Der Deutsche Lehrerverband Hamburg zur Bildungs- und Schulpolitik

22.05.2009 um 21:47 Uhr

Anmerkungen zum Bericht der Schulinspektion Hamburg

In Ihrem ersten Bericht hat die Schulinspektion für die Beruflichen Schulen Hamburgs Interessantes festgestellt:

  • Die Fragebögen der Betriebe konnten nicht ausgewertet werden, da nur 11% der betroffenen Ausbildungsbetriebe geantwortet haben.
    Böse Zungen könnten jetzt die immer wieder aufgestellte Behauptung, die Ausbildungsbetriebe seien mit den Hamburger Berufsschulen nicht zufrieden und würden sich gern bei deren Weiterentwicklung einbringen, anzweifeln angesichts dieses geringen Engagements. Hierbei ging es auch nur um das Ausfüllen und Rücksenden von Fragebögen. Der DLH hat von mehreren Schulen gehört, dass es auch ansonsten schwer ist, die Vertreter der Ausbildungsbetriebe für das erforderliche Engagement in den Berufsschulen zu motivieren. Aber vermutlich liegt das einfach an der Wirtschaftskrise, die den Mitarbeitern in den Unternehmen ganz andere Sorgen macht als die Berufsschule, zu der ihre Auszubildenden gehen.
  • Die Unterschiede innerhalb der Schulen sind signifikant größer als die Unterschiede zwischen den Schulen. Das liegt einerseits natürlich an den Lehrern, die - wie übrigens auch im Rest der Welt - nicht alle gleich und nicht alle gleich gut sind. Andererseits liegt dies aber zum großen Teil an den Lerngruppen! Wie der DLH erfahren hat, soll deswegen der Staatsrat insbesondere den internen, kollegialen Austausch gefordert haben.
    Dies ist zu begrüßen: Nicht die Lehrkräfte an den Pranger stellen, sondern den Kolleginnen und Kollegen mehr Möglichkeiten geben, dass sie sich untereinander austauschen!
Zur Originalquelle: http://www.schulinspektion.hamburg.de/index.php/jahresbericht