Herausragende Bedeutung der Beruflichen Gymnasien erneut belegt
Mit Befriedigung können die Lehrer an beruflichen Schulen zur Kenntnis nehmen, dass ihre Beruflichen Gymnasien schon wieder gesellschaftspolitisch besondere Bedeutung zugewiesen bekommen:
In der ZEIT vom 3.1.2008 wird eine bisher unveröffentlichte Studie zur Wirksamkeit von Gesamtschulen vorgestellt. Auch hier wieder wird darauf verwiesen, dass die Beruflichen Gymnasien wichtig für die Durchlässigkeit eines Bildungswesens sind. "So scheint klar, dass eine frühe Einteilung in Bildungsgänge nach der vierten Klasse nur zu rechtfertigen ist, wenn die Anschlussmöglichkeiten an weiterführende Bildungswege nach der neunten oder zehnten Klasse gut ausgebaut sind, etwa in den berufsbildenden Gymnasien. Ansonsten wäre die frühe Selektion in der Tat für kleine Kinder und ihre Familien unzumutbar. Auch gut ausgebaute berufsbildende Wege zu einer Hochschulreife – wie bei der Berufsmatura in der Schweiz und in Österreich – machen die frühe Selektion erst pädagogisch erträglich." (Quelle: DIE ZEIT )
Um dieser Forderung nach sozialer Durchlässigkeit nachzukommen, ist es unabdingbar, dass alle Schüler - unabhängig von ihrer Herkunft, d.h. auch wenn sie vorher z.B. eine Realschule besuchten - die Möglichkeit haben, auf ein Berufliches Gymnasium zu wechseln, um dort das Abitur zu machen.
Um andererseits die spezifische Verflechtung dieser Gymnasien mit der Berufswelt, ob kaufmännisch oder gewerblich-technisch, zu gewährleisten, ist es notwendig, dass diese Gymnasien auch an den Beruflichen Schulen angegliedert bleiben. Ein Abspalten der Beruflichen Gymnasien von den übrigen Beruflichen Schulen hätte hier in einem Stadtstaat wie Hamburg nur Nachteile.
