Tiergeschichten

14.10.2008 um 08:09 Uhr

Unglaubliche Tiergeschichten - Tiere helfen Menschen

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

In der Sendung "Unglaubliche Tiergeschichten" wurden auch Tiere gezeigt, die kranken oder behinderten Menschen helfen. Es ist enorm, was Tiere lernen können bzw. für den Menschen zu lernen und zu tun bereit sind. Mit Zwang könnte so etwas ja nie erreicht werden.

Es wurde eine Labrador-Hündin gezeigt, deren Herrchen epilepsie-krank ist. Sie ist den ganzen Tag durch eine Leine mit ihm verbunden, macht alles mit, was er tut, sie springt sogar mit ihm in der Sporthalle herum. Die Hündin weiß genau, wann ein Epilepsie-Anfall bevorsteht. Dann stubst sie ihn immer wieder mit der Nase an. Ihr Herrchen sucht dann schnell einen sicheren Ort auf, setzt bzw. legt sich hin und wartet ab. Der Anfall, bei dem er das Bewusstsein verliert, dauert etwa 10 Minuten. Die Hündin legt sich zu ihm, Schnauze auf dem Oberschenkel, und hütet ihr Herrchen bis er wieder bei sich ist. Es ist wirklich rührend. Wie Hunde so etwas wahrnehmen weiß man nicht ganz genau. Möglich ist, dass sie minimal veränderte Körperbewegungen wahrnehmen wie auch einen bestimmten Geruch, den der Körper dann ausströmt.

Noch anrührender war die zweite Geschichte mit einem Kapuzineräffchen. Es hat mich sehr sehr berührt und trieb mir die Tränen in die Augen. Ein Kapuzineräffchen wurde trainiert, einem vom Hals abwärts gelähmten Mann zu helfen. Das Äffchen tut bis auf einige Dinge, die ihm anatomisch nicht möglich sind, alles für diesen Mann. Es füttert ihn, bedient das Telefon,  gibt ihm den Stab in den Mund, mit dem er ein Buch umblättern oder den PC bedienen kann und viele andere Dinge. Kleinigkeiten, die auch wichtig sind, und für die er jedesmal die Hilfe eines Menschen bräuchte. Der Mann sagt, das Schlimme sei, dass er das Kapuzineräffchen niemals zum Dank streicheln könne. Dafür nimmt es aber gerne sein Küsse entgegen.

13.10.2008 um 08:12 Uhr

Unglaubliche Tiergeschichten - Katzen und Hunde

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Vergangenen Samstag abend kam auf dem Dritten die Sendung "Unglaubliche Tiergeschichten"... Das war unglaublich interessant! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel bot diese Sendung. Ich werde das sicher auf zweimal erzählen, für einmal wird es zu lang.

Also da gab es die Katze, die Klavier spielt, und ehrlich gar nicht schlecht! Ich habe schon seltsameres von Menschen auf dem Klavier gehört... :-)

Um gleich mit Katzen weiterzumachen, Verhaltensforscher haben nach vielen Tests festgestellt, dass Katzen zählen können... nicht rechnen, so mit Tricks, wie das immer mal wieder mit Hunden gemacht wird, sondern *zählen*. Das können sie tatsächlich. Der Test sah so aus, dass vier verschiedene Futternäpfe aufgestellt wurden, jeder war mit einem quadratischen Deckel abgedeckt, auf dem 1, 2, 3 bzw. 4 Punkte abgebildet waren. Die Katze wurde von einer Frau einige Meter davon entfernt festgehalten. Jemand anderes ließ mit einem Stößel an einem Glas z.B. 2 Töne erklingen. Dann wurde die Katze losgelassen. Sie ging zu dem Napf mit zwei Punkten, stieß den Deckel weg und holte sich die Belohnung. Futter war übrigens in allen Näpfen, so dass es ausgeschlossen war, dass sie durch den Geruchssinn immer zum richtigen Napf ging. Diese Tests wurden so oft wiederholt bis feststand, dass es sich nicht um Zufälle handelte. Sie können tatsächlich die Hörsignale mit den optischen zusammenbringen.

Interessant dabei ist auch, dass man den Katzen erst beibringen musste, den Deckel vom Napf herunterzuschubsen. Sie tun das - im Gegensatz zu Hunden - von sich aus nicht.

Der Verhaltensforscher im Studio sagte, er glaube, dass wir über Katzen bisher nur einen Bruchteil dessen wissen, was es zu wissen gibt, und dass zukünftige Forschungen noch viel Staunenswertes über Katzen zutage bringen werden. Es wurde dabei auch an die Katze in Amerika erinnert, die in einem Seniorenheim lebt und sich einige Zeit vor dem Ableben eines alten Menschen auf dessen Bett legt. Katzen "riechen" wenn jemand stirbt.

Dann wurde auch wieder Rico gezeigt, der Border Collie, der in der Show "Wetten dass" vor einigen Jahren alle Leute damit verblüfft hat, wieviele Gegenstände er auseinanderhalten kann... über 200 Stück. Der Verhaltensforscher sagte, dass das "Lernen" ist, nicht "Denken". Es ist eine große Leistung, aber es sei immer dasselbe, egal wieviele Gegenstände dazukommen. Eine richtige Denkleistung vollbrachte Rico bei einem anderen Test, der so ging: Man nahm 9 seiner Spielsachen und legte einen fremden Gegenstand dazu, dem man auch einen fremden Namen gab. Nun wurde er Rico gesagt, er solle "Marco" holen - das war der ihm fremde Namen. Rico sah alle seine Spielsachen durch und durch das Ausschlussverfahren kam er auf den fremden Gegenstand, diesen brachte er.

Das haben wir auch mit Felix gemacht... kein Problem für ihn... Wir haben bei Felix auch festgestellt, dass er die Namen immer neuer Gegenstände mit Leichtigkeit lernt... das ganze wird nur durch uns begrenzt... wir haben keine zweihundert Spielsachen für ihn - und wollen wir ehrlich gesagt auch nicht haben... ;-)

Was Hunde betrifft ging es dann noch um den Geruchsinn. Wir wissen ja alle, dass Hunde sehr gut riechen können, aber ich glaube, das wirkliche Ausmaß können wir uns gar nicht richtig vorstellen. Wenn man ein paar Haare an einem Ort im Freien hinlegt und wieder wegnimmt, kann der Hund noch drei Wochen später riechen, dass hier diese Haare lagen. Wenn man einen Gegenstand aus Metall anfasst, kann der Hund das ebenfalls noch Wochen später riechen, selbst wenn der Gegenstand inzwischen abgewaschen wurde.

Fortsetzung folgt

30.09.2008 um 00:51 Uhr

Mensch gegen Tier...

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Am vergangenen Samstag kam die Sendung "Mensch gegen Tier". Zu bemängeln wäre vielleicht gleich mal das ganze Konzept... dass nämlich der Wettkampf ziemlich einseitig war, da die Tiere nicht so für Wettkämpfe sind... ihre Motivation etwas zu tun ist grob gesagt Essen und Sex, ganz schlicht, ansonsten strengen sie sich nicht an, sondern schonen ihre Kräfte. Wenn nun der Fallschirmspringer sich einbildet, dass er den Wanderfalken im Sturzflug mit über 400 km/h an Schnelligkeit geschlagen hat, dann ist das dem Falken erstens egal und zweitens hätte der Falke mit Sicherheit noch zulegen können, wenn die zu ergatternde Beute - in dem Fall ein Stück Fleisch, mit dem ein Fallschirmspringer vor ihm in die Tiefe sprang - schneller gewesen wäre. Aber lassen wir ihm die Freude. :-) Die Sendung war auf jeden Fall trotzdem sehr interessant. Allein die Bilder des Wanderfalken im Sturzflug waren einfach genial, das sieht man nicht alle Tage.

Bei zwei Wettkämpfen konnte man sich ein Lächeln aber nicht verkneifen: Einmal, als 16 Mann tatsächlich glaubten, im Tauziehen gegen eine Elefantendame zu gewinnen... Es war so witzig! Die Elefantin, motiviert durch ein Äpfel und Karotten, lief einfach los und zog die 16 ohne großes Federlesens in einem Rutsch über die Linie... :-)  Und Deutschlands bester Zehnkämpfer forderte einen Leoparden im Hochsprung heraus... Der Zehnkämpfer scheiterte bei 1,95. Der Leopoard sprang locker auf ein Podest von 2,20 m, auf das man einen Brocken Fleisch gelegt hatte. Er musste einfach nur seine Pfoten etwas verlängern sprich strecken... und das tat er mit Leichtigkeit... herrlich anzuschauen.

Und dann waren da die Brüllaffen! Ein Hamburger Marktschreier behauptete, er könne lauter schreien als die Brüllaffen brüllen... und er hat sie tatsächlich um ein paar Dezibel geschlagen. Es waren Brüllaffen aus dem Zoo. Die Tierpflegerin, die sie betreut, sagte, sie würden jeden Morgen brüllen. Als das Kamerateam da war, taten sie es natürlich nicht... die Fernsehleute mussten lange warten, bis es dann doch losging. Das Brüllen der Brüllaffen kann man 5 Kilometer weit hören. Und es ist, wie ich finde, ein ganz tolles Geräusch. Von den Dezibel her ist es so laut wie 10 große Lkw, die gleichzeitig an einem vorüberfahren... doch der Klang ist doch ein bisschen schöner. :-) Weil ich es so schön finde, stelle ich mal ein kleines Brüll-Video herein.

Was war sonst noch in der Sendung? Ähh, ich war sehr müde und bin zwischendurch eingenickt. Leider hab ich den oder die Hunde verpasst und den Delfin... Wenn das jemand gesehen hat, kann er es ja vielleicht schildern, ich würde mich darüber freuen.

 

Ach so ja, da war noch Joey Kelly, der ein Pferd zu einem 100-Kilometer-Lauf herausforderte. Naaaaaaja.... Ich wusste gar nicht, dass man mit Pferden auch solche langen Distanzritte macht. Der Tierschutz schreibt für solche langen Distanzen Pausen von zwischen 30 bis 50 Minuten vor. Und das Pferd wird mehrmals von einem Tierarzt untersucht. Das ist auch richtig so, wenn man schon so was macht. Wegen dieser Zwangspause konnte das, finde ich, kein wirklicher Wettkampf sein. Letztlich gewann das Pferd mit knapp zwei Minuten...

07.09.2008 um 17:43 Uhr

Was sind Malawies?

von: eineReisende   Kategorie: Wissenswertes

In meinem letzten Beitrag ist diese Frage aufgetaucht, die ich Euch hier beantworten möchte.

Was "ein richtiger" Aquarianer ist, gestaltet sein Becken möglicht naturnah. Er wählt eine bestimmte Wasserregion/ein bestimmtes Gewässer, dessen Fische ihm gefallen und dessen Bedingungen er nachbilden möchte, so gut es geht.

Wie schon erwähnt, habe ich die Malawi-Buntbarsche geerbt bekommen. Damit war die Ausrichtung bei mir von Anfang an klar.

Der Malawiesee (der senkrechte, blaue Streifen in dieser Karte) ist der drittgrößte See Afrikas und der neuntgrößte der Erde. Er ist unter Aquarianern sehr beliebt, weil in ihm viele farbenprächtige Buntbarsche (ca. 1500 Arten) leben.

Die Gestaltung für ein solches Becken "kann man voll vergessen", wenn Ihr mich fragt. Bilder von Tauchern zeigen eine einzige Geröllwüste. Mittlerweile habe ich heraus gefunden, daß zwei Arten von Pflanzen sogar dort vorkommen. Mal gucken, ob ich sie mit ein paar Tricks vor den allesfressenden Barschen schützen kann.

Bisher besiedelt eine relativ kleine, gelbe Labidochromis-Art, die in vielen Malawi-Becken zu finden ist, mein Aquarium.

Wenn ich das große Becken in Betrieb genommen habe, kann ich mir noch zwei bis drei Arten dazu holen (worauf ich mich schon freue). Diese beiden "Gesellen in blau" (guggst Du hier und hier) z.B. gefallen mir sehr gut.  

25.04.2008 um 01:15 Uhr

Schnecken sind Methusalems

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Interessantes über

Weinbergschnecken

(Fotos by Serena)

 

Weinbergschnecken können bis zu 20 Jahre alt werden. Um eine Strecke von 1 Millimeter zu überwinden, benötigen sie etwa 1 Sekunde – wenn der Boden feucht ist, sind sie schneller! Sie halten Winterruhe, während der sie sich in ihr Haus zurückziehen und es mit Kalk verschließen. Sie sind nachtaktiv. Außerdem sind sie Zwitter, das heißt, sie sind gleichzeitig männlich und weiblich. Dennoch brauchen sie einen Partner, um sich fortzupflanzen. Schnecken lieben sich auch im Schneckentempo: Während die Begattung relativ schnell geschieht, kann das Vorspiel bis zu 20 Stunden dauern. Die Schnecke vergräbt dann 30 bis 60 Eier in die Erde. Die kleinen Schnecken schlüpfen nach einigen Wochen. Sie sind sofort alleine lebensfähig und begeben sich umgehend auf Nahrungssuche. Es gibt zirka 100.000 verschiedene Schneckenarten.

 

Eine Bitte... sicher kann man das auch Kindern ganz gut erklären: Bitte reißt nicht zum Spaß das Haus der Schnecke von ihrem Rücken, denn dann stirbt sie! Weiter unten ist das Schneckenhaus beschrieben, darin wird klar, weshalb das so ist.

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Das Schneckenhaus

 

Die Schnecken produzieren einen Kalkbrei, den sie durch Drüsen auf dem Rücken ausscheiden. Gleichzeitig werden Proteine produziert, die den Kalkbrei erstarren lassen. Windung um Windung baut die Schnecke so an ihr Haus an; entsprechend ihres eigenen Wachstums werden die Windungen immer breiter.

Schnecken sind geborene Häuslebauer, denn sie tragen schon beim Schlüpfen aus dem Ei ihr Häuschen bei sich. Doch die Schale ist noch so winzig, dass man sie kaum auf dem Schneckenrücken erkennen kann. Darin ist der Eingeweidesack, der alle lebenswichtigen Organe wie Herz, Nieren, Darm, Lunge und Kiemen bei den Wasserschnecken enthält.

Sämtliche Organe werden noch von einer Hautfalte umschlossen, in der sich auch die Atemorgane befinden. Diese Hautfalte kann die Schnecke öffnen und schließen, es ist sozusagen die Tür vom Schneckenhaus. Zieht sich die Schnecke bei Gefahr in ihr Haus zurück, schließt sich die Hautfalte über ihr. Dabei bleibt ein winziges Loch, die Atemöffnung, frei, damit das Tier nicht erstickt.

  



Die weiche ringförmige Hautfalte gibt Kalk in flüssiger Form ab, der an der Luft fest wird. So wächst im Laufe der Jahre das spiralenförmige Schneckenhaus. Wird das Häuschen mal beschädigt, kann das Tier es selbst reparieren.

Das Haus der Schnecke besteht aus drei Schichten: der Hornschicht, der Kalkschicht und der Perlmuttschicht. Durch die quer zueinander verlaufende Struktur der Kalkkristalle wird das Gehäuse fest und stabil. Die äußerste Schicht der Schneckenschale besteht zudem aus Conchin. Das ist ein Material aus Eiweißen und den Mineralien Calcit oder Aragonit, also Kalk (Aragonit ist eine bestimmte Art von Kalk).

Die Schale des Schneckenhauses ist mit dem weichen Schneckenkörper durch den so genannten Spindelmuskel verbunden, durch den sich das Tier meist vollständig in ihr Haus zurückziehen kann. Das Schneckenhaus bietet somit einen perfekten Schutz vor Hitze, Kälte, vor Austrocknung und vor allem vor Fressfeinden wie Elstern, Drosseln, Füchsen, Maulwürfen, Fröschen, Kröten, Mäusen und Igeln.

(Dank an WilliF22 für die Infos über das Schneckenhaus: http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20060714014910AAcd4SU)

 

11.02.2008 um 21:46 Uhr

Der den Wolf versteht

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

CANIS-Interview 02/2003

mit dem Wildbiologen

Vladimir BOLOGOV

zum Thema:



„Wolf sein in Russland"



23. Januar 2003


CANIS: Herr Bologov, viele Österreicher und Deutsche sahen ihren Dokumentarfilm „Der den Wolf versteht" („Understanding wolves").

Die gezeigten Bilder waren faszinierend. Nichts desto trotz scheint die Situation für Wölfe in Russland schwierig zu sein. Was sind ihrer Meinung nach die Hauptprobleme dafür?

Bologov: Da gibt es zwei Hauptprobleme. Erstens, das Kopfgeldsystem und zweitens den Einsatz von Gift zur Bestandskontrolle. Beides ist als administrative Konsequenz zu sehen, die der Einstellung von Bauern und Jägern Folge leistet.

CANIS: West- und Zentraleuropa haben eine reiche Tradition an Märchen (z.B. „Rotkäppchen" oder Werwolferzählungen). Gibt es in Russland ähnliche Geschichten? Hat der Wolf dort einen vergleichbar schlechten Ruf?

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Bologov: Ich glaube, da gibt es einen großen Unterschied bezüglich der Menschen und ihrer Einstellung Wölfen gegenüber. Als Beispiel: Vor drei Wochen lief mein Wolf „Alf" in ein Dorf und die Leute waren freundlich zu ihm.

CANIS: Können Sie einen Unterschied zwischen europäischen und asiatischen Russen (z.B. indigenen Völkern Sibiriens) feststellen, was deren Einstellung dem Wolf gegenüber betrifft? Gibt es so was wie eine „kulturelle Scheide"?

Bologov: Das glaube ich nicht. Es gibt aber einige Einstellungsunterschiede zwischen Stadt- und Landbewohnern.

CANIS: In welchem Teil Russlands arbeiten Sie? Über wie viele Mitarbeiter verfügen Sie? Wie viele Wölfe leben in etwa in dieser Gegend?

Bologov: Ich arbeite im Territorium der Region Tver. Das liegt zwischen Moskau und St. Petersburg.

Unsere Biologische Station liegt im Nordwestteil von Tver, wo die größte Wolfsdichte im europäischen Teil Russlands zu finden ist. Gewöhnlich arbeite ich alleine. Seit 1996 helfen mir in der Feldforschung von Zeit zu Zeit Freiwillige und seit 1998 auch Studenten.

CANIS: Es gibt Schätzungen, die davon ausgehen, daß es in ganz Russland noch 200.000 Wölfe gäbe. Können Sie so eine enorm hohe Zahl bestätigen?

Bologov: Nein, das ist nicht die Wahrheit. Meiner Meinung nach gibt es in Russland heute zwischen 20.000 und 25.000 Wölfe. Die Zahl der Wölfe basiert auf einer Schätzung des Federal Hunting Game Survey Service, einem Büro der Abteilung für Jagd, die dem Landwirtschaftsministerium unterstellt ist. Die Analyse der Daten sieht so aus, daß einerseits regionalen Jagdverantwortlichen Fragebögen zugeteilt, andererseits im Winter Spuren untersucht werden. Nach diesen Schätzungen werden dann die staatlichen Abschussunterstützungen ausbezahlt. Auch die Intensität der „Wolfskontrolle" beruht auf diesen Analysen.

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Seit 1993 führt das Naturschutzgebiet des Central Forest Biosphere, im Westen der Tver-Region, auf seinem etwa 2.000 km2 großen Gebiet eigene Populationserhebungen durch. Von 1996 bis 1999 nahm die Wolfszahl von 10-11 auf 5-7 pro 1.000 km2 ab. Nach dem offiziellen Bericht der Abteilung für Jagd hat aber im selben Zeitraum die Zahl der Wölfe von 800 auf 950 zugenommen. Mit anderen Worten, es sieht so aus, daß wenn unsere lokalen Erhebungen ergeben, daß die Zahl der Wölfe von 22 auf 12 fiel (minus 45%), die Behörden von einer Zunahme um 16% sprechen. Dieser Trend in einem lokalen Untersuchungsgebiet ist repräsentativ für die ganze Region. Daher nehmen wir an, daß die offiziellen Zahlen in Tver um 30%-35% zu hoch liegen. Mit so einer fehlerhaften Methodik kann es natürlich passieren, daß die Gesamtzahl aller russischen Wölfe um 10.000 bis 15.000 Tiere überbeziffert ist.

CANIS: Gibt es in Russland viele Wolfsjäger, nachdem der Staat ja Kopfprämien aussetzt?

Bologov: Während der vergangenen Jahren töteten russische Jäger 10.000 bis 15.000 Wölfe. Die Wolfsjagd ist aber relativ teuer. Deshalb greifen die Landbewohner auch zu passiveren, weniger effektiven Methoden.

Nur wenige schießen jedes Jahr einen Wolf. Aber reiche Städter sind oft bereit, ein- bis zweitausend Dollars für einen getöteten Wolf zu bezahlen. Die staatliche Kopfprämie variiert zwischen 10 und 70 US-Dollars.

CANIS: Wie sieht es mit amerikanischen oder europäischen Trophäenjägern aus, die hohe Summen für den Abschuss der Wölfe bezahlen? Massaker dieser Art sollen ja selbst vom Helikopter aus möglich sein. Haben Sie so etwas Ähnliches schon erlebt?

Bologov: Im März 2002 haben fünf deutsche Jäger in der Tver-Region drei Wölfe erschossen. Ich glaube, sie wussten aber nicht, daß ihnen russische Jäger dafür zahme Wölfe vor die Läufe trieben. Eine Wölfin ging sehr nah an ein Dorf heran, wo sie dann ein russischer Jäger erschoß. Aber das passiert seltener, denn die Jagd auf wilde Wölfe ist schwierig. Das ist auch der Grund, warum manche russische Jagdveranstalter bereit sind, 100 bis 150 US$ für jeden Wolfswelpen zu bezahlen. Die Chance, einen Wolf vom Hubschrauber aus zu töten, ist sehr gering. Ein Beispiel: Im Februar 2000 habe ich einen Wolf innerhalb dreier Tage nur 11 Stunden vom Helikopter aus beobachten können.

CANIS: Gibt es in Russland irgendwelche Gesetze zum Schutz der Wölfe?

Bologov: In Russland wird der Wolf traditionellerweise als bitterer Feind der Haustiere betrachtet. Bis 1990 hatten alle Sowjetrepubliken dasselbe, zentralgeleitete Regulationssystem. Heutzutage haben die Regionen genug politische Kraft, um ihre Wildtierpolitik selbst zu bestimmen. Dabei gibt es viele unterschiedliche Systeme von Kopfgeldern und anderen Maßnahmen, die nicht nur von Region zu Region, sondern von Bezirk zu Bezirk variieren. Was überall gleich ist, ist das Faktum, daß die Jagd ganzjährig und mit allen Methoden erlaubt ist. Diese beinhalten auch solche, die bei anderen Wildtieren verboten sind, z.B. Jagd aus dem Auto, Flugzeug, durch Schlingen oder Gift.

CANIS: Auf welche Weise könnten sogenannte Nutztiere am Besten vor Wölfen geschützt werden? Durch elektrische Zäune? Oder wären diese für russische Bauern zu kostspielig?

Bologov: Mein Vater hat eine sehr einfache Schutzmethode entwickelt, eine Technik zum Abschrecken der Wölfe, die wir sehr empfehlen. Sie sieht so aus, daß Gegenstände entweder an der Abzäunung oder zusätzlich auch 10-20 m davor montiert werden; und zwar im Abstand von 40 bis 60 Metern. Am Besten rundherum um die Koppel. Diese Gegenstände können Fetzen, Zellophan oder Alufolien sein. 10 bis 15 Tage später verändert man die Anordnung der Objekte oder tauscht sie am Besten durch andere aus. Bei Weiden gilt dasselbe. In die Richtung, aus der Angriffe durch Predatoren am Ehesten zu erwarten sind, müssen die Gegenstände gelegt werden. Neben dem ist die Person des Hirten entscheidend. Er muß ebenfalls in der Richtung sein, aus der die Beutegreifer attackieren würden; die Wölfe müssen ihn oft sehen und er muß laut sprechen. Einzelgängerische Nutztiere oder solche, die am Rande der Herde grasen, müssen Glöckchen tragen. Sobald die abschreckenden Objekte nicht mehr gebraucht werden, sammelt man sie ein und hebt sie für das nächste Jahr auf.

CANIS: Was halten Sie vom Einsatz von Herdenschutzhunden? Durch diese speziellen Rassen würde der Riss von „Nutztieren" minimiert und es gäbe für die Bauern und Jäger keinen Grund, Wölfe zu töten.

Bologov: Niemand hier verwendet Herdenschutzhunde. Vielleicht liegt das daran, daß die Wölfe hier öfter Hunde als Schafe töten.

CANIS: Wie können Österreicher oder Deutsche Ihr Projekt unterstützen?

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Bologov: Da gibt es drei Möglichkeiten. Erstens, die Aufmerksamkeit der Menschen für das Projekt wecken. Zweitens kann sich jeder als Voluntär melden. Durch die Gelder dieser Freiwilligen wird ja der Großteil der Projektkosten getragen. Mehr Informationen dazu auf der Website www.ecovolunteer.de. Und zum Schluß: durch finanzielle Unterstützung.

Wer spenden möchte, kann dies auf mein Konto tun*.

CANIS: Einige persönliche Fragen. Warum haben Sie Ihr Leben den Wölfen gewidmet? Gab es da Schlüsselmomente in der Vergangenheit?

Bologov: Ja, ich glaube, Schlüsselmomente sind typisch für jeden Wolfsforscher. Es ist das Treffen mit Wölfen in der Natur.

CANIS: Was an Wölfen fasziniert Sie am meisten?

Bologov: Der Rhythmus ihrer Bewegungen.

CANIS: Und was war bisher überhaupt Ihr beeindruckendstes Erlebnis mit Wölfen?

Bologov: Jeder einzelne Tag mit den Wölfen im Wald ist beeindruckend. Aber ich erinnere mich immer wieder an den 31.März 1995 als mich vier Wölfe für etwa eine Minute beobachteten.

CANIS: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würde der lauten?

Bologov: Ich würde gerne fliegen können. So wäre meine Feldforschung leichter zu bewältigen.

SPENDEN AN VLADIMIR BOLOGOV:

Corresponding Bank: The Bank of New York; Swift: IRVT US 3N, 890-0057-610

oder

Saving Bank of the Russian Federation, Meshcanskoe Branch 7811/01083; Moskau, Russland; Swift: SABBRUMM, Kontonummer: 42301.840.5.3822.0900145; Kontoinhaber: Vladimir Bologov

© Tierrechtsverein CANIS International Text und Interview: Mag, Alexander Willer Layout und Bearbeitung: Marion Schönborn/H.-J.Steppuhn
© Fotos: Vladimir Bologov

HP von Wladimir Bologov: http://www.geocities.com/vbologov/

Quelle: http://www.canis.info/interviews/bologovtverrussland.htm

05.02.2008 um 16:00 Uhr

Wolfs-Begegnung

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

"AUF DER SPUR DER KÜSTENWÖLFE"

ZDF-Dokumentation, 45 min. - Das kam kürzlich im TV, ich hab nur noch die letzte Viertelstunde mitbekommen... so faszinierend. Gudrun Pflüger erforscht die Wölfe an der Westküste Kanadas und bei ihrem letzten Besuch hatte sie hautnahen Kontakt zu ihnen, siehe Bericht unten. Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,7000533,00.html Wenn Ihr soviel Zeit habt, schaut Euch den ganzen Film an, es sind einzigartige Bilder: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,7000545,00.html 

01.11.2007 um 21:52 Uhr

Vögel im Winter

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Wusstet Ihr, dass ursprünglich alle Vögel, die wir hier haben, Standvögel waren und gar nicht gen Süden zogen? Und dass sie nur wegen Nahrungsknappheit gen Süden zu ziehen begannen? Es hat also nichts mit der Kälte zu tun... sie sind allesamt gut dagegen gerüstet, wie der Artikel hier unten belegt. Bei genügend Futter und Nistmöglichkeiten, bleiben z.B. auch Störche gerne hier. Der Trend geht nun wieder dahin, dass Zugvögel nicht so weit fliegen oder ganz hier bleiben.

Was tun Vögel im Winter?

Bevor die Natur mit Minusgraden, Schnee und eisigen Winden zum eher ungemütlichen Lebensraum wird, verkriecht sich so manches Säugetier zum Winterschlaf, Zugvögel weichen in wärmere Gefilde aus. Warum aber bleiben so viele andere Vögel vor Ort - und wie überleben sie die harten Bedingungen eines richtigen Winters? Odysso hat ihre Spuren verfolgt und fand verblüffende Überlebensstrategien.

Vögel im Winter

Während Igel, Hamster und Siebenschläfer sich im Winter monatelang verkriechen, ihren Stoffwechsel drastisch herunterfahren und im Schlaf von ihren Fettreserven leben, bleiben unsere heimischen Vögel auch bei Minusgraden wach und mobil. Zwar gibt es einige wenige Vogel-Arten, die wenigstens kurzfristig in der Lage sind, ihren Energieumsatz in Notzeiten gegen Null abzusenken - doch Amsel, Drossel, Fink und Star gehören nicht dazu. Und mittlerweile verbringen auch immer weniger Vögel die kalte Jahreszeit in wärmeren Gefilden: sie ziehen nicht mehr, sie werden zu "Standvögeln".

Insektenfresser wie die z. B. die Meisen müssten im Winter eigentlich große Probleme bei der Nahrungssuche haben. Doch dank ihres kurzen, spitzen Schnabels können Meisen auch Samen und Körnerkost knacken - sie ändern ganz einfach ihren Speiseplan.

Der Vogel des Jahres 2006 - der Kleiber - lebt von Insekten und Spinnen, im Winter aber hauptsächlich von Baumsamen wie Bucheckern oder Haselnüssen, die er mit kräftigem Hämmern öffnet. Mit seinem langen, gebogenen Schnabel und der akrobatischen Klettertechnik - kopfüber am Stamm entlang - schafft er es aber, das ganze Jahr über versteckte Larven oder Insekteneier unter der Baumrinde zu finden.

Luftpolster

Gegen Minustemperaturen hilft ganz einfach: sich ordentlich aufplustern! Dadurch vergrößert sich zwischen den Vogelfedern die Luftschicht. Die wird vom Körper erwärmt und funktioniert wie eine ganz natürliche Daunenjacke.

Und noch etwas wissen Vögel schon lange: Energie sparen ist angesagt! Denn bei fallenden Temperaturen steigt ihr Energiebedarf. Und der ist zu einer Zeit, in der es Futter nicht im Überfluss gibt, schwerer zu decken. Deshalb heißt für sie: möglichst wenig bewegen.

Die Kuschel-Strategie des Zaunkönigs

Der Zaunkönig hat noch eine andere Strategie entwickelt: In extrem kalten Nächten gründet er mit Artgenossen "Schlaf-WGs". Zusammengekuschelt in Spechthöhlen, Nist- oder Fledermauskästen trotzen sie der Kälte.

Doch was machen Wasservögel, wenn es friert? Und sie oft wochenlang Tag und Nacht auf Glatteis herumlaufen müssen? Barfuß!

Wärmetauscher in den Füßen und die Bürzeldrüse

Vögel haben im Winter tatsächlich kalte Füße - denn sie senken selbst die Temperatur in ihren Füßen bis auf null Grad ab. Das ist für sie in dieser Zeit lebensnotwendig: Zum einen, weil Vögel sonst über ihre Beine viel mehr Wärme abgeben würden, als sie wieder ersetzen könnten. Zum anderen sorgen kalte Füße bei Wasservögeln dafür, dass das Eis nicht antaut und sie anschließend daran festfrieren. Und Schwimmen in eisigem Wasser ist für Enten, Gänse und Co. auch kein Problem: Da hilft die Bürzeldrüse über dem Schwanz, die bei Wasservögeln stärker ausgebildet ist als bei den Verwandten an Land. Diese einzige Hautdrüse, die Vögel besitzen, scheidet ein fettiges Sekret aus. Regelmäßig "nippen" Wasservögel daran und ölen dann ihr Gefieder mit dem Schnabel regelrecht ein. So bleibt es wind- und wasserdicht.

 Barfuß

Der einzige, der im Winter brütet

Ob Vögel im Winter zuhause bleiben oder nicht, hängt allein davon ab, ob es für sie genug zu fressen gibt. Deshalb brütet der Fichtenkreuzschnabel sogar im Winter - als einziger heimischer Singvogel. Denn für ihn gibt es gerade dann oft besonders viel Nahrung aus Fichtenzapfen.

Männerclubs und Damenferien

Bei den Buchfinken dagegen ziehen im Winter nur die Weibchen gen Süden. Und während sie dort auf wärmeres Wetter warten, rotten sich die daheim gebliebenen Männchen zu Trupps zusammen. "Fringilla coelebs" wird der Buchfink deshalb wissenschaftlich genannt - der Fink, der im Zölibat lebt. Zumindest zeitweise...

Standvögel - Zugvögel

Wissenschaftler gehen davon aus, dass alle Vögel ursprünglich einmal "Standvögel" waren, also das ganze Jahr in ihrem angestammten Gebiet verbrachten. Erst mit zunehmender Spezialisierung der Arten und kontinentalen Klimaverschiebungen zog es Vögel in die Ferne - der Nahrung nach.

Heute verhält es sich umgekehrt: Zunehmende Erderwärmung und Besiedlung haben dazu geführt, dass immer mehr Zugvögel kürzere Strecken ziehen oder sogar zu Standvögeln werden. Die Amsel überwinterte bis vor 100 Jahren noch in Südeuropa und Nordafrika. Jetzt bleibt sie sich das ganze Jahr hindurch bei uns - denn in Parks und Gärten findet sie alles, was sie braucht.

Und selbst der Star - der früher einmal als sehnlichst erwarteter Frühlingsbote galt - mag immer weniger ziehen. Auch er bedient sich lieber am Vogelhaus, das doch eigentlich gar nicht nötig ist. Denn wer hier bleibt, hat sich perfekt angepasst und kommt auch im Winter gut zurecht.

Quelle: http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/did=2259176/mx6vml/index.html

09.07.2007 um 15:52 Uhr

Begegnung mit Wildschweinen

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Vorsicht, Wildschweine!

 

Von einem Jäger erhielt ich folgende Verhaltensmaßregeln für den Fall der Begegnung mit Wildschweinen:

 

Möglichst nicht in der Dämmerung in Gegenden laufen, wo Wildschweine sind.

 

Wenn doch, dann sich laut unterhalten, singen etc. so dass die Tiere schon von weitem wissen, dass da Menschen (mit Hunden) kommen. Ich lasse immer meine Hunde am Anfang des Spaziergangs und zwischendurch bellen. Manchmal singe ich auch... das hab ich auch schon früher gerne gemacht, hatte nichts damit zu tun, Wildschweine zu verscheuchen...

 

Wenn die Wildschweine frühzeitig wissen, dass da Menschen sind, greifen sie nicht an, sondern weichen aus.

 

Sollte man unvermutet doch auf Wildschweine in nächster Nähe treffen und diese womöglich angreifen, ist es wichtig, den Hund bzw. die Hunde von der Leine zu nehmen, so dass sie flüchten können. Selbst sollte man möglichst ruhig und möglichst nicht gerade mitten im Weg sondern eher am Rande, in der Nähe von Gebüsch oder so stehen bleiben.

 

Ist sicher ziemlich schwierig, denn man hat ja auch einen Fluchtreflex. Nur hat man definitiv  Null Chancen gegen Wildschweine in puncto Schnelligkeit und Wendigkeit. ´

 

Dazu ein kleines Erlebnis aus der Kindheit meiner Mutter. Sie war etwa 10 Jahre alt und war mit meiner Oma auf einer Wiese am Waldrand, um Gras und Löwenzahn für die Kaninchen zu holen. Da stand ihr auf einmal ein Wildschwein gegenüber, nicht mehr als zwei Meter entfernt. Sie war wie erstarrt und rührte sich nicht. Meine Oma stand 20 Meter dahinter und wusste, es würde nichts nützen, hinzurennen und ihre Tochter beschützen zu wollen, und so blieb sie auch still und stumm und wie erstarrt stehen. Meine Mutter und das Wildschwein schauten sich eine Weile in die Augen, bis sich das Wildschwein schließlich umdrehte und im Wald verschwand. Auch wenn es schwierig ist, es nützt also offensichtlich etwas, ganz still stehenzubleiben.

 

Die Wildschweine haben bis Mai ihre Jungen bei sich. Danach ist die Gefahr von Wildschwein-Angriffen nicht mehr so groß, aber ausschließen kann man es nie.

01.07.2007 um 20:07 Uhr

Warnung für Hundebesitzer

von: Seren_a   Kategorie: Wissenswertes

Es gibt Gefahren für Hunde, die sich manche Hundehalter offenbar überhaupt nicht vorstellen können, z.B. dass ein Hund im Auto ersticken kann, und das nicht nur im Sommer, nicht nur in praller Sonne und auch wenn die Fenster einen Spalt offen sind. Ein Hund kann nicht über die Haut schwitzen wie Menschen, sondern nur ein wenig über die Ballen. In der Hauptsache regelt er den Temperaturausgleich über das Hecheln. Das funktioniert in einem geschlossenen Raum wie dem Auto gerade mal bis 30 Grad. Ein Auto wird aber ganz schnell zum Backofen und die Innentemperatur kann sehr schnell auf 60 Grad klettern. Viele Hunde sind schon jämmerlich erstickt, während Herrchen und Frauchen nur mal kurz einkaufen gingen...

Erst kürzlich starben in der Nähe von Würzburg wieder vier Hunde auf diese Weise, darunter ein viermonatiger Schäferhundwelpe. Natürlich wird allerorten über die verantwortungslosen Hundebesitzer geschimpft. Andererseits denke ich auch daran, was diese jetzt durchmachen... sie wollten ihre Hunde ja nicht umbringen! Sie haben ihre Hunde verloren, weil sie unwissend und sorglos waren. Es muss schrecklich sein, damit zu leben, die eigenen Hunde umgebracht zu haben...

In dem entsprechenden Zeitungsartikel bittet der Tierschutzverein wie auch die Polizei Passanten darum, sofort die Polizei zu informieren, wenn sie bei heißem Wetter Hunde in Autos sehen. Ich halte die Augen offen und hoffe, dass das auch viele andere tun. Im Moment ist das Wetter nicht so ausnehmend toll, aber auch wenn die Sonne nicht direkt scheint kann es durch die Schwüle in den Autos sehr heiß werden. Bitte, lasst uns auf unsere Tiere besser Acht geben, und damit meine ich auch die Tiere der „anderen"...

Noch eine Warnung. Dass so etwas passieren kann, daran hätte ich allerdings auch nie gedacht. Eine Bekannte erzählte mir von einer Frau, die mit ihrem Hund an der Leine auf einen Aufzug zuging. Der Hund ging vorneweg und die Frau ließ sich noch kurz von jemandem aufhalten. Inzwischen war der Hund in den Aufzug gegangen und die Türe schloss sich. Es war zu spät, dazwischen zu springen. Der Hund ist jämmerlich umgekommen, während die Frau unter einem schweren Stock stand, wie man sich vorstellen kann. Meine Bekannte war ebenfalls total schockiert davon, weil sie auch regelmäßig mit ihrem Hund an der Leine einen Aufzug benutzt. Sie achtet jetzt immer peinlichst darauf, dass der Hund nicht vornweg läuft sondern genau neben ihr. Und dasselbe auch, wenn sie mit ihrem Hund Bus, Straßenbahn oder Zug betritt.