Der Deutsche Lehrerverband Hamburg zur Bildungs- und Schulpolitik

22.04.2005 um 14:45 Uhr

Arno Becker verabschiedet

Auf der Jahresmitgliederversammlung des DLH wurde der bisherige 1. Vorsitzende, Arno Becker, verabschiedet.

Matthias Oehlrich: „Der DLH dankt Arno Becker für seine herausragende Vorstandsarbeit. Ohne ihn wären viele Probleme nicht in dem erforderlichen Maße in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt: Das fehlende Augenmaß der Politik bei der angedachten Reform der Berufsbildenden Schulen, beim Arbeitszeitmodell, bei den fortwährenden Sparmaßnahmen, die alle Schulformen getroffen haben, und insbesondere die mangelnde Fürsorge der BBS um die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen wurde von Arno Becker mit viel Sachverstand engagiert und quasi „rund um die Uhr“  kritisiert und mit  Gegenvorschlägen begleitet.
Dafür können wir ihm nicht genug danken, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass u. a. aufgrund der vielfältigen ständig neuen Probleme kaum jemand ermessen kann oder möchte, was einerseits diese ehrenamtliche, also nicht bezahlte Gewerkschaftsarbeit von einem Menschen fordert und andererseits welche Bedeutung diese konstruktive Arbeit für die Entwicklung der Bildungslandschaft in Hamburg bedeutet.“
In diesem Zusammenhang weist der
DLH auf die Tatsache hin, dass gerade der DLH und Arno Becker immer für den Erhalt aller Schulformen eingetreten sind. Es gibt anscheinend ein Umdenken bei der Regierung. Jutta Ramin (stellv. DLH-Vositzende)  zur vorliegenden Novelle des Personalvertretungsgesetzes: „Der § 10 PersVG soll in Richtung Einheitsschule geändert werden, was wir nicht verstehen können. Es soll nur noch „ein besonderer Personalrat für pädagogisches Personal an Schulen gewählt“ werden. 
Hier wird das falsche politische Signal gegeben. Selbst wenn nur Sparmotive hinter diesem Vorschlag stehen sollten, wird dieses Ziel nicht erreicht, da durch die Einsparung an Personalräten zusätzliche Arbeit für die Dienststelle aber insbesondere für die Schulleitungen produziert werden. Nur schulformbezogene Personalräte sind in der Lage, in ständigem Kontakt mit den Lehrerinnen und Lehrern effektiv beratend tätig zu werden. Die Situation wird geradezu aberwitzig, wenn der neue Personalrat nicht in der Lage ist, die Prüfungsausschüsse für Lehramtsprüfungen und Personal- und Findungsausschüssen mit der Schulform entsprechenden Personalrats-Kolleginnen und Kollegen zu besetzen.


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