Die Wahrheit ...

28.01.2005 um 16:18 Uhr

Betrunken

Heute geht es mir schlecht...gestern zu viel getrunken und dabei nehme ich mir immer vor, es beim nächsten mal besser zu machen. Aber ich nehme mir auch immer nur vor, Vorsätze vor zu nehmen. Ich kann nicht mehr. Warum richtet man sich so zu Grunde?

Vorgestern war ich in einer Bar. Habe all die Betrunken beobachtet. War mal nüchtern und ernüchternd. Sollte mir mehr Gedanken zu diesem Thema machen.

24.01.2005 um 22:58 Uhr

Wie stellt man

..seine Austrahlung ab! Bitte um schnellst mögliche Antwort. Wir alle kennen den Spruch zu genüge: " Du strahlst das eben aus..." Ja was denn bitte! Das ich versuche nicht auf der Suche zu sein, dass ich abends nach meinem Toastbrot auch noch eine Schüssel Kellogs hinterher geschoben habe? Ich meine ich habe mir nicht auf die Stirn geschrieben: Hey, alle die ein Problem mit sich haben und keine Beziehung wollen, her mit euch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Warum strahlt man nicht aus: Hey, alle die eine neue interessante Bekanntschaft wollen und nicht geistesgestört sind, her mit Euch. Immer diese negativen Dinge ziehen...Echt verrückt. Ich meine ich liege jetzt nicht jeden Tag heulend in der Ecke, also kann meine Aura, doch nicht so verkrampft sein. Also ist das alles nur Aberglaube???

 

18.01.2005 um 23:05 Uhr

Wer wie was...

....der die das...ich glaube ich werde verrückt...so viele Fragen und doch keine Antworten...habe das Gefühl, mich ständig selbst zu überholen...mich nicht fühlen zu können...wer bin ich, wo soll ich hin...Warum wisssen alle um mich herum immer, was sie wollen...??? Ist es normal, dass ich mit 24 immer noch nicht weiß, was ich machen will? Wie kommt es, dass für manche Menschen ihr Lebensweg klar vor Augen liegt. Gehen sie einfach nur eine Richtung und glauben sie dann einfach, dass es die Richtige ist? Ist es in Ordnung, sich selbst so lange etwas einzureden, bis man komplett davon überzeugt ist? Ich meine, ab diesen Moment ist es dann ja auch wahr. Oder nicht?
Ich bewundere Menschen, die einfach darauf los leben...Warum bin ich nicht so??? Was macht mich aus....

10.01.2005 um 21:20 Uhr

Warum...

verliebt man sich nicht in einen Menschen, der objektiv betrachtet perfekt wäre? Ja ja, genau dieses objektiv ist es nun mal...Wenn ich mich objektiv gesehen verlieben würde, wäre dieses verliebt sein auch  kein verliebt sein mehr...ach ist das immer kompliziert...Aber genau dies macht wahrscheinlich das besondere Gefühl aus...(ich sollte kein Rotwein mehr trinken, der macht mich glaube ich noch komplizierter als ich es eh schon bin).
Ich kenne einen wunderbaren Menschen. Er ist kreativ, rational nicht erfahrbar, liebevoll, schenkt mir Aufmerksamkeit, überrascht mich immer wieder und trotzdem macht es nicht klick...Ich glaube ich bin ein emotionales Frack geworden...unfähig Gefühle für Menschen zu entwickeln, die mir wirkliche etwas bedeuten könnten...
Ich glaube, es gibt zu viele Menschen, die  objektiv verliebt sind....mehr dazu an einem neuen wundervollen Tag, der bestimmt bald kommen wird...

09.01.2005 um 16:46 Uhr

Die Wahrheit Teil2

Fortsetzung

Eine Kippe nach der anderen, neue Stadt, du kennst meine Adresse nicht. 

Vor vielen Jahren saßen wir alle am Neroberg. Die Sonne strahlte, aber es roch nach Regen. Du brachtest mir eine rote, reife Erdbeere und deine Augen strahlten.

 

 

   

Wir haben uns vor ein paar Tagen gesehen. Ich war zu Besuch. Du hast mich nicht nach meinem Umzug und neuen Heimat gefragt. Ich sah dich mit einer Frau, wie sie dich umgarnte.

Ich war so eifersüchtig. Wir sind zu dir gegangen und alles war wie früher. Dein Körper, deine Küsse, deine Blicke.

Jetzt bin ich wieder fern und du in meinem Kopf.

 

                                                                                                           

 

Wie können Erinnerung nur so farbig sein wie meine? Ich habe in einem Buch die Frage, “wem wären sie lieber nie begegnet?”, gelesen

Mein erster Gedanke warst du, aber es stimmt nicht, denn durch dich habe ich eine ganz besondere Form der Liebe kennen gelernt.                                                                                                          

 

                                                                                                           

Wir haben nie Urlaub zusammen gemacht. Nur einmal haben wir zusammen im Hotel übernachtet. Du warst auf Tournee, ich durfte nachreisen. Ich beobachtete dich auf der Bühne und war so stolz. Im Hotelzimmer sagtest du mir, dass du dir deinen Gefühlen nicht mehr sicher bist.

 


Einmal habe ich in deinem Tagebuch gelesen. Du hast mir vertraut, ich wusste, wo es steht.

Ich konnte nicht anders. Es gibt keine Entschuldigung dafür, ich weiß.

Ich kann dir heute noch nicht mal sagen, was darin stand. Aber wir hatten uns gestritten. Es war so schlimm wie noch nie. Du warst auf einmal ein anderer Mensch. All die Wut, die sich angestaut hatte, ist aus dir ausgebrochen. Du musstest alles verletzten was dir lieb war. Ich habe ein Glas an den Kopf bekommen. Ich hatte ein blaues Auge. Jeder hätte gesagt verlass ihn, aber ich habe dich verstanden.

 

 


Wir haben nie gefrühstückt, dafür hast du uns oft abends, exotische Früchte zubereitet. Das war ein schönes Gefühl.


                                                                                      

Mein Herz, mein pochendes Herz. Meine Liebe. Meine unendliche Liebe. Mein Schmetterlingsmund. So viel Hass und doch so viel Nähe. Von himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Von schwarz zu weiß.

Wieso konnten wir uns nicht kennen lernen? Haben wir die ganzen Jahre nur gespielt? Aber lebt und fühlt man seine Rolle nicht auch. Warum haben wir nur dieses eine Spiel akzeptiert. Es gab so viele Dinge über die ich mit dir sprechen wollte, aber meine Kehle war wie zugeschnürt. Gab es keinen anderen Weg? Ist es das, was es ist, was es war?

Vielleicht 1000end schlechte Momente, doch ich kann mich an höchstens  3 erinnern.

Du bist mein Mann. Du bist meine Liebe. Ich denke an dich.

 

Deine Kathrin


P.S.

Ich bin aufgewacht. Ich falle. Werde ich jemals aufkommen? Eine Leere die mich verschlingt. Und immer wieder deine strahlenden Augen. Spiegel deiner Seele. Mein Atem dröhnt, meine Haut ist nass. Ich rieche dich. Ich kann nichts hören. Lebe ich?

Ja. Ich kann dich spüren.  Deine Hände an meinem Körper. Ich spüre dich. Mir ist so kalt. Ich schmecke deine Tränen, sind das meine?

Zeit gibt es nicht mehr, aber sie rennt uns davon. Ich bin müde, meine Beine so schwer.

Ich starre auf das Telefon.

Der  Regen fällt, ich sitze hier, schaue aus dem Fenster....

Meine Liebe. Meine unendliche Liebe...mein Herz, mein pochendes Herz.

Nie wieder dein wunderschöner Schmetterlingsmund auf meinen Lippen. Dich nie wieder spüren. Nie wieder deinen Duft auf meiner Haut, dich nie wieder hören.

Tod.

Nie wieder die Gelegenheit dir diesen Brief zu geben.

 

 

In Erinnerung

19.11.2001

 


08.01.2005 um 16:13 Uhr

Die Wahrheit

Die Wahrheit (1. Teil)

 

Der  Regen fällt, ich sitze hier, schaue aus dem Fenster ja und schreibe...

Ich glaube ich bin ein Winter Typ... Mir gefällt es, wenn es trüb draußen ist, diese ruhige melancholische Stimmung. Ich habe dann das Gefühl mir selbst sehr nahe zu sein, mich spüren zu können.

Gerade höre ich die Sirenen, die wohl vor dem Unwetter warnen sollen... Das erinnert mich an dich, dass du mal hier warst und sie auch losgingen. Warum es mir einfällt?

Vielleicht, weil ich damals das Gefühl hatte dir nahe zu sein, eine Angst von DIR kennen gelernt zu haben.

                                                                                                           

 

Wir haben telefoniert und uns verabredet, dann habe ich dich angerufen und gesagt ich hätte doch keine Zeit. Ich habe gelogen, weil ich nicht weiß ob es gut ist dich zu sehen...

Es ist komisch denn manchmal vermisse ich dich total und dann auch wieder nicht. Ich weiß, dass ich dich liebe, aber es im Moment nicht der richtige Zeitpunkt für uns ist. Du sagst es ja selber... Die Frage ist nur wie der richtige Zeitpunkt aussieht, was ihn ausmacht.

Weißt du es?

Oder ist das alles nur eine Ausrede um es uns gegenseitig leichter zu machen? Wenn wir uns lieben, dann brauchen wir die Zukunft nicht, wenn wir uns nicht lieben ebenfalls nicht...

Oder kann man es einfach nicht erklären?!

 

 

                                                                                                           

 

Zeit, von uns erschaffen, 4 Jahre hatten wir sie...

Alles vergeht so schnell. Noch bin ich jung, noch kann ich machen was ich will...aber irgendwann wacht man auf und man weiß, es ist zu spät. Ich habe Angst, dass dies passiert.  Klar man sagt es gibt nie ein “ zu spät”, aber ist das wirklich so???

Ich habe ANGST.

Wo bist du. Wann wirst du diesen Brief lesen?

 

 

                                                                                                           

Am ersten Tag, an dem ich dich gesehen habe, war ich verliebt in dich. Wir machten Ausflüge, wir saßen Nächte lang wach und redeten. Sarah war immer dabei, sie schlief die meiste Zeit im Auto während wir die Sterne betrachteten. Aber du warst verliebt in sie.

 

 

                                      

Ich höre gerade Musik, unsere Musik... lange ist es her das ich geweint habe. Ich weine um dich, um mich, um uns.

Die Flasche Wein ist bald leer, du kennst mich, oder?

 

Ein Jahr später haben wir uns wieder gesehen und geküsst. Ich wusste damals schon, dass du nie in der Art und Weise so “ verliebt” in mich sein würdest wie in sie. Doch ich wollte trotzdem bei dir sein, deine Nähe spüren. Neben dir aufwachen.

Morgens dein schlafendes Gesicht beobachten. Diesen schönen kleinen Leberfleck über deinen Schmetterlingslippen. Im Schlaf warst du ein kleiner Junge, voller Hoffnungen voller Liebe und auch so verletzlich.

 

 

 

                                                                                                           

Warum bist du so in mir? So tief in meinem Herzen. Mein Verstand hat mir schon tausendmal gesagt: “Sieh ihn nie wieder.” Doch sobald ich nur deinen Namen höre, bekomme ich Gänsehaut, habe das Bedürfnis dich zu sehen.

Du warst gestern bei mir, wir haben uns geliebt. Du mich und ich dich.

Ich habe dir nichts von diesem Brief erzählt, weil ich nicht weiß wann der Moment dafür gekommen ist.

 

                                                                                                           

 

Ich habe dir nie vertraut, ich habe mir eingeredet, dass du mich nicht liebst. Ich habe unsere Lieben miteinander aufgewogen und meine als die bessere empfunden. Dabei darf so was nie passieren.  Meine Liebe war nicht besser oder intensiver als deine, sie war einfach anderes. Aber deshalb nicht schlechter. Dies zu verstehen ist mir jetzt erst möglich und das ist brutal schmerzend.

Ich kann mich an ein einziges mal erinnern, an dem du mir wörtlich gesagt hast, dass du mich liebst. Es war an unserem ersten gemeinsamen Silvester. Ich hatte zuviel getrunken und lag nach Mitternacht  halb wach, halb ohnmächtig auf der Toilette. Ich war abwesend, hörte aber deine Stimme, die verzweifelt schrie: “ Wach auf, wach auf, du darfst jetzt nicht sterben, ich liebe dich doch.”

Baby, ich liebe dich auch.

Du weißt bis heute nicht, dass ich mich an den Abend erinnern konnte.

 

                                                                                                           

Man sagt, Zeit heilt die Wunden. In diesem Fall ist es leider nicht so. Diese Wunde kann nicht geheilt werden, sie wird immer da sein, sie wird mal mehr mal weniger bluten, aber nie verschwinden. Ich kann dich nicht aus meinem Leben löschen, du hast mir dazu viel zu viel von dir gegeben. Ich kann keinen Schuhkarton  mit Bildern und Erinnerungsgegenständen packen und ihn verbrennen. Wenn könnte ich nur ein Stück von mir selbst töten. Ich muss nun lernen damit umzugehen. Genauso wie du auch.

Ich glaube, dir wird es schwerer fallen, obwohl ich immer dachte, ich sei die, nie wieder Lieben könnte, die daran zerbrechen würde, die nie wieder einen Mann in ihr leben lassen könnte.

 

2 Photos in vier Jahren, das hat uns ausgemacht.

 

                                                                                                           

 

Danke für das wundervolle Buch. Ich muss lächeln, wenn ich daran denke. Wir probierten ein Restaurant aus, von dem ich gehört hatte und im schwärmen war. Es war total mies, und du machtest dich den ganzen Abend über mich lustig. Dann gabst du mir das Geschenk.

Ich habe dir viel zu oft Unrecht getan.

Teil 2 am 9.01.05