Across the universe

18.03.2010 um 23:11 Uhr

Wenn das so weiter geht...

von: Chrissyland   Stichwörter: Basteln, nähen, Filz, Kreativität

Stimmung: kreativ

... dann brauch ich bald eine Nähmaschine. Das Nähen mit der Hand ist nämlich mühsam, unsauber und instabil. Aber was solls. Aus meinem restlichen Filz hab ich mir jetzt ein neues Etui gebastelt. Mal sehen, ob es das Semester überlebt.

18.03.2010 um 14:20 Uhr

Are you ready for springbreak?

von: Chrissyland   Stichwörter: Leben, Frühling, Genießen, Sonne

Stimmung: Frühling im Blut
Musik: the clash - london calling

Heute ist Donnerstag. Heute ist Donnerstag und ich habe frei. Ich habe frei und die Sonne scheint. Die Sonne scheint und auf meinem Balkon sind es kuschelige 23 Grad Celsius. Auf meinem Balkon sind es kuschelige 23 Grad Celsius und ich sitze im Liegestuhl. Ich sitze im Liegestuhl und trage weder Socken noch Schuhe. Ich trage weder Socken noch Schuhe, dafür aber eine Sonnenbrille. Ich trage eine Sonnenbrille und eine leichte Brise weht mir meine Haare ins Gesicht. Eine leichte Brise weht mir die Haare ins Gesicht während ich gemütlich meinen Kaffee schlürfe. Während ich gemütlich meinen Kaffee schlürfe rauche ich mir eine. Ich rauche mir eine und höre Musik dabei. Das Leben ist schön. Iam ready for Springbreak!

15.03.2010 um 02:16 Uhr

Handwerkskunst

Stimmung: stolz
Musik: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

Ich gehöre nicht zu den kreativsten Menschen, die die Welt je gesehen hat. Ich meine, ich hab schon hin und wieder die ein oder andere schöne Idee, aber in der Regel happert es dann doch an der Umsetzung. Ich bewundere Leute, die ihre Kreativität ausleben können, wie zum Beispiel Tiffy, die mit ein paar Metern Stoff und einer Nähmaschine kleine Kleidungskunstwerke herstellt oder Maite, die ihre Ideen in Schachteln steckt, ebenso wie jeden, der einfach mal so ein Lied aus dem Ärmel schütteln kann. Ich würde sowas auch gerne können und ab und zu packt mich halt der Ehrgeiz und ich will auch mal etwas selbst herstellen. Also versuchte ich mich am Strickfilzen. Ich kann stricken und weiß wie man eine Waschmaschine bedient... das sind eigentlich die einzigen Voraussetzungen für das Arbeiten mit Strickfilz. Also hab ich mich hingesetzt und gestrickt und gestrickt und gestrickt und was soll ich sagen? Es war ein Desaster. Das gestrickte Werk zieht sich natürlich beim filzen zusammen. Das war mir klar. Also habe ich die Tasche, die ich machen wollte riesig groß gestrickt. Leider hat sich das Ergebniss in seiner Höhe fast auf ein Drittel reduziert, während es in seiner Breite kaum an Ausmaß eingebüßt hat. Das Ergebniss sah also irgendwie aus, wie ein äußerst verstörender viel zu langer Clutchbag mit Henkel... Ich wollte weinen, habs in die Ecke geschmissen und mir geschworen das mich die Kreativität mal wieder am Arsch lecken kann. Das war letzten Montag. Heute allerdings hat mich die Kreativität schon wieder gepackt. Und nachdem ich in mühevoller Kleinarbeit die Umrisse für ein Wandbild an meine Zimmerwand gekritzelt hab, hab ich mir die verhunzte Tasche geschnappt, dazu eine Schere, Nadel und Faden und hab los gelegt. Das Ergebnis ist vielleicht nicht die schönste Tasche, die es gibt auf dieser Welt, aber für einen motorisch inkontinenten Menschen wie mich absolut respektabel. Und so präsentiere ich euch heute Chrissys erste Filztasche. Klein aber fein.

 

 

 


 

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das gute Stück nicht lange hält, da ich keine Nähmaschine besitze und mich nur schwerlich an das Nähen mit Hand auf die mittelalterlicheweise erinnere, wie sie uns Frau Fernkorn mal im Textilunterricht beigebracht hat, aber das ist mir gerade einfach mal egal. Ich hab eine Tasche gemacht und zwar durch und durch selber. Wahrscheinlich werde ich damit niemals als Taschendesigner oder sowas berühmt, aber ich bin stolz auf mich. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das Wandbild ein vergleichbares Erfolgserlebnis wird, wenn es morgen von einer Skizze zum echten Bild wird. Und zwar mit Farbe. Wenn ichs versaue darf ich als mein Zimmer neu streichen und da hab ich keine Lust drauf. Also drückt mir die Däumchen. Chrissy

03.03.2010 um 03:21 Uhr

Personal Jesus

von: Chrissyland   Stichwörter: Menschen, Freunde, Studium, Taizé

Stimmung: müde
Musik: Ein Mann ein Fjord - Hörbuch

Was manche Leute sich so einbilden, was sie sich erlauben können... ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt, aber ich hab so den/die ein oder andere/n Bekannte/n, der/die sich nur meldet, wenn er/sie was von mir will. Dann wird plötzlich eine nicht vorhandene Freundschaft geheuchelt, die genau so lange Bestand hat, wie es eben dauert bis besagte Person von mir bekommen hat, was sie wollte. Das ist scheiße. Da gibts nichts dran zu rütteln. Son Verhalten ist asozial, aber ich tu den Leuten am Ende irgendwie dann doch immer wieder einen Gefallen. Ich nehme es mir jedes Mal fest vor, es nicht zu tun, aber ich hab ja nicht grundlos nen sozialen Beruf erlertn. Ich hab halt ein Helfersyndrom. Richtig assi wirds dann allerdings, wenn man selber mal nen Anliegen an so eine Person richtet (und sowas kommt bei mir nicht häufig vor) und diese Person das einfach vollkommen ignoriert, beziehungsweise am Ende sogar anmerkt, dass man ja überhaupt erstmal eine Freundschaft führen müsste, um kleine Gefälligkeiten einzufordern und das täten wir nicht... hä? hab ich da irgendwas nicht richtig verstanden. Wenn die andere Person was von mir will dann ist es okay, wenn ich was will, dann nicht? Wir führen also eine "freundschaft" die nur aus dem Geben meinerseits und dem Nehmen der anderen Person besteht? Bin ich denn Jesus? Nein! Bin ich nicht! Ich halte mich selbst für einen sehr sozialen Menschen, aber irgendwann ist auch bei mir die Grenze meiner ganz eigenen Barmherzigkeit erreicht. Und zwar genau an diesem Punkt.Klar tut man einen Gefallen weil man es will und nicht um später Schuldigkeiten einzufordern. Genauso wenig macht man ja auch keine Geschenke, weil man welche im Gegenzug erwartet (und am Ende ist man doch beleidigt, wenn man selbst leer ausgeht), aber irgendwie kann cih doch trotzdem erwarten, das am Ende immer noch gleiches Recht für alle gilt oder nicht??? Oder bin ich am Ende die, die im Unrecht ist??? Sagt´s mir!

Soviel zur Wut, kommen wir nun zu den guten Meldungen. Hingegen all meiner Befürchtungen hat die Laterne von unserem Haus (die so bedächtig geschwankt hat) den Sturm überlegt, ohne in unseren Balkon zu krachen. Was für ein Glück. Meinen Lieben in Chile geht es immer noch gut und, ich habe endlich mal sowas wie Semesterferien. Und zwar meine ersten. Nachdem ich heute morgen, nach einer zehn Stunden Nachtwache zur Englischklausur angetreten bin, bin ich mit Englisch nun (vorerst) auch durch. Ob ich die Prüfung allerdings bestanden hab, kann ich nicht sagen. Ich hab einfach irgendwie drauf losgeschrieben. Außer bei AUfgabe eins. Da hab ich einfach bei Garvin abgeschrieben und hab mir noch nicht mal die Sätze durchgelesen. Wenn du dass hier liest lieber Garvin, danke dass du so schief schreibst und wehe die Antworten waren nicht richtig :) Jetzt genieß ich erstmal ein paar freie Tage und versuch noch die ein oder andere Persönlichkeit dafür zu mobilisieren mit mir nach Taizé zu fahren. Freiwillige vor! Ich tu jetzt mal noch ein bisschen weiter arbeiten. Ist ja erst viertel nach drei in der Nacht :)

Lasst es euch gut gehen
Chrissy