Und noch ein Workshop: "Schulqualität entwickeln" (23.08.05 in HH)
- Zeigt sich hier nur eine neue Vorgehensweise bei der Umsetzung oder deutet dies auf eine größere Ergebnisoffenheit hin?
- Eine Ehrlichkeit, zu der man gratulieren kann; leider waren keine Konsequenzen hieraus zu erkennen.
Aus der Sicht des "Fußvolks" am interessantesten waren jedoch die Ausführungen des Experten aus NRW vom Berufskolleg Köln, der auf langjährige Erfahrungen bei der Entwicklung von Schulqualität zurückblicken kann:
Trotz dieses langen Vorlaufs bei der Schulqualitätsentwicklung erbrachte die Frage aus dem Publikum nach einer messbaren Unterrichtsverbesserung durch die verschiedenen Maßnahmen ein wörtlich nur ein "Kann ich einfach nicht beantworten"! Offenbar wird auch in NRW nur mit Wasser gekocht. Stellt sich aus Hamburger Sicht nur die Frage, woher man eigentlich dort weiß, wie gut man kocht. Kurz gefasst scheint der Ansatz des dortigen Berufskollegs die Bildung von weitgehend eigenständigen Lehrerteams im Zentrum der Organisationsentwicklung zu bestehen. Jede Lehrkraft soll i.d.R. mindestens in zwei Teams arbeiten, sodass hierdurch eine fruchtbare Vernetzung entstehe. Die ca. 15 Teams der Schule wählten Teamsprecher, die Mitglieder der schulischen Steuergruppe seien. Hierdurch und durch die unterrichtsbezogenen Teambesprechungen ließe sich die innerschulische Kommunikation verbessern. Allerdings hatte die Schule aus einem Modellversuch zu einer selbständigeren Schule zusätzliche Mittel erhalten, was bekanntlich für die flächendeckende Einführung in Hamburg nicht geplant ist.
Nach der Rolle der Ausbildungsbetriebe bei der Qualitätsentwicklung in der Berufsschule befragt, führte der Experte diverse Beratungsmöglichkeiten an, und auf Nachfrage, wie er denn eine hälftige Mitbestimmung von Wirtschaftsvertretern in der Schule einschätzen würde, sprach er von "erheblichen Reibungsverlusten".
Fazit: Auch in anderen Bundesländern wird nur mit Wasser gekocht. Der Hinweis des DLH, dass die Hamburger Beruflichen Schulen auch im nationalen Vergleich gut dastehen, kann nur wiederholt werden.
Dies gilt aber auch für die DLH-Warnung, dass eine zu große Einflussnahme Außenstehender in den Beruflichen Schulen (wie z.B. Kammerfunktionären) kontraproduktiv sein kann!
