Trollfutter

17.06.2013 um 12:24 Uhr

Emotionale Wahrheit

Stimmung: Ach ja .......

 

Realität ist das was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben.

Aber wie kann ich von dem Glauben abfallen, es gäbe noch Hoffnung für meine Liebe und mich. Fünf verfluchte Jahre, oder sind es jetzt schon sieben gewesen, egal lange Jahre halt, wache ich jeden verfluchten morgen mit dem Gefühl des Nichtgenügens auf, jeden verdammten Tag überfällt mich der „Herzschmerz", jeden verlogenen Tag muß ich mich am eigenen Schopf wieder aus dieser Scheisse ziehen.

Grandiosen Mist hab ich verzapft, Schmerz mit Schmerz bekämpft, jeglicher Art von Genuß auf die Möglichkeit des „Davonsegelns" hin geprüft, getobt, gekrochen, geweint, gebogen, gehasst, gelogen und was weiß ich noch alles ...... hab ich in der Hoffnung das dieser mein Traum endlich mal aufhört. Auch das Verlachen half nie wirklich. Das einzige was mich vor dem offensichtlichen Wahnsinn bewahrt ist meine Fähigkeit, mittels eines eisernen Verstandes so zu tun als wäre alles in Ordnung. Gnadenloser Selbstbetrug ...... hilft auch nicht weiter.

Aber in mir brennt ein Feuer, nein es lodert verzehrend, ich bekomme es nicht gelöscht, es bleibt wohl nur das WARTEN, warten auf (m)ein Wunder oder Warten auf den Tag, an dem es alles verzehrt hat und die Leere endlich eintritt.

Ja, ich bin ein ganz gewöhnlicher Blödmann geblieben, obwohl ich von allen Extremen genascht hab um dieser „emotionalen Falle" zu entgehen und genau weiß das dieser Glaube an etwas, das vielleicht immer nur Illusion war, mich ruiniert, kann ich ihn mir doch nicht aus dem Kopfe prügeln.

Ja ...... so sehen Wahrheiten oft aus, nix Grandioses, nur der vergebliche Wille den gewöhnlichen Fallen, denen die Fehlkonstruktion menschlichen Seins unterworfen ist zu entgehen.

Was solls, morgen ist auch nicht besser und ein Leben dauert halt echt lange. Ich hab nicht darum gebeten geboren zu werden, ich hab die Jahrzehnte so gut wie es mir gelang hinter mich gebracht, ich werd die Zeit die mir noch bleibt auch irgendwie mit der Illusion etwas Sinnvolles zu tun verplempern ....... sinnlose Narretei ist das woran ein vernunftbegabtes Wesen sich am Ende erinnern wird.

So............. genug gejammert! Ablenkung tut not und keine Sorge, mein Wille zu leben ist ähnlich eisern wie mein Glaube an die Möglichkeit des glücksseligen Daseins.

Die Wahrheit ist der Glaube an

Lug und Trug

 

In jedem von uns steckt ein Mensch, man muß ihn nur herauslassen.M. Beltz  

 

13.06.2013 um 14:34 Uhr

Vom Schein zu Sein

Realität ist das was nicht verschwindet wenn man aufhört daran zu glauben. 

Was recht schnell verschwindet wenn man den Glauben daran verliert ist die menschliche Individualität. Denkt man über dieses Thema nach, kommt man ohne sich grossartig zu bemühen zu folgender Einsicht:

Wir sind keine Individuen, wir sind Teil eines einzigen Kollektives, aber wir sind so konstruiert, das wir ständig voneinander getrennt zu sein scheinen. Die Illusion von Raum und Zeit, die unser Denken beherrscht ist der Mechanismus der dies ermöglicht.

Somit wäre die Einsicht, Jeder ist seines Nächsten Eigentum und seine Aufgabe ist es ihm von Nutzen zu sein ein sinnvoller Ansatz für ein gelungenes Leben. 

Aber, mein Leben besteht aus einer langen Kette misslungener Versuche dem gerecht zu werden, denn alles ist in Bewegung, nichts ist wie es scheint, keinesfalls unvergänglich und endet letztlich sowieso irgendwie unbefriedigend, also anders als vorgestellt, weil es uns nicht möglich ist als ihr Bestandteil  die Beharrungskräfte der Masse zu überwinden. Es scheint mir ja nicht mal möglich zu sein, eine dauerhafte Beziehung zu der Frau meines Herzens aufrecht zu erhalten, die Beiden gerecht wird. Hier könnte man, der Vollständigkeit halber noch erwähnen, das der Mensch, der in dieser Masse (=Gesellschaft) exsistiert, dem Menschen kein Bruder, sondern ein Wolf ist.

Ich? ....... lass mich dadurch nicht wirklich irritieren und bastel frohgemut an meinen Sonderprojeketen. Etwas anders zu machen als die Anderen, auch wenn es bei dem gescheiterten Versuch bleiben sollte, ist meine Weise eine scheinbare Exsistent als Individualist zu geniessen.

Wie pflegt mein Vater angesichts solcher Vergeblichkeit zu bekunden?

Wir bauen auf und reissen nieder,
so haben wir Arbeit immer wieder!

12.06.2013 um 16:49 Uhr

Schwert

 

ach ja, es kann auch ein Genuss sein das Schwert von der Wand zu nehmen und ein wenig damit rumzufuchteln. Ja, meine Geduld ist zu Ende, gutes Zureden und mäßiger Druck haben bei einigen Torfnasen nicht zu mehr Disziplin sondern zu Urlaub mittels gelbem Schein geführt. Ich hab mal wieder die Schnauze voll, wer nicht in meiner Mannschaft mitspielen will, sondern immer dem Team (Toll Ein Anderer Machts) Gedanken folgt wird ersetzt. Die Regeln sind erklärt, die Fettnäpfe aufgestellt, die Sinne der Denunzianten geschärft, die Spiele mögen beginnen. Es scheint mir gerade so, als hätte meine liebende Denkweise das Gegenteil des Gewünschten bewirkt. Es ist an der Zeit den Hass von der Leine zu lassen ........ Machiavelli ist hier ein unschlagbarer Ratgeber, auch wenn seine Schinken schon steinalt sind.

Und soll ich Euch mal etwas verraten?

Es macht mir immer noch einen Heidenspaß der eklige Dorn im faulen Fleische der Gierigen zu sein! Ich grins mir gerade ne dritte Schulter bei dem Gedanken an die zerknirschten Gesichter meiner Zielpersonen wenn ich ihnen die eklige Brühe serviere mit der sie uns allzulange abgespeist haben. Ach, ihr findet das schäbig? Iss mir egal, denn es handelt sich hier durchaus um asoziale Charaktere denen wir eine Chance gaben und das Gewitter kommt nach langer Ansage und ist für die Kollegen, die auch darunter leiden ein Segen.

11.06.2013 um 15:23 Uhr

Dumme Fragen

Liebe, wie ich sie zu verstehen gelernt habe, bedeutet loszulassen um den Anderen alle Freiheit einzuräumen die er braucht um frei und willig mit sich selbst und mir zu SEIN. Denn ein Mensch trägt alles in sich was er braucht. Denkt man darüber nach so gibt es lediglich ein sinnvolles Sein, das innerlich ausgeglichene. Glück hat man oder auch nicht, aber Zufriedenheit resultiert aus heiterer Gelassenheit, sozusagen der Abwesenheit der Angst etwas zu verlieren.

Warum hat es so lange gedauert bis ich das denken konnte? Emotional wusste ich das schon immer, aber die "Liebe" die mir begegnete, war meist übergriffig, besitzergreifend, regelwütig und ich irrte vor mich hin und versucht mich damit abzufinden von meiner Umwelt "geregelt" zu werden.

Und warum beziehen so viele Menschen ihren Selbstwert aus ihren besitzergreifenden Liebesbeziehungen? Ist es wirklich so trostlos in den anderen "inneren Welten"? Vorstellen kann ich mir das durchaus, wurde doch auch mir immer eingeredet das meine Denkweise korrigiert werden muß. Aber die geforderten Korrekturen führen bitteschön wohin? Trostlosigkeit scheint das Ergebnis dieses Weges zu sein. 

Aber......... mit Vernunft und Verstand betrachtet, was unterscheidet meine emotionale Intelligenz, die ich mein bisheriges Leben lang unterdrückte, weil nicht wahr sein darf was ich denke vom Paradies? War die Frucht vom Baume der Erkenntnis am Ende die Geburt der Eigensucht? Was bringt die Menschen dazu ständig andere zu ihrem Vergnügen zu verdrehen? Wer hat etwas von diesem blödsinnigem Gehabe? 

10.06.2013 um 13:00 Uhr

Einfach SEIN

Die Kunst des unbeschwerten Genusses besteht scheinbar darin

ES,

also den Fluss des Lebens,

einfach sein zu lassen

!

Genau dies werd ich diesen Sommer probieren, hemmungslos, wild, spielerisch und unbestimmt. Ich werd einfach aufhören zu mogeln, her mit dem Glück und willkommen Schmerz, der Du unweigerlich duch das Glück angelockt wirst.

Ich will mir dieses üble Gefühl, das die Enttäuschung fremder Ansprüche an meine Person emotional hinterlässt, diese tiefverwurzelte Trauer das das Gefühl des "Nichtgenügens" gegenüber von mir geliebten Personen in mir hervorruft herausprügeln, denn meine Erziehung machte mich zu einem "Fürsorger" und es ist immer die Tatsache, das mein SEIN den ANDEREN missfällt, die mir ein ungutes Gewissen einredet. NUR um EUCH vor dem was IHR nicht sehen wolltet zu bewahren habe ich gelogen und betrogen, habe meinen Verstand über meine Emotionen gestellt. Ich hab mich für Euch berechenbar gemacht um zu gefallen, die Trauer wurde dadurch zu meiner hervorgehobenen Stimmung, denn ich wusste immer wer sich von mir abwenden wird wenn alle Aspekte meines Seins offenbart sind!

Wer wird dann wohl noch mit mir sein wollen?

DAS

ist die wirklich spannende Frage, die es JETZT zu klären gilt

!!!!!

 

Ich gedenke bei diesem Spiel ALLES einzusetzen, zum ersten Mal seit langem bin ich bereit den höchsten Preis zu zahlen. Lieber in ehrlicher Einsamkeit verkommen als in resektabler Lüge zu verweilen.

Die Liebe, die ich großzügig verschenkte blieb scheinbar ohne ehrliche Gegenliebe, die Frau die ich wählte um mit ihr alt zu werden und die Familie der ich diene, waren sie je bereit mich in meinem ganzen Sein zu akzeptieren? Was passiert wenn ich diese (falsche?) Rücksichtnahme aufgebe? In ihren Augen bin ich böse, aber nur weil ich IMMER mehr wagte als sie verantworten wollen.

Aber keine Sorge, meine geliebten Angsthasen, ihr werdet mir nicht folgen müssen, diese Wege ging ich doch eh schon immer alleine.

Ja verehrte Leser, ich bin nur für Fremde anonym hier, ich weiß das ALLE die mir nahe sind das hier lesen werden.    

07.06.2013 um 11:47 Uhr

Trödelkönig

Heraklit: Fragment 52 (~500 v.Chr.) und Nietzsches Interpretation

Die Zeit ist ein spielendes Kind, das hin und her die Brettsteine setzt: Herrschaft des Kindes!“

„Ein Werden und Vergehen, ein Bauen und Zerstören ohne jede moralische Zurechnung in ewig gleicher Unschuld hat in dieser Welt allein das Spiel des Künstlers und des Kindes.“ (Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen, 7) 

Und weiter? War ich nicht schon immer eines jener spielenden Kinder? Wie schön war mein Leben, als ich noch der Trödelkönig war, unbeschwert von den moralischen Vorschriften der Außenwelt. Denn die Zeit ist nicht existent, sie fließt dahin im weiten Raum und warum soll man sich bewegen wenn der Raum immer und ewig um einen herumwirbelt?

Beschränkte Geister nehmen ihn, den Raum, als Hamsterrad wahr und rennen bis ihnen das Herz kollabiert, distanzierte Gemüter erkennen darin den rasenden Stillstand. Selbst Kleingeister wie Buddha und Jesus erahnten das sich durch Bewegung nichts ändert.

Wir leben mehrere Jahrtausende später und immer noch hat sich nichts wirklich verändert! Es floß viel Zeit dahin im Flusse der Leben, aber keiner scheint zu bemerken das es immer dieselbe bleibt, denn wir können den Raum der uns umgibt nicht verlassen und so will ich auf ein neues die Steine auf das Brett versetzen.

Die Angebote sind gemacht, wer wird annehmen, wer wird mit mir spielen?

Ich liebe eine Frau die erwachsen ist, S. die Ausschließlichkeit von mir erwartet und nicht aus ihrer Zwangsjacke heraus kann, es ist mir trotz eines Jahrzehntes reden und erklären nicht gelungen ihr klarzumachen was Leben wie ich es wahrnehme bedeutet, ich hab meinen Eigendünkel nahezu überwunden und mich dabei weit von ihr und meiner durch die Aussenwelt erzwungenen Persönlichkeit entfernt, zu weit wie ich nicht mehr fürchte sondern weiß. Lediglich mein Herz liegt noch bei ihr und mein Körper sehnt sich nach dem ihren, aber sie wird mir nicht folgen können, denn sie ist gefangen in ihrer Welt während in meiner Welt die Rückkehr des Königs bevorsteht. Eine scheinbar unüberwindbare Kluft und was bleibt mir anderes übrig als die getrennten Wege zu akzeptieren??? Es ist schön zu wissen das es jemanden gibt der dann doch nicht zu einem passt, aber ist das nicht normal? 

Das Kind ....... ist erwacht, der Trödelkönig übernimmt die Herrschaft über mein bewußtes Sein, es ist so einfach, so reich und schön zu verweilen und zu genießen. Rennt nur weiter ihr, die ihr vergessen habt was Leben wirklich ist. Ich verharre in Ruhe und sehe euch wieder und wieder an mir vorbeirennen von einem zum nächsten Ziel eilend und doch nicht vom Fleck kommend! Der ultimativen Befriedigung der Sinne hinterherhechelnd erkennt ihr nicht das es diese nie gab. Befriedigung und Zufriedenheit, auch Glück benannt, sind Erfindungen gieriger Zeitgenossen um fremdes Leben zu beherrschen, die Möhre vor der Nase des Esels.

Ich? ........ will nicht mehr mehr. Mein letzter Glaubenssatz: „Was ich haben will das krieg ich nicht und was ich kriegen kann gefällt mir nicht.“ ist weg. Ich bin frei, so frei wie ich es mir nie zu erträumen wagte. Ruhe und Frieden haben sich in mir breit gemacht und meine Zeit scheint still zu stehen und doch bin ich nicht gestorben. 

Wem darf ich dafür DANKEN? 

06.06.2013 um 11:18 Uhr

Argonauten

Stimmung: trollig

 

ach ja ....... es könnte so einfach SEIN, iss es aber nicht!!

Ich denke, die Idee mit einer „Argonautenfahrt" war nicht die schlechteste, aber es gibt heutzutage keine für mich moralisch akzeptable Helden mehr, wo also soll ich meine Gefährten rekrutieren?? Das Konzept gefällt allerdings, ich werd es vielleicht auf mein Geschäft anwenden und als „goldenes Fließ" kann ja auch ein dickes Bankkonto herhalten, obwohl ich durchaus der Meinung bin das jenes besagte Widderfell in Wahrheit eine Metapher für Opium ist und die Argonauten ein Haufen wahngeistiger Junkies waren. Geschichte wird mitunter etwas verklärt überliefert und wie man aus „inoffiziellen Studien" weiß sind die Führungskräfte unserer Unternehmen, also die Helden unserer Zeit, durchaus gut eingestellt. Die beziehen ihren Stoff kostengünstig beim nächsten Apotheker und sind auch ethisch weit von den alten Heroen entfernt.

Der griechische Name des weiblichen Helden lautet übrigens Heroin, so nannte Bayer im letzten Jahrhundert sein Opiumderivat das wunderbar gegen Kopfschmerzen half...... und wie man hört sind die ionischen Gebiete, heute zur Türkei gehörend, immer noch führend im Handel mit dem Zeug.

05.06.2013 um 16:21 Uhr

Die Hartnäckigkeit

der Schwachen hat grosse Macht. Es ist viel einfacher gegen die Starken zu bestehen.

01.06.2013 um 12:57 Uhr

Genuss

Es erscheint nicht einfach, einfach zu sein, dabei ist es gar nicht schwer wenn man einfach loslässt und einfach da ist.

Einfach ist so schwer wenn man Ziele verfolgt und so leicht, wenn einen der unbeschwerte, unbestimmte Genuss zufällt. Mein Ausflug mit in ferner Vergangenheit gekannter Menschen hat mir einen Irrtum offenbart. Es ist nicht notwendig irgendetwas zu wollen, es ist vielmehr die Abwesenheit des Wollens, der ein Leben verzaubert.

Wie lange werd ich diesen himmlichen Zustand geniessen dürfen?