"Das Leben ist voller Kuchen..."
Stimmung: s.o.
Musik: Krezip - All I'm Asking For
"... man muss sie nur suchen und sich ein großes Stück davon abschneiden."
Einer der Kern- und meist zitiertesten Sätze des vergangenen Wochenendes. *gg* Steckt viel Philosophie hinter, welche in einem Disput über unseren "Glauben" ausreichend behandelt wurde.
Tja... nu isse also rum, eine der geilsten Cons die ich erleben durfte ever. Unvergesslich, unersetzlich, einfach großartig. Super relaxt, super witzig, sehr emotional. Die Orga/SL-Jungs waren große klasse, G. war große Klasse, WIR waren große Klasse. *schwärm*
Freitag gemütliche Anreise (nachdem ich in der zuvorigen Nacht nur 4 Stunden geschlafen habe) mit folgenden stundenlangen Klönen mit C.. Nach und nach alle eingetroffen, so dass wir schließlich ein ungefähr 20 MannFrau starker Haufen von wirklich NUR symphatischen Menschen waren, die sich alle mehr oder weniger sowieso schon untereinander kannten. Es war die perfekte Mischung und kein einziger Suspektmensch dabei. Ein paar mal gabs Proben für die eventuelle Weihung, dann Charakterfindung, Sitzkreis, Vorstellungsrunde... Ich als "Mondbeauftragte" durfte Malen... ;) Herrlisch. Meine Rolle: Novizin Marie, Taschendiebin mit gewohnt französischem Akzent aus Anrea, kurz gesagt: Schwester. =) Irgendwann trudelte dann auch G. ein und es ging IT mit dem Abendessen los. Unsere Aufgabe war es, den ambientigen Rahmen rund um die Großmeisterprüfung zu gestalten, heißt, wir waren der Tempel/die Heilige Stätte/das Allerheiligtum und sollten die Taverne... hups... den "Gemeinschaftsraum"... zum Leben erwecken. Und wir hatten Spaß. So als Anhänger einer "Schurken-Gottheit" lebt es sich schon nett. Während Selim also artig seine Prüfungen absolvierte, amüsierten wir anderen uns mit- und übereinander. So z.B. Victor, der sich ständig an Marie ranmachte und immer auf die netteste anreanische Art und Weise abgewiesen wurde. Als es der guten Marie zu viel wurde, bat sie Bruder Marcus, ein Hochgeweihter des Fuchses/Mondschatten, mit besagtem nervenden Freier zu sprechen, auf dass dieser sie in Ruhe ließe. Bruder Marcus versprach, ein ernstes Wörtchen mit Victor zu sprechen. Da aber kein Handel ohne Gegenleistung abgeschlossen werden kann, müsse Marie dafür am folgenden Tag zur 11. Stunde Tempeldienst leisten. Da genervt und gerne Gottesdiener willigt Marie also ein und sieht, wie der Mondschatten mit Victor spricht und danach hat sie tatsächlich ihre Ruhe. ZUFÄLLIG hört sie allerdings später mit, wie Victor seinem Bruder berichtet, dass Bruder Marcus arrangiert hat, dass Marie zur gleichen Stunde Tempeldienst leistet, wie Victor und sich beiden somit ein ungestörten Raum und Alleinsein bietet. Natürlich war besagte Damen auf 180 und stellte den Hohepriester zur Rede. Es konnte nicht dessen Ziel sein, Zwietracht unter den Anhängern des Fuchses zu stiften! Bruder Marcus sah dies ein und gestattete ihr, den Tempeldienst zu verschieben. Am gleichen Abend bot ihr ein Händler an, Teil einer "Option" zu werden, die er einem Kunden verkaufen wollte. Es ging um die Option eines Rendezvous mit Marie und wenn sie einwilligte, bekäme sie einen Anteil des erhandelten Geldes und müsste dem Kunden dann nur noch eine Abfuhr erteilen. Ein klassischer Schwindel also, der dem Fuchs alle Ehre machen würde. Fand Marie auch toll. Aber sie ließ sich nicht davon abbringen, 6 von 10 als ihren Anteil anzusehen, was dem Händler dann doch zu hoch war. So verstrich der Abend mit Wein, Weib und Gesang und nach und nach gingen alle zu Bett. Alle, bis auf den guten Selim natürlich. DER durfte nämlich während der gesamten Prüfungszeit weder schlafen noch träumen.
Da er das aber OT natürlich vorher nicht gewusst hatte, hatte er auch vor der Con nicht wirklich viel geschlafen. Dementsprechend fertig war er auch, nachts um 3, nach den ersten wirklich gemeinen Prüfungen und mit zu viel Bier intus. Er fing dann eine weitere Prüfung an, in der er ein Puzzlespiel zusammen setzen musste, und das auf der Astralen Ebene. In der Zeit die sein Prüfer brauchte, um eine Karaffe Wein zu leeren. Es sollte angemerkt werden, dass dieser Prüfer sehr langsam trank, denn Selim brauchte tatsächlich 3 Stunden für ein 200 Teile-Puzzle. ;) Witzig war sein Zusammenbruch, als er das Motiv erkannte: Rosa, leuchtende Einhörner und Feen. Höhö... Na ja, und da es ja nun schon mal so früh.... spät war und wir Mitleid hatten, sind B., C. und ich zusammen mit ihm wach geblieben, die ganze Nacht. Holla die Waldfee, noch nie habe ich so viel Kaffee getrunken und noch nie war ich nach einer Nachtwache so platt wie am Samstag-Morgen. Aber es hat sich gelohnt. Hab dann zwei Stunden geschlafen, G., C. und B. haben es bis gestern Nacht ohne Schlaf durchgehalten. Samstagmittag war ich dann seltsamerweise wieder topfit und der Nachmittag ging weiter mit diversen Andachten und einem Disput zwischen zwei Mondschatten, der natürlich zum Wetten und Betrügen nur so einlud. Dazwischen wirklich lustige Zeiten mit den Lupianern verbracht, Shisha, Fuchsische Früchte und immer wieder Massagen eingeschlossen. Zwischenzeitlich erhielt Marie die Warnung, ja nichts zu trinken, was ihr Fremde anböten. Victor wolle sie durch einen Trank „willig“ machen. Leider kam es nicht mehr zum Ausspielen der Sache, ich hatte schon so meine Pläne.... Tjaaa... um eine lange Geschichte kurz zu machen: Selim hatte zwar nicht alle Prüfungen bestanden, aber einigen Intrigen und Komplotte des Vogt-Vikars aufdecken können und zum Showdown kam es, als dieser versuchte, Selim deswegen zu vergiften. Leider trank einer der Novizen das Gift und der Anschlag flog auf. Was darauf folgte kann man nur als eine der besten LARP-Schauspielleistungen nennen, die ich jemals sehen durfte. A. als Vikar und G. als Selim in Höchstform. Da kommt nichts ran. Und Selim musste tanzen... *herzchenaugen* Mehr davon. Gebt mir mehr Cal! BtT: Das Ganze endete damit, dass der Vikar in einer großartigen Zeremonie verstoßen wurde. Ich erntete ein paar besorgte OT- Fragen, als Marie tränenüberströmt zusammenbrach ob dieses Verrates und später sagte man mir, dass man sich wirklich OT Sorgen gemacht hatte. Hah! Ziel erreicht. Das größte Lob für einen LARPer. Als es dunkel wurde folgte das Großartigste überhaupt. Die Weihe zum Mondschatten. Wunderbar. Phantastisch. Unbeschreiblich. Diese Stimmung, das Licht, die Musik.... Es war perfekt. Wie aus einem Film geschnitten. Und da Selim nicht damit gerechnet hatte, dass er die Weihe doch noch empfängt, war er OT wie IT total geplättet und zusammen mit der Übermüdung ergab das einen umwerfenden Gesichtsausdruck, der einen fast zum Heulen gebracht hätte. Nee nee nee.... wat bin ich froh, doch gefahren zu sein. Danach gabs in der Taverne (diesmal war sie es auch wirklich) Standing Ovations und es ging ins OT. Und was soll ich sagen... lange nicht mehr hatte ich so einen Spaß. Perfekte Runde, perfekter Alkoholspiegel. Es wurde eine perfekte Nacht, von der ich noch lange zehren werde. Danke an dich. Und wieder diese ätzenden Abschiede. Aber gleichzeitig neue Einladungen zu diversen Cons, Verabredungen zu gemeinsamen Kartoffelsalat-Abenden und Scrubs- Exzessen. Wie üblich dann etwas länger geblieben und beim Aufräumen geholfen (womit ich mir eine Exklusiv-Massage von P. verdient habe =)) und dann nach Hause. Mimimi... Wie waren B.s Worte? „Am liebsten würde ich jetzt hier bleiben, was Trinken, Musik hören, später was essen....“ Kennt ihr diese kurzen, absolut perfekten Momente, wenn einfach ALLES stimmt und man möchte, dass sie nie vorbei gehen aber sie es müssen, weil sie sonst nichts Besonderes mehr sind? Dieser innere Friede, dieses Glück... Davon gab es dieses WE mehrere, aber kein so Bewusster wie heute. Fazit: - Ich kenne A.s neue Freundin auch endlich und muss sagen, sehr nett. Passt gut zu ihm. - Endlich mal etwas mehr Zeit mit S. verbracht. Tolle Frau. Mit tollem Freund. - Wir haben das männliche Äquivalent zu Daria entdeckt. - Ich werde Kaiserin der Mittellande.
Jetzt bin ich also wieder zu Hause. Mit diesem Mischmasch aus totaler glücklicher Müdigkeit und Glückseeligkeit und Vermissen und Traurigsein. Morgen geht’s wieder in den Alltagstrott mit Frühdienst. Aber ich weiß, dass ich noch lange an diese beiden letzten Tage denken und davon zehren werde.
Und immer schön daran denken:
„Bedenke, dass Dein Leben ein Handel ist – und noch dazu einer, den die andere Seite jederzeit widerrufen kann.“

