicht kommt ist doof und wer doch kommt kriegt Bier und Würstchen.

Schönes Wochenende
Chrissy

17.11.2009 um 01:37 Uhr

I did it my way

Stimmung: informativ
Musik: Rachael Yamagata - What if I leave

Mir ist grad mal aufgefallen, dass ich schon wieder verdammt lange nix hier gepostet hab. Wie das kommt? Die Erklärung ist Recht simpel, irgendwie ist nichts erzählenswertes passiert. Aber irgendwie ist das auch nicht richtig, denn es ist schon eine ganze Menge passiert, von dem ich euch nun berichten will, damit ihr weiterhin auf dem neuesten Stand in meinem völlig nebensächlichen Leben seid :)

Zu ersteinmal kann ich euch berichten, dass ich momentan auf Wohnungssuche bin. Nachdem ich nun schon drei Monate hier wohne (Durchhaltungsvermögen war noch nie so meins) hab ich das Handtuch geworfen und mein WGZimmer gekündigt. Ich wusste ja von Anfang an, dass ich in eine absolute Chaoswg ziehe, da war mir nur noch nicht so bewusst, wieviel wert ich auf ein hygienisch unbedenkliches Umfeld lege und nun bin ich mit einer Kommilitonin von mir auf Wohungssuche. Heute haben wir bereits ein paar Objekte besichtig (auf manche kamen wir durch äußerst dubiose Methoden ala "Sie mal, die Wohnung da steht doch leer. Lass mal klingeln."), doch keins davon hat uns so richtig geflasht, also gehts morgen direkt weiter. 3 Zimmer, Küche, Bad Balkon ist das Ziel und sollte nicht teurer sein als 500 Euro (all in) im Monat. 5 Zimmer (200qm), küche Bad, Garten für 200 warm wäre mir zwar lieber, aber mir wurde mal wieder nachgesagt zu utopisch zu sein. Versteh ich gar nicht :) aber gut, hab ich meine Wünsche halt etwas auf Realitätsmaß runtergeschraubt.

Als nächstes sei wohl zu erwähnen, dass ich letzte Woche Tante geworden bin. Und zwar richtig Tante nicht nur Paten - oder Nenntante, wobei ich meinen Tantenstatus bei Tiffys Kinder auf gar keinen Fall abwerten will. Hanni und Joli sind mir ebenso lieb und teuer wie der kleine Jonas. Babys wecken also sogar in mir immer wieder sowas wie Mutterinstinkte (dezent mit der Zaunlatte zu der gesammelten Männerwelt winkt). Wer weiß, vielleicht geschehen ja nochmal Zeichen und Wunderund ich werd auch irgendwann mal Ehefrau und Mutter mit Häuschen und weißem Gartenzaun und so. Naja, ich soll ja nicht immer so utopisch sein. Ich brauch kein Häusschen mit weiße Zaun. Nen Gehöff in Irland oder nen Strandhaus in Valparaiso tuns genauso :)

Als drittes habt ihr wohl schon mitbekommen, dass meine Hochschule und viele andere in ganz Deutschland, zur Zeit aktiven Bildungsstreik betreiben und natürlich erwärmt das auch mein verborgenes Revolutzerherz und so habe ich die letzte Woche viele Stunden in der größten WG in Mönchengladbach verbracht, dem Hörsaal der HS Niederrhein. Allerdings nicht durchgehend wie manch andere (und euch gebührt mein voller Respekt), da ich ja auch immer hin noch nen dumer Ersti und auf manche Seminare irgendwie anwesend sein sollte. Trotzdem mag ich an dieser Stelle allen Streikern dort draußen meinen Respekt zollen. Haltet durch und gebt alles und ich werd auch immer wieder im Rahmen meiner möglichkeiten mitmischen. Und all denen, die sich bisher noch nicht zur Verteidigung ihrer Rechte im Streifenhörnchen haben blicken lassen sei gesagt, ich hab Verständnis für solche, die an ihren Seminaren teilnehmen müssen (weil sie den Stoff nicht aufgeholt kriegen oder der Proff es verbietet) aber gestreikt wird 24/7 ne Stunde darf jeder gerne mal Flagge zeigen, auch nach Vorlesungsschluss :) und allen anderen, de der Meinung sind, das führ ja zu nix oder Papa zahlt das, denkt doch mal an die, die keinen papa haben der Zahlt und die sich Bildung echt nicht leisten können und, dass es wichtig ist, zumindest zu zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt.

Sonst noch was passiert? Ich hab zwei gute Bücher gelesen, die ich euch wärmstens ans Herz legen kann. Zum einen "Jesus liebt mich" von David Safir und zum anderen "Nackt im Bus" von Dagmar Schönleber. Wenn ihr also mal wieder ne Mark in die heimische Bibliothek stecken wollt, solltet ihr sie in eines dieser Bücher investieren. Ansonsten läuft hier alles relativ rund. Langsam gewöhne ich mich an den niederrheinischen Dialekt und versuche meine Mitbürger nicht mer ständig auf ihren massiven Sprachfehler im Bezug auf den Laut sch hinzuweisen. Am 29.11 stellt mein Fotokurs (über den ich schon so viel geschimpft hab) ein paar Bilder in der Mönchengladbacher Citykirche aus. Dort stehen die dann bis Anfang Januar. Wer also Zeit und Lust hat, darf gerne mal vorbei kommen. Mit dem Ende des Kurses werd ich dann auch meine Pläne über Board werfen irgendwann vielleicht mal Fotograf zu werden (nicht das diese Pläne jemals wirklich ausgereift waren). Das ist nichts für mich. Ich glaube, mir fehlt dafür das ästhetische empfinden oder so. Außerdem sind an s einer richtig echten Spiegelreflexkamera mehr Knöpfe als an meiner blöden Touridigicam. Sehr viele Knöpfe. Und ich bin ja manchmal schon mit der Fernbedienung überfordert. Ich widme mich also lieber wieder Dingen die ich kann und stricke, häkel und schreibe. Den Musikkurs werd ich nach diesem Semester auch an den Haken hängen, da mir der ständige Zickenkrieg am Mikrofon tierisch auf den zeiger geht. Ich hab ein bisschen Basspielen gelernt (A, D und E. Xeah me!) und darüber freu ich mich, aber auf son Kindergeburtstag einmal die Woche komm ich nicht klar. Dafür bin auch ich tatsächlich irgendwann mal zu alt geworden. Frag sich nur, was ich dann im nächsten Semester nehme, wo ich doch mit Kunst auch so gar nix am Hut hab. Sollte mir vielleicht doch mal überlegen, ob ich die 500 euro Studiengebühren pro Semester nicht besser spare und was anderes mache. Aber was??? Aber das überlege ich mir erst nächstes Jahr. jetzt ist Herbst und da hab ich ja immer die seltsamsten Gedanken. Herbstunwohlsein oder so nennt man das wohl. Depression isset noch nicht (soll auch so bleiben) aber da drängt sich in mir häufig das Gefühl auf, das falsche zu tun aber nicht zu wissen, was das richtige sein mag. So schnell werf ich die Flinte nicht ins Korn. Mal sehen, was das Vorlesungsverzeichnis nächstes Semester für mich bereit hält. Dann kann ich immer noch wieder anne Werkbank gehen oder so.

In diesem Sinne frohen Dienstag