\"Gordian\"

29.05.2006 um 16:19 Uhr

Nie wieder LARP!

von: Vaysh

Musik: H-Blockx - Little Girl

So lautet das Motto des vergangenen WEs. Im Ernst, niemand der Anwesenden hatte jemals so viel Regen und so viel Matsch gesehen und alle sind sich einig, dass es schlimmer nicht mehr kommen konnte. Fangen wir von vorne an.

Donnerstag, Anreisetag für die NSC. Zu diesem Zeitpunkt hat es schon genieselt. Die erste böse Überraschung: Auf dem Zeltplatzt hatte man, ohne der Orga da mitzuteilen, haufenweise Bäume gefällt, so dass es dort aussah wie als hätte eine Bombe eingeschlagen, nichtmal das Holz hatte man abtransportiert und der Boden war von den Arbeitsmaschienen umgepflügt. Dann war es so, dass der Platz eigentlich nur für uns gemietet war, plötzlich aber noch zwei Fremdgruppen mitcampierten, davon ein Fussballclub und eine Feuerwehrmannschaft. Techno und uneingeladene Gaffer waren also an der Tagesordnung. Und es regnete. Und regnete. Regnete, und Freitag war die Orga kurz davor, alles abzusagen, weil wir keinen Platz zum Kämpfen hatten und sowieso schon Zelte abgesoffen sind und der Matsch immer schlimmer wurde... Einige Spieler sind angekommen, haben sich umgeguckt und sind wieder gefahren. Letztendlich waren wir wohl 30 von ursprünglich 150 SCs und 40 von 50 NSCs. Da es Freitags NUR geregnet hat (von 9 Uhr morgens bis 20 Uhr abends) habe ich an diesem Tag drei mal die Klamotten gewechselt, die von oben bis unten voll Schlamm waren und natürlich auch nicht trocknen würden, da wir keinen trockenen und warmen Platz zum Aufhängen hatten. Meine Stiefel waren Donnerstag schon durch und ich bin 4 Tage mit nassen Füßen rumgelaufen. Freitag also dann doch noch sowas wie Plot, heißt, 2 Stunden im Regen rumstehen und die Flagge bewachen. Schminken, in den Regen, danach Kontrolle im Spiegel und tausend mal nachschminken... Samstag ging so weiter, war aber aus meiner Sicht der schlimmste Tag. Die Hochzeit war natürlich regelrecht ins Wasser gefallen und A. war ja Freitags auch direkt wieder gefahren. I. ging es nicht gut, er hatte was am Bein und konnte kaum laufen, dementsprechend war auch seine Laune, ausserdem hatte er Stress mit C. und allgemein war die Stimmung und die Motivation am Boden. Einzig B. mit seinen Sprüchen war ein Lichtblick. Und dann... starb Brak-Zuss. I.s Charakter, mein IT-Bruder. Ab dem Moment war für mich IT sowieso das Spiel gelaufen, mit meinem Char war nicht mehr viel anzufangen und wenn sie dazu gekommen wäre, hätte sie sich mit dem Schwert ihres Bruders in die Schlachreihen gestürzt und dort den Tod gefunden. Kam aber nicht dazu, dafür hat sie sich jetzt von Verdogonas abgewandt und will kämpfen lernen, um sich an den Mördern zu rächen und da wird ihr wohl K´takh  helfen. I. hat sich für den Rest des Tages dann ins Bett zurückgezogen, wegen dem Bein und wir haben noch etwas im Regen rumgespielt und um ca. 20 Uhr habe ich mich auch rausgezogen und habe mich unter die warme Bettdecke zurückgezogen. So wie ich das mitbekommen habe, sind einige NSC an diesem abend noch abgreist und auch die anderen haben sich eher in ihre Zelte als in die Taverne zurückgezogen. Und mein Zelt war eines der wenigen, die wirklich trocken geblieben sind. *streichel* Dafür war der Rest ja nass genug. Letztendlich haben wir einfach alles in einen Müllsack gesteckt. Gestern sind wir dann relativ früh und bei strahlendem Sonnenschein nach Hause gefahren. Endlich duschen!!!!!!! Noch nie war eine warme Dusche soooo wunderbar. Bestimmt ein halber Liter Duschgel sind draufgegangen, bis das Wasser nicht mehr schwarz war. Dann schnell die nassen Sachen im Keller aufgehangen, bevor ich sie in die Waschmaschiene stecke, Stiefel und Chucks eingeweicht und dann mit A. zur Herr der Ringe Symphonie. Obwohl ich dermaßen müde und kaputt war, wars doch recht nett. Sehr gute Solistin mit Gänsehautstimme, klasse Kinderchor. Und ich kam mir recht komisch vor, weil ich ohne Gewandung unterwegs war. 4 Tage am Stück reichen.

Heute dann bis eben geschlafen und gleich gehts zur Nachtwache. *maul* Zum Glück habe ich Pfingsten nochmal frei, bevor der stressigste Monat ever beginnt. Und Samstag ist erstmal wieder Taverne. Wo ich evtl. mit meinem Nymbra-Char kurz erscheinen werde, weil ich noch etwas zu erledigen habe. Wahrscheinlich wird sie ihrem Bruder in die ewigen Jagdgründe folgen, wenn jemand sie erkennt, aber das werden wir sehen. Bilder gibt es, sobald ich sie hochgeladen habe.

Anbei einen Beitrag von Dherian über das vergangene WE.

Ich habe Bilder aus Vietnam gesehen, ich war in Ex-Jugoslawien, ich erinnere mich an die Erzählungen meines Großvaters von der Ostfront, aber nie, absolut nie habe ich geglaubt daß ich einmal so ein Schlachtfeld vor die Augen bekomme. Das einzige das gefehlt hat waren Bombenkrater.
Während der Con bezeichnete ich das Ding gerne als unser "Ia Drang Tal" frei nach LZ-Xray und LZ-Albany in der ersten Schlacht der 7. Luftkavallerie in Vietnam. 3 Tage eingeschlossen zwischen Fluß, Berg und Gegnern haben die Nymbra hartnäckig und entschlossen ihre Aufgaben verfolgt.

Ich versuche nun einmal das Ganze aus unserer Sicht aufzufröseln.
Das 36. Expeditionskorps bestehend aus einem Zug Spezialisten der 1. Brigade unter den Hauptleuten Brak Zuss und Tuk-Krass rückte auf Befehl des "Overlords" Abraxas nach Rabuuntal auf um eines der fünf heiligsten Gebiete Bradars dem Erdboden gleichzumachen und den dortigen Tempel zu entweihen.
Ohne nennenswerten Widerstand zu erleiden landeten zwei Kompanien (A-Hörnchen und B-Hörnchen) im Ia-Drang T.... Rabuuntal und rodeten den umliegenden Wald, brannten das Dorf nieder und opferten die Bewohner im Nymschota. Späher rückten aus um das Umland zu erkunden und bald erhielten wir die Meldung das eine kleine ungeordnete gemischte Gruppe Opferrassen begann am anderen Ufer des Rabuun Lager zu beziehen.

Zeitgleich mit dieser Meldung verschwanden die Schattenläufer und Hauptmann Brak-Zuss und plötzlich fanden sich Nymbra unterschiedlicher Kompanien unter demselben Hauptmann wieder.
Tuk-Krass ließ zunächst verschiedene Stellungen beziehen und Wachposten aufstellen und befahl die Suche nach Brak-Zuss.
Ohne seine Späher blind und durch die doppelte Anzahl an Truppen in der Mobilität und Agilität eingeschränkt war es kaum möglich mehr zu tun, als das eingenommene Dorf zu sichern und auf die Ankunft Abraxas´ zu warten.
Die Lage wurde zunehmend unangenehmer, als das Wetter keine Besserung versprach und die Moral der Truppe durch das Wetter ausgehölt wurde. Schlimmer wurde es noch, als bekannt wurde, daß einzelne Helden der Opferrassen aus anderen Schlachten gesammelt an diesem Ort vorzufinden waren. Doch solange die Brücke hielt, war alles weitere ertragbar.
Endlich kehrte Brak-Zuss zurück, doch die Aussage daß er andere Befehle hätte, die direkt vom Rat kämen und er deswegen nicht in der Lage sah sei seine Kompanie aktiv zu führen und der anwachsende Zwist zwischen den Hauptleuten die angesichts der Lage kein Verständnis füreinander aufbringen konnten führte die Nymbra an den Rand eines Cer-Kar.
Letzten Endes jedoch konnte eine nicht sonderlich Vergodonasgefällige Waffenruhe für die Nacht ausgehandelt werden.
Der Neue Tag brachte auch keine Lösung. Brak-Zuss blieb verschwunden und mit ihm waren auch die Schattenläufer und Scharfschützen gegangen. (OT wurden uns einige NSC als Geleit für Talris abgezogen und eine Gruppe war auf Abfangkurs gegangen, so daß wir mit nurmehr 8 Kriegern im Lager verblieben)
Als nun anrückende Opferrassen gemeldet wurden, weckte man Tuk-Krass und er organisierte die Verteidigung. Leider musste man feststellen, daß die Opferassen nicht nur zahlenmässig im dreifachen überlegen nun auch noch ihre Gruppen aufteilten und das ehemals als vollkommen unzugänglich (OT: Nichtkampfzone) bezeichnete Gelände anscheinend doch geeignet war um einen Angriff zu ermöglichen. Man zog sich auf eine halbwegs befestigte Position zurück, doch die Verwirrung und mangelnde Erfahrung, wahrscheinlich auch noch die Tatsache daß man noch nicht lange zusammen diente, ließ diesen Vorteil in der Luft zerplatzen. Wacker schlugen sich die Nymbra, doch den Opferrassen gelang es sie auseinander zu treiben, so daß nun jeder einzelne sich mindestens zwei Gegnern gegenüber sah.
Ein Vorteil den die Opferrassen zu nutzen wußten, als er sah, daß das Ende nahte, stellte Tuk-Krass einen Anführer der Opferrassen und beendete sein Leben, während überraschend auch Brak Zuss auf dem Schlachtfeld erschien. Jener schlug sich eines Hauptmannes würdig, doch verlor das 36. Expeditionskorps an diesem Tage zwei seiner Besten. Nur kurze Zeit bevor Hauptmann Kiha-Nal aus dem Süden mit einigen Truppen anlandete um sie zu verstärken.
Die Zeit hatte gegen sie gezählt und so brachten die Nymbra die größten Opfer ihrer Geschichte.
Kiha-Nal geblendet von seinem überragenden Sieg im Süden, der die Stadt Nomerre dem Erdboden gleich gemacht hatte verlor jede Vorsicht und als Abraxas selbst endlich auftauchte, waren die Verstärkungstruppen der 69. Brigade derart aufgewiegelt, daß sie die Brücke überquerten und den Opferrassen empfindlichen Schaden zufügten.
Das Blatt schien sich zu wenden und mehr noch, als die Rückkehr Leutnants K´takh und seiner Scharfschützen aus den Wäldern gemeldet wurde.
Ein Weiterer Angriff dezimierte die angeschlagenen Opferrassen und ruhmreich kämpften die verbliebenen Spezialisten des 1.
Ein Ruhm der plötzlich endete, als Abraxas dem Wahnsinn anheim zu fallen schien und sinnlose Angriffe auf die mittlerweile reorganisierten Reichstruppen Montralurs befahl.
Den Preis zahlten die Nymbra mit dem 3. ihrer ruhmreichen Hauptleute. Ungeschlagen und Legendär verloren die 1. und die 69. ihre Führung, die wohl berühmtesten Nymbra der jüngeren Zeit.
Hinter den Schildreihen der A-Kompanie zogen sich die Scharfschützen zurück auf nymbrisches Gebiet. Entlastet durch einen Champion des Abraxas. Doch schon bald mussten sie wieder in die Schlacht - ungeordnet ungeführt und blind voran getrieben vom Wahne des Abraxas. Viele verloren ihr Leben, bis endlich ein Spion der Nymbra das Cer-Kar ausrief und den Nichtnymbrischen Anführer richtete. Verwirrt und ihrer Führung beraubt ordneten die Leutnante den Rückzug an und kehrten auf die eigene Seite der Brücke zurück.
Zurück im Feldlager wählte man neue Hauptleute und Leutnante und beschloss das weitere Vorgehen. Angesichts der Tatsache, daß der Tempel unzugänglich schien und man die den Opferrassen fehlenden Siegel bereits fortgeschickt hatte beschloss man, daß es keinen weiteren Sinn machte an diesem Ort noch mehr nymbrisches Blut zu vergießen.
Mehr noch, als schließlich die wertlos gewordene Kompanieflagge des 36. Expeditionskorps verbrannt wurde. Die Magier des 76. vernichteten sie vollends und damit das Andenken an Abraxas und der neue Hauptmann befahl den Rückzug in nymbrisches Gebiet. Man hatte einen Teilsieg errungen und einen hohen Preis dafür gezahlt.

tod den opferrassen, blut für verdogonas, rache für brak-zuss!

shala ankh-zuss, novizin des vergodonas, heilerin des 36. expeditionskorps


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