Trollfutter

28.08.2017 um 18:27 Uhr

Glauben

Wann und wo wurde Gott jemals ausserhalb subjektiver, menschlicher Phantasie gesehen??

Jeder darf, zumindest hier im (noch) freien Westeuropa, Glauben was er will, aber Glaube bleibt Glaube.

Ich für meinen Teil GLAUBE an gar NICHTS und ich darf das, denn es ist eines meiner Grundrechte!!!

Natürlich kann ich irren, aber wer irrt nicht? 

Jene die ihren Glauben mit Macht beschreien sind zumindest mir zutiefst suspekt! 

Wer Recht hat, dem wird Recht gegeben, ohne missionierende Gewalttaten! Und ich erwähne hier auch ausdrücklich jene Christen, die vor Jahrhunderten Andersgläubige dahinschlachteten.

Warum denken so wenige nach? Warum diese ganze Intoleranz? Wir sind Menschen, kleine nichtwissende, mit minimaler Vernunft begabte Wesen. Wir können glauben was wir sehen, hören und erfahren. Nicht mehr und nicht weniger. Der Glaubensstreit kommt mir persönlich absolut irrwitzig vor. Da wird um Bärte von Propheten gestritten die seit Jahrhunderten nix mehr sagen weil sie tot sind. Und das schlimmste, ALLE haben RECHT und wollen ihre NÄCHSTEN von der einzig wahren Wahrheit überzeugen. Dabei lehrten schon vor 2.500 Jahren griechische Philosophen, insbesondere Skeptiker und Sophisten, dass die Wahrheit die Erfindung eines Lügners ist.

Ich persönlich konnte nie an einen Gott glauben, der mir in seinem ersten Gebot 

Das 1. Gebot

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben.

befiehlt ihm zu gehorschen und gleichzeitig einräumt, dass es noch andere Götter gibt an die man, also auch IHR, glauben könntet.

Etwas mehr Toleranz schadet definitiv NIEMANDEM. Darum ist auch in unserem Grundgesetz ein Grundrecht auf Glaubensfreiheit verankert.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 29.08.2017 um 09:37 Uhr:Zunächst einmal: Ich teile Deine Einstellung voll und ganz.
    Wobei ich jedoch der Meinung bin, dass nicht der Glaube das Kernproblem ist sondern vielmehr die Religion, die sich anmaßt, Glaube zum Gesetz erheben zu können und zu müssen.

    Im Übrigen halte ich mich selbst durchaus für einen gläubigen Menschen - und zwar ohne jeden Gott oder andere höhere Mächte, einmal abgesehen von den Naturgesetzen (den erkannten und noch unerkannten). Gläubig sehe ich mich in dem Sinne, dass ich mir bewusstes Unwissen mit Gedanken fülle, die mir eine gewisse Sicherheit in meinem Handeln geben.
    Verstehst Du, was ich meine? Das menschliche Wissen ist begrenzt, aber von vielem, was über dieses Wissen hinausgeht, haben wir eine vage Vorstellung, und eben diese Vorstellung ist der Glaube - völlig individuell, kein bisschen dogmatisch und in jeder Richtung flexibel.
  2. zitierenSweetFreedom schreibt am 29.08.2017 um 15:35 Uhr:Sehr gut geschrieben, Z., und sehr gutes Argument (das mit den anderen Göttern), Graf, das ich so noch nirgendwo gelesen hatte, dabei ist es wirklich logisch.
    Sonnigen Gruß
    S.F.

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