Der Deutsche Lehrerverband Hamburg zur Bildungs- und Schulpolitik

26.06.2009 um 07:18 Uhr

Modellversuch für Berufsschullehrer in Mangelberufen

Nachdem in einigen Berufen offenbar erheblicher Lehrermangel herrscht, will Hamburg jetzt in einem Modellversuch Absolventen von Fachhochschulen zu vollwertigen Lehrern an Beruflichen Schulen ausbilden:

In 3 Jahren Ausbildungszeit sollen die angehenden Metall- und Elektro-Gewerbelehrer/innen im Schuldienst, am LI und an der Universität Hamburg zum Master und zum Zweiten Staatsexamen geführt werden.

Ein ehrgeiziges Programm für die zukünftigen Kolleg/inn/en!

Der DLH begrüßt es, dass in diesen absoluten Mangelbereichen mit diesem Versuch auch weiterhin der Master (bzw. Diplom/Erstes Staatsexamen) und das Zweite Staatsexamen als Voraussetzung für die anspruchsvolle Tätigkeit eines Lehrers an Beruflichen Schulen gesichert wird und hofft, dass mit Hilfe dieses Modellversuchs die Lücken geschlossen werden können.

Trotzdem sollte die Schulbehörde überlegen, wie sie den Beruf des Lehrers an Beruflichen Schulen grundsätzlich attraktiver gestaltet, damit sich in Zukunft  mehr Studierende für eine Handels- oder Gewerbelehrerausbidlung entscheiden: Es reicht offenbar nicht aus, immer nur auf die Attraktivität Hamburgs und des sicheren Jobs zu setzen! 

 

 

22.06.2009 um 22:02 Uhr

Schülerzahlen und Lehrerbedarf: Ausblick auf 2009/2010

Zum Schuljahr 2009/2010 rechnen die Hamburger Schulbehörde und ihr Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) mit rund 60.000 Schülern an den Beruflichen Schulen. Damit befinden wir uns immer noch auf einem hohen Niveau:

Ca. jeder vierte Hamburger Schüler besucht eine Berufliche Schule in ihren zahlreichen Bildungsgängen.

Als Lehrerbedarf wird für die Beruflichen Schulen für das neue Schuljahr von etwas über 2.600 Stellen ausgegangen, was bei verbreiteter Teilzeit naturgemäß deutlich mehr Köpfe ausmacht.

Positive Nachricht: 45 Stellen stehen für Neueinstellungen bereit; durch die Wahrnehmung von Teilzeitangeboten (hoffentlich immer freiwillig!) bedeutet das sicherlich zwischen 60 und 70 neueingestellte Kolleginnen und Kollegen! Der DLH begrüßt die neuen Lehrkräfte in den Beruflichen Schulen: Wir werden uns auch weiterhin für zusätzliche Neueinstellungen stark machen und darauf hinweisen, dass Lehrer Beamte sein müssen.