\"Gordian\"

11.12.2006 um 09:45 Uhr

Darf ich mich vorstellen? Chaosschlampe, guten Tag.

von: Vaysh   Kategorie: LARP

Stimmung: müde, aber in Erinnerung schwelgend
Musik: grade nix

Zum Anfang: Meine Erkältung ist zurück. Aber das ist durchaus nicht wirklich merkwürdig, nach DEM Wochenende.

Marco hatte mir ja richtig Angst gemacht, mit meiner Rollenbeschreibung und ich dachte wirklich, ich schaffe das nie. Ritual verhindern, Seele pervertieren, Chaos unter den Dämonen anrichten... Und das in nur 24 Stunden. Jaja. Schon klar. Als ich Freitag hinfuhr hatte ich also quasi keinen Plan von nix. Und als ich am Ende der Welt ankam, stellte sich heraus, dass ich durchaus noch mehr Probleme hatte. Der Einsiedlerhof hatte weder Licht noch warmes Wasser oder Heizung. DAS hatte mir Marco nicht gesagt. Ich hatte natürlich weder Taschenlampe noch warme Klamotten dabei. -.- Aber zum Glück hat man ja Leute, die einem die Sachen zusammenleihen und meine Laune besserte sich recht schnell wieder, als dann das Briefing der SL kam und ich endlich begriff, warums überhaupt ging. Und hier die kurze Plot-Zusammenfassung von Marco:

Sin-Teth-Nun hatte vor, mehr Macht/Kraft zu bekommen, um seine Widersacher (Supay/Shaitan) abzuschütteln, bzw. zu vernichten (Das dies so klappte, konnte ja keiner ahnen!). Deshalb wollte er einen uralten Gott wiedererwecken und ihm bei der Wiederbelebung die Energie klauen. Dazu gab es ein Ritual, das die Opferung von Asakku, dem Leichengestirn, vorsah. Doch die Kraft des Morgensterns hätte alleine für die Wiedererweckung nicht ausgereicht, weshalb er seinen Hofstaat (und noch ein paar niedere Dämonen) zu einem Treffen lud.

Leider wurde ihm kurz vor dem Treffen sein Herrscherstab gestohlen. Der Stab ist ein mächtiges Artefakt und Lucifer hatte einen Teil seiner Macht darin gespeichert (ähnlich Sauron mit dem Einen Ring). Der Dieb war niemand anderes als Khaszura, die etwas gegen die Wiedererweckung des Namenlosen (bösen Gottes) hatte. So benutzte sie den Stab, verwandelte alle Dämonen in Menschenformen und konnte so ohne Aufsehen dort unter ihnen auch auftauchen, um das Ritual zu stören und insgesamt auch noch Chaos zu verbreiten (was ja hervorragend geklappt hat).

Ebech's Gott Cor schickte die Beiden (Marek und Ebech) dorthin, damit diese das Ritual zur Wiederbelebung des Namenlosen stören sollten. Er tarnte sie, so daß sie kurzzeitig als Dämonen durchgehen konnten und schickte sie in die Niederhöllen. Sie hatten 24 Stunden Zeit, um ihr Ziel zu erledigen. Hätten sie länger gebraucht oder wären aufgeflogen, dann wäre es das für sie gewesen.
Cor hatte damals bei der Vernichtung des Namenlosen (ebenso wie Khaszura) mitgeholfen und Teile seiner Macht in sich Aufgenommen, damit er nie wieder auferstand.

Khaszura ist in Daynon die Chaosmaid und ein Gegenspieler von Lukranis, einem guten Gott (ähnlich wie Akalar in Lupien). Marek war (fast) ein Paladin von Lukranis geworden und als Saturia (aka Khaszura) wußte, wer da vor ihr stand, konnte sie nicht umhin, ihn zu bezircen und ihn auf ihre Seite zu ziehen (was ja auch mühelos klappte). Marek's Spieler wollte das von vorneherein und bat uns, seinem Charakter die Möglichkeit zu bieten, das es so auch geschah. Aber er war stellenweise selber überrascht, daß
1. Khaszura persönlich dort auftauchte
und
2. Marek so dermassen von ihr gequält und erniedrigt wurde...

Kurz bevor Ebech fliehen konnte, lauerte der gefallene Marek ihm auf und lieferte sich mit ihm ein Schwert/Wort-Duell, das Beide nicht unbeschadet überstanden (Hoffe, deiner Wange geht es besser, Ebech!)

Ebech hat in letzter Instanz das Ritual zwar gestört und mitgeholfen den Morgenstern zu stürzen, allerdings ist trotzdem eine Menge Chaos entstanden. Cor war nicht ganz zufrieden mit ihm und legte ihm eine Prüfung auf, die er bestehen sollte.

So. Und das ist die Geschichte aus meiner Sicht.

Der Morgenstern rief die wichtigsten und höchsten Dämonen (und ihre kleinen popeligen Diener) zusammen, um uns von einem Verräter zu berichten, der uns an das Licht verraten hatte und unter uns weilte. Er sprach von einer drohenden Gefahr, die uns alle vernichten könnte. Außerdem erzählte er, dass er uns alle in menschliche Form verwandelt habe, um auf gleicher Stufe miteinander reden zu können. Was er allerdings nicht sagte war, dass ihm der Stab gestohlen worden war und er gar nicht wusste, WER uns in menschliche Form gesperrt hatte.

Alle also konzentrierten sich darauf, den „Verräter“ zu entlarven. Außerdem wurde intrigiert, da einige Dämonen der Meinung waren, dass der Morgenstern lange genug geherrscht hatte. Ich, Khaszura, als Dämon Saturia genannt, war eine der Ersten, die einen Pakt mit dem Morgenstern schloss. Damit wollte er sich Saturias Unterstützung und zusätzliche Macht sichern und ich bin natürlich darauf eingegangen. Dass es ihm nichts nutzen würde, musste ich ihm ja nicht sagen, ich durfte nicht auffliegen. Sein Fehler war, dass er zwar beim Bluttausch merkte, dass ich mehr als nur eine einfache Dämonin bin, er aber nicht weiter darauf einging. Ich schloss also hier und da lustig meine Pakte, versuchte die Aufmerksamkeit des Morgensternes auf eine potentielle Konkurrentin seinerseits zu lenken und schlich mich an Marek an. Ich versuchte ihn erst, einfach nur zu becircen, was leider nicht so funktioniert hat. Marek meinte später OT, dass er niemals damit gerechnet hatte, dass er ausgerechnet seine größte Feindin auf dem Con treffen würde und dass er eigentlich dachte, mir ginge es am ersten Abend nur um einen Pakt... Als also alle Verführung nicht zog, griff ich zu härteren Mitteln. Ich nahm ihn bei Seite und erzählte ihm, ich seie eine einfache Dienerin und mein Herr hätte dem Morgenstern den Stab geklaut. Mein Ziel sei es, den Morgenstern zu stürzen, da dann mein Herr aufsteigen würde und ich somit mit ihm. Und wenn Marek mit mir einen Pakt einginge, würde ich ihm den Stab, der eine Menge Macht des Morgensterns in sich trug, überlassen. Es fiel ihm nicht leicht, aber da er keinen Verdacht schöpfte, tauschte er sogar Blut mit mir. Ich gab ihm, durch meine göttliche Macht erschaffen, ein Duplikat des Stabes (was er natürlich nicht wusste). Nebenbei nannte ich ihm die Worte, mit denen er den Stab aktivieren sollte. Khaszura Arkus. Er brauchte diese Worte nur einmal zu hören und wusste sofort, wer ich war. Dieses Gesicht war IT wie OT... einfach unvergesslich genial. Er wäre ja fast zusammengebrochen. Er, der Fast-Licht-Paladin, hatte das Blut mit der Chaosschlampe, wie er mich liebevoll betitelte, getauscht! Gnihihi.... Er wusste, dass er damit seinem eigenen Gott nicht mehr unter die Augen treten konnte. Trotzdem versuchte er zu Beten. Leider war ich diejenige, die ihn erhörte und zu ihm sprach, was ihn richtig fertig gemacht hat.

Das war der Freitag. Samstag steckte ich Marek dann, dass der Stab in einem Ritual zerbrochen werden musste, um den Morgenstern zu schwächen und ihn vernichten zu können. Mein Plan war, während des Abschlussrituals, was ich ja verhindern wollte, den Stab zu zerbrechen. Diejenigen, die sich sowieso gegen den Morgenstern gewandt hatten, würden die Chance nutzen können und ihn stürzen. Ich würde in dem Moment der Aufregung Marek enttarnen und ihm die Wahl lassen, mit mir zu gehen oder in der Hölle Qualen zu leiden bis in die Ewigkeit. Na ja. Das war der Plan. Wurde aber leider nix, weil der Morgenstern alle die, die gegen ihn waren, aufspürte und nach und nach tötete. War also niemand mehr übrig, der mächtig genug war, ihn zu vernichten. Und ich sah meine Felle davonschwimmen. Ich versuchte einen der letzten mächtigen Dämonen zu überreden. Leider verpetzte er mich an den Morgenstern, aber immer noch nicht wissend, wer ich wirklich war, was ich auch streng geheim hielt und Marek auch zwangsläufig, da sonst auch er enttarnt gewesen wäre. Luzifer also dachte einfach nur, dass ich eine Verräterin seie und seinen Stab gestohlen hatte. Doch ich hatte früh genug Wind davon bekommen und mich auf eine andere Ebene „gebeamt“, wo ich in einem Ritual den Stab entzweibrach. Ich kann euch sagen, sein Gebrüll, als er einen Schwächeanfall erlitt und mich überall suchen ließ, war göttlich und durch den ganzen Wald zu hören. Als ich mich also wieder zurückbegeben hatte, nahm er mich natürlich sofort in Empfang und wollte mich in einen Bannkreis sperren, um auch mich zu töten. Pech, ich Göttin, ich nix haltbar in Bannkreis. Und selbst da raffte er noch nix, er dachte, das liege an seiner Schwäche. Er ließ mich gehen und wollte das Ritual so schnell wie möglich durchziehen, um dadurch wieder ab Macht zu gelangen. Ich musste mich also beeilen. Ich versprach Marek, ihm bei seiner Rache gegen diejenigen zu helfen, die ihn in die Hölle gebracht hatten, ich versprach ihm, ihm aus der Hölle heraus zu helfen und seine Feinde zu vernichten. Wenn er mir seine Treue schwört. Ich sag’s euch, der innere Kampf in dem armen Kerl war heftig, aber schließlich (ich habe ihn niederknien lassen, natürlich), tat er, was ich wollte. Was er nicht wusste war, dass ich ihn zu einem völligen Diener meinerseits machen würde. Er wurde erfüllt mit meiner Macht und zu einem treuen Anhänger Khaszuras gemacht. Kurz darauf ließ der Morgenstern ihn festsetzen, da er ihn enttarnt hatte. Aber es war nicht mehr der alte Marek und es kam zu einem Kampf. Und in diesem Kampf entschlossen sich die Dämonen, gegen ihren alten Herrn zu rebellieren. Es folgte ein Kampf Dämonen gegen Dämonen und das Chaos, welches ich ja auch verbreiten wollte, war perfekt. Schließlich habe ich mich mit Blitz und Donner offenbart. Das war der Showdown. Genial. Einfach nur genial. Ich habe ihnen alles berichtet, was ich getan hatte, habe Marek noch etwas gequält mit meinen Worten, habe den Morgenstern auf zwei Hörner degradiert indem ich den Stab symbolisch erneut vor seiner Nase zerbrach. Danach habe ich den Dämon, der mich verraten hat, innerlich verbluten lassen. Aber eher auch aus dem Grund, dass er der Schlüssel zum Ritual war und selbst wenn der Morgenstern vernichtet war, hätte dieses noch durchgeführt werden können. Dann habe ich meinen neuen Diener an der Hand genommen und ihn mit genommen ins Nichts.

 

Das war’s. Die Rolle meines Lebens. ;) Marek hat sich nachher bei mir bedankt, für dieses Spiel, er war sehr bewegt und ich bin wirklich froh, eine unvergessliche Rolle im Leben seines Chars gespielt zu haben. Samstag nach dem Plot glitt das Ganze über in die Jahresabschlussfeier des Vereins, die ich allgemein sehr genossen habe. Es war eine sehr schöne Nacht mit viel Kuscheln und lieben Leuten, guten Gesprächen und wirklich lustig. Na gut... es gab eine Menge blauer Flecken. Aber das ist ja mal egal. Und verdammt kalt war es auch, weil die Toiletten in der ehemaligen Scheune lagen und wir nur im Aufenthaltsraum einen Kamin hatten. Auch egal. Und seit dem Wochenende bin ich offizieles Mitglied im Verein. *freu* Erinnerungswürdig: Ben, der mit wehender Gewandung als König Digimon über den Hof schwebt und "Ich komme, Luci, mein Morgensternchen..." flötet, Dialoge wie: "Ich könnte ihn auch einfach töten..." "Ja... könntest du. Aber das wäre plump." "Ja, aber effektiv!" "Richtig. Aber plump." und natürlich "Toll. Ich nehme Nina mit nach oben damit sie mir sagt, was ich anziehen soll und sie sagt mir, was ich ausziehen soll!". Gestern hat mich dann Ben mit nach Hause genommen, mit einem Zwischenstopp beim McD., wo Sandra, Christian, Heiko und wir das WE haben ausklingen lassen.

Jetzt ist der Waschmaschinenmensch da, um sich um eben diese zu kümmern und dann gehe ich nochmal ins Bett.

Fotos! http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2350263

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2353420


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