... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

30.11.2009 um 22:10 Uhr

Einen Kuss nur noch.

von: Wari

Stimmig, rund, harmonisch sind die Treffen mit diesem einen, ganz besonderen Freund. Jedes Mal auf´s Neue einzigartig. Und schön. Wohlfühlig. Was im Kleinen begann, hat mit der Zeit eine Freundschaft der besonderen Art entwickeln lassen. Ich kann sie nicht erklären, will sie nicht erklären, weil es nicht die rechten Worte gäbe, für diese Art von Tiefe, von Zuneigung, Liebe gar. Ich würde es zerreden, wo ich an dieser Stelle doch lieber fühlen mag. An so manchem Tag würde ich genau jenen Freund liebend gern in die Arme schließen, einfach mal eben schnell auf einen Schwatz vorbei gehen und an so manchem Tag bedauere ich es sehr, dass zwischen dieser Spontaneität und uns eben ein paar Kilometer mehr liegen, als mir lieb ist. An manchen Tagen hätte ich gern, dass mein moderner Briefkasten von seinen Nachrichten bombardiert würde und dass wir unsere Gedanken spontan hin und her quer durch´s Universum schießen. Und in all dieses "hätte ich gern" drängeln sich dann doch immer wieder die Gedanken, dass es genau so wie es ist, gut ist. Nicht weil ein Mehr an spontanen Treffen vielleicht zu einem Zuviel führen könnte, nicht weil man sich vielleicht über haben könnte, sondern weil ich nach jedem dieser durchaus seltenen Treffen merke, wie wichtig es mir ist, sich genau für diesen Augenblick Zeit zu nehmen, sich just in jenem Moment Zeit zu nehmen und da zu sein. Nur bei ihm, nur bei mir, nur bei uns. Schlimm zwar, dass ich gerade heute mal wieder Brabbelwasser getrunken hatte und schneller plauderte, als ein Wasserfall fallen kann, aber nichts desto trotz, kein Wort zu viel, keines zu wenig. Sprachlosigkeit an anderer Stelle, der Tiefe der Freundschaft geschuldet ... Tränen gerade noch zurückgehalten (immerhin will ich ja nicht völlig verweichlicht dastehen ;-) ... ). Spontan fielen mir heute zwei nette Sprüche ein, während er unsere Freundschaft beleuchtete:

"Ein Freund ist jemand, der da ist, wenn man ihn braucht und nicht da ist, wenn man ihn nicht braucht."

"Manche Menschen sind wie ein Bumerang - man muss sie loslassen, damit sie zu einem zurückkehren."

Danke für diese herrlichen Stunden, danke für´s Zuhören und danke vorallem für deine wunderbaren Worte über uns. Danke für alles - du bist und bleibst einer der besten Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind. Und auch für uns wünsche ich mir nichts sehnlicher, als wo immer wir auch sind, wieviele Kilometer uns auch trennen, wieviel Zeit auch zwischen dem letzten Treffen, der letzten Mail, dem letzten Telefonat liegen, dass wir ein Teil im Leben des anderen bleiben werden, einer, an den man sich gern erinnert. Ich drück dich von ganzem Herzen!

 

28.11.2009 um 13:28 Uhr

Runde Veränderungen.

von: Wari

Das Konzert. Es hat was bewegt bei mir. Ich sehe UNS wieder, ich fühle uns, spüre dich und mich und du hast keinen blassen Schimmer, wie gut das tut. Zu fühlen, dass es doch noch etwas zwischen uns gibt, was Welten bewegen kann. Es hat den Blick für das Schöne in dieser Welt wieder geöffnet, hat mich feinfühliger gemacht für all die Dinge, die es lachend zwischen uns zustande gebracht hat. Das Leben, großartig, einzigartig. Du ebenso, nicht minder schön mit all deinen liebenswerten Macken, ich mit den wahrscheinlich ebenso vielen liebevollen Macken. Ich kann mich wieder sehen, wieder lieben und sehe das Lachen des Lebens wieder. Es gibt und gab immer wieder einschneidende Erlebnisse in unser gemeinsamer Zeit, die Steine ins Rollen brachten. Diesmal hast du den kleinen Stein angestoßen, der eine kleine Lawine ins Rollen gebracht hat, eine vor der man sich nicht fürchten muss, weil sie Dinge zum Vorschein brachte, die im Verborgenen lagen, kleinen Pflanzen gleich, die unter all dem Geröll im Stillen wuchsen, ungesehen, unbeachtet, um dann plötzlich für´s Auge sichtbar das Leben wieder ein wenig schöner zu machen. Kleine und große Seelenflecke. Wenn ich jetzt in den Tag hinein meine Gedanken zu dir schweifen lasse, schwingt keine Wehmut mit, sondern der Wunsch, dass diese Freundschaft genau so weitergehen möge, dass wir immer ein Teil im Leben des anderen bleiben mögen, egal wie nah oder fern wir uns sind. Du bist und bleibst mein Wohlfühlfaktor, an den ich lächelnd in den Tag hinein denken mag. Du tust mir gut, du schenkst mir ein Lachen, wenn ich es am wenigsten erwartet habe, du schenkst mir eine Fröhlichkeit, die ich gerne an andere weiter gebe und du machst es möglich, dass ich eine solche Tiefe auch zu anderen Freunden haben kann. Um so mehr freue ich mich auf nächste Woche, wenn ich einen ebensolchen Freund, liebenswerten Menschen in meine Arme schließen darf. Mein Kopfwäscher, meine Schulter zum Anlehnen ... Seelenschmeichler ... hach wie ich euch liebe!

 

25.11.2009 um 19:35 Uhr

Schätze

von: Wari

Eine geniale Musizierstunde und hinterher wenig Zeit ließen nur Raum für "In der Kür­ze liegt die Wür­ze" ... also stol­pern wir durch dunk­le Räu­me, re­den we­nig und la­chen um so mehr. Als der Lieb­lings­pro­blem­freund da­von­sau­sen muss, weil er zum Kon­zert­auf­tritt ei­len darf, wer­fe ich ihm ein "Mach´s gut, Schatz!" hin und amü­sie­re mich kö­nig­lich über so viel Spießig­keit. "Schatz" ... ??? ... ich glau­be, jetzt ist es so weit! Das Kon­zert muss mir den Kopf total ver­dreht ha­ben. Hihihi. Sorry, aber ich könnt mich über die­se blöd­sin­nige Aus­sage scheckig la­chen. Ich - das per­so­ni­fi­zierte Anti­ko­se­na­men­weib­chen - las­se mich zu so et­was hin­reißen. Hilfe, Hilfe! Kann mir je­mand hel­fen? :-)

 

22.11.2009 um 08:45 Uhr

Alles wieder von vorn?

von: Wari

Am Mittwoch begegnete ich Mr. Jungspund. Ich wusste es eigentlich schon vorher, war also ein wenig vorbereitet. Ich verdrängte alles was war, weil ich unbelastet in eine weitere Begegnung gehen wollte. Er war erstaunt mich zu sehen. Aber aus den wenigen Minuten unseres Gespräche klang heraus, dass er mich gern wiedersehen würde, schwang verschleiert die Frage herüber, wieso ich mich nicht mehr gemeldet habe. Der Anwesenheit der Kinder und aller Umstehenden geschuldet verzichtete ich auf ein klärendes Gespräch, verschob es auf einen günstigeren Zeitpunkt. Gestern musste ich ihn anrufen, weil er mitkommen wollte auf´s Konzert. Allerdings hatte sich sein Plan etwas geändert und ich fuhr nur mit einem Freund. Um abends nach dem Konzert diese kleine Nachricht zu lesen, dass ich Mr. Jungspund, wenn ich es mag, gerne heute Nachmittag treffen kann. Genau wie vor einigen Wochen. Heute hüh, morgen hott. Und ich sitze hier und weiß nicht, was ich will. Im Gegensatz zu allen anderen Dingen in meinem Leben, von denen ich wenigstens weiß, dass sie endlich aufhören mögen, ist mir ausgerechnet heute nicht klar, was ich wirklich möchte.

 

22.11.2009 um 00:27 Uhr

Seelenschmeichler

von: Wari

Wenn deine Hände sanft die Instrumente berühren, dann spüre ich jeden einzelnen Fingertip auf meiner Haut. Wenn das Rampenlicht deine braune Haut zum Leuchten bringt, spüre ich jede Berührung, die wir vor ein paar Stunden ausgetauscht haben. Wenn dein Blick den meinen trifft und ich auf deinem Gesicht dieses sanfte Lächeln finde, dann spüre ich, dass nichts verschwunden ist von all dem, was sich zwischen uns eingefunden hat. Nichts kann dies wegwischen, nichts diesen Zauber nehmen. Während des Konzertes spulten sich dreieinhalb Jahre Zweisamkeit ab. Der erste Kuss nach jenem Konzert, der darauf folgende Liebeskummer, die Hoffnungen, die Träume, die vielen Gespräche, all unsere Auseinandersetzungen, die Auf und Abs mit allem, was es dazwischen noch geben kann. In den letzten Wochen glaubte ich dies alles ein wenig verloren, nicht weil wir zu wenig Zeit hatten, nicht weil es sich in unseren Gesprächen immer und immer wieder um ein und dieselben Probleme, meine wie auch deine, drehte. Es war meine vermeintlich abhanden gekommene Nähe zu dir, die meinen vielen Baustellen ge­schuldet, sich in eine Ecke verkrümelt hatte und dort zu­sam­men­ge­kau­ert verstaubte. Ich hatte mich in so manch stiller Minute, in der ich dich so gar nicht vermisste, gefragt, ob es das jetzt gewesen sei, ob dies wohl das Ende war und sah es als notwendiges Übel an, dass alles im Leben irgendwann irgendwie zuende geht. Als sich während des Konzertes jedoch dieser Film in meinem Kopf abrollte und ich sehen konnte, aus welch verkorksten Bedingungen wir zu einer faszinierend tiefen Freundschaft gefunden haben, konnte ich mit Freude feststellen, dass nichts verschwunden war. Weder die Zuneigung, noch die Freundschaft, noch die Liebe. Die Frauen, die dich heute umschmeichelt haben, die dir Geschenke mitbrachten, die sich hinterher mit dir treffen wollten, sie hätten mich vor drei Jahren, vor zwei Jahren und wahrscheinlich sogar noch vor einem Jahr wahnsinnig gemacht, sie hätten mir meinen Schönheitsschlaf geraubt und mich in Tränen gebettet. Heute werde ich seelig schlummern, weil ich endlich mal wieder aus war, weil ich einen wunderschönen Abend hatte, gute Musik hören durfte und weil ich weiß, dass deine Seele wie eh und je die meine berührt und meine die deine.

 

11.11.2009 um 11:55 Uhr

putt, putt, putt .. input

von: Wari

Mein liebster Freund, du in der nahen, weiten Ferne ... ich brauche dich, ich brauche deinen Rat, einen kleinen Stupser von der Seite. Du, der mit Vorliebe beim Lieblingsshop mit A Bücher kauft und verschenkt, du, der du bisher in jedem Fall so richtig gelegen hast, gib mir einen Tip. Nein, ich will kein Päckchen vom Lieblingsbüchershop, sondern ich möchte mal wieder ein richtig schönes Buch lesen, was für die Seele, keine schwere Kost. In welche Richtung muss ich mich bewegen? Vielleicht doch auch zu Betty Blue greifen, obwohl das nichts für wehmütige, angestrengte Tage ist. Zu Hülf, ich möchte nur raus aus meinem Lesetief, rein in "Wow, was für ein tolles Buch!".

Alle anderen dürfen mir natürlich auch gern einen Tipp geben oder einfach mal schreiben, was ihr zur zeit an Bücher verschlingt.

 

11.11.2009 um 09:10 Uhr

Sehnsuchtsvoll

von: Wari

schaue ich auf die paar Sekunden Nacht zurück, die mich so eindrucksvoll in den Tag gleiten ließen. Tief drinnen schlummernde Hoffnungen, Träume, Wünsche wurden freigesetzt, als unverkennbar wurde, dass Leben in mir steckt, dass das Bauchgrummeln Kindsbewegungen waren, die ich mit einem großen Seufzer genoss. Zwiespältige Gefühle dennoch, weil auf der einen Seite jener Wunsch erfüllt wurde, der in den meisten Frauen schlummert und dessen Erfüllung unter bestimmten Umständen auch ein Gefühl von Angst hervorrufen kann. Dieses Gefühl, welches mich so kurz vorm Tagesanbruch ereilte, war ein ganz besonderes, geprägt von einer unbändigen Liebe zum Leben, zum ungeborenen und zu meinem eigenen. Es war eigentlich besser als jeder Traum. Und dennoch nur unerfüllter Wunsch. Aber ich will ehrlich sein, selbst nach dem Erwachen stellten sich Zufriedenheit und Glücksgefühle ein. Warum? Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil ich nur ein einzigstes Mal noch spüren durfte, wie es ist, wenn man ungeborenes Leben in sich trägt. Das ist und bleibt eine der besten, schönsten Zeiten, die ich erlebt habe. Auch wenn es diesmal nur geträumt war. Aber ich habe mich gespürt, ich fühle (mich) wieder.

 

07.11.2009 um 12:58 Uhr

Immer diese Bretter vorm Kopf!

von: Wari

Gemeinsame Treffen müssen nicht immer den Hintergrund haben, sich intellektuell nahe zu sein, Gespräche zu führen oder anderweitig mit einander zu verkehren. Manchmal gibt es auch nur den Grund, dass man von einem Auto ins andere etwas umschichten muss. Unter diesem Aspekt und meinem Kopfwirrwarr geschuldet, entspann sich gestern mit dem Lieblingsproblemfreund ein sehr nettes Gespräch. Er holt mich bei einer Freundin ab, weil ich den geplanten Termin verpatzt habe und wir fahren zu mir heim. Stühle aus meinem Auto in das seine laden. Als wir ankommen und kein Parkplatz frei ist, meine ich ganz spontan: "Stell dich doch derweil auf die gesperrte Fläche, es geht ja ganz schnell." Mr. Loverlover fragt mich, ob wir nicht reinmüssten. Ich antworte ganz brav mit nein, woraufhin er mich mit leicht fragendem Blick anschaut und ich erkläre, dass die anvisierten Gegenstände in meinem Auto seien, welches ungefähr zehn Meter von uns entfernt parken würde. Daraufhin fragt er mich nochmals, ob wir nicht reingehen müssten. "Liebling, wenn ich sage, wir müssen nicht rein, dann meine ich es auch so!", entfährt es mir, weil ich nicht verstehe, was an meiner Aussage so schwer nachzuvollziehen ist. Stühle in meinem Auto, sein Auto zehn Meter entfernt, wir laden um und fertig! Zwei Sekunden später dämmert es aber so was von langsam, dass ich mich entschließe, von der unübersehbaren, dicken Leitung zu gehen. Ich bitte Mr. Loverlover inständig, mit mir in klaren deutlichen Sätzen zu sprechen, weil ich mit einem "Müssen wir nicht nochmal rein?" halt nichts anfangen kann. Da ist doch ein "Hey, ich hab jetzt Bock auf dich!" irgendwie so was von eindeutig, dass selbst ich es in jenem Moment verstanden hätte! So jedenfalls hatten wir mal wieder was zum Amüsieren, einfach meiner Zerstreutheit geschuldet. Und überhaupt haben wir uns danach mächtig prächtig amüsiert, weil küssend einhändig auf einem Bein stehend entkleiden ziemlich schwer und unromantisch sein kann, wenn man kein geübter Yoganer ist. Immerhin haben wir es geschafft, uns über unsere absolute Unromantik lockerflockig zu zerkringeln. Zumindest in diesem Punkt sind wir uns herzlichst amüsiert immer wieder einig, was meinen Abend gerettet hat. Schade nur, dass die Kinder an diesem Wochenende bei mir sind, denn diesmal wären wir dem Punkt "Bleib doch mal eine Nacht bei mir." so verdammt nahe gewesen ... aber es hat nicht sollen sein. (Wer weiß, wozu es gut ist!)

 

05.11.2009 um 09:41 Uhr

Was muss ich tun?

von: Wari

Damit die Probleme kleiner werden oder sich endlich in Wohlgefallen auflösen? Damit auch ringsherum endlich mal wieder fröhlichere Stimmung aufkommt? Damit der Geliebte, der sich mit deplatzierten Aussagen gerade unbeliebt macht, endlich wieder zuhören kann und den Blick von sich selbst abwenden kann? Was um alles in der Welt, muss hier passieren, damit ich wieder ein bisschen Ruhe in das Leben dreier Menschen bekomme? Wo sind all meine Pläne, meine Hoffnungen, Wünsche, Träume, wo sind Ziele? Wo mein Weg?

 

02.11.2009 um 06:27 Uhr

Umsetzungsschwierigkeiten

von: Wari

Heute Nacht habe ich gekündigt, weil der Chef mir deutlich gezeigt hat, dass seine Arbeit wichtiger wäre, als meine Kinder.

Als ich aufwachte, dachte ich: Wenn´s mal so einfach wäre!