... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

29.05.2009 um 21:31 Uhr

Aus der Traum.

von: Wari

Zuende geträumt und Zeit aufzuwachen. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll, ob deiner Eifersuchtsszene heute, die alles an Gefühlen zum Vorschein brachte, die du mir gegenüber hegst. Du knallst mir Vorwürfe an den Kopf, spricht von unserer Beziehung (das erste Mal, dass du in bezug auf uns dieses Wort in den Mund nimmst!!!) und davon, was ich mir da geleistet habe. Platz für mich bleibt in jenem Moment nicht, weil du so rasend, wütend, sauer, enttäuscht und kaputt bist, dass du Luft zum Atmen brauchst. Das typische Phänomen der Männer, dass sie just in jenem Moment einfach nur wegrennen, anstatt mal ein paar Dinge beim Namen zu nennen, schlägt auch diesmal wieder zu. Und weil ich einsehen muss, dass du in diesem Punkt tausend Mal extremer bist, als andere Männer, lasse ich dich ziehen. Dein "Das besprechen wir beim nächsten Mal!" nützt mir nichts, denn ich fürchte, es wird kein nächstes Mal geben. Von dir aus nicht. Ich frage mich gerade ernsthaft, ob die Wahrheit immer so gut ist ...

Na dann mach´s gut.

 

28.05.2009 um 23:49 Uhr

Altbekannt

von: Wari

und doch viel besser dieser Gedanke von "Und wie er dich liebt!". Dass du deine Zuneigung wieder auf offener Straße zeigst, an einem Ort, an dem dich jeder kennt, war mehr als ein gutes Gefühl. Es war das unerwartete i-Tüpfelchen auf dem Wir, welches sich in den letzten Wochen langsam, aber deutlich spürbar in unser beider Leben gemogelt hatte. Anfangs vorsichtig anklopfend. Später öffnete es ganz selbstverständlich Türen, die wir hinter uns zugeschlagen hatten. Aus Trotz, Wut, Enttäuschung. Ein bisschen auch aus Angst vor dem, was wir uns gegenseitig zu nehmen bereit waren. Ich könnte mich verlieben in dieses kleine Wir, das fröhlich lachend durch die Weltgeschichte hüpft, weil es zwei Herzen wieder näher gebracht hat, auf seine ganz eigene Art und dabei geschafft hat, dass Achtung und Liebe zurückkehren, die sich großartigerweise deutlich unterscheiden zu jener Zeit vor dem großen Streit. Dass wir in das Leben des anderen hineingepurzelt sind, hat seine wahre Berechtigung, denn so facettenreich habe ich die Liebe nie zuvor gesehen.

 

25.05.2009 um 21:28 Uhr

So schön. So einfach. So liebevoll.

von: Wari

Heute haben wir ohne zu planen eines dieser "Rundum-sorglos"-Pakete gehabt, die einem das Herz aufgehen lassen. Es war eigentlich nichts Besonderes, mal wieder ein wenig Möbeltransport auf deine Baustelle, damit ich mit meiner Aufräumaktion abschließen kann, ein bisschen Liebe und anschließend ein kleiner Hauch von Smalltalk, bei dem ich allerdings immer mehr das Gefühl habe, ich sitze mit meinem (nichtvorhandenen) Partner zusammen. Es ist manchmal erschreckend schön, wie gut wir uns mittlerweile kennen, die Macken des Anderen nicht mehr dieses Entsetzen in unsere Gesichter treibt, sondern zu einem Schmunzeln, wenn nicht sogar zu dem Lacher schlecht hin verleiten. Mit dir heute im Proberaum sitzend zu plaudern, die Zeit vorrüberstreichen zu lassen, tat gut. Mich dabei sorglos, fröhlich, einfach pudelwohl zu fühlen, lag wohl daran, dass es zwischen uns stimmig ist, genau so wie es jetzt ist. Ich wöllt nicht mehr und nicht weniger. Und vorallem nicht ohne dich.

PS: Selbst im Blaumann siehst du noch hinreißend sexy aus!

 

20.05.2009 um 11:51 Uhr

Eine einfache Antwort auf eine einfache Frage.

von: Wari

Die scheint es in unserem Fall wohl nicht zu geben. Sonst hättest du auf mein "Ich hab zugenommen, oder?" ein klares Ja oder ein klares Nein in den Raum gestellt. Stattdessen reden wir beide wieder über das nicht vorhandene Kind von dir und mir. Wieso eigentlich immer? Ich meine, du kennst meine Haltung dazu, weißt, ich würde es nicht darauf anlegen, weil ich um nichts in der Welt noch einem Kind zumuten möchte, ohne seinen Dad aufzuwachsen. Seit heute weißt du aber auch, dass ich mich in unserem Fall nie und nimmer gegen ein Kind entscheiden könnte. Dass du darauf keine Antwort gabst, lässt mich wissen, dass es wieder gehörig in dir arbeitet. In welche Richtung auch immer.

 

19.05.2009 um 18:32 Uhr

samstag

von: Wari

Mein Lieber,

schon wieder ein paar Tage her, dass ich dich sah, dass zwischen uns etwas so Verbindendes zu finden war, dass es seinen Weg zwischen all den Konzertbesuchern hindurch fand. Es war zauberhaft, dich spielen und singen zu hören, dein Lachen zu sehen, in die Augen beigeisterter Zuhörer zu schauen und zu wissen, es liegt etwas in der Luft, was nur wir beide fühlen können. Ich habe es genossen, dich seit langem mal wieder oben auf der Bühne zu sehen. Und zum ersten Mal wurde mir bewusst, wie sich im Laufe dieser drei Jahre dein anfänglich imposanter Heldenmythos aus unser beider Leben verabschiedet hatte. Wie sich die bestehende Ehrfurcht sanft in eine Freundschaft wandelte, die tiefer wohl kaum mitten in unsere Herzen treffen konnte. Dass sie mehr verbindet, als eine gewöhnliche Freundschaft, steht ausser Frage. Aber vielleicht liegt gerade darin ein gewisser Reiz verborgen, der dem Sprichtwort "Sie können die Finger nicht voneinander lassen." alle Ehre macht - und dies nicht nur sinnbildlich betrachtet. Die erklärt, wieso wir aus jeder unserer bisherigen Diskrepanzen, Missverständnisse, Fehlinterpretationen und Auseinandersetzungen gestärkt hervorgegingen und zum gemeinsamen Weg zurückfanden. Es fühlte sich so ganz anders an, als das Konzert vor drei Jahren. Liebevoll, selbstsicher und vertraut. Diesmal suchte ich dich nicht danach, denn ich wusste, wir würden uns finden. Einfach so. Es ist so vieles einfacher geworden zwischen uns ...

 

08.05.2009 um 17:00 Uhr

Du bist zu gutmütig mein Lieber.

von: Wari

Und reitest dich damit immer wieder in Situationen, die dir den letzten Nerv rauben. Warum also beschwerst du dich über den selbst auferlegten Stress, die Zeit, die dir zwischen den Fingern zerrinnt, wenn du dich immer wieder von anderen so ausboten lässt? Die eine Seite in dir schreit nach Ruhe, nach Gehalten werden und auf der anderen Seite verfällst du in alte Muster und drehst dir damit deinen eigenen Strick. Wo ist er hin, dein vor drei Jahren zur Schau getragener Stolz, deine Willenskraft, deine klare Linie? Es verschwimmt alles in einer Suppe, die du nur schwer auslöffeln kannst. Meine harten, aber ehrlichen Worte gehen tief rein, ich weiß das, aber manchmal braucht man Freunde, die einem genau dies ins Gesicht sagen, damit man endlich aufwacht. Es hat bei mir lange gedauert und sicher ist nicht jede Veränderung zu deiner Zufriedenheit gewesen. Aber du weißt, dass es anders nicht geht, dass ich auf mich achten muss, wenn ich dich achten können soll. Und genauso musst du einen Weg finden, auf dem du nicht zu viele Stellen antriffst, die für dich zu einem im Kreis drehen werden. Dieses Leiden, was dich jetzt im Griff hat, ist genauso hausgemacht, wie jenes vor einem Jahr und du weißt, ich kann dir dabei nicht helfen, selbst wenn ich es wöllte. Ich kann dir ein bisschen Halt geben und wie es scheint, brauchst du den dringend. Aber ich werde deine Probleme nicht mehr zu den meinen machen, dazu habe ich vor drei Monaten zu sehr gelitten, zu sehr gekämpft um mich selbst. Es hat sich alles so verändert mit jenem Streit, in meinen Augen durchaus zum Positiven, aber retten mein Lieber kannst nur du dich selbst!

 

04.05.2009 um 20:42 Uhr

Verstehen

von: Wari

Zum ersten Mal konnte jene Freundin, die bisher kopfschüttelnd manchmal, vorwurfsvoll anderntags, unser Wir und das Drumherum beäugte, verstehen. Wieso dies alles einen Anfang finden konnte. Dass sie die schmerzhaft-schöne Erfahrung in ihren Anfängen nun teilen kann - ich weiß nicht, ob ich ihr das wünschen soll.

 

 

04.05.2009 um 14:43 Uhr

Deine Seele ist mein Lieblingsbuch

von: Wari

Und heute konnte man wieder ganze Romane darin lesen. Wenn keine Liebe im Spiel wäre, würde ich über dich schmunzeln und es wäre mir egal, wie es dir geht. Ist es aber dann doch nicht ganz. Denn die Traurigkeit in deinen schönen Augen heute, dein Seelenhunger und deine Suche nach Zärtlichkeit ohne Ende, nach gehalten werden wollen, all das lässt mich nicht kalt, obwohl ich heute eher meinen sarkastisch-rustikalen Tag habe und zu jeder Gelegenheit einen dummen Spruch auf Lager. Ich frage dich absichtlich nicht, was los ist, weil jeder kleine Wink mit dem Zaunspfahl einen Hoffnungsschimmer aufkeimen lassen könnte und genau das wollen wir doch beide vermeiden. Und eigentlich ist jede Frage überflüssig. Manchmal bist du mir einfach zu nah, als dass ich nicht merken würde, was in dir vorgeht, was sich bei dir abspielt. Ich kann dir nicht helfen mit deiner Situation daheim, das musst du alleine klären. Ich kann nur ein Stück des Weges mit dir gemeinsam gehen und hoffen, dass du irgendwie wieder zu Kräften kommst! Ich lieb dich immer noch, nicht mehr, nicht weniger. Einfach so und du weißt, ich bin da, wo immer du mich suchst ...