Across the universe

24.12.2009 um 09:56 Uhr

Punk is dead

Stimmung: krank
Musik: John Lennon - Woman

Vorgestern habe ich das Weihnachtskonzert der toten Hosen im ISS DOme in Düsseldorf besucht. Eigentlich hatte ich mich sehr auf das Konzert gefreut, bin aber in viellerlei Hinsicht enttäuscht worden. Da es im ISS Dome Regel ist, das ca hundert Meter nach der Bühne der erste Wellenbrecher kommt und wer zu erst kommt malt zu erst, sind wir relativ früh gefahren. Relativ. Laut Eintrittskarte war Einlassbeginn um 18.30. Als wir den Dome um 18.33 betraten waren schon alle Bändch für den vorderen Bereich weg. Da musste ich mich doch erstmal bei Bändchenträgern erkundigen, wann sie reingekommen sind. Erstaunlicherweise war der Einlass wohl schon ne Stunde eher und die Bändchenträger waren bereits morgens an der Halle. Eine wollte gar Mitleid von mir, da sie sich für ihr Bändchen Füße abgefroren hat. Am Arsch. Zwischenzeitlich war ich mir noch nicht mal sicher, ob wir nicht vielleicht auf einem Tokio Hotel Konzert gelandet sind. Wenn die Leute schon Wochen vorher vor der Halle rumstehen und viele waren auch kaum älter als 15. Aber das will ich nicht mal verurteilen. Ich war auch mal 15 und Hosenfan. Damals waren die aber noch nicht ganz so arg in der Klammer der Komerzmaschinerie wie heute. Der Knaller kam aber erst, als das Konzert los ging und sich die Leute ganz vone nicht bewegten. Erst hinter dem Wellenbrecher ging die Post ab. Die ersten Reihen hatten teilweise die Arme vor der Brust verschränkt oder die Hände in den Taschen vergraben und nickten leicht mit dem Kopf oder Fuß. Als mal ehrlich. Wäre ich als Band (die zumindest mal soetwas wie einen Punkanspruch gehabt hat) vor solch einem Publikum auf der Bühne, ich würde mir irgendwie verarscht vorkommen. Wir standen also für unsere Art des Konzertgenusses auf der richtigen Seite vom Zaun. Trotzdem gab es auch hier zwei Dinge, die ich negativ bemerken möchte. Da wäre zum einen der Typ, der sich so penetrant an meiner linken Brust festgeklammert hat (und zwar von hinten und mit voller Absicht) und den auch kräftige Tritte nicht zum Zurückweichen bewegen konnten. Erst mein Bruder hat den Typ schlielich weggeschubst bekommen. Und zum anderen den Typen der sich die ganze Zeit am Wellenbrecher festgeklammert hat, um seine Freundin zu schützen und jeden angeschnauzt hat, der ihn auch nur berührt ht. Sorry, aber wenn ich sowas nicht abkann dann nehm ich nen Sitzplatz.

So far, punk is dead, merry christmas

chrissy

17.12.2009 um 21:41 Uhr

Die Wunden harter Arbeit sind schmerzhaft

Stimmung: entspannt
Musik: Harry Potter and the deathly Hollows

Ein Umzug ist kein Zuckerschlecken, das wissen wohl die meisten, aber ein Umzug in den vierten Stock ist sau anstrengend und im Nachhinein verdammt schmerzhaft. Meine Hände sehen aus, als hätte ich sie kurz mal in die Mettmaschine gehalten. In meinem rechten Daumen ist voll die krasse Kerbe und ich hab keine Ahnung wovon. Meine Beine sind übersät von blauen Flecken, wo man bei tragen mal eben die Möbel abgestellt hat und dann meiner sperrigen Komode ziert ein bleuer Streifen auch meine Brust. Ganz abgesehen von den sichtbaren Verwundungen, waren die Muskelschmerzen, vor allem am Dienstag kaum zu ertragen. Die Beine, die Hände, die Schultern... aber sei es drum, wir haben es geschafft. Und das in Sensationszeit. Um zehn Uhr Morgens haben Sarah und ich den Bulli abgeholt und haben dann mein neues Bett und meinen neuen Schrank gekauft. Um halb zwölf hatten wir bereits Sarahs Zimmer im Studentenwohnheim geräumt. Und obwohl ich zwischendurch noch los musste um meinen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, haben wir um fünf nachmittags den Bulli schon wieder nach Europcar gebracht. Also alles erledigt in nur sieben Stunden. Und das bei zwei Umzügen in eine Wohnung im vierten Stock, durchgeführt von vier Weibern. Ich bin mächtig stolz auf uns und bedanke mich nochmal ganz recht herzlich an dieser Stelle bei Naomi und Dani die so tatkräftig angepackt haben, als wäre es ihr eigener Umzug gewesen.

Ab heute sind dann auch erstmal Weihnachtsferien und ich bin heim gefahren zu meinen Eltern um den Luxus von Fernsehen und Internet zu genießen, der uns bisher in unserer neuen Wohnung noch verwehrt bleibt. Die nächsten Tage werde stressig. Muss noch ein paar Möbelchen nach MG bringen, nen Geburtstag feiern, Weihnachten kommt auch noch, Toten Hosen Konzert, Black Rust Konzert, erster Arbeitstag und schließlich nach Hamburg zum Jahresabschluss. Aber jetzt gerade bin ich erst mal froh, den Umzug hinter mich gebracht zu haben und geniße die freien Tage in der Heimat, bevor es Sonntag erst mal wieder bis Weihnachten ins Rheinland geht. 

Ich hoffe ihr genießt auch

eure Prinzessin

07.12.2009 um 01:30 Uhr

Wenn man mir früh genug bescheid sagt kann ich auch spontan sein

Stimmung: aufgeregt

Was unseren Umzug angeht scheint dies allerdings kaum möglich sein. Wenn ich mal sechs Wochen zurück gehe, hatten Sarah und ich gerade beschlossen, eine solidarische Zwecksgemeinschaft zu gründen. Damals war noch der erste März als Umzugszeitpunkt geplant, da wir beide ja ne Kündigungsfrist einzuhalten hatten. Die Nachmietersuche beschränkte sich dann allerdings eher auf den ersten februar und Schlussendlich unterschrieben wir einen Mietvertrag zum 15. Januar. Da Sarahs Nachmieterin allerdings auch schon zum 1.1 einziehen würde und unser Vermeter uns unkostenfrei auch schon eher umziehen lässt, ziehen wir jetzt am 14. Dezember ein. So schnell kanns gehen. Unglaublich. Mittlerweile sind wir ein bis zweimal täglich in der Wohnung und tragen unsere Sachen rüber, so das am 14. nur noch unsere Möbel hingeschleppt werden müssen. Ich hab dann auch wieder ne neue Adresse. Vergesst das bitte nicht, wenn ihr mir kiloweise Weihnachtsgeschenke schickt :) Wir leben in einer verdammt schnelllebigen Zeit...

... wir leben aber auch in einer Zeit in der man an Samstagen das Fahrten mit der deutschen Bahn vermeiden sollte. Ich kann mich kaum entscheiden, was ich schlimmer fand. Die besoffenen Fußballfans auf dem Weg nach Dortmund oder die volltrunkenen Frauenkegelclubs auf dem Weg zum kölner Weihnachtsmarkt. Abartig. Ich finde es wird Zeit für eine Petition gegen alkoholische Gruppenreisen mit der Bahn. Die sind fast so schlimm wie diese Wochenendpärchen, die sich am Bahnhof immer unter Tränen verabschieden oder wahlweise mit hässlichen Stofftierchen und Luftbalons in Empfang nehmen. ich weiß, mir fehlt ein gewisser Teil des weiblichen Romantikgens, aber wer freut sich denn über hässliche Stoffviecher von Kik, die wahrscheinlich von Parasiten nur so bevölkert sind. Und selbst wenn man so höfflich ist und Freude über so ein geschenk heuchelt, was stellt man im Nachhinein damit an? Vor allem wenn man sich jedes Wochenende oder jedes Zweite damit überrascht. Ich glaube so entstehen diese Sofas, die man nachmittags immer im Unterschichten TV auf RTL oder Sat1 sehen kann. Diese, die immer mit Kuscheltierarmeen übersät sind, geziert mit einem Setzkasten direkt neben dem Möbel, in dem sich die gesammelten Ü Eierfiguren tummeln *schüttel* Kranke Welt...

Sonst noch was spannendes passiert? Wir haben unsere Ausstellung eröffnet und ihr wart alle nich da. Buh! Asche auf all eure Häupter. Aber egal. Gut besucht wars trotzdem und ich finde, wir können stolz auf uns sein. Die Bilder sind gut angekommen und haben zum nachdenken angeregt. Und für mich ist das Thema fotografie damit quasi beendet. Is einfach nicht meins. Aber man soll ja niemals nie sagen. Vielleicht versuch ichs ja im nächsten Indoorprojekt doch nochmal... Kommt auf die Alternativen an. Tanzen will ich nämlich trotz allem immer noch nicht. Außerdem bin ich immer noch auf der Suche nach einem Thema für meine Hausarbeit in wissenschaftlichem Denken und Arbeiten. Wenn einer von euch eine gute Idee hat immer her damit. Weihnachtsgeschenke hab ich zum Glück alle beisammen, das ist schon mal viel wert. Die nächsten drei Wochen werden mehr als stressig, zumal ich ab dem 15.12 auch einen neuen job hab und gar nicht weiß, ob ich im Dezember vielleicht auch noch das eine oder andere Mal arbeiten muss. Ich bin echt froh, wenn ich am 30. im Zug gen Hamburg sitze und Katie fünf Tage lang auf die nerven fallen kann. Was kanns spaßigeres geben als ein langes Wochenende bei meiner Lieblingskatie? Nix. Da sollte ich den Stress dann ganz gut hinter mir lassen können.

In stiller Vorfreude

Chrissy