... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

31.08.2009 um 21:36 Uhr

Freundschaftstiefe

von: Wari

Mr. Loverlover-Herzensschöner ist süß. Immer noch. Und wie gut ich ihn doch mittlerweile kenne. Er hat immer noch die Angst im Nacken, alles zwischen uns könnte sich verändern und vorbei sein. Die Nähe, die Freudschaft, die Liebe. Dabei war ich doch so nett, so sanft in meiner Mail. Aber sie ging über das hinaus, was er sich vorstellen kann. Und was ich mir bis vor kurzem auch nicht vorstellen konnte. Dass keinem von beiden irgendetwas verloren geht, wenn man den Anderen innerlich loslässt. Wenn das Ich ein Ich und das Du ein Du bleibt. Das Wir geht nicht zwangsläufig daran zugrunde. Und in seiner Angst wagt er vorsichtige Schritte in meine Richtung, die dann immer gleich aussehen: Nicht bei mir melden, ja nicht in die Verlegenheit kommen, mit mir reden zu müssen über jenes unliebsames, Angst einflösendes Thema. Dafür einfach mal ganz unverbindlich eine Freundschaftanfrage über die zigtausend Internetportale á la stayfriends, hi5.com oder oder oder zu senden. Dabei wäre es so einfach, zum Telefon zu greifen.  Vor drei Jahren hätte ich niemandem geglaubt, dass er SO sein kann. So emotional, schüchtern fast. Halt suchend auf jeden Fall. Ach Herzensschöner, in dem Punkt bist du unübertrefflich. Und unschlagbar süß.

 

30.08.2009 um 21:17 Uhr

Na dann eben von mir.

von: Wari

Ein Ende, Aus, Finito. Denn verarschen kann ich mich alleine. Man kann versuchen, den anderen so lange wie möglich hinzuhalten und so tun, als ob da irgendwas wäre. Muss man aber nicht. Wäre es mal eine Woche gewesen, kein Problem. Auch zwei Wochen völlig okay, weil man ja in dieser Zeit durchaus mit Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen zu tun hat. Lässt er aber ein beiderseits gewünschtes Treffen einfach platzen, weil er sich zu fein ist, auf eine Nachricht von mir zu antworten, um mir am nächsten Tag zu schreiben, dass das von ihm gewünschte Treffen einen Tag später auch ausfällt, weil er sich den Abend vorher mit seinen Kumpels mäch­tig besoffen hat und nun den ganzen (!!!) Tag ausschlafen muss, dann hört meine noch nicht vorhandene Liebe bei aller Liebe auf. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir beide himmelweite Unterschiede im Beginn einer Beziehung sehen. Und da ich immer noch - und zwar liebend gerne - eine große Ver­ant­wor­tung für zwei kleine Menschen trage, bin ich nicht ge­willt, mich wei­ter­hin den für ihn spa­ßigen Amü­se­ments auszusetzen. Mag er mich als spießig oder an­der­wei­tig alt­mo­disch bezeichnen, aber da ist einfach ein Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr mit­spie­le. Die Zeit des Spie­lens ist vorbei, ein für alle mal. Was für Mr. Lo­ver­lo­ver-Her­zens­schö­ner gilt, gilt ebenso für Mr. Jungspund. Seine See­len­küs­se je­den­falls, kann er gern jemand anderem schenken und sich bei jemand anderem abholen.

 

29.08.2009 um 12:54 Uhr

Immer diese Sentimentalitis!

von: Wari

Es gibt nur wenige Dinge, die mich so tief in der Seele berühren, dass mir die Tränen kommen. Im positiven Sinne. Eigentlich wollte ich gar nicht zum Zirkus, aber den Kindern zuliebe sind wir heute Vormittag in die Show des Projektzirkuses gegangen, der in der angrenzenden Schule spielte. Binnen drei Tagen haben sie mit den Kindern eine Show eingespielt, die einzigartig, grandios, faszinierend ist. Die Begeisterung, die Kinder für eine solche Sache in sich tragen, ist grenzenlos. Sie waren mehr als nur mit dem ganzen Herzen dabei, als sie kleine Künstler sein durften. Jeden einzelnen Herzschlag für ihre Sache konnte man spüren, die Ma­nege bebte und sprengte eine Hei­terkeit in die Menge, die einfach wohltuend, ansteckend, mitreisend war. Die Ab­schluß­worte des Zirkusinhabers gaben meinen ohnehin schon an­ge­stau­ten Ge­füh­len den letzten Schubs:

"Im Zirkus finden die verschiedensten Menschen zusammen. Akrobaten, Asiaten, Artisten, Afrikaner, Zauberer, Amerikaner, Dompteure, Europäer, Künstler, Australier. Sie alle leben unter einem Dach und machen mit ihrer Verschiedenartigkeit die Welt ein bisschen fröhlicher und bunter. Diese Botschaft möchten wir mit unserem Projekt in die Welt hinaustragen, weil wir hoffen, dass auf unserem kleinen Planeten Erde dieser Zusammenhalt noch lebbar ist!"

 

29.08.2009 um 07:16 Uhr

Warum in aller Welt wollen alle nur so wichtig sein?

von: Wari

Manchmal bin ich von der ständigen Erreichbarkeit in unserer heutigen Zeit leicht angenervt. So wie neulich in den öffentlichen Verkehrsmitteln, als ich mir anhören musste, wie "scheiße das doch ist." und dies in jedem dritten Satz. Es ist mir ehrlich gesagt egal, ob andere ein Drittel ihres Lebens scheiße finden, ich will es gar nicht wissen und hören erst recht nicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich mein Handy nur besitze, um im Notfall die Kinder zu retten - will heißen, Schule und KiTa dürfen mich erreichen, wenn es notwendig ist. Ansonsten ist es mir wichtig, auch mal unerreichbar zu sein. Gestern wurde ich wieder daran erinnert, wie unsere heutige Zeit funktioniert. Bei einer Geburtstagsfeier klingelte hier ein Handy, da ein Handy, wurden Belanglosigkeiten ausgetauscht, die sich die Beiden fünf Minuten später hätten erzählen können, als sie sich auf jener Feier trafen. Irgendwann konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen, dass sie wohl wichtig sind, die Handy-Vieltelefonierer. Aus Spaß schob ich hinterher, dass ich auch mal wichtig sein will. Doch mein Handy schwieg beharrlich, denn meine Kinder waren bei mir. Als wir einige Stunden später heimkehren wollten, klingelte mein Handy. Mr. Jungspund. Wollte wissen, wie´s mir geht, wollte mir kurz erzählen, was er an jenem Abend macht. Es waren vielleicht zwei Minuten Gespräch. Zwei Minuten, in denen wir binnen kürzester Zeit scherzten, lachten und sich dieses Gefühl einstellte, dass es einen weiteren Menschen gibt, der mich erreichen darf, für den ich wichtig sein darf, der mir wichtig ist. Zwei Minuten. Lang genug, um mir den Abend zu versüßen und mit einem Lächeln im Gesicht einzuschlafen ...

 

28.08.2009 um 14:10 Uhr

Ich wünschte, ich könnte.

von: Wari

Herzensschöner. Wieso hat er nur immer wieder diese Be­den­ken, wenn ich sage, lass uns in Ru­he da­rü­ber re­den, ich mag diese Quickies nicht? Allein der Punkt, dass sich et­was ver­än­dert, scheint ihm schon ei­nen Schauer über den Rüc­ken zu ja­gen, ohne dass er weiß, in wel­che Rich­tung sich etwas än­dern würde. Viel­leicht wäre es ja an­genehm und leich­ter für beide Sei­ten, vielleicht würde sich daraus eine tie­fere Freund­schafts­wohl­fühl­zwei­sam­keit einstellen. Vielleicht. Ich würde ihm gern all seine liebevollen und auch die anstrengenden Anstupser, die er mir in den letzten drei Jahren gegeben hat, jetzt zurückschenken. Um ihn ein bisschen in Bewegung zu halten und zu zeigen, dass der Weg da vorn so voller Wunder ist. Nicht nur für mich. Ich wünschte, ich könnte ...

27.08.2009 um 21:18 Uhr

Ich kann fliegen!

von: Wari

Seit mein geliebtes Rad zwei paar neue Schuhe bekam, schwebe ich über den Asphalt, kann oder muss im schwersten Gang fahren, um mich nicht zu Tode zu strampeln und versuche immer wieder mein Rad zu hören. Wo vor­ges­tern noch Mountainbike-Fahrgeräusche meine ständigen Be­glei­ter waren, bleibt heute nichts mehr. Ein sanftes Summen, ein vorsichtiges Berühren des Untergrundes. Nur ein klitzekleines Bisschen Wehmut schwingt mit, denn extrem bergtauglich ist es jetzt nicht mehr. Aber dafür kann ich jetzt fliegen.

:-)

 

27.08.2009 um 19:22 Uhr

Ich bin nicht außerdordentlich schön.

von: Wari

Mit diesem Helm auf dem Kopf. Aber nach all den stum­men Zeu­gen der letzten Ta­ge, die nur er­ah­nen las­sen, welches Schick­sal die Un­fall­be­tei­lig­ten er­eilt hat, zog ich es vor, nicht außer­or­dent­lich schön aus­sehen zu wol­len. So be­kommt die Liebe zu mir selbst eine neue Di­men­sion. Ge­paart mit der Ver­ant­wor­tung für zwei kleine Men­schen­le­ben. Him­mel, ich werde ver­nünf­tig. :-)

 

27.08.2009 um 15:25 Uhr

Nix von wegen das stinkt!

von: Wari

Das italienische Designerstück, welches mein Chef seit geraumer Zeit für einen Kunden suchte, schien in deutschen Weiten schier unauffindbar zu sein. Aber ich Schlaufuchs, ich hab es aufgetan. Ich ganz allein. Und von wegen Eigenlob stinkt! Das macht die Sache doch geradewegs perfekt an einem solch wundervoll gestartetem Tag. Besser geht´s doch gar nicht!

 

27.08.2009 um 11:08 Uhr

Wie du mir, so ich dir.

von: Wari

"Ich wünsche dir einen schönen Tag. Mr. Jungspund"

Mein Tag wurde liebevoll erhellt. Er versteht es ebenso wie Mr. Lo­­ver­lover-Herzens­schöner-Lieb­lings­problem­freund mir ein Lä­cheln ins Gesicht zu zaubern und mir zu zeigen, dass ich mir diese Welt nicht nur schöndenke, sondern, dass sie schön ist! Dass es viele, viele Menschen gibt, die noch so viel Liebe in sich tragen, dass sie die Welt besser machen (werden). Genau diese kleinen See­lenküsse sind so ergreifend.

 

26.08.2009 um 21:39 Uhr

Du musst auch nichts mehr sagen.

von: Wari

Mr. Loverlover - Herzensschöner - Lieblingsproblemfreund ist süß. Ja, wirklich! Der erste Blick völlig in Ordnung und auf den zweiten immer noch gut. Nur war er ein wenig ... sagen wir durch den Wind. Wahrscheinlich waren das zu viele Gefühle auf ein Mal in meiner Mail. Er schien leicht überrumpelt und stieg mit einer Suggestivfrage ins Gespräch ein. "Was wäre denn, wenn ich dich nicht vermisst hätte?", konterte ich innerlich schmunzelnd. "Das ist nicht die Antwort auf meine Frage." ... "Stimmt, aber meine Frage auf deine Frage." In diesem Stil lamentierten wir eine Weile hin und her und als er wissen wollte, ob es mir gutgehe, was ich bejahte, folgte sein erster tiefsinniger Gedanke: "Wie kann es einem gutgehen, wenn man jemanden vermisst?". "Nun .....", holte ich aus und schwenkte innerlich sofort die weiße Fahne, meilenweit sichtbar, denn ich gestehe, aufgrund einiger Sprach­barrieren im emotionalen Bereich und spirituellen Unterschieden zwischen ihm und mir, vorallem aber Letzterem, hatte meine auf der Zunge liegende Erklärung keine Chance und ich begnügte mich mit einem "MIR kann es auch gutgehen, wenn ich jemanden vermisse. Das Leben dreht sich ja nicht nur um den einen Menschen." Heute war er anders. Nicht weniger liebend als sonst, aber es stimmte irgendetwas im zwischenmenschlichen Gefüge nicht. Nachdenklichkeit hatte sich auf seiner Seite breit ge­macht. Meinen Fragen wich er aus, wirkte unsicher und verletzbar. "Sag mir, was mit dir ist. Lag´s an der Mail?" ... nein, alles bestens ... (harhar - wer´s glaubt. Das hätte sogar jemand gemerkt, der ihn nicht kennt.) "Dann sag mir, was es anderes ist?" ... kurze Pause ... "Du siehst wunderschön aus!" Und in jenem Moment wusste ich, er hat meine Mail mit jedem einzelnen Wort aufgesogen. Hatte sie genau wie alle anderen Emo­tions­bomben meinerseits mehr als nur gut verstanden. Zu groß jedoch seine Angst, uns zu verlieren - die Nähe, die Wärme, die Liebe. In seine Unsicherheit hinein küsste ich die seine Seele ...

26.08.2009 um 13:39 Uhr

Versuch doch los zu lassen - es geht dabei nichts verloren.

von: Wari

Die Spannung steigt. Denn: Letzten Freitag schriebselte ich eine Mail an Mr.LL und erklärte ihm meinen schnellen Abgang vom mittwöchlichen Treffen. Nichts Schlimmes, nur ein paar Gedanken, aber notwendig, damit er mich verstehen kann. In aller Ruhe und ohne sofort kontern zu können. Ich gebe zu, ein wenig Sentimentalitis schwang zwischen den Zeilen mit. Dass er sich daraufhin NICHT meldete, zeigt mir, dass es in ihm arbeitet. Ob ich diesbezüglich "Hurra" schreien werde oder aber "Oh nein, nicht schon wieder!", wird sich heute zeigen. Wer tippt mit? Zum ersten Mal warte ich hibbelig auf eine Reaktion auf eine Mail. Und ich werde es beim ersten Blick seinerseits wissen. Wie immer. Om!

 

25.08.2009 um 20:57 Uhr

Gedankengefühle II oder: Wie sehr man sich doch verdenken kann.

von: Wari

Sind wir mal ehrlich ... oder ich mal ehrlich: Ich hatte damit gerechnet, dass Mr. Jungspund sagt: Hey du, das hier wird nichts mit uns! Aus. Ende. Finito. Basta. Etc., etc. Wagemutig wie ich bin, geb ich heute ein kleines Lebenszeichen zurück - was es denn zu bereden gäbe. Seine Antwort lässt mich über meine eigene, just in jenem Moment hervorgekrochene stolze Dummheit schmunzeln (schön, wenn man noch über sich selber lachen kann). Entschuldigen wollt er sich, dass er am Samstag nichts mehr weiter schrieb und dass er auf eine Antwort von mir gewartet hat, ob er sonntags vorbeikommen kann. Diese Frage hatte ich nämlich im Eifer des Gefechts vergessen zu beantworten. *schnött*schnött* Dumm gelaufen. (Allerdings erwähne ich jetzt nicht, dass ihm schon mehr als mehrmals sagte, dass er hier immer und jederzeit aufschlagen dürfe, so wie jeder andere Freund auch.) Das Wort Entschuldigung allerdings musste ich mehrmals lesen ... ich versuche gerade, mich krampfhaft daran zu erinnern, wann sich das letzte Mal in meinem Leben ein MANN bei mir entschuldigt hat. Und nein, das liegt nicht daran, dass die Männer, Freunde wie Partner, Geliebte wie Ungeliebte oder was weiß ich denn, keine Dinge vom Stapel gelassen hätten, die nicht entschuldigungswürdig gewesen wären. (Konnte diesem Satz jetzt jemand folgen?) Ich bin jetzt ehrlich gesagt ein wenig .... verwirrt!

 

25.08.2009 um 20:39 Uhr

Glück im Unglück oder wie sagt man?

von: Wari

Auf dem Nachhauseweg grüßt mich mein Seelenfleck und kurz danach geht es deutlich schwerer mit dem Abstrampeln. Bis ich irgendwann feststellen muss, dass mein Hinterreifen keinen wirklich guten Eindruck macht. Und das nach erst knapp zwei Dritteln der Strecke. Plus dem fehlenden Kilometer zu meiner Freundin, wo meine Kinder warten. Ich laufe also die restlichen 1,5 Kilometer im Eilschritt heim, genieße dabei noch ein wenig die Sonne und pumpe dann einfach wieder auf (Was sagt uns das? Luftpumpe IMMER mitnehmen!). Bis, ja bis ich es mehr als deutlich zischen höre. Das klingt noch weniger als gut. Beim genaueren Betrachten entpuppt sich der Mantel als aber so was von runtergefahren, dass ich mich frage, wie er in der kurzen Zeitspanne seit der Durchsicht beim Fahrradhändler und dem heutigen Tag so in die Brüche gehen konnte. Also ab in die Werkstatt damit, weil ich in den nächsten Tagen weder Nerven noch Zeit für einen Komplettwechsel an einem Bauteil habe, das nur so von Schrauben und Kleinteilen prangt, welche auch wirklich in der richtigen Reihenfolge wieder angebaut werden sollten. Wenn ich Glück habe, reicht ein Wocheneinkauf aus, um die Kosten zu decken, wenn ich Pech habe, müssen die Kinder zwei Wochen hungern. *g* Anschließend bringe ich Sattel und Lenker des am Wochenende auf dem Flohmarkt erstandenen neuen und doch noch zu großen Fahrrades für´s kleine Kind in die höchste Position und radle nun zum zweiten Mal mit einem 24er durch die Gegend. Das gibt auf jeden Fall Abzug in der Haltungsnote. Aber egal, ich komme ja vorwärts.

Und die Moral von der Geschicht: Ich freu mich einfach, dass genau diese Sache nicht im Urlaub passiert ist, wo kein Fahrradladen in der Nähe gwesen wäre ...

:-)

 

25.08.2009 um 08:55 Uhr

Gedankengefühle

von: Wari

Die Nachricht "Können wir sprechen?" fühlte sich gestern Abend verdammt daneben an. Mein Inneres und ich zogen es vor, am ent­schei­den­den Punkt zu schweigen. Das, was Mr. Jung­spund zu sagen hat, ist nichts, was man am Telefon besprechen soll­te. Das spüre ich. 

24.08.2009 um 13:03 Uhr

Die Augen sind der Spiegel der Seele.

von: Wari

Sagt man. Und es gibt einen Menschen, bei dem ich das ganz deutlich, ganz bewusst erlebe: Mr. Loverlover. Natürlich hat er schöne Augen - in meinen Augen. Aber das meine ich nicht. Ich meine nicht die Form, nicht die Größe, nicht die Farbe der Iris. Es ist das, was man sieht, wenn man darin liest. Er ist manchmal in seinen Worten und seinen Handlungen unberechenbar, positiv wie negativ gesehen, aber niemals hat mich auch nur ein einziges Mal die Wahrheit verlassen, wenn ich in seinen Augen danach suchte. Er hat so oft versucht, Gefühle in einem anderen Licht erscheinen zu lassen und ist kläglich daran gescheitert, dass ich in seinen Augen die Wahrheit fand. Deshalb liebe ich diese Augen-Blicke.

 

24.08.2009 um 12:28 Uhr

Afrika, du meine Träne

von: Wari

Seit langer, langer Zeit wurde mir die Freude gemacht, einen Traum klar und deutlich zu sehen. Ich sah meine Wohnung in einer Siedlung, an die sich ein herrlicher Hain aus wunderschönen großen Bäumen anschloß. Der Teil, der mir am wichtigsten war, das Grün, welches mir jeden Morgen nach dem Aufstehen entgegenprangte, sollte gefällt werden. Mit trauriger und zugleich wütender Pose, konnte ich den Baumfällern meine Meinung nicht vorenthalten. MEIN Grün sollte weichen für einen großen Klotz aus Beton, etwas, was wieder ein Stück Natur aus dem Leben riß. Nachdem ich meinen Unmut herausgelassen hatte, saß ich mit meinen Eltern und deren mir unbekannten Bekannten zusammen. Sie überreichten mir ein Geschenk. Einfach so. Ich nahm den Umschlag, öffnete ihn langsam ... und fand: eine Reise nach Afrika. Meine Freude, meine Trauer, meine Liebe - kurz meine gesamte emotionale Seite brach mit einem Mal leise aus mir heraus. Ins Jetzt zurückerwacht, wischte ich mir die Tränen von der Wange ...

 

23.08.2009 um 09:42 Uhr

Mein kleiner grüner Seelenfleck.

von: Wari

Weil ich mein Auto einem Freund gegeben habe, bin ich heute morgen mit dem Rad zu meinen Eltern gefahren, um mal wieder festzustellen, dass mir nichts besseres passieren konnte. Die Welt sieht so viel schöner aus, die wärmende Sonne lässt sich so viel besser spüren und der Wind roch angenehm frisch. Nicht, dass ich täglich meinen fahrbaren Untersatz mit den vier Rädern bewege, ich versuche ihn möglichst oft stehen zu lassen. Aber das bewusste Aufsaugen kommt bei den anderen Touren oft zu kurz. Auf dem Weg zur Arbeit lasse ich mich leider oft genug von der deutschen Pünktlichkeit treiben und vergesse, auf den Weg zu achten. Heute war es einfach Seele baumeln lassen, ich nehme Kleinigkeiten wahr, die sonst meinem Blick entgehen. Und da kommt mir wieder dieser eine Satz aus Ich bin Amerika in den Sinn: "Was wirklich zählt, sind die kleinen Dinge!" Auf meinem Heimweg begegnet es mir wieder: Mitten auf der Straße, eingezwängt in den Asphalt, gibt es ein Stück Leben. Rund, klein, für Autofahrer nicht wahrnehmbar. Sichtbar nur für den, der bewusst nach Besonderem im Leben Ausschau hält. Im Vorbeifahren grüße ich meinen kleinen Seelenfleck, der mich daran erinnert, wie wunderbar das Leben ist. Dass selbst da, wo man es am wenigsten vermutet, noch Leben, Liebe und Stärke verborgen liegen. Manchmal hatte ich das Bedürfnis, dieses kleine Stück Rasen dahin zu bringen, wo es sich besser entfalten könnte. Aber ich heute sehe ich, dass es da, wo es ist, ganz genau richtig ist. Trotz der Hitze, trotz der widrigen Umstände, in denen es lebt, grünt es, schön wie eh und je, seit ich es entdeckt habe. Auf einer großen grünen Wiese wäre dieses Stück nur eins unter vielen Quadratzentimetern Rasen gewesen. So aber ist es etwas Besonderes, etwas ganz Großartiges. Obwohl es nüchtern betrachtet doch nichts anderes ist, als die Aneinanderreihung von Grashalmen. In diesem Falle aber ist es mein kleiner grüner Seelenfleck.

 

23.08.2009 um 07:06 Uhr

Erwartense nix.

von: Wari

Ach, sieh an. Mr. Jungspund hat wohl heimlich im Blog gelesen und wollte es nicht auf sich sitzen lassen, dass ich zwei kleine Nachrichten pro Woche als mehr oder weniger dürftig empfand, um so etwas wie Nähe, Beziehung oder was auch immer entstehen zu lassen. Er brachte es gestern binnen kürzester Zeit auf immerhin fünf Nachrichten. Klasse. Ich sehe also, es sind Steigerungen möglich. Da rückt das Ganze doch in ein völlig neues Licht. Nur witzigerweise enden die Möglichkeiten der Kommunikation immer genau dann, wenn es um was Konkretes geht. Nein, ich brauche keine Antwort, auf die Frage, ob wir uns treffen wollen. Und wenn man mich fragt, was ich abends mache, gehe ich in Zukunft auch nicht mehr davon aus, dass mein "Gegenüber" eventuell geneigt ist, den Abend mit gemeinsamen Nichtstun zu verbringen. Ich werde einfach, wie gehabt, von gar nichts mehr ausgehen und alleine ausgehen. Dummerweise hat es nicht geholfen, dass ich mich hingesetzt und gewartet habe, um zu wissen, wohin mein Herz mich trägt. Darüber bin ich einfach mal gnadenlos eingeschlafen. Und hatte den Traum meiner Träume, dessen Bedeutung (laut Traumdeuter) nur eines zu sagen hatte: Geliebte verkörpern die Idealvorstellungen des Träumers von einer Frau/einem Mann. Oft deuten sie auf Frustration in einer Liebesbeziehung hin, die sich aus falschen Erwartungen ergeben. Na gut, dass mir das mal jemand sagt, das hätte ich von ganz allein NIE bemerkt!

PS: Naja, immerhin hat die arabische Traumdeutung dann noch was für meinen Seelenaufbau getan - du wirst wiedergeliebt,- man wartet mit Sehnsucht auf dich. Stellt sich jetzt nur die Frage, von wem?

 

22.08.2009 um 07:49 Uhr

Ich suchte nicht und fand.

von: Wari

Einen Menschen, mit dem ich vor Jahren zusammen meine Ausbildung gemacht habe. Seine jetzigen Lebensbilder fanden mich, sie sprangen mir entgegen, malten meine Seele bunt, leuchteten das Dunkel aus. Ich kann von damals nichts weiter über ihn sagen - zu lange her, zu wenig Berührungspunkte. Aber das, was er jetzt zum Ausdruck bringt, das ist stark. Ich mag seine Art, die Welt zu sehen und die Sicht auf sich selbst. Ich hab´s ihm geschrieben, einfach so, egal ob er sich an mich erinnert. Weil er wieder ein Licht am Himmel war, dass die Welt besser, schöner strahlen lässt.

 

21.08.2009 um 21:42 Uhr

Ich brauch(t)e das jetzt.

von: Wari

Nur diesen einen Keks. Zum Aufbauen, Abbauen oder was auch immer. Im kommenden Monat wird der Wind dein Leben verändern. Herr Sternenschein ist schuld - in zweifacher Hinsicht. :-)