iwd zur OECD-Bildungsstudie - Berufliche Bildung nicht angemessen berücksichtigt
Bildungsabschlüsse - Deutschland nur Mittelmaß?
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in seinem Informationsdienst vom 8.11.07 die jüngste OECD-Bildunsstudie unter die Lupe genommen (S. 4f.) und dabei für die Berufliche Bildung in Deutschland interessante Aspekte hervorgehoben:
Im Gegensatz zur Schweiz, die als eines der wenigen Länder ein vergleichbar gutes Berufsbildungswesen aufweist, erwerben in Deutschland zu wenige Absolventen der beruflichen Bildungswege das akademische Niveau. In der Schweiz erwirbt ein gutes Drittel der Abiturienten die Hochschulzugangsberechtigung während einer Lehrausbildung; in Deutschland gehe nur jeder zehnte Hochschulzugangsberechtigte diesen Weg - zumeist an Berufsfachschulen.
Hier fordert das iwd zu Recht eine Ausweitung entsprechender Berufsschulkapazitäten!
Als weiteren bedeutsamen Aspekt hebt das iwd die fehlende automatische Zulassung der Absolventen vollzeitschulischer Bildungsgänge der Beruflichen Schulen hervor - eine langjährige Forderung des Verbands der Lehrer an Wirtschaftsschulen Hamburg und des Deutschen Lehrerverbands Hamburg. Hierzu heißtes lapidar in der iwd-Analyse: "Diese Anerkennung ist bislang lediglich geplant."
VLW und DLH werden deutlicher: Im Hamburger Ausbildungskonsens wurde diese Zulassung dem Bürgermeister in Aussicht gestellt - wo bleibt die Umsetzung? Hamburgs junge Menschen benötigen keine Schulstrukturdiskussion in der Beruflichen Bildung, sondern endlich die Zulassung vollzeitschulischer Bildungsgänge zu den Kammerprüfungen!
