... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

31.01.2009 um 08:11 Uhr

örgs

von: Wari

Mein Lieber, die Eindeutigkeit dieses Traumes liegt klar auf der Hand - alles schreit nach einer zumindest seelischen Bereinigung unseres WIRs. Dass du gestern wieder ein Stück Nähe zugelassen hast, dass ich ein gutes Gefühl habe, was unser nächstes Treffen und damit verbunden eine Aussprache angeht, bestärkt mich in meiner Betrachtungsweise unserer Situation und einer intensiven Auseinandersetzung mit mir selbst. Unsere Worte, im Eifer des Gefechts, in Trotzigkeit, Enttäuschung, vielleicht auch Wut ausgesprochen, haben den Anderen am richtigen Punkt erwischt. Du weißt es, ebenso wie ich. Wenn da nur diese Mauer von übertriebenem Stolz nicht wäre. Denn deine Ansätze, mein Problem zu lösen, waren gut, wenngleich ich ihnen schon viele Schritte voraus war ...

 

30.01.2009 um 14:45 Uhr

Weltenbummlerei

von: Wari

Unsere Welten könnten nicht unterschiedlicher sein, meine ich und du sprachst es deutlich aus. Wütend fast. Trotzig. Warfst mir einen Brocken nach dem anderen hin und ich sammelte sie ein, nahm sie mit. An einem Punkt angelangt, an dem alles verloren zu sein scheint, wurden Dinge ausgesprochen, deren Geheimnis bisher gut behütet war. Vorwürfe türmten sich auf, gekränkte Eitelkeit umhüllte dich und mein Versuch, etwas zum gegenseitigen Verstehen beizutragen, scheiterte an eben jener Mauer. Du bist ein harter Brocken mein Lieber, wenngleich ich nach diesem Gespräch spürte, dass wir mehr als einen Schritt aufeinander zu gegangen waren. Dass die vermeintlich großen Unterschiede nur im Kopf, nicht aber der Seele bestehen. In den letzten Jahren musste ich erkennen, dass du der bisher stärkste Spiegel in meinem Leben bist, dass du dadurch in der kürzesten Zeit die größtmöglichen Veränderungen in mir hervorgerufen hast. Du hast es geschafft, mich auf MEINEN Weg zu bringen, hast mich in deiner meist unbewusst provokanten Art oft geschockt und enttäuscht und bist gerade deswegen zu dem geworden, was mir am meisten am Herzen liegt. Denn auch nach unserem hitzigen Gespräch vor zwei Tagen hat sich an diesem guten Gefühl nichts geändert. Ganz im Gegenteil, ich sehe Dinge klarer, offenherziger. Vielleicht ist es gerade das, was wir aneinander haben, brauchen: das Reiben an Ecken und Kanten des anderen. Lass dich heute feiern mein Lieber! Und du weißt es eigentlich selbst, dass alles ins rechte Lot kommt. Manchmal braucht es erst ein "Kopf-durch-die-Wand & ist-mir-doch-alles-egal"-Gespräch, um voran zu kommen.

PS: Danke für´s ans-Telefon-gehen!

 

27.01.2009 um 20:51 Uhr

Und was mir bleibt

von: Wari

Ist das Gefühl, über uns nochmal offen zu sprechen, wenngleich ich weiß, dass du dicht gemacht hast, dass du davon so gar nichts hören willst. Es kam, wie ich es monatelang mit mir herum getragen hatte. Nur ist es diesmal eben anders. Weil dieser Trennung keine Angst anhaftet, dich nie wieder zu sehen, weil sich kein Vermissen im üblichen Sinne einstellt, weil ich nichts bereue von dem, was ich gesagt und getan habe. Was wirklich bleibt ist dieser Hauch von Liebe, der sich im letzten Jahr auf meine Seele legte. Und das fühlt sich wirklich gut an, weil ich weiß, dass ich mir an genau diesem Punkt nichts schön geredet habe.

 

24.01.2009 um 17:56 Uhr

Abschiede

von: Wari

Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können.

Anatole France

 

24.01.2009 um 09:12 Uhr

und wenn du gehst

von: Wari

Auf meinem ersten Ansatz, dir zu sagen, WAS gerade passiert, wieso ich unser Treffen ausgesetzt habe, folgt genau das, wovor ich seit vielen Monaten Angst hatte. Du ziehst dich zurück! Du versuchst, die "Macht" an dich zu nehmen, weil du meinst, dass ich in meiner Verzweiflung irgendwann wieder kommen würde. Du versuchst, mit einem Mal wieder alles zu kontrollieren, was unkontrollierbar ist. Denn es scheint einfacher, zu gehen, bevor man verlassen wird. Ich kenne deinen Schmerz der vergangenen Jahre, ich weiß, wie sehr du leiden und wie sehr du lieben kannst. Und die einzige Art, dich vor diesem Schmerz zu bewahren, ist dein Rückzug. Du wirst sie lieben, die anderen Frauen, auf deine Art, so wie du es bisher immer getan hast. Wirst dich ablenken, Spaß haben. Bis eines Tages vielleicht wieder eine Frau daher kommt, die dir die Hand reicht ...

Weißt du, was das Schlimmste ist - ich kann es fühlen, zum Teil auch sehen in ganz kleinen, winzigen Episoden, dass ich dein Herz berührt habe. Mit ansehen zu müssen, dass ich Welten berührte, die du sonst nicht offenbarst, dass meine Flügel im Flug deine Seele streiften und dass ich dies nun alles loslassen muss, um dich weiter lieben zu können, das schmerzt.

Aber um unser Wir zu retten, muss ich gehen ... und bin einen Schritt weiter - die Angst vor all dem, was ich zu verlieren glaube, ist weg. Man kann nichts verlieren, was man nicht besitzen kann!

 

21.01.2009 um 14:07 Uhr

Ein letzter Kuss, bevor ich geh

von: Wari

Mein Liebster,

nicht viel Zeit ist vergangen, aber viel, was sich in meinem Kopf getan hat. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Ich liebe dich so sehr, dass das, was uns verbindet bzw. wie es uns verbindet einfach nur noch schmerzt. Ich habe keine Erwartungen an dich, aber Wünsche, Hoffnungen, Träume und muss doch einsehen, dass auch wenn du mich vielleicht liebst, du in mir vielleicht einen Menschen siehst, den man sehr mögen kann, ich doch nur ein Ausgleich fehlender Komponenten in deiner momentanen Beziehung bin. Und genau das ist der Punkt, der falsch ist. Ich möchte um meinetwegen geliebt werden, nicht weil ich Dinge lebe, die deine Partnerin nicht mit dir lebt. Ich möchte, dass du wegen mir herkommst, nicht weil ich dir helfe bei diesem und jenem. Ich möchte dich anrufen können und du bist für mich da. Ich möchte schöne und schlechte Stunden mit dir teilen können, ohne auf die Uhr sehen zu müssen. Ich möchte kein Lückenfüller sein, ich möchte dich ganz offiziell auf deinem Lebensweg begleiten dürfen. All das ist uns nicht vergönnt, so wie wir uns momentan leben.

Glaub mir, es wird verdammt hart, dieses Wir loszulassen, ihm einen Riegel vorzuschieben, aber es ist meine einzige Hoffnung, dich überhaupt noch lieben zu können, ohne daran zu zerbrechen.

 

 

.... Nichts von alledem tut mir leid ....

 

 

 

19.01.2009 um 20:19 Uhr

Einfach nur heute, einfach nur du.

von: Wari

Heute mein Lieber ist alles mal so richtig zusammengebrochen, besser - ich bin zusammen gebrochen. In der Therapiestunde fragte sie, wie es mir geht und da schoss es aus mir heraus, nahm all das seinen Lauf, was sich angestaut hatte. Es war befreiend, wenn nicht minder schwer. Es war im wahrsten Sinne herzzerreißend, weil ich manchmal nicht weiß, wo ich stehe, nicht weiß, wohin ich gehöre in diesem Leben mit dir. Das, was uns verbindet ist schon lange nicht mehr eine harmlose Liebelei. Zu viel Gefühl auf beiden Seiten, zu viel Liebe. Hinterher war die Sache klarer, war der Weg wieder erkennbar, wenngleich es Dinge gibt, die ich dir sagen muss und nicht weiß, wie ich sie an dich herantragen soll. Es sind noch immer keine Erwartungen, aber Hoffnungen, Wünsche, die ich an dich, an uns habe. Würde sich nur ein Bruchteil dessen, was mir an uns am Herzen liegt, erfüllen, könnten wir nur kleine Dinge davon leben, so wäre es um so vieles einfacher, bekäme es eine Leichtigkeit, die uns beiden gut tun würde. Allein schon zu formulieren, was ich will und was ich nicht will, war ein harter Brocken, glaub es mir, meine manchmal so herzlich ausgesprochenen Phrasen erwiesen sich als äußerst trügerisch, nicht haltbar. Nicht dich loszulassen ist es, was ich will, sondern all das, was an negativen Dingen mich so manchen Tag zermürbt. Ich bin an manchen Tagen blind für das, was schön ist, blind gegenüber der Leichtigkeit, die du in mein Leben zauberst und sehe nur noch die Schattenseiten. Und genau hier liegt der Hund begraben. Niemand kann es mir abnehmen, an diesem Punkt anzusetzen, umzudenken, umzuhandeln. Es wird schwer werden, aber ich sollte mir vor Augen führen, um wie vieles weiter wir in diesem einen Jahr gegangen sind, wieviel sich verändert hat in unserem Sinne.

 

11.01.2009 um 22:18 Uhr

Kein Anderer

von: Wari

mein Lieber, kann dir das Wasser reichen, hab ich heute wieder festgestellt, nachdem ich einen ausgiebigen Schwatz mit einer Freundin gehalten habe. All meine Ablenkungsmanöver von dir haben nichts gebracht und werden nichts bringen, weil sich innerlich alles sträubt, weil mein Bauchgefühl mir sagt 'Lieb ihn, so wie du ihn lieben magst. Genieße, was er dir gibt und hör auf, ihn dir mit dem Hammer des Verstandes auszuprügeln!' Und genau das werde ich tun. Ich werde meinen Verstand nur noch benutzen, wenn du mir absichtlich wehtust. Alles andere mein Lieber, soll in jenem Fluß des Lebens bleiben, auf dem wir gemeinsam treiben, denn es fühlt sich richtig und gut an, keine reißende Flut, sondern sanftes Dahinplätschern. Es bleibt Zeit, den Blick nach rechts und links schweifen zu lassen und die Schönheiten des gemeinsamen Weges zu erkennen. Es bleibt Zeit, trotz all der Sorgen, Nöte, Probleme des Lebens gemeinsam zu lachen und das immer öfter in Situationen, die vielleicht ein wenig mehr Ernsthaftigkeit "verlangen" würden. Aber genau da schaffen wir es mit Leichtigkeit zu lachen, aus ganzem Herzen, gemeinsam. Du bist ein Wohlfühlfaktor, ein Seelenschmeichler, ein Lichtblick in trüben Stunden und ein Meister im Vermissen. Nicht dass du meinst, ich würde dich nicht lieben, du würdest mir nicht fehlen. Nur musste ich es mir abgewöhnen, unter unseren Umständen diese Gefühle zu zeigen. Das wiederum verschafft mir die Ehre, genau diese zwei Punkte durch dich herauskitzeln zu lassen und es ist witzig zuzuschauen, welche Varianten du dir dafür einfallen lässt. Aber der alles entscheidende Punkt ist: du weißt, wie sehr ich dich liebe. (PS: Und solltest du es einmal vergessen haben, frag mich einfach.)

 

09.01.2009 um 19:00 Uhr

Schön

von: Wari

Ach mein Lieber, es passt nicht immer alles in deinen und meinen Zeitplan, aber ich liebe deine Liebe und die damit verbundene Sehnsucht, die es dir immer wieder ermöglicht, ein kleines Zwischentreffen zuzulassen. Nach der langen kurzen gezwungenermaßen eingelegten Pause war es wieder da, das Gefühl von Wohligkeit, Seelenschmeicheln, Köpfchenreiben. Es war herzlich, dein Lachen, es tat gut. Im neuen Jahr werden sich Wege auftun, von denen wir nicht die leiseste Ahnung hatten, ob wir sie betreten werden, wird die Zeit zeigen, die es zumindest im letzten halben Jahr immer gut mit uns meinte. Mein Wunsch für dieses Jahr ist einfach, dass ich die Chance habe, dich weiterhin so zu lieben, wie du bist, eben deinetwegen. Und für dich wünsche ich mir, dass du immer glücklich bist, dass du möglichst immer nach deinem Bauchgefühl lebst, so wie du es oft schon tust! Für uns beide wünsche ich mir, dass wir uns gemeinsam miteinander wohlfühlen, wann immer wir uns sehen!

 

08.01.2009 um 19:32 Uhr

Erwartungen - Hoffnungen

von: Wari

Als heute meine Freunde hier waren, was sich sehr, sehr wohlig und gut anfühlte, sprachen wir natürlich auch über dich und mich und ich musste wieder feststellen, dass es wirklich etwas gibt, was mittlerweile auf einem Weg ist, sehr gut zu werden: Die Sache mit den Erwartungen. Ich habe keine mehr, es gibt (zumindest im Moment) nichts, woran ich im Zusammenhang mit dir Erwartungen knüpfe. Das befreit mich ungemein. Keine bösen Überraschungen mehr, weil keine Erwartungen mehr unerfüllt bleiben. Es hat nichts damit zu tun, dass ich dich weniger liebe. Okay, Hoffnungen bleiben, es wäre auch schlimm, wenn nicht, weil Hoffnungen manches leichter machen, auch wenn sie sich nicht immer erfüllen. Aber auch unerfüllt, tun sie nicht weh. Dich heute nicht sehen zu können, war nicht schmerzhaft, wenngleich die Hoffnung den Tag über anhielt, dich noch zu treffen. Aber dieser Schmerz, den es noch vor einigen Wochen gab, der ist weg. Das fühlt sich gut an, stimmig irgendwie. Vielleicht habe ich gelernt, zu warten und es so anzunehmen, wie es kommt, wie du zu geben bereit bist. Einzig und allein die 3W-Fragen sind noch ein wenig störend, zumal sie meist von anderen initiiert sind. Ich habe mich nämlich selbst an den meisten Tagen von diese Fragen befreit. Nicht immer ist das möglich, aber es gibt Dinge, die ich nicht verstehen werde, so lange du nicht darüber sprechen willst. Und ich werde dich nicht fragen. Das zu nehmen, was man mir gibt, ist wesentlich einfacher und wohlfühliger.