Tiergeschichten

20.04.2008 um 01:58 Uhr

Junghund-Alarm

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Border-Collie-Familientreffen 

Da haben wir uns für das Familientreffen von Mama Cora, Papa Felix und ihrer Kinderschar ausgerechnet den völlig verregneten zwischen zwei schönen Tagen ausgesucht. Naja, den Hunden war es egal, und sie waren ja das wichtigste. Leider konnten nicht alle kommen. Von den fünfen kamen die drei jungen Damen Luna, Cora (früher: Fey) und Samira (früher: Claire). Die Jungs konnten nicht kommen, aber das wird sicher nachgeholt.

Die jungen Herrschaften sind nun sieben Monate alt, und Luna - frühreif wie die Mama - ist bereits läufig geworden. Da Hunden irgendwelche verwandtschaftlichen Verhältnisse völlig schnuppe sind, musste Papa Felix an die Leine... fast wäre es schon passiert... er beschnupperte seine Tochter hinten, sie schob die Rute beiseite und hätte wohl nichts dagegen gehabt. Nach dem Spaziergang musste Felix dann im Auto bleiben, und die junge Schar durfte im Garten spielen. Hier ist das photografische Who is Who bzw. Who was Who:

Luna-Baby

Aus Baby Luna...

Luna - 7 Monate alt
 

...wurde eine schicke Hündin, die ihrem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten ist und ihm auch von der Art her recht ähnlich ist. Sie ist ein Schwarzwaldmädel geworden und lebt mit einer neunjährigen, sehr lieben Border-Hündin namens Lee zusammen, die ihr viel beibringt.

 ***

Baby Fey 

Aus Baby Fey...

Fey - Cora

wurde diese hübsche junge Dame, die jetzt den namen ihrer Mutter trägt, "Cora". Tatsächlich sieht sie ihrer Mutter sehr sehr ähnlich und ähnelt ihr auch vom Charakter her. Sie ist zurückhaltender als ihre Schwester Luna, vorsichtiger, ganz die Mama eben.

***

Baby Claire
 

Baby Claire...

Claire - Samira
 

trägt nun den Namen Samira und ist eine zwar sehr schlanke, aber doch stattliche junge Dame geworden. Dass sie mal das dickste und schwerste Baby war, sieht man ihr nicht mehr an, aber sie hat immer noch einen großen Kopf, wie ihr Papa... ob sie wohl auch so ein Dickkopf ist?! :-)

Es war trotz des Regens ein sehr schönes Treffen und wir freuen uns schon darauf, wenn die Jungs Bonjuk und Sam zu Besuch kommen!

17.10.2007 um 20:45 Uhr

Welpix-Alarm II

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Neue Bilder vom zuckersüßen und inzwischen sechseinhalb Wochen alten Nachwuchs, der immer noch nach lieben, hundeerfahrenen Zweibeinern sucht. Sie sind gesund, fröhlich, aktiv und wunderhübsch. Kann auch nicht anders sein, bei *den* Eltern! Papa Felix ist hier im Blog ja schon oft genug abgebildet worden. Schaut mal, hier ist Mama Cora... in die kann man sich doch wirklich verlieben, oder?! Sie ist eine ruhige und sehr verschmuste Hündin mit seidenweichem Fell und richtigen Seelenaugen:

Cora 

Und hier kommt nacheinander der Nachwuchs, Ladys first:

Luna

Hier ist Luna, die zwar nicht unbedingt im Aussehen, jedoch vermutlich im Wesen ihrer Mutter am ähnlichsten ist... sie ist eher ruhig, aber dennoch ein fröhliches Mädele, genau wie alle ihre Geschwister.

Claire

Hier die "bunte" Claire... nicht nur tricolor, sondern auch mit einem braunen und einem strahlend blauen Auge bestückt. Sie hat es faustdick hinter den kleinen Öhrchen, ist sehr aktiv und ganz schön tough... Sie wagt es, aus dem Napf ihrer Mutter zu fressen, auch wenn diese knurrt!

Fey 

Und hier ist "Zartbitter"... Die kleine heißt Fey und wirkt so süß wie Vollmilchschokolade... ist jedoch "zartbitter" in dem Sinne, dass sie auch ganz schön tough ist, man ihr das aber im Gegensatz zu Claire nicht ansieht und nicht zutraut. Sie sieht so brav und sittsam aus... dabei zerrt sie schon an Hosenbeinen und T-Shirts herum und verbeißt sich in langen Menschenhaaren... autsch!

Und hier kommen die Buben:

Bonjuk 

Das ist Bonjuk (ich hoffe, es liegt keine Verwechslung vor, bei dem vielen schwarz-weißen Gewusel, Christine, hilf mir, falls ich mich täusche), dessen Name im Türkischen ein Glücksbringer ist. Er ist ein aufgeweckter, aktiver kleiner Mann.

Und last but not least, mein persönlicher Favorit (außer Claire):

Sam 

Das ist die wirkliche Vollmilchschokolade, ein sehr lieber Kerl mit dem schönen Namen Sam. Er ist nicht weniger aufgeweckt als die anderen, aber nicht ganz so frech wie Bonjuk, Fey oder Claire. Allerdings hab ich auch mal gesehen, wie er Claire am Fell gepackt und versuchsweise geschüttelt hat... also was ich hier an Wesenszügen aufschreibe kann sich in diesem Alter noch täglich ändern! :-) 

Liebe Christine, Du kannst mich in allem, was ich hier zum Besten gebe, noch korrigieren... Du weißt es besser! 

09.10.2007 um 21:34 Uhr

Welpix-Alarm!

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Cora und Felix' Nachwuchs wächst und gedeiht!!

Die Süßen sind nun viereinhalb Wochen alt!!!

Welpixe1

Hier sind Claire (mit verschiedenfarbigen Augen) und Sam, beide trikolor.

Welpixe2

Weiter geht's mit Luna, dem süßen Mäuschen.

Welpixe3

Bonjuk teilt sich der Welt mit!

Welpixe4

Sehr fotogen: Bonjuk und Fey (die ihrer Mutter am ähnlichsten ist)

Welpixe5

Hier der süße Sam nochmal, mit seinen braunen Augenbrauen und Bäckchen...

Jeder weitere Besuch unsererseits (wir sind für die, die es noch nicht wissen, die Zweibeiner von Felix, welcher der stolze Vater ist) bei den Welpixen ist für uns nun höchst gefährlich, wie man sicher leicht nachvollziehen kann... Felix und Tim beschäftigen uns genug! Doch kann da jemand nein sagen, bei diesen süßen Zwergen??!!

Wer Ahnung von Hunden, insbesondere von Border-Collies hat, und Interesse an einem der süßen Welpen hat, kann sich bei mir per PN melden!

10.09.2007 um 16:08 Uhr

Vaterfreuden...

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Felix ist Papa geworden!

Am Freitag, den 7. September 2007, ist Felix zum zweiten Mal Vater geworden! Hier ist die liebevolle hübsche Mama Cora mit ihrem Nachwuchs:

Cora&Babys 

Es war eine recht anstrengende Geburt, sowohl für Cora als auch für ihr Frauchen, die die ganze Nacht bei Cora saß, weil die Wehen nicht stark genug waren...

Nachdem Frauchen Kalzium als Wehenhilfe gegeben hatte, brachte Cora leider als erstes Baby einen toten Rüden zur Welt. Danach kam ein gesundes Mädchen, und danach noch ein ebenso gesundes Bübchen... dann nichts mehr. Doch der Bauch war immer noch so dick! Frauchen wunderte sich und vorsichtshalber wurde Cora in die Tierklinik gefahren. Und tatsächlich... es waren noch drei quietschfidele Babys in Coras Bauch, die per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickten... Das Foto wurde zwei Tage später, am Sonntag, den 9. September, aufgenommen, da hatte sie sich, wie man sieht, schon wieder recht gut erholt.

Cora ist wie gesagt eine sehr liebevolle Mama, die sich rührend um ihre Kleinen kümmert. Und sie hat so viel Vertrauen zu ihren Zweibeinern, dass sie zwar genau aufpasst, wenn diese eines von den Kleinen herausnehmen, aber sie hat keinen Stress dabei.

Im Garten brachten wir dann Cora noch einmal mit dem Vater ihrer Babys zusammen. Felix war begeistert, sie wiederzusehen, wedelte heftigst mit dem Schwanz und umtanzte sie. Doch jetzt erhielt er eine ordentliche Abfuhr! Er hat ja seine Schuldigkeit getan und wird jetzt vorläufig nicht mehr gebraucht!

Wer dies hier liest und Interesse an und Liebe für Border Collies hat und einen Welpen haben möchte, kann sich bei uns melden. Die Kleinen haben keine Papiere, stammen aber von sehr guten Hunden ab. Wer immer sich meldet, sollte wirklich wissen, was ein Border Collie ist, denn diese Rasse ist recht anspruchsvoll. An Hundeanfänger möchten Coras Besitzer sie nicht abgeben, sondern an Leute, die aktiv genug sind, um einem Border Collie optimale Bedingungen zu gewähren.

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Nun ist unser Felix also schon zwölffacher Vater! Im vorigen Jahr - Mitten im Weltmeistersommer - hat sich eine andere hübsche Hundedame, die zufälligerweise ebenfalls den Namen Cora trägt, mit Felix ins Gebüsch verkrümelt...

Baby

und acht Wochen später gab es sieben süße Mischlingswelpen. Dieser ist einer davon. 
 

04.09.2007 um 13:11 Uhr

Unser Tim

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Es ist immer gut,
einen Tim in der Nähe zu haben

Tim - auch genannt Timmy, Schlimm, Schlimmibu, Timbu - ist ein wunderbarer Freund, ein Tröster in Zeiten der Trauer oder der Krankheit, einfach ein riesengroßer Schatz. Als seine Laika gestorben war, da tröstete er mich. Er lag die halbe Nacht bei mir, und „hielt meine Hand"... tatsächlich, er legte seine Pfote in meine Hand, und so schliefen wir ein... Als ich aufwachte, lag Tims Pfote immer noch in meiner Hand.

Tim Tim-Seele

Tim kam zu uns, als wir ein Jahr lang nur mit Laika alleine waren. Laikas Gefährte war bis dahin Max gewesen, der ganz plötzlich eines Sonntag morgens starb... im Wald einfach umfiel und starb. Ein Jahr lang waren wir dann mit Laika allein, wollten gar keinen zweiten Hund mehr zu uns holen... doch Laika hatte genug vom Alleinsein mit uns. Ein Jahr war gut gewesen... sie hatte es genossen, unser alleiniger Mittelpunkt zu sein und unsere Aufmerksamkeit mit keinem anderen teilen zu müssen, weder mit Max noch mit irgendeinem Pflegehund. Doch jetzt vermisste sie einen vierbeinigen Gefährten... sie wurde traurig, scheinbar müde, unlustig, hatte keinen Appetit mehr. Wir kamen gar nicht auf die Idee, dass sie krank sein könnte, sondern es war irgendwie gleich klar, was Laikas Wunsch und Bitte war: einen neuen Freund zu haben.

Wie Tim dann zu uns kam, ist schon im Nachruf an Laika „Laikas Geburtstag - Unser Baby" in diesem Blog beschrieben. Er passte perfekt zu uns und zu Laika und fühlte sich vom ersten Tag an bei uns sehr wohl. Einige Wochen, nachdem wir ihn zu uns geholt hatten, kehrten wir noch einmal zu dem Heim zurück, wo er gewesen war, um den Leuten dort zu zeigen, dass es ihm gut geht. Als wir die Autotüre öffneten, stieg er aus, sprang über den fast zwei Meter hohen Zaun in den Garten des Hauses, begrüßte seine ehemaligen Kumpels, sah sich dann aber ein wenig ängstlich um, ob wir noch da seien, sprang schnell zurück und mit einem Satz ins Auto. Der Mann aus dem Heim freute sich. Tim hatte hiermit gezeigt, dass er sich hier wohlgefühlt hatte, aber auch deutlich gemacht, dass er jetzt zu uns gehörte. So sollte es sein.

Tim Tim ruht

Es war offensichtlich, dass Tim sehr streng erzogen worden war... einerseits folgte er sehr gut, andererseits gab es Situationen, in denen er völlig verspannte, wenn er ein Kommando bekam, und es nicht ausführen konnte. Wir gingen dazu über, nicht mehr streng oder laut „Platz!", sondern mit freundlicher, sanfter und leiserer Stimme: „Leg dich hin" zu sagen. Das half. Er blieb locker und konnte sich hinlegen.

Bis heute müssen wir vorsichtig sein, wenn wir Männern auf der Straße begegnen... bei manchen bekommt Tim einen komischen Blick und dann müssen wir ihn eng zu uns holen, weil es dann sein könnte, dass er zuschnappt. Von der Optik her kann man keine Schlüsse ziehen, welche Männer Tim nicht mag... vielleicht ist es ein bestimmter Geruch. Das können wir leider nicht nachvollziehen. So müssen wir eben immer darauf achten, wie Tim schaut und ob er verspannt. Von den Männern, die wir kennen und die Tim nicht mag, stellte sich im Nachhinein immer heraus, dass sie in irgendeiner Weise nicht ganz „in Ordnung" waren... aber dazu wollen wir lieber nichts weiter sagen...

Wir machten in unserem Wohnmobil eine lange schöne Reise durch Frankreich und Italien. An einem Stück Strand in der Nähe von Venedig parkten wir das Wohnmobil und gingen an den Strand. Nach einer Weile merkte mein Mann, dass er etwas vergessen hatte und wollte zurückgehen. Er fragte Tim, ob er ihn begleiten wolle, und Tim wollte! Und wie er wollte, er sprang weit voraus, so dass mein Mann schon nicht mehr nachkam, und auf Rufen reagierte Tim nicht. Dann hörte mein Mann Tims Gebell... und als er am Parkplatz ankam sah er Tim „breitbeinig" dastehen... Das Schloss der Beifahrertüre war aufgebrochen und die Scheibe kaputt... es fehlte jedoch nichts. Tim war rechtzeitig gekommen und hatte die Diebe in die Flucht geschlagen.

Tim 

Der Philosoph

Als wir das einem Freund von uns erzählten, lachte er und sagte: „Es ist immer gut, einen Tim in der Nähe zu haben!" Das ist seither bei uns ein geflügeltes Wort und vor allem auch ein wahres Wort! Dazu gibt es noch eine Begebenheit zu erzählen, wo Tim seinen Beschützerinstinkt auslebte:

Wir lebten fünf Jahre lang in einem kleinen Ort bei Potsdam, und ganz in der Nähe unseres Hauses war ein Lager für die polnischen Erntehelfer. Es war gerade die Zeit der Spargelernte, und das Lager war voll belegt. Da hörten wir des nachts jemanden an unserem Balkon. Mein Mann ging mit Tim hinaus und schaute, was los war. Einer der Polen stand betrunken und blutend vor ihm und versuchte ihm irgendetwas zu erklären, er sprach jedoch überhaupt kein Deutsch. Tim stand wie ein Fels in der Brandung vor seinem Herrchen und fixierte den Betrunkenen, so dass dieser sich meinem Mann nicht nähern konnte. Einige Male versuchte er es - in welcher Absicht auch immer -, da ging Tim nach vorne und drohte. Mein Mann rief schließlich die Polizei. Es ging wohl um eine Schlägerei zwischen den betrunkenen Männern im Lager... Auf Tim ist Verlass, und offensichtlich kann er in solchen Situationen seinen Einsatz auch richtig dosieren... d.h. er beißt nur im Notfall zu, ganz im Gegensatz zu den Situationen, wenn er Männern begegnet, die ihn wohl an seine unschöne Vergangenheit erinnern... dann hat er solche Angst, dass er sogar von hinten zuschnappen würde.

Nachdem Laika über die Regenbogenbrücke gegangen war, dauerte es nicht lange, und Felix, der Glückliche, kam zu uns. Felix „passierte" uns einfach... es war unvermeidlich, dass er zu uns kam. Eigentlich war ich innerlich noch sehr zurückhaltend, was einen neuen Hund so kurz nach Laikas Tod betraf, und eigentlich wollten wir - wenn überhaupt - wieder eine Hündin... aber da war diese Griechin vom griechischen Restaurant, die uns vehement zum Nachbarshaus schickte, wo es „süße schwarz-weiße Hündchen" gab. Wie in Trance gingen wir hin und schauten... und dann geschahen die Dinge eben einfach, das kann man nicht mehr kontrollieren. Es waren nur noch zwei Rüden zu vergeben, keine Hündin. Und Felix hatte uns von Anfang an angeschaut. Und als wir das zweite Mal hinkamen, kam er sofort auf uns zugewatschelt... und das im Alter von 6 Wochen! Und er hörte beim dritten Mal schon auf den Namen Felix!

TimWacht Tim wacht

Tim kümmerte sich immer liebevoll um den Kleinen und tut es auch jetzt noch. Die beiden verbindet eine tiefe, liebevolle Freundschaft. Ihnen beim Spielen, Raufen und Schmusen zuzusehen ist die reinste Wonne... Schnauzenzärtlichkeiten werden ausgetauscht, wobei Felix brummt, als sei er „der Große"... das ist aber alles nur Mache... Wenn Tim nur einmal leise knurrt oder ihn scharf von der Seite anschaut, kuscht er, wie sich das für einen jungen Kerl einem Alten gegenüber auch gehört.

Tim ist eine Seele von Hund, der auch im Altenheim immer für gute Stimmung sorgt. Er ist geduldig, lässt sich streicheln, geht zu allen Menschen hin, und selbst die, die sonst Angst vor Hunden haben, fürchten sich vor Tim nicht. Wir freuen uns sehr, seine Menschen sein zu dürfen.

30.08.2007 um 17:26 Uhr

Ein Stück Glück

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Felix, der Glückliche

Auch genannt: Zwock, Zwocki, Flixibu, Felitschele, Milchschnitte... uvm. Die Namen, die wir ihm spontan geben, sind so vielfältig wie er selbst. Was er immer ist und bleibt ist tatsächlich FELIX, der GLÜCKLICHE. Ich habe schon so einige eigene Hunde gehabt, viele Pflegehunde tage- und wochenweise versorgt, und viele andere Hunde kennengelernt... aber so einen immer fröhlichen Hund habe ich nie gesehen. Er hat einfach Spaß am Leben. Für ihn ist sinnvoll, was Spaß bringt.

Felix1

Was Spaß bringt ist: mit Menschen schmusen - und nicht nur mit Herrchen und Frauchen - nein, er liebt alle Menschen und schenkt allen dieselbe Aufmerksamkeit, wenn sie dies möchten und ihm ein Zeichen geben. Die Zeiten, wo er rücksichtslose Schmuse-Attacken unterschiedslos auf alle Menschen führte, sind jedoch vorbei. Er hat respektieren gelernt, dass nicht jeder Mensch „verschmust" ist...

Was noch Spaß bringt: mit seinem treuen, älteren Freund Tim zu spielen, hinreißende Schnauzenzärtlichkeiten mit ihm auszutauschen. Dieses Spiel - oder sozialer Austausch mit Tim (auch mit anderen Hunden) - ist so sehenswert, so lehrreich! Felix zeigt hier, wie reich sein Repertoire an Mimik und Gestik (Pfotik) ist. Wie er auch sonst in verschiedensten Lebenlagen immer wieder zeigt, was für eine riesige Bandbreite an verschiedenen Tönen und Melodien er hat, um verschiedene Dinge auszudrücken. Wenn er sich freut, wenn wir nach drei oder vier Stunden von der Arbeit nach Hause kommen, und noch etwas verschlafen ist, dann streckt er den Kopf weit nach vorne, wedelt mit dem Schwanz, spitzt die Schnauze (bei einem Menschen würde man sagen: er schürzt die Lippen), und dann kommt ein Ton von ganz unten heraus, der immer höher wird, und der größte Freude ausdrückt... leider kann man das gar nicht beschreiben, man muss es hören...

Felix gehorcht sehr gerne... allerdings möchte er den Sinn verstehen. Er will ständig kommunizieren. Ein reiner Befehlsempfänger wird er niemals sein, und das soll er auch nicht. Er fragt, wenn er nicht verstanden hat, worum es geht... und dann liegt es an mir, es ihm verständlich zu machen. Im Zweifelsfall - wenn Gefahr im Verzug liegt - muss ich meine Stimme nur genügend erheben, dann gehorcht er auch ohne eine Antwort von mir... aber natürlich gehe ich, wann immer ich kann, darauf ein, ihm zu erklären, welchen Sinn etwas hat. Wie gesagt: Sinn ist für ihn hauptsächlich Spaß.

Felix2

Es macht für ihn Sinn, macht ihm Spaß, Dinge zu suchen, zu finden und mir zu bringen... und nicht nur Gegenstände, sondern - und das gefällt ihm noch viel besser - auch Menschen. Wenn er Menschen suchen soll, ist er noch viel eifriger, noch begeisterter und auch ernsthafter bei der Sache. - Er hat Spaß daran, im Wasser zu plantschen und zu schwimmen, er hat Spaß daran, mit mir zu tanzen... ganz spontan, nicht nach einer vorgefertigten Choreographie... das wird ihm langweilig, dann beschwert er sich... wenn wir es aus dem Bauch heraus machen, dann ist es DAS, dann sind wir ganz tief miteinander verbunden, dann geben wir uns gegenseitig Impulse, was als nächstes kommt, und es ist ein harmonischer Fluss... es ist ein Geschenk, sich so mit ihm beschäftigen zu können!

Agility wird oft so sehr empfohlen für aktive Hunde - ist auch gut und schön für viele von ihnen. Nicht für Felix. Er mag sich, wie gesagt, nicht in etwas Vorgefertigtes hineinpressen lassen... es unterfordert ihn, dann fängt er an zu bellen und ungeduldig zu werden (das nennen manche Hundeleute „überdrehen"). Wir haben das akzeptiert und haben diese Sache abgebrochen...

Felix liebt jedoch Publikum! Am allerbesten tanzen wir, wenn Leute, die zufällig vorübergehen, stehen bleiben und zuschauen... dann macht Felix auch alle anderen Dinge, die er sonst ein wenig langweilige findet - wie „Bei-Fuß-Gehen" und alles, was mit „Obedience" zu tun hat überkorrekt und ohne zu bellen, so dass sie Leute immer sehr staunen. Wenn wir die Obedience-Dinge ohne Publikum machen, dann mault er... nach dem Motto: „Komm, lass uns lieber tanzen..!"

FelixTim

Mit Felix kann und sollte man in ganzen Sätzen sprechen... er versteht schon, was gemeint ist. Wenn wir ins Auto einsteigen setzt er sich manchmal auf den Beifahrersitz. Ich weiß jedoch, dass ihm nach kurzer Zeit auf der Fahrt schlecht wird, wenn er vorne sitzt. Bevor wir losfahren, sage ich dann zum Beispiel zu ihm: „Du Felix, ich glaube, es ist besser, Du setzt Dich gleich nach hinten." Er schaut mich an, mit diesem gewissen wissenden Blick, und springt nach hinten. So geht das...

Felix ist jetzt drei Jahre alt... mit eineinhalb Jahren hatte er seine Rambo-Phase, die uns einigermaßen zu schaffen machte. Border-Collies lernen vieles durch Nachahmen. Felix lernte auf der Hundewiese einen „Rambo" kennen, der alle terrorisierte und knurrend verfolgte. Die nächsten Wochen probierte er aus, was geschieht, wenn man als Rambo lebt. Ich bin bald verrückt geworden... hatte wirklich Angst, dass das bleibt und ich ihn immer an der Leine halten muss, womöglich ein Leben lang. Aber Borders sind kluge Hunde und Felix arbeitet und lebt wie gesagt nach dem Spaß-Prinzip. Er merkte nach einigen Wochen, dass sich dieses Verhalten nicht auszahlte... seine Stänkerei brachte ihm keine Freunde, im Gegenteil... und manche Hunde hatten Angst vor ihm. Das entspricht eigentlich gar nicht seinem Naturell, sich so aufzuführen... und so hörte von alleine wieder damit auf. Seither ist er ein sehr verträglicher, charmanter junger Mann, und nicht nur den Damen gegenüber, allseits beliebt.

Felix3

Aber die Hundedamen sind natürlich auch noch ein Extra-Kapitel. Er kehrt ganz den Gentleman heraus, umkreist die Damen mit hochgestellten Ohren, knufft sie vorsichtig in die Seite, schleckt ihnen mit weit vorgestrecktem Kopf die Ohren aus, geht dann wieder weg, tut so, als ob er irgendwas zu schnuppern hätte, beobachtet aus den Augenwinkeln weiterhin die Angebetete... nähert sich dann wieder... und macht sich auf diese Weise eben interessant. Fast alle wickelt er auf diese Weise um die Kralle... so dass sie dann mit ihm spielen und schmusen. Dass er bereits Vater ist und Anfang September wieder Vater wird, habe ich ja schon weiter unten erzählt... Wenn seine Kinder da sind, werde ich natürlich berichten.

Soviel für jetzt von Felix... man könnte noch viel mehr über ihn schreiben... Er ist ein wunderbarer Freund, der uns schon viel über Hunde und speziell über sich selbst gelehrt hat... uns sozusagen ganz gut „erzogen" hat...

06.08.2007 um 11:50 Uhr

Die Sinne der Katzen

von: QSol   Kategorie: Persönliche Geschichten

Ich glaube, dass Katzen mehr sehen und wahrnehmen als wir Menschen.

Ein gutes Beispiel ist der Kater, der die Nähe der sterbenden Menschen sucht. Unser zugelaufener Kater Schätzelein sieht auch mehr als wir. Die Geschichte, die ich nun aufschreibe, mag für die meisten Menschen unglaubwürdig erscheinen. Dennoch denke ich sie mir nicht aus, sie hat sich so zugetragen, wie ich sie hier aufschreibe.

Mein Vater starb vor über einem Jahr. Obwohl sein Körper nicht mehr ist, so ist seine Seele dennoch bei uns. Er besucht mich und auch meine Mutter (von der er geschieden war, die er aber bis zu seinem Tod und darüberhinaus liebte) in unregelmäßigen Abständen.

Zur Erklärung für Menschen, die solche Besuche nicht kennen: wir können ihn nicht sehen, wir fühlen seine Anwesenheit. Die Fähigkeit hierzu besitzen in meiner Familie ein paar Frauen.

Meine Großmutter hatte sie, meine Mutter hat diese Fähigkeit in ganz extremer Ausprägung und ich habe sie auch. Manchmal ist es ein Segen, manchmal ein Fluch.

Wir glauben, mein Vater besucht uns, weil er noch etwas auf dieser Welt zu erledigen hat. Erst danach kann er endgültig ins Licht gehen.

Um jetzt aber endlich die Kurve zu den Katzen zu bekommen: Letzte Woche fiel mir auf, dass kurz bevor ich und/oder meine Mutter die Anwesenheit meines Vaters spürten, Kater Schätzelein ganz aufmerkam wurde, sich aufrecht hinsetzte und einen bestimmten Punkt im Raum fixierte.

Dies war genau der Punkt, an dem wir meinen Vater fühlten. Diese Stelle im Raum ist ein wenig kälter als der Rest des Raumes. Zunächst dachten wir, es wäre ein Zufall.

Wir konnten die Veränderung in des Katerchens Ausdruck mehrmals feststellen. Einmal sogar, bevor wir selber etwas merkten.

Ich habe oft gedacht, dass Katzen mehr sehen können als wir, z. B. die Aura eines Menschen. Aber seit diesen Erlebnissen in der letzten Woche, bin ich mir sicher, dass sie "anders" sehen als wir Menschen mit unseren doch recht beschränkten Fähigkeiten.

Ich bin mir bewusst, dass viele Menschen das vorab Geschilderte als Schwachsinn und Produkt einer blühenden Phantasie abtun werden. Das ist in Ordnung so, ich möchte niemanden "überzeugen", ich habe die Geschichte nur aufgeschrieben; für mich, für Menschen, die es nachvollziehen können, für Menschen, die glauben können, mehr nicht!

29.07.2007 um 23:26 Uhr

Trost

Mein Freigänger-Kater mag keine Zärtlichkeiten...Er möchte bitteschön pünktlich sein Fressen, stets überall offene Türen und Zugang zu all seinen gemütlichen Lieblingsplätzchen- aber bitte kein Gekuschel!
Das war schon immer so- und auch wenn mir eigentlich der Sinn nach einer Schmusekatze stehen würde- ich liebe ihn so, wie er ist: ignorant, stolz, unabhängig und würdevoll.
Aber: zur Zeit krisengebeutelt und ziemlich traurig geschieht plötzlich sowas:
Phönix kommt in mein Zimmer, hüpft auf mein Bett, drückt sich ganz eng sich an mich- und ich darf sogar seinen Bauch streicheln.
Danke, Phönix- mein leiser, schnurrender Freund!!!

18.07.2007 um 20:39 Uhr

Flieg kleiner Mauersegler, flieg!!!!

von: Linky   Kategorie: Persönliche Geschichten   Stichwörter: Vogel, gefangen, freigelassen

Stimmung: Mitleid, Angst, Freude.

Diese Geschichte ist eben erst gerade passiert vor ca. 10. Minunten und zwar hat sie sich so zugetragen:

Wir, mein Ehemann und ich haben unser Schlafzimmer, genau unterm Dach, darüber ist nur noch der Dachboden, und das mit alten Ziegeln gedeckte Dach, in dem viele Nischen und Schlupflöcher für Vögel und sonstiges Getier ist.

Ich wollte gerade Wäsche ins Schlafzimmer reinbringen und hörte ein leises Rascheln und Schaben. Mmh, was war das, soll ich jetzt einfach die Dachbodenluke aufmachen, mich in sichere Position stellen und warten was passiert?

Mein Herz pochte, was ist da oben drin, eine Fledermaus, ein Waschbär oder ein Marder???

Dies alles ging mir durch den Kopf. Egal, ich mutig die Dackbodenluke aufgestoßen, ein Schritt zurück ins sichere Bad und rumpel, rumpel, flatter, flatter, Überraschung "ein kleiner süßer schwarzer Mauersegler"Fröhlich plumpste mir genau vor die Füße. Och, war der süüüüüüüß.

 Ich hin zu ihm, ihn ganz vorsichtig aufgehoben und ihn in meine Hand genommen, was klopfte sein Herz so stark, wie ein Trommelwirbel, ich war richtig ergriffen.

Ich nahm ihn und trug ihn vorsichtig raus in unseren Garten und setze ihn auf unser altes Gartenhäuschen.

Er zitterte und pumpte nur so vor sich hin. Ok. jetzt saß er erstmal auf dem Dach. Kann der eigentlich schon fliegen????? Sieht eigentlich schon ziemlich ausgewachsen aus und hat keine gelbe Ecken mehr am Schnabel, ist aber noch ein Jungtier.

Ok. ich ging wieder rein und beobachtete ihn erstmal von dem Fenster aus in der Hoffnung, daß er fortfliegen würde.

Nee, den Gefallen tat er mir nicht, kann der überhaupt fliegen???? Schon wieder diese Frage. Was mache ich mit ihm, wenn die Nacht kommt, ich kann ihn doch nicht auf dem Häuschen lassen, da holen ihn doch die 3 mageren Nachbarskatzen!!!!!Traurig

Naja los, erstmal ein Schälchen Wasser hinstellen und achja, hey ich habe ja zufällig Vogelfutter im Haus, da ich im Moment den Vogel meiner Schwiegermutter als Urlaubsgast habe, hey wie günstig ist das dennFröhlich.

Ich also glücklich mit Wasserschälchen und Vogelfutter bewaffnet hin zum Gartenhäusen, er saß noch da, sah aber irgendwie schon besser aus, als vor ein paar Minuten.

Also ganz vorsichtig, das Wasser  und Vogelfutter hinstellen und plötzlich.............................................................Ja,Free/Mauersegler..............................

Das ist der Dank, er kann fliegen...........................Fröhlichund weg war er. Ich stand da also!!! Weg war er.

Egal, ich freute mich riesig und beobachtete ihn wie er noch ein paar Runden flog und war glücklich.

Das sind Momente in einem Leben, die kann man manchmal garnicht beschreiben, schon garnicht, wie das kleine Vogelherzchen geklopft hat, es hat mich richtig tiefgehend berührt!!!

Danke, daß ich noch für solche Sachen empfänglich bin.

Alles Liebe

Maggie Linky M.

17.07.2007 um 16:53 Uhr

Pizza

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Diese hübsche Geschichte habe ich im Forum des WDR - "Tiere suchen ein Zuhause" gefunden. Ich konnte leider keinen Kontakt zur Verfasserin aufnehmen, da sie keine email-Adresse angegeben hat und der Beitrag auch schon einige Monate alt ist. Ich hoffe mal, dass sie, falls sie je hierher finden und ihre Geschichte wiedererkennen sollte, sich nicht ärgert, sondern freut und noch mehr so schöne Geschichten beisteuert.

Hallo, ich muß hier mal loswerden, was meine Hündin sich vor kurzem geleistet hat.

Sie hat gesehen, daß mein Mann unseren Katzen, wenn sie irgendein Futter nicht mögen, ihnen etwas anderes gibt (bei mir gibts das nicht, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt :-)). So hat sie angefangen, nichts mehr zu fressen, es könnte ja was besseres geben. Ich habe sie gelassen, wenn sie Hunger hat, wird sie schon fressen. Mein Mann hat alles versucht, hat ihr Leckerchen unter das Fressen gemischt (welches sie dann rausgefressen hat) und lauter solche Sachen. Gefressen hat sie trotzdem nicht. Das Ganze ging drei Tage lang so. Am dritten Tag habe ich abends Pizza geholt. Da sie die gerne frisst, hat sie sich schon einmal in Positur gesetzt. Ich habe angefangen zu essen, der Blick ging immer mit dem Stück Pizza mit. Nach einer Weile habe ich sie angeschaut und einfach nebenbei zu ihr gesagt: "Wenn du Pizza willst, musst Du erstmal dein Futter auffressen". Was macht Madame? Dreht sich um, geht in die Küche und frisst alles ratzeputz auf. Danach kam sie zurück und ich musste mit ihr in die Küche, damit ich sehe, daß sie auch aufgefressen hat. Mein Mann war ziemlich beleidigt und fühlt sich, glaube ich, von dem Tier etwas verkohlt.
Natürlich hat sie dann auch ein Stückchen Pizza bekommen und seitdem frisst sie auch wieder.
Ich fand daß so irre, daß ich das einmal aufschreiben wollte.

11.07.2007 um 20:05 Uhr

Das Mädchen...

Das Mädchen war vielleicht 5 Jahre alt- oder auch 6 -jedenfalls war sie schon alt genug um das Vertrauen zu Menschen verloren und die Liebe zu Tieren  verfeinert zu haben.
Urlaub auf dem Bauernhof- sie verbrachte all ihre Zeit in den Ställen. So entging sie den Erwachsenen und dem grellen Tageslicht- und fand die Kreaturen, die ihr wirklich nahe waren. Nichts furchteinflößendes- sondern Friede, Nähe, Weichheit.
Sie mochte den Geruch der Kälber und der Rinder und der Schweine und Pferde- und erst wenn sie abends gezwungenermaßen in das gemietete Zimmer der Eltern zurückkehrte wurde ihr durch die lieblose Reaktion der Mutter bewußt, dass sie für Menschennasen wohl unerträglich stank...
Sie nahm ihre bunten Bilderbücher mit ins Stroh, und las einem kranken Kälbchen erfundene Geschichten vor...
Irgendwann entdeckte sie die einzelne Kuh...Schnell kletterte sie mit ihrem Bilderbuch über das Gatter- und fragte sich, ob der eklige Ring durch die Nase denn nicht furchtbar schmerzen müsse...
Dann las sie der großen Kuh die Geschichte von dem Zauberdoktor vor...streichelte immer wieder tröstend über das etwas struppige Fell und freute sich über die zärtlichen Stupser des Rindes.
Plötzlich ein Schrei- und der furchteinflößende Bauer schrie ihr mit weit aufgerissenen Augen zu: "Beweg Dich nicht, Madel!!!"
Konnte sie auch gar nicht- in solch  einen Schrecken hatte sie der breitbeinig in Gummistifeln stehende wild fuchtelnde Berg von Mann versetzt.
Er sprang über den Zaun, nahm das für ihn anscheinend federleichte Kind,warf es blitzschnell über den Holzzaun und stand sekundenspäter auch außerhalb des Gatters.
Noch ganz außer Atem zerrte er die Kleine zu ihren Eltern, die sich gerade auf der Hotelterasse an einem Stück Erdbeerkuchen gütlich taten. "Ich hab Eurer Tochter das Leben gerettet- sie ist zu unserem  Bullen ins Gatter gestiegen..."
Von wegen das Leben gerettet...
Das kleine Mädchen ist heute kein kleines Mädchen mehr sondern eine lebenserfahrene, bodenständige  Frau. Und obwohl die verletzte verträumte Kinderseele irgendwann einer Kämpfernatur weichen mußte- noch heute ist sie davon überzeugt, dass der "gefährliche"Bulle ihre Geschichte vom Zauberdoktor, der Schmerzen und Einsamkeit wegzaubern konnte und all ihre Streicheleinheiten genoss-und nicht im Traum daran dachte, das kleine Kind zu verletzen...

04.07.2007 um 19:42 Uhr

Cora und Felix

von: Seren_a   Kategorie: Persönliche Geschichten

Felix auf Freierspfoten

Felix, seines Zeichens wunderhübscher und wunderkluger Border-Collie, dessen Herrchen und Frauchen zu sein wir die Ehre haben, wandelt wieder einmal auf Freierspfoten!

Er ist bereits achtfacher Vater. Wie dies geschah ist schnell erzählt: Wir befanden uns mit Felix und Tim im städtischen Hundefreilauf. Dort befand sich auch eine läufige Hündin. Weshalb ihr Frauchen sie in diesem Zustand ausgerechnet zum Hundefreilauf brachte, war mir nicht ganz klar, zumal sie eigentlich keine Babys wollte. Jedenfalls: Die beiden sahen sich und waren sich sofort einig, denn so schnell konnte man nicht schauen, wie sie im Gebüsch waren, und weiter sagen wir dazu nichts. Die Jungen sind alle prächtig und gesund.

Dieser Tage nun holte eine Frau ein Kohleportrait ab, das ich von den Border-Collies ihrer Mutter gemacht hatte und das sie ihr zum Geburtstag schenken wollte. Bei der Gelegenheit lernte sie auch unseren Felix kennen und fand ihn genauso wunderhübsch wie wir. Und da Cora, die Hündin ihrer Mutter, einmal Babys bekommen soll und sie gerade mitten in ihrer Läufigkeit ist, fragte sie, ob wir evtl. einverstanden wären, wenn Felix der Papa von Coras Babys würde. Ja, was soll man da dagegen haben... wenn die zwei sich mögen, gerne!

Heute war das erste Date der beiden, bei uns in den Weinbergen. Die zwei schauten sich an und wedelten. Und dann fing Felix an, zu werben, aber nicht aufdringlich, sondern sehr lieb, sehr charmant. Hochgestellte Ohren, Knapsen im Fell, Ohren-Schlecken, um sie Herumspringen, immer darauf bedacht, schnell wegzuspringen, wenn sie denn doch böse würde. Und Cora, selbst eine sehr hübsche Vertreterin ihrer Rasse, wedelte auch, legte sogar den Schwanz zur Seite, und schaute über die Schulter, was er jetzt machte. Und sie duldete sogar, dass er aufstieg. Es sah so aus, als ob... aber das war es noch nicht. Als er dann noch einen Anlauf machte, stieß sie ihn mit einem hohen Quietschen weg, jedoch nicht böse, sondern so ähnlich als wollte sie sagen: „Nicht so schnell, Junge!!" Die zwei mögen sich, man sieht es. Und sie lassen sich Zeit. Ist doch schön, nicht?

Morgen ist das zweite Date von Cora und Felix. Wir sind gespannt!

Fortsetzung folgt.

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Donnerstag, 5. Juli 2007

Das zweite Rendevous

Heute verabredeten wir uns mit Cora und ihren Leuten auf Felix' Lieblingswiese zwischen den Weinbergen. Muss doch so sein, dass der Kerl seinem Mädchen sein Revier zeigt, oder?! Zumal diese Wiese etwas abgelegen ist, kaum frequentiert von anderen Menschen und Hunden... ideal geeignet für ein Schäferstündchen.

Als die beiden aus ihren jeweiligen Autos gestiegen waren, liefen sie sofort schwanzwedelnd auf einander zu und "knutschten" auf Hundeart... d.h. sie berührten sich kurz am Fang und dann steckte Felix wieder seine Nase in Coras Fell, während er seine schönen Steh-Knick-Ohren in die "Verliebt-Stellung" brachte... sehr hoch gestellt, etwas schräg nach hinten und leicht nach außen gedreht. Schaut irgendwie anrührend aus.

Er umkreiste sie immer wieder begeistert und blieb dann hinter ihr liegen und genoss wohl ihren Duft... während sie wartete. Felix wartete auch, und als sich nichts tat, drehte Cora sich um und stubste ihn an! Das war eindeutig! Nun stand er auf, umkreiste sie noch mal und dann geschah es. Weitere Einzelheiten möchten wir aus Diskretionsgründen nicht öffentlich erzählen... Auf jeden Fall dauerte die Verbindung an die 20 Minuten (solange hingen sie untrennbar zusammen).

Als die beiden sich wieder voneinander gelöst hatten, pflegten sie sich und gingen dann beschwingt weiter, noch sehr miteinander vertraut wie ein Pärchen, das sich schon länger kennt. Das Ganze wirkte sehr liebevoll, sehr sanft, sehr schön. Wenn man bedenkt, wie das bei einigen sog. Züchtern gehandhabt wird... die Tiere werden festgehalten, und manchmal kommt das Ganze tatsächlich einer Vergewaltigung gleich! Hätten Felix und Cora sich nicht gern gehabt, dann hätten wir das Ganze eben sein lassen. So sind die Babys, die sich nun sehr wahrscheinlich in Coras Bauch entwickeln, sozusagen "Kinder der Liebe".

Fortsetzung folgt zu gegebener Zeit

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30.06.2007 um 17:41 Uhr

Mein Hund hat mir heute einen Stubser gegeben!!

von: Linky   Kategorie: Persönliche Geschichten   Stichwörter: Hund, abgehauen, Frauchen, verzweifelt

Stimmung: Traurig, Sauer, Wut, Angst.

Hallo Ihr Lieben,

ich habe doch den Bericht geschrieben, wo das Herrchen seinem Hund einen Stubser gegeben hat und ihn praktisch ausgesetzt hat. Bei uns war es heute umgekehrt der Fall, unser Hund hat uns heute einen Stubser gegeben und uns verlassen!!!!!Traurig

Aber von vorne, heute morgen ging mein Mann wie gewöhnlich mit unserem "Muggelchen"/Hundi Miky seine Runde, plötzlich lief  Miky auf den gegenüberliegenden Hof, der zum Pech auch noch offen war, in dem sie seine große Hundeliebe lebt, eine 12-Jahre alte Schäferhündin und schwuppdich, war unser Miky auf und davon, mein Mann konnte garnicht so schnell reagieren, wie die Zwei ihre gewonnene Freiheit feierten........... und weg waren sie!!!!!

Das zum Thema, "Können Tiere denken"Fröhlich

Na toll, mein Mann kam heim und teilte mir das Dilemma mit, ich in Panik, auf das Fahrrad und alles abgefahren, kein Miky und keine Schäferhündin zu sehen. Für mich war der Samstag schon wieder gelaufen, hatte schon reinste Horrorvisionen von Jäger, Autos und sonstiges!!!!

Es vergingen 2 Horrorstunden, kein Miky in Sicht; ich dann wieder aufs Fahrrad und wieder gesucht, und plötzlich, siehe da, kam unser Miky (grinsend und pfeifend)(wenn er gekonnt hätte) im Schlepptau seine Holde, auf mich zu, sofort die Unterwerfungsgeste, von wegen, ja ist ja gut, ich weiß, daß ich scheisse gebaut habe, aber es war doch so schöööööööööööööööööööönnnnnn.

Naja, was sollte ich machen, schimpfen konnte ich jetzt ja wohl nicht, ihn angeleint und mit Schäferhündin heimgetrabt.

Das war leider nicht das erste Mal, daß unser Miky, seine Holde zu einem Schäferstündchen abgeholt hat, das Gleiche ist uns schon einmal letzten Winter Nachts passiert, da war dann richtig StimmungFröhlich.

Hoffe nur, daß die alte Hündin trotz "Hitze" nicht mehr trächtig wird, weil dann,,,,,,,,,,,,,, tja, dann bekomme ich die kleinen Baby-Mikys in den Hof gesetzt. Dies hat mir mein Nachbar vom gegenüberliegenden Hof schon angedroht!!!!

So das wars heute von mir und Muggelchen Miky, ihr seht, mit Tieren ist immer was los.

Tschüssi Linky

29.06.2007 um 20:28 Uhr

Der Hund der sich ein Huhn hielt!

von: Linky   Kategorie: Persönliche Geschichten   Stichwörter: Hund, Huhn, Ei, Winter

Stimmung: Fröhlich, zum Schmunzeln.

FröhlichDer Hund der sich ein Huhn hielt: Nach einem wahren Erlebnis.Fröhlich

Es war so in den 80er, meine damaligen Schwiegereltern, hatten einen wunderschönen großen Schrebergarten mit großer Gartenhütte und allerlei Viehzeug, sie hielten, Hühner, Enten, Hasen und ihren über alles geliebten Hund Vasco. Ein wunderschönes Tier, eine Mischung aus Schäferhund und Collie, der durch seine Größe und Gutmütigkeit heraus ragte.

Jeden Abend so gegen 17.00 Uhr sagte mein damaliger Schwiegervater: komm Vasco, lass uns die Hühner in den Stall treiben, da es glückliche Hühner waren, durften diese den ganzen Tag nach Herzenslust in dem großen Garten, umherscharren und picken.

Vasco liebte diese ihm übertragene Arbeit, kam doch dort sein Hütehund-Gen förmlich  zum Ausdruck.Fröhlich

So ging es einen ganzen Sommer lang, meine Schwiegereltern waren jeden Tag draussen bei ihrem Viehzeug und Vasco war der König in diesem kleinen Paradies. Er lebte in diesem Garten und konnte sich zu jeder Tages- und Nachzeit dort frei bewegen und konnte wenn er wollte, in seiner Hundehütte auf die Veranda zum schlafen gehen.

Zur Winterzeit wurde dann der Schrebergarten winterfest gemacht, d.h., die Hütte sowie die davor liegende Veranda wurde mit Brettern zugenagelt und Vasco bekam eine extra große Hundekiste mit Stroh ausgepolstert und Decken, damit er es schön warm hatte.

Die Hühner konnten natürlich in der Winterzeit nicht mehr raus in den Garten sondern mussten mit ihrem Stall und dem großen Auslauf Vorlieb nehmen.

Meine Schwiegereltern waren auch regelmäßig in der Winterzeit dort, da das Häuschen einen schönen warmen Bollerofen hatte und man es dort aushalten konnte.

Eines Morgens, als meine Schwiegereltern wieder in ihren Garten kamen und die Türe zur Veranda aufmachten, wo Vasco seine Kiste und Hütte hatte, wunderten sie sich, daß dort eine leere Eierschale lag. Naja sie fegten sie einfach weg und gingen zur Tagesordnung über.

Das mit der Eierschale wiederholte sich von jetzt an mehrere Male und mein Schwiegervater ging der Sache auf den Grund.

Eines Abends, als es wieder ans Heimfahren ging, tat mein Schwiegervater so, als würde er mit dem Auto wegfahren und Vasco wähnte sich alleine im Garten;

Dem war aber nicht so; mein Schwiegervater schlich sich heimlich von unten in den Garten herein und stellte sich  so auf den Posten, daß Vasco ihn nicht sehen und schon gar nicht riechen konnte.

Was er dann sah, brachte ihm zum schmunzeln, Vasco machte sich Richtung Hühnerstall auf und wartete;

Wie auf ein Zeichen hin, kam ein kleines braunes Huhn, durch einem Loch im Zaun daher und trottete Vasco hinterher auf die Veranda in seine Hundebox.

Dort blieb es die ganze Nacht mit Vasco zusammen und legte ihm wohl im Laufe des frühen Morgens, jedesmal ein Ei und machte sich dann aus dem Staub......................................

FröhlichFröhlichFröhlich

Dies ging einen ganzen Winter lang so, danach leider niemehr wiederFröhlich

Wir sprechen noch heute von diesem wunderbaren Hund und diesem kleinen brauen Huhn, das jedesmal für Vasco ein Ei legte................................................

28.06.2007 um 21:21 Uhr

Die Schlange und die Ratte

von: Rotlocke   Kategorie: Persönliche Geschichten   Stichwörter: Kurios, Schlange, Ratte, Tiergeschichte

Tom, Besitzer einer ansehnlichen  wohlgenährten und gutgepflegten Riesenschlange betrieb zwecks preisgünstiger Futterquelle eine kleine Rattenzucht.
Da ich mich nie entscheiden konnte, welcher Eindruck für mich furchtbarer war- der bedrohliche Anblick einer dicken fetten und meine Urängste mobilisierenden Riesenschlange oder der mitleiderregende Anblick der süßen dem Tod geweihten Ratten mochte ich Toms Domizil nicht betreten...
Abgesehen von seiner etwas morbiden Tierliebe schätzte ich Tom durchaus- und so war meine Wohnung Heimathafen unserer kleinen Freundschaft.Das Thema Schlangen nebst Fütterpraxis erklärte ich zum absoluten Tabu...
Eines Tages stand ein völlig fassungsloser Tom vor meiner Tür- und brach unser stillschweigendes Abkommen, nichts von seinem Untier zu erzählen...
Wie so oft zuvor wollte er die Schlange mit einer Ratte füttern- doch diesmal war alles ganz anders.
Das Mittagessen auf 4 Pfoten wehrte sich- und zwar mit einem winzigen Ratten-Helden-Herz das Tom (und wohl auch seine Schlange) niemals für möglich gehalten hätte...
Kurz um- ich erspare uns hier die Detailles des "David-gegen-Goliath-Kampfes" -die Ratte schaffte es, derart wild auf die Schlange einzubeißen, sodaß diese beschloß, einen Diättag einzulegen, sich im anderen Ende des Terrariums zusammenringelte und die Ratte keines Blickes mehr würdigte.
Hey- eine Heldenratte- der mußte sofort das Gnadenbrot auf Lebzeit zugesprochen werden- und nach kurzer Zeit hatte ich Tom soweit, sodass er nach Hause fuhr, die immer noch unangetastete Ratte aus dem Vorhof zur Hölle fischte und sie in einem kleinen Karton zu mir brachte.
Einen alten Hamsterkäfig hatte ich noch- der mußte bis zum nächsten Tag als vorrübergehendes Heim dienen...
Totgeweihter- ich grüße Dich- und schon blutete mein Fingerchen...Helden wissen halt nicht immer, wo Feind und wo Freund- und woher bitteschön sollte Hero wissen, dass ich ihn nicht auch als kleinen Imbiß
begehrte...
Vor den Augern meiner äußerst irritierten Katzen suchte ich einen sicheren Platz für Hero- und hoffte auf den Anfang einer wunderbaren Freundschaft...
Naja- Hero blieb auch sein restliches Leben lang skeptisch- aber immerhin konnte ich ihn irgendwann mit Leckerbissen füttern ohne von ihm sofort als Feind einsortiert zu werden...Anderen Personen (und Katzen!!!) indess war nicht zu empfehlen, Hero in die Quere zu kommen- was ich ihm aber auch nie verübeln konnte...Wer hat schon einen Kampf mit einer Schlange siegreich hinter sich...
Nach 1 Jahr starb Hero an plötzlich auftretenden Geschwüren, denen kein Tierarzt Herr werden konnte.
Traurig- aber immerhin: durch  seinem wirklich außergewöhnlichen Mut hat sich Hero selbst einen netten Lebensabend geschenkt...und ich ihm einen   Platz in meinem Herzen....

28.06.2007 um 20:29 Uhr

Der Kater Schätzelein

von: QSol   Kategorie: Persönliche Geschichten

Vor einigen Monaten geschah etwas sehr Trauriges. Unser Kater Ollie, 15 Jahre alt, aber pumperlgesund, wurde von einem Raser angefahren.

Da er keine äußeren Verletzungen hatte, bemerkten wir es nicht sofort. Er verhielt sich jedoch recht ungewöhnlich und so fuhren wir abends zum Nottierarzt. Ollie wurde untersucht, abgetastet und geröntgt, doch es war nichts zu erkennen, außer, dass der arme Kerl einen Riesenschock hatte.

Er bekam eine Spritze und wurde auch zusehends ruhiger. Wir verabredeten mit der Ärztin, am nächsten Tag wiederzukommen und fuhren einigermaßen beruhigt nach Hause.

Eine halbe Stunde vor dem Arzttermin klingelte im Büro mein Telefon. "Alles klar" dachte ich "der Kater will wieder nicht in die Transportbox!". Leider war dem nicht so. Meine Mutter erzählte mir weinend, dass Ollie gestorben war.

Ich konnte es nicht fassen. Der kleine Ollie, den meine Eltern aus ihrem Lanzarote-Urlaub mitgebracht hatten und der fast schon als Katzenwelpe gestorben wäre....

Wie in südlichen Ländern oft üblich, sind auch auf Lanzarote Tiere nicht besonders beliebt. Ollies Mutter wurde erschossen und ihr Wurf sich selbst überlassen. Meine Eltern und andere Urlauber kümmerten sich um die Kleinen, denen schon die Fliegen aus den Augen krabbelten und gaben sie nicht auf. Es gelang, den ganzen Wurf mit nach Deutschland zu nehmen. Der hiesige Tierarzt glaubte nicht, dass wir unseren kleinen Ollie durchbringen könnten, aber wir blieben stur.

Mit einem Liebesperlenfläschen und in der Hemdtasche wurde der kleine Kerl aufgepäppelt und er wurde ein echter Prachtkater!

Ganz anders, als die Hauskatzen, die wir hier in Deutschland kennen. Er war sehr schlank und langbeinig und eine gewissen Ähnlichkeit mit einem Luchs war auch nicht zu leugnen. Ein schönes Tier, immer kerngesund und sehr auf uns - seine Retter fixiert.

Bis er starb, war er nicht ein Mal krank! So tragisch es auch ist, wir konnten ihm ein schönes Leben schenken, das er stets ausgekostet hat.

Jetzt ist er wieder mit seinm Freund, unserem Hund, zusammen und die beiden toben auf Wolke 7.....

Als er starb, hinterließ er eine riesengroße Leere, unter der vor allem meine Mutter zu leiden hatte, den sie lebt allein und der Kater war ihr Mitbewohner. Sie wollte jedoch keine neuen Tiere, weil sie sagt, dass sie keinen Verlust mehr erleiden kann.

Es sieht jedoch so aus, als ob der liebe Gott eine andere Meinung vertritt. Kurze Zeit nach Ollies Tod streifte ein wilder Kater immer wieder durch ihren Garten.

Ein Prachtexemplar von Kater, riesengroß und wunderhübsch. Natürlich beschäftigte sich meine Mutter mit dem Tier, schließlich besuchte er sie. Irgendwann begann sie, ihm Wasser und ein wenig Trockenfutter hinzustellen. Er nahm dieses Geschenk gierig an.

Bald entdeckten wir, dass es sich um ein herrenloses Tier handeln musste, denn er trug weder Halsband noch war er kastriert. Er machte auch keinen besonders gepflegten Eindruck.

Wir tauften den Kater auf den Namen Schätzelein.

Schätzelein gehört seitdem zu meiner Mutter. Er ist mittlerweile kastriert und geimpft, hört auf seinen Namen und kommt, wann es ihm beliebt und manchmal, wenn man ihn ruft. Aber es sieht danach aus, als hätte er meine Mutter und auch mich adoptiert.

Man muss sich die Tiere nicht immer aussuchen, um die man sich kümmern will. Manchmal werden auch wir von den Tieren ausgesucht...