Dinge, die du sagen wolltest, von denen du keins mehr wusstest.

04.09.2006 um 21:44 Uhr

Wellen wogen wiegend

Ach, was schreibe ich...wen interessiert schon die Schilderung eines Alltags eines Fremden.
Erschreckend finde ich, mit Unzulänglichkeiten anderer kon frontiert zu werden. Wie kann man nur so charakterschwach sein. Angeblich stelle ich ja zu hohe Ansprüche, aber ich bin immer wieder sehr erschrocken, wie unreflektiert die Leute um mich herum sind. Heutzutage denkt man eben nicht mehr nach über sich. Meistens wird es wohl zu anstrengend oder gar schmerzend, deswegen schaltet man gerne lieber schnell um, so wie man es mit seinem Fernsehprogramm tut. Das Leben als Dauerfernsehn. Ich möchte auch umschlaten, aber leider ist meine Fernbedienung defekt. Es ist mir nicht mehr möglich, dauerhaft wegzusehn, weder bei mir noch bei anderen Menschen. Tut mir leid, wenn ich manchmal zu genau hinsehe und schneller entdecke, was bei euch los ist als ihr...dafür bin ich bei mir selbst langsamer, seid beruhigt.
Traurig macht mich, dass es sich dabei so einsam anfühlt, mit euch zu leben...um euch herum zu leben und zu sehen, wie oft ihr euch und somit mich anlügt. Das Wiegen in Sicherheit mag beruhigend sein für die, die sich noch diesen Wogen hingeben können. Für die, die es erkennen ist es unerträglich.

26.08.2006 um 14:57 Uhr

Weisheit

Nicht der ist tot, der gestorben ist;
tot ist der, der vergessen ist.

Quelle : Inschrift auf dem Engesohdener Friedhof in Hannover

26.08.2006 um 14:30 Uhr

Lügen

Wir reden uns oft unsere eigenen Lügen ein, um uns nicht Lügen strafen zu müssen und täuschen uns selbst, um die andern zu täuschen.
Luc de Clapiers Vauvenargues, (1715 - 1747), Marquis de, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

26.08.2006 um 12:14 Uhr

Update

Derweil habe ich das Outfit meines Blogs ein wenig verändert und eine Bücherliste hinzugefügt. Ausserdem habe ich kalte Füße.
Kalte Füße

25.08.2006 um 12:07 Uhr

Ist uns nicht allen ein bisschen schwindelig?

Ich stecke mittendrin.
Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.
Mittendrin in der Krise und mittendrin unter lauter anderen Menschen mit Krisen.
Alle kreisen mit Krisen kreisend kriselnd umeinander.
Schöner Gedanke, so gemeinsam einsam zu sein.
Schade nur, dass man sich vor lauter Schwindel nicht mal ansehn kann dabei.

19.08.2006 um 20:54 Uhr

Männerskulpturen

Als Bildhauer hätte ich beim Anblick dieser Skulptur, der ich in den letzten Wochen immer wieder gegenüber gestanden habe, glatter Bockmist - Fehlkonstruktion - völlig widersprüchlich in sich und absolut disharmonisch.
Nun ja, besagtes Objekt, ein Arbeitskollege, beim ersten Anblick wirklich schön anzusehen, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als absolutes Unkonstrukt.
Alter: 29
Familienstand: ledig, aber bald ungewollt werdender Vater
Herkunft: polnisch und christlich erzogen
Beruf: frisch gebügelter Diplom Architekt und nun arbeitsausweichend in einem Call Center tätig
Art: sehr introvertiert, ruhig, besticht durch Augen und lächeln, redet mit keinem Kollegen
....mit keinem? Falsch. Faktisch völlig falsch sogar, flirten ist alles andere als unkommunikativ!
Hat aber absolut nix zu sagen. Natürlich nicht. Körperliche Bekundungen per mail waren selbstverständlich rein freundschaftlich und wir waren natürlich auch nur essen, weil der Körper irgendwann Hunger hat und gefüttert werden muss.
Natürlich.
Aber sicher doch.
Und selbstverständlich ist er vollkommen glücklich in seiner Beziehung.
Als werdender Vater, frisch gebackender Architekt ohne Job und Freund einer schlecht verdienenden und sicherlich cerebral äußerst stimulierenden Arzthelferin MUSS man doch glücklich sein.
Es darf nur keiner sehn.
Genau deswegen sehen wir auch immer möglichst deprimiert aus und völlig am Ende. Es ist besser, wenn andere sich nicht am eigenen Glück laben können. Und dass nur dann ein Strahlen auftaucht, wenn ich in der Nähe bin, ist sicherlich reines Täuschungsmanöver...
Wer sich sowas hat einfallen lassen, sollte mal einen Therapeuten besuchen. Nur mal Hallo sagen. Die Innenarchitektur bewundern.

19.08.2006 um 20:44 Uhr

Es ist wieder da... das große Kotzen

Oh...
OOOOH!
OOOOOOOHHHHH!!!!
Das gibt's ja nicht! Dat jibbet ja joa nit! Ich erreiche doch in der Tat meinen eigenen Blog wieder - und das erst nach über einer Woche Abstinenz.
Nicht, dass ich ihn schon vermisst hätte, schließlich schreibe ich kein Tagebuch, aber manchmal muss ich einfach mentalen Dünnschiss von mir geben, um dieses unselige Input von Außen wieder auszukotzen.
Sorry, aber meine Fäkalsprache hat sich in einer Woche natürlich auch nicht verdünnisiert.
Meine Güte...ich muss es erst mal verdauen, dass ich jetzt tatsächlich wieder lostippen kann.
Verdauen. Magenblubbern. Frustfressen. Göbeln oder Abführen.
Sowas soll's ja geben. Adipositas und Bulimiker können da Lieder zusammen trällern.
Ich kann nicht gut singen.
Pfeifen vielleicht.
So eine leichte, fröhliche Melodie zur Hintergrundgeräuschkulisse von Essgestörten.
Man soll mal nicht meinen, das hätte keine sozialen Aspekte. Wir könnten eine neue Combo aufmachen und zu Weltstars werden. Was denn?!! Stefan Mors oder wie der heißt hat das auch geschafft, obwohl er nix konnte. Ausserdem...wenn man gut fangen kann, gibt's immerhin Tomaten, Eier und Schlüpfer umsonst.
Ha! Jetzt weiß ich, dass ich zum Überlebenskünstler geboren wurde.

09.08.2006 um 19:35 Uhr

Übersetzung

Der Begriff "Freundschaft" findet im Indianischen den schönsten Ausdruck:
 
"Einer, der meine Sorgen auf seinem Rücken trägt."

09.08.2006 um 19:31 Uhr

Weise Worte

Es soll so sein, dass wir die falschen Menschen treffen,
bevor wir dem richtigen begegnen, so dass wir, wenn wir endlich die richtige Person getroffen haben, dankbar sind für dieses Geschenk.
 
Es ist wahr, dass wir nicht schätzen, was wir haben, bis wir es verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es uns begegnet. Wenn die Türe des Glückes sich schließt, öffnet sich eine Neue, aber wir starren so lange auf die verschlossene Pforte, dass wir das für uns neu geöffnete Tor nicht sehen.
 
Der beste Freund ist der Freund, mit dem du auf der Veranda in einer Schaukel wippst, ohne ein Wort zu sprechen, und wenn du gehst, das Gefühl hast, dass dies die beste Unterhaltung war, die du jemals geführt hast.
 
Suche nicht nach Schönheit; sie ist trügerisch.
Suche nicht nach Reichtum; er ist vergänglich.
 
Suche jemanden, der dich zum Lächeln bringt, denn es braucht nur ein Lächeln um einen scheinbar dunklen Tag zu erhellen.
 
Finde denjenigen, der dein Herz zum Lächeln bringt.

09.08.2006 um 12:45 Uhr

Das Menue

Als Vorspeise:
 
Glasierte Blicke
in erwachenden Gedanken
mit süffisantem Lächeln
angerichtet
auf einem Spiegel
der Ahnung
 
 Die Suppe :
 
Das Rinnsal
der Lüsternheit
aufgefangen
legiert
und
im Nabel
der Gier
serviert
.
 
Der Hauptgang:
 
 
Fixierte Hände
mit den festen Bandagen
der Inbrunst
 
Gefesselte Schenkel
mit den Tropfen
des heißen
Begehrens
erhitzt mit der
Flamme
der
Unendlichkeit
 
Verbundene Augen
gratiniert
mit
Ungewissheit
verfeinert
mit
Zärtlichkeit
 
Inferno
von
zuckenden
Lenden
im Mantel
des fallenlassens
umlegt
mit grenzenlosem
Vertrauen
 
Das Dessert:
 
Entblößte
 rote
geschwollene
Feigen
im Saft
der Lüsternheit
mit
angeschlagener Sahne
angerichtet
an
 den Blättern
der Entspannung