... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

23.10.2009 um 23:31 Uhr

Schöne Zeiten.

von: Wari

Himmel, was für ein Abend. Eine Freundin, die ich aus Schulzeiten kenne, hatte sich in die Stadt verirrt und wir waren gemeinsam gemütlich was essen, haben in alten und neuen Zeiten gekramt und es für gut befunden, uns getroffen zu haben. Ich mag sie, obwohl ich sie damals nur ein halbes Jahr durch die Schule kannte, immer noch sehr. Sie ist ein Typ Mensch, mit dem man sich gerne unterhält, mit dem man einfach gerne zusammen ist. Als sie gerade gehen will, klingelt es und ich vermute meine Freundin, die dringend noch etwas für ihre Geburtstagsfeier von mir braucht. Aber weiter weg hätte ich mich nie verraten können. Ohne Vorankündigung, einfach so, mitten in diesen schönen Abend rein, steht da Mr.Loverlover-Lieblingsproblemfreund, der kurze Zeit vorher noch Gesprächsthema war. Was für ein Hach. Er, der nie mehr Zeit hat, der nur noch mit sich selbst beschäftigt ist. Da schlichen sie sich wieder ein, die wohlbekannten und ein bisschen vermissten Zeiten der Spontaneität, Herzenswärme, Ungezwungenheit, der liebevollen Gesten und Gespräche, der kleinen Hachs. Ich gäb was drum, wenn´s ein kleiner Anfang wär.

 

20.10.2009 um 10:08 Uhr

Der Lauf der Dinge

von: Wari

"Manipulative Sau" wird er sich denken, der ehrenwerte Kindesvater, der gestern Abend die ganze Zeit gemütlich neben seinen Kindern saß, während ich mit ihnen telefonierte. Wollte er doch mal hören, was Muttern ihren Kindern so zu sagen hat und ob sie sie vielleicht irgendwie beeinflusst, damit sie am Samstag wieder heimwollen, um an der Geburtstagfeier teilzunehmen. Kleiner Scherzbold der, dachte wirklich allen Ernstes, ich bin so selten dämlich, meinen Kindern einzuimpfen, dass sie doch bitte, bitte mitkommen sollten, während er diesem Gespräch lauschte. Er hat irgendwie noch nicht erkannt, dass man durch Eine-liebevolle-Mutter-sein und dem Pflegen von richtig tollen Freundschaften viel mehr bewegen kann, als durch ewiges Herumnörgeln und Zurechtbiegen. Dabei war ich doch schon so nett und habe ihm in den letzten Wochen freundliche Hinweise wertfrei herüber geschoben. Seinerseits einsortiert in der Kategorie "ich lasse mir nichts mehr vorschreiben". Gibt es bei "Ex-Freund 3.0" eigentlich ein Update, bei dem dieser Ordner eliminiert wurde? Oder muss ich das doch wieder alleine machen? Kann man sich nicht ein Mal auf die volle Funktionstüchtigkeit verlassen? Mitten im Gespräch meint das große Kind: "Mama, ich möchte am Samstag mit zur Geburtstagsfeier kommen." Uff. Mein breites Grinzen verstecke ich hinter einem "Oh, da wird sich K. aber freuen und deine Freunde auch, dass du mit ihnen einen schönen Abend verbringst." Anschließend werde ich befragt, was ich in den nächsten Tagen mache, was ich zu tun habe ... mein großes Kind übernimnmt die Führungsrolle. "Wow", denke ich, "wie sehr es sich doch verändert hat. Es bewegt sich etwas, es entwickelt sich weiter." Ich bin so stolz auf mein Kind. Auch wenn diese kleine große Persönlichkeit manchmal mehr als anstrengend sein kann, so sehe ich diesmal so klare, deutliche Schritte nach vorn. Ich klopfe mir auf die Schulter und denke mir "Alles richtig gemacht!". Seit langer, langer Zeit ein Resultat einer Vorwärtsbewegung meinerseits, das richtig wohltuend ist.

 

19.10.2009 um 11:44 Uhr

Auch ein guter Wille hat irgendwann ein Ende.

von: Wari

Ich habe nicht viele Schimpfwörter im meinem Repertoire. Aber die wenigen, die ich kenne, würde ich gerne alle auf einmal hier in einem Satz rausschreien, denn dieser Mann macht mich wahnsinnig. Ich komme mir immer wieder vor wie bei einem Verhör, so nach dem Motto: "Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden." Genau so legt er jeden meiner kleinen, im Sinne der Kinder geäußerten Sätze aus. Diese Dumpfbacke ist nicht in der Lage, sich ein einziges Mal in die Lage seiner Kinder zu versetzen und sieht immer nur sein kleines, müdes Ego, welches sich mir gegenüber versucht zu einem Monster aufzuplustern. Wenn die letzten anderthalb Jahre nicht davon geprägt gewesen wären, dass ich immer versucht habe, ihm auf einem normalen Niveau zu verstehen zu geben, dass seine Kinder mehr brauchen, als Wochenenden voller Aktivitäten, die er ausgesucht hat und die nicht mit den Wünschen der Kinder konform gehen und als Dank dann viele Schläge in die Magengegend bekommen hätte, dann könnte ich über einige unbedachte Äußerungen seinerseits gekonnt hinwegsehen. So aber bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich jeglichen Kontakt auf schriftliche Form reduzieren werde, egal ob es ihm gefällt oder nicht. Notwendige Informationen kann er sich gern per Mail abholen. Ich lasse mich nicht mehr beleidigen und mir die Worte im Mund herumdrehen. (Wie oft habe ich das wohl schon gesagt???) Und diesmal meine ich es bitter ernst. Er hat seine Grenzen maßlos überschritten und darf in Zukunft draußen auf seine Jungs warten. Er wird meine eigenen vier Wände nicht mehr betreten, denn er hat in MEINEM Leben nichts mehr zu suchen. Wenn er es nicht endlich schafft, von seiner "Ich lasse mir von dir gar nichts mehr sagen"-Ebene runter zu kommen und seinen Blick den Kindern zuzuwenden, zu sehen, was mit ihnen ist, dann kann er mich gerne mal kreuzweise. Seine vorpubertären Spielchen gehen mir so mächtig auf den Geist, dass ich es leid bin, diese auch nur einen Tag länger zu erdulden. Während ich mir hier täglich Gedanken um die Kleinen mache, versuche, sie aufzubauen, wenn es um die Vater-Wochenenden geht, schlägt er mir immer wieder eine rein. Wozu um alles in der Welt sollte ich ihn darin noch weiter unterstützen? Jedes nette Wort zu ihm ist eines zu viel und das werde ich ihm ab heute deutlich zu verstehen geben. Manche Menschen kapieren es einfach nicht anders.

 

15.10.2009 um 11:46 Uhr

Irgendwie nichts ...

von: Wari

Während die erste Hälfte des Jahres geprägt war von Höhen und Tiefen, von endlosen Dis­kus­sionen, vom An­ein­an­der­rei­ben, über sich Hi­naus­wach­sen, von auf­ge­schla­ge­nen Knien und Wun­den lecken, ha­ben wir jetzt ei­ne ganz neue Phase in un­se­rer Be­zieh­ung ent­deckt. Wir le­ben eine La­ri­fa­ri-Wisch­wasch-Ebe­ne, die sich mehr als merk­wür­dig, wenn nicht sogar rich­tig­ge­hend be­schis­sen an­fühlt. Das was sich mo­men­tan an Emo­tio­nen zwi­schen uns be­fin­det, ist noch schlim­mer, als die Ei­ses­käl­te, die nach so man­chem Streit vor­zu­fin­den war. Es ist ir­gend­wie nichts. Es ist noch we­ni­ger als nichts. Und ich frage mich, ob wir ge­ra­de da­bei sind, uns emo­tio­nal zu ent­fer­nen. Der we­ni­gen Zeit auf bei­den Sei­ten ge­schul­det, se­hen wir uns zum Mu­si­zie­ren. Ein Mal pro Wo­che. Wir tau­schen hin­ter­her ein paar Neu­ig­kei­ten aus und kom­men im­mer wie­der zu dem Schluß, dass wir bei­de über­ar­bei­tet, über­näch­tigt und ein­fach nur noch knül­le sind. Ge­gen­sei­ti­ges Auf­fan­gen aus­ge­schlos­sen. Un­se­re Ge­sprä­che sind ab­ge­flacht und es gibt nichts, was uns so rich­tig ver­bin­det. Pro­ble­me hin und her zu schie­ben, ist kei­ne Ba­sis für ein ge­gen­sei­ti­ges Mit­ein­and­er. Es fehlt das, was ich als Tief­grün­dig­keit be­zeich­nen würde. Wir über­le­ben ge­ra­de bei­de so. Un­ser bei­der Le­ben. Je­der für sich allein und ir­gend­wie nicht mehr ge­mein­sam. Ge­ra­de ges­tern erst hat er mir deut­lich ge­zeigt, was er sich wünscht, was er braucht ... eine starke Frau. Die fin­det er we­der da­heim, noch im Moment bei mir, weil auch ich Mo­men­te ha­be, in de­nen ich ein­fach nur ge­hal­ten wer­den möch­te. Auch ich ha­be den Wunsch, mich mal an­leh­nen zu kön­nen, das Ge­fühl zu ha­ben, dass je­mand für mich da ist. Was mir im Mo­ment wirk­lich fehlt, ist er. Mit al­len Fa­cet­ten sei­nes Le­bens. Und es wäre scha­de, wenn diese Freund­schaft auf die­ser Stu­fe ste­hen blei­ben wür­de.

02.10.2009 um 17:46 Uhr

Freitagabend

von: Wari

Heimkino. Mondbär. Popcorn. Salzstangen. Chips. Sprite. Alles schön ungesund. Und selten.

Und alles in Mamas Bett. Krümel inklusive. Hinterher aneinander gekuschelt einschlafen. Süß träumen und morgens Frühstück im Bett.

Was für ein genialer Start ins Wochenende!