Heute hat meine Freundin Geburtstag..... wir sitzen gerade in einem Internet Cafe und bloggen..... manch einer wird jetzt sicherlich denken, dass es mit Sicherheit romantischere Orte gibt einen Geburtstag zu verbringen als in einem Internetcafe und ihr habt ja alle so Recht. Aber hey, wir sind in Amsterdam am Rembrandtplein und wenn die Stunde bloggen vorbei ist, dann wird uns schon etwas einfallen. Und wer gerne mal ihren Blog lesen will und des italienischen maechtig ist, hier.
Der Tag fing damit an, dass wir nach Den Oever gefahren sind. Dort beginnt der Afsluitdijk (Abschlussdeich), der die boese Nordsee aus dem Vorgarten der Niederlande haelt. Er ist satte 32km lang und fuehrt mitten durchs Meer. Auf dem Deich befindet sich eine Autobahn, welche Richtung Friesland fuehrt. Sehr imposant und Fotos von der heutigen Tour werden folgen..... spaetestens wenn ich zu Hause wieder Internet habe. Von dort sind wir dann nach Hoorn, woher das Kap Hoorn seinen Namen hat, da das Schiff, welches das erste Mal dieses Kap umsegelte in Hoorn gestartet ist. Dort gab es gutes niederlaendisches Essen, naemlich Adana Kebap und Doener auf einem Teller in einem tuerkischen Restaurant. Als ich auf tuerkisch bestellt habe, hat mich der Kellner gefragt wo ich herkommen wuerde. Ich dachte zuerst er wuerde mich wegen meines deutschen Akzents fragen und ich antwortete "Almanya". Er lachte und sagte auf tuerkisch, "Nein, das meinte ich nicht, woher aus der Tuerkei?". "Hmmm!" dachte ich bei mir, "Der hat Deinen deutschen Akzent garnicht bemerkt?!?!", und antwortete, "Adapazari". Er lachte erneut und sagte, dass viele Tuerken in Hoorn aus Adapazari stammen wuerden. Die Welt ist manchmal sehr klein. Aber das ist schon ein Vorteil als Deutsch-Tuerke findest Du immer jemanden, mit dem man sich unterhalten kann.... zumindest in Europa. Nein, ich fange jetzt keine Diskussion darueber an, wie laecherlich sich die Vertretung Oestereichs gerade verhaelt. Wenn ihr mich fragt, und das war schon immer so, hat Oesterreich auch nichts in der EU verloren und mich hat niemand gefragt ob sie beitreten duerfen.
Egal, von Hoorn aus sind wir dann den Damm entlang mit Tempo 40-50 km/h bis nach Volendam gefahren. Kuehe, Schafe, Fahrradfahrer, Motorraeder, Windmuehlen, noch mehr Kuehe und Schafe. Wirklich sehr schoen in Countryside NL. In Volendam haben wir dann halt gemacht um festzustellen, dass 20 Souveniershops aneinander gereiht durchaus eine Ueberlebenschance haben, wenn man nur genuegend Japaner und Amerikaner an ihnen vorbei escortiert. Kaum zu glauben was es da alles gibt. Porzellanwindmuehlen, Klompen, Textilien mit Abbildungen von hollandtypischen Dingen von Kaese bis zum Joint und Schwarzwaelder Kuckucksuhren. "Bitte was?" fragt jetzt der ein oder andere erstaunt und ja, in ettlichen Souveniershops gab es Schwarzwaelder Kuckucksuhren. Warum? Ich weiss es nicht, ich habe da nur so eine Vermutung. Wahrscheinlich kommen viele Amerikaner und Japaner bevor sie nach Deustschland in den Schwarzwald fahren nach Holland. Und wie es nunmal so ist, ist der Hunger manchmal groesser als der Magen und man kauft in Holland die Kuckucksuhr und der niederlaendische Ladenbesitzer reibt sich die Haende, weil der schwarzwaelder Ladenbesitzer seine Kuckucksuhren nicht mehr los wird, denn wer kauft sich auf seinem Europatrip schon zwei Kuckucksuhren. Ausserdem kann man Fotos machen lassen, in denen man in landestypischer Tracht vor einem Fischerhaus posiert. Im Schaufenster dieses Ladens konnte man dann auch Fotos sehen von einer Asiatin im Fraeulein Antje Kostuem oder Afroamerikaner im traditionellen niedelaendischem Fischerkostuem. Naja, was man nicht alles macht, wenn man im Urlaub ist.
Nun, jetzt sitze ich also mit meiner Freundin im Internetcafe nahe des Rembrandtplein und blogge...... der kroenende Abschluss dieses Abends ist ein Besuch in einem Restaurant und vielleicht machen wir dann, wenn wir nicht zu muede sind, noch die ein oder andere Bar unsicher.
Tot ziens.