Projekt Leben (ehem. Selbstversuch entlieben)

05.02.2016 um 17:45 Uhr

Die ersten zwei Monate

Nun kennen wir uns schon fast zwei Monate, Eule und ich. Es kommt mir jedoch teilweise viel länger vor. Wir sehen uns sehr häufig und er bleibt gerne bei mir über Nacht, auch unter der Woche. Inzwischen habe ich mich schon so sehr daran gewöhnt, dass er da ist, dass ein Tag ohne ihn sehr auffällt. Der Gedanke an den Tag danach, wenn wir uns wieder sehen, ist dann immer besonders schön!

Ich habe auch schon seine Eltern kennen gelernt, und sie sind wirklich nett. Seinen Vater kenne ich zwar nur flüchtig, aber alle schienen freundlich und nett zu sein. Die meiste Zeit ist Eule aber bei mir. Er sagt, bei mir ist es für ihn wie Urlaub. Generell macht er mir gerne Komplimente in jeder Hinsicht und scheut sich auch nicht Gefühle zu zeigen. Manchmal frage ich mich, wie es sein kann, dass so jemand wie er niemanden hatte. Aber das Leben schreibt eben seine eigenen Geschichten. So ist es also gekommen, dass wir uns genau jetzt zu der Zeit getroffen haben, beide auf der Suche und haben uns gefunden. 

Inzwischen waren wir schon auf dem Uniball. Er hat extra mit mir den langsamen Walzer gelernt, weil er vom Tanzen so überhaupt keine Ahnung hatte. Er war etwas verunsichert, aber am Ende hat ihm der Abend sehr gefallen und begann sogar etwas Ehrgeiz zu entwickeln. Vor der nächsten Ballsaison können wir einen Tanzkurs machen, hat er gemeint. :)

Anfang der Woche - er hatte Geburtstag - habe ich ihn nach der Arbeit überrascht. Ansonsten hätten wir uns nicht gesehen, aber ich wollte einfach an dem Tag zumindest kurz für ihn da sein. Also habe ich mich hinter seinem Auto versteckt und als er kam war er total überrascht und sprachlos. Er meinte, am liebsten würde er jetzt mit mir mitkommen, aber seine Familie wartete zu Hause. Dafür hatte ich natürlich Verständnis. Vor ein paar Jahren wäre das noch anders gewesen, aber inzwischen habe ich mich damit wohl abgefunden, dass der Geburtstag meines Freundes nicht unbedingt wahnsinnig genau an dem Tag mit mir gefeiert werden muss. Ich war da, konnte ihm eine Freude machen - das war genug für mich.

Am Wochenende fahren wir in die Therme, da holen wir den Geburtstag sozusagen noch ein bisschen nach. Ich freue mich schon darauf! :) 

28.12.2015 um 10:51 Uhr

Liebe - das ist voll okay!

So, Weihnachten ist vorüber und das Neue Jahr steht vor der Tür. Die letzten Tage habe ich größtenteils im Kreise der Familie verbracht - zusammen mit viel Essen und Trinken. Größtenteils ....

Es ist nämlich etwas passiert mit dem ich nicht gerechnet habe und das ich bis vor ein paar Wochen vermutlich nicht einmal zu hoffen gewagt hätte. Ich bin ein kleines bisschen verliebt. So, jetzt ist es raus. (Sorry schon mal für den langen Text)

Wie ist es dazu gekommen? Wie so oft in meinem Leben, spielte das Internet mal wieder eine entscheidende Rolle. Irgendwann in der Zeit seit meinem letzten Eintrag, dachte ich mir so bei mir: Jetzt wird es aber mal wieder Zeit den Allerwertesten hoch zu bekommen! Ich lebte schön gemütlich dahin, aber irgendwie hatte ich das Gefühl es mir zu gemütlich zu machen. Ich sah förmlich die Jahre an mir vorbeiziehen. Klar, ich hatte einen guten Freund und somit jede Menge Unterhaltung, aber war das wirklich alles? Würde mich der bequeme Schoß dieser Freundschaft davon abhalten mir Gedanken um die Liebe zu machen? Die Antwort war: Ja verdammt! 

Also, begann ich mir auf meinem Handy Dating-Apps herunter zu laden. Ich erwartete wenig bis gar nichts. Wirklich gefallen fand ich an keiner der Apps. Eine davon artete schon eher in eine Art Spiel aus und eher aus Langeweile beantwortete ich die Fragen der Kandidaten. Ich traf dann doch einmal jemanden aus einer dieser Apps, jedoch sprang der Funken nicht wirklich über. Und dann kam er. Wie aus dem Nichts, nach langem Warten: Sie haben einen neuen Kandidaten! Wir schrieben uns, er wohnte nicht all zu weit von mir und noch am selben Tag fragte er nach einem Treffen. Ich war nicht abgeneigt und sagte sofort zu. Langes hin und her Schreiben führt meist zu nichts und so bin ich meist ganz froh jemanden schnell persönlich kennen zu lernen, da weiß man einfach dann gleich Bescheid ob es passen könnte oder nicht. 

Wir gingen gemeinsam etwas trinken und die Zeit verging wie im Flug. Schnell waren 6 Stunden vorbei - ich konnte es fast nicht glauben. Ich war so positiv überrascht und freute mich über jede Gemeinsamkeit. Es dauerte dann wieder eine Woche bis wir uns wieder sahen. Wir gingen auf den Weihnachtsmarkt und ich kostete die Zeit aus solange es eben ging, war an dem Tag doch auch mein gemeinsames Football schauen und Burger essen mit Herman. Wir verabschiedeten uns.

Wieder eine Woche später. Ich fragte nach, ob sich ein weiteres Treffen noch vor Weihnachten bewerkstelligen ließe. Er meinte, das hätte er auch schon fragen wollen. Also trafen wir uns am 22. Dezember wieder - diesmal gingen wir Steak essen. Er meinte gleich zu Beginn das ich natürlich eingeladen sei, was ich als außerordentlich nett empfand - die Rechnung am Ende versetzte mir dann doch einen kleinen Schock. Das Essen war sehr ausgedehnt, so als wollte keiner so recht nach Hause fahren. Irgendwann wurde es aber dann doch Zeit, aber das nächste Treffen war schon geplant. Er hatte zugesagt sich mit mir Heidi im Kino anzusehen - spätestens in dem Moment dachte ich, der Kerl muss mich ja gern haben. :D

Bei seinem Auto angelangt schenkte er mir dann noch eine kleine Tüte mit Pralinen. Ich war etwas verlegen, hatte ich doch kein Geschenk für ihn, in meiner Panik fischte ich aus meiner Jackentasche ein kleines Päckchen Gummibären heraus, das sich dort noch von voriger Woche befand, und überreichte es ihm. Da standen wir also, mein Puls auf unnatürlich hohem Niveau. Ich wollte einen Schritt nach vorne wagen, wollte ihn zum Abschied küssen, aber wollte er das auch? Die ganze Situation kam mir so abstrus vor -beide wollten wir das gleiche, aber niemand wollte sich so recht trauen. Ich kam ihm etwas näher als üblich um ihm zu zeigen das es okay ist und schlussendlich machte er den letzten Schritt auf mich zu. Wir küssten uns, nur ganz kurz - fast zu kurz, sodass ich versucht war den Kuss zu wiederholen, aber ich beließ es dabei. Auf dem Heimweg schwebte ich etwas höher als üblich. 

Obwohl die Weihnachtsfeiertage vor der Tür standen, gleichbedeutend mit einer wunderschönen Zeit für mich, zählte ich die Tage bis zum Wiedersehen. Dann war es gestern endlich so weit. Lange musste ich nicht warten, Heidi wurde schließlich nur um 15 Uhr gespielt. Zur Begrüßung gab es wieder einen Kuss wie beim letzten Treffen. Er hatte die Karten bereits gekauft und s.o hatten wir noch etwas Zeit um uns zu Unterhalten. Ich war ziemlich nervös, selbst noch als ich im Kinosaal neben ihm saß. Nach dem Film beschlossen wir Billard spielen zu fahren. Er hatte früher öfters gespielt und ich hatte zumindest durch J.D. etwas Erfahrung darin, wenn auch nicht gerade viel. Als er das erste Spiel gewann, gab ich ihm einen Kuss. Als ich das nächste Spiel gewann, gab er mir einen Kuss. Dies wurde dann nach jedem Spiel weiter geführt - er gewann knapp 3:2. Die Küsse wurden länger, bekamen wir doch mehr Selbstvertrauen. Danach tranken wir noch etwas und er sagte mir, dass er froh war mich getroffen zu haben, ich würde auch so eine Ruhe ausstrahlen was ihm gefalle. (Ernst jetzt? Ich bin doch ein Nervenbündel! :D) Wir verabredeten uns für Silvester und sagten uns noch ein vorheriges Treffen zu, jedoch ohne genauen Plan.

Gegen 22 Uhr brachen wir dann wieder auf. Der Kuss zum Abschied war diesmal sehr lang, wollte doch keiner aufhören. Irgendwann ließ ich dann schweren Herzens aber doch ab. Ich musste noch Football schauen, diesmal aber ohne Herman und die Burger waren nicht selbstgemacht. :D

Nun sitze ich hier, glücklich und kann alles noch nicht so richtig fassen. Bei ihm habe ich bisher das Gefühl so richtig ich selbst sein zu können. Mich nicht irgendwie, "verbessern" zu müssen. Ich tue was ich tue und es ist okay, er tut was er tut und das ist okay, und manche Dinge mögen wir beide und das ist voll okay. :)

31.10.2015 um 16:01 Uhr

Urlaub, Studium, Herman und mein Neffe - das letzte Jahr

So, und nun ist mein Neffe schon über ein Jahr alt. Himmel wie die Zeit verfliegt! Inzwischen läuft er auch schon immer besser, auch wenn er es immer noch eher als eine Art Spiel sieht, als wirklich als Methode um sich fortzubewegen.^^ Er hat sich zu einem recht fröhlichen Kerlchen entwickelt, der gerne lacht. In letzter Zeit braucht er aber unbedingt seine Mama, ansonsten wird er traurig und dann muss man sich schon ordentlich ins Zeug legen, damit er ihre Abwesenheit verdrängt. Diese Phase hat aber wohl so gut wie jeder mal und geht auch wieder vorbei.

Im Sommer war ich viel mit Herman am See, und eine Woche Urlaub in Tunesien habe ich mir auch gegönnt - da jedoch alleine. Es war ein wirklich schöner Urlaub - wir hatten sogar prominenten Besuch im Club was für einiges an Aufregung gesorgt hatte. Besonders die Teenies waren ganz wild auf ein Foto mit ihm, und so kam es, dass schlussendlich auch ich eines ergatterte. Es gab Momente wo ich mich etwas alleine fühlte, gerade der zweite Tag war am schlimmsten, da wollte ich nur noch nach Hause zu meinen Freunden. Ich hatte jedoch Glück, dass ich nette Leute getroffen habe und die Atmosphäre sehr familiär war, da sehr wenige Touristen sich zu der Zeit in Tunesien aufgehalten haben. So ging es mir die restlichen Tage blendend. Sommer, Sonne, Strand, Palmen und Meer! Und immer ein Buch dabei - versteht sich.

Vor zwei Wochen war ich noch mit Herman für ein paar Tage in Berlin - Sightseeing. Ich hatte ihn eines Tages im Sommer am See danach gefragt, ob er denn Lust hätte mal nach Berlin zu fliegen und er war sofort dabei. Zu zweit verreisen ist eben doch noch eine Spur unterhaltsamer. Wenn ich schon keinen Partner habe, dann muss eben ein Freund herhalten. Und zur Zeit passt das mit Herman ganz gut, da weder er noch ich vergeben sind und er den ganzen Sommer über noch keine Arbeit hatte. Hat er jetzt auch noch nicht, aber gerade gestern hatte er ein Vorstellungsgespräch das anscheinend gut gelaufen ist.

Im Studium läuft es auch. Gerade habe ich eine Prüfung geschafft und mit der Masterarbeit bin ich nun auch schon seit ein paar Wochen beschäftigt. Schön langsam sieht man das Licht am Ende des Studenten-Tunnels. Manche Studienkollegen von mir sind gerade fertig geworden oder sind fast fertig. Der Gedanke, das Studium komplett abgeschlossen zu haben ist einfach wunderschön. Auch wenn dann das große Unbekannte auf einen zukommt, aber dann beginnt mein eigenständiges Leben - eigene Wohnung und hoffentlich ein guter Job der Spaß macht. Im nächsten Sommer möchte ich fertig werden, und ich hoffe das bis dahin alles glatt läuft. :)

24.07.2014 um 10:30 Uhr

Es ist ein Junge!

Nun ist es so weit. Ich bin seit über 3 Wochen Tante eines kleinen, süßen, zauberhaften Jungen. Wir sind alle total verliebt in ihn - mein Neffe. Einen anderen Namen möchte ich ihm hier nicht geben, das würde irgendwie den Namen, dem ihm seine Eltern gegeben haben, ruinieren - Wenn ihr versteht was ich meine.

Meinen Neffen im Arm zu halten ist immer wieder ein schöner Moment. Noch kann er seinen kleinen Mund zu keinem Lächeln verziehen, aber ich freue mich auf den Augenblick. Das schönste Baby der Welt. Ich weiß, dass sagen sie alle, aber er gehört eindeutig zur schönen Sorte. :D Er hat viele dunkle Haare am Kopf, wir sagen sie kommen von seiner Mutter. Mein Bruder argumentiert mit einem Babyfoto von ihm, er habe als Baby auch solche Haare gehabt. Das Niesen hat er jedenfalls schon mal von ihm. Niemals nur einmal, immer mindestens zweimal hintereinander. Kaum sehen wir ihn mal ein paar Tage nicht, bekommt meine Mutter bereits Entzugserscheinungen. Alle sind total entzückt über meinen Neffen. Er ist ja auch wirklich hinreißend!

24.04.2014 um 16:48 Uhr

Ich werde Tante!

Okay, ich weiß es schon seit längerer Zeit und im letzten Beitrag habe ich es auch erwähnt, aber nochmal hier zur Info: ICH WERDE TANTE! Und ich freue mich darauf wie ein kleines Kind auf Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

Normalerweise bin ich kein Mensch, der gut mit Kindern kann. Babys nehme ich nur ungern in den Arm, aus Angst sie könnten zu weinen anfangen. Ich selbst, wollte nie wirklich Kinder, obwohl Ferdinand es damals geschafft hat meine Verbortheit in der Hinsicht in Frage zu stellen. Aber irgendwie bin ich bei dem Gedanken an eine kleine Version meines Bruders und meiner Schwägerin ganz aus dem Häuschen.

Geburtstermin ist der 30. Juni und somit gar nicht mehr so lange hin. Ich war sogar in einem Babyladen und habe bereits ein Geschenk zur Geburt gekauft. Mit Freude denke ich daran Tante zu werden. Endlich habe ich einmal die Chance einen kleinen Menschen beim Großwerden beobachten zu können. Das Geschlecht haben sie sich noch nicht sagen lassen und werden es auch nicht. Jetzt bin ich natürlich wahnsinnig gespannt, ob es denn eine Nichte oder ein Neffe wird.

Vor ein paar Tagen hat die Schwester von Herman ein Kind bekommen. Er ist nun 2-facher Onkel eines 7 jährigen Neffen und nun einer Nichte. Als ich die SMS bekam mit der Nachricht, habe ich mich total gefreut. Vielleicht mutiere ich ja doch noch zu einem Baby-/Kinderfan.