... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

24.02.2010 um 13:36 Uhr

Du fehlst.

von: Wari

Du, an dessen Schulter ich mich lehnen kann. Du, der du mit mir im Abendrot am Strand um die Wette Steinchen ins Meer wirfst und mich zum Kichern bringst, wenn das salzige Wasser von meinen Kleidern tropft, das wir uns aus Jux und Dallerei beim Herumtollen wie die Kinder gegenseitig zugespritzt haben. Du fehlst, wenn ich meine Probleme gerne halbieren und meine Freude verdoppeln würde. Du, der sich im Bett räkelnd am sonntäglichen Frühstücksei und knusprigen Brötchen erfreut. Es fehlen die Blumen auf dem Tisch, deren Duft den ganzen Raum erfüllen. Es fehlt dein Arm, an den gekuschelt ich einschlafen kann und der mich morgens sanft streichelnd in den Tag geleitet. Du fehlst, wenn meine Kinder ein männliches Pendant zu ihrer gefühlsduseligen Mutter brauchen, wenn ihnen einer zeigen sollte, wie Technik wirklich funktioniert, wenn einer nicht aus der Sicht einer Frau die Welt beleuchtet. Es ist wie es ist: Du, den ich nicht kenne, du fehlst!

 

19.02.2010 um 20:30 Uhr

Kurze Rede, langer Sinn.

von: Wari

Die Urlaubsstimmung und Ruhepause verflüchtigten sich gestern Abend sehr schnell angesichts der Tatsache, dass ich für heute früh noch eine Rede vorbereiten musste, die ich wie immer auf die lange Bank geschoben hatte. Meinen guten Vorsätzen zum Trotz hatte ich genau das am längsten liegen lassen, was durchaus wichtig war - meine Grußworte zur Einweihung unserer neuen KiTa. Aber wie immer auch war es genau der richtige Zeitpunkt, um die Worte zu finden, die notwendig waren, um den Menschen Dank zu zollen, die sich unter erschwerten Bedingungen liebevoll und aufopfernd gekümmert haben:

"Liebe Gäste, liebes KiTa-Team, liebe Kinder!

Die Einweihungsfeier unserer Einrichtung ist für mich ein besonders schöner Anlass, mit Ihnen heute zusammen zu kommen, wenngleich unsere Kinder IHRE KiTa schon mit ganzem Herzen in Besitz genommen haben.

Deshalb habe ich mich sehr über die Einladung gefreut, dass ich als Elternratsvorsitzende einige Grußworte an Sie richten darf.

Dem heutigen Tag ging ein längerer Weg voraus, der sicher für alle Beteiligten nicht immer einfach war.

Als uns Eltern vor ca. zwei Jahren die bevorstehende Sanierung unserer Einrichtung kund getan wurde, hörten wir Aussagen wie "Na endlich!" und "Das wurde ja Zeit!". Ich bin mir sicher, dass keiner der Beteiligten wusste, welche Anstrengungen auf allen Seiten damit verbunden sein würden.

Und so blicken wir auf eine Zeit zurück, die mit dem Umzug in die Ausweicheinrichtung RBR einen ersten Vorgeschmack auf Veränderung bot.

Das Raumangebot hatte wenig gemeinsam mit dem Konzept unserer Einrichtung, die unseren Kindern ein offenes, großzügiges Haus bieten möchte, in dem sie sich frei nach ihren ganz persönlichen Fähigkeiten entwickeln können.

Was wir vorfanden war ein Haus, das durch seine baulichen Voraussetzungen die Erzieher sicher manches Mal auf eine zusätzliche Belastungsprobe stellte und bei einigen Eltern eine gewisse Missstimmung hervorrief. Hinzu kamen die Bedenken jener Eltern, die ihre Kinder im Zeitraum der Auslagerung eingeschult haben und nun den langen Schulweg gesichert haben wollten.

Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Erziehern und der KiTa-Leitung, die mit viel Engagement und zusätzlichem Aufwand für einen sicheren Schulweg sorgten - dies täglich bei jedem Wind und Wetter! (Anm. d.Red.: An dieser Stelle musste die Rede kurzzeitig unterbrochen werden, weil sich unerwarteter Beifall breit machte.)

Der Rückzug in unsere neue alte Einrichtung bedurfte erneut einer großen Anstrengung und dies schon weit im Voraus des geplantes Termines. Um so größer war die Freude und Spannung, als sich am 11. Januar diesen Jahres die Türen in die neue Zukunft unserer Kinder öffneten. Mit glänzenden Augen kehrten sie zurück und entdeckten ihre Lern- und Lebensräume mit großer Freude.

Ein gelungenes Raumkonzept in eine vorhandene Bausubstanz einzubringen, ist nicht immer einfach - dies kann ich Ihnen aus eigener Beruferfahrung bestätigen. Aber ich denke, hier ist allen am Bau Beteiligten eine großartige Leistung gelungen, die unseren Kindern die Möglichkeit gibt, sich frei zu entfalten.

In diesem Sinne möchte ich mich ganz herzlich bei all jenen bedanken, die uns diesen Weg ermöglicht haben - allen, die an diesem Bauvorhaben beteiligt waren, allen Eltern, vorallem jenen, die beim Auszug oder Rückzug der KiTa geholfen haben, dem Elternrat, der stets bemüht war, die Einrichtung zu unterstützen. Vorallem aber dem gesamten KiTa-Team, welches unter den erschwerten Bedingungen am RBR (Ausweicheinrichtun; Anm. d. Red.) eine hevorragende Arbeit geleistet hat und die zwei Umzüge mit viel Kraftanstrengung vollbrachte.

So wünsche ich Ihnen allen, vorallem aber den Kindern eine wunderschöne Zeit in unserer Einrichtung.

Vielen Dank!"

Als diese Worte gesprochen waren, legte sich auch endlich meine ganze Aufregung und ich war glücklich. Weil ich es einerseits geschafft hatte, vor mehr als hundert Menschen (Bürgermeister, Radiosender, etc. inclusive) diese Grußworte zu überbringen (Herzrasen war ein Kikifax dagegen ;-) ) und andererseits, weil ich endlich wirklich von ganzem Herzen jenen Menschen danken durfte, deren Arbeit man all zu oft als selbstverständlich und einfach ansieht.

Dass ich hinterher eine durchweg positive Resonanz erlebte, tat gut und an diesem Punkt wusste ich, dass ich mich in dieser Einrichtung immer wieder gern einbringen werde.

14.02.2010 um 08:00 Uhr

AUSzeit.

von: Wari

Eine Woche Seeluft schnuppern, Schnee pur, Entspannung pur, ausschlafen, Spaß haben, Geburtstag feiern, Fasching (Piraten wir kommen!), Fotos knipsen ohne Ende ... Vorfreude hoch zehn! Wir lesen uns :-)

12.02.2010 um 16:23 Uhr

Nasendusche

von: Wari

Das klingt genauso wie "mit nem Klammerbeutel gepudert sein" und fühlt sich ähnlich an. Dusche ... da könnte man meinen, das muss ich zwangsläufig haben, weil ich aus der Sanitärbranche komme :-) Ganz so ist es nicht, aber haben musste ich es trotzdem, denn heute war mir alles recht. Alles, was diesen wahnsinnigen Schmerz nur auf irgendeine erdenkliche Art und Weise lindert, der sich über den rechten Wangenknochen bis in den Unterkiefer zieht. Manchmal dumpf, manchmal im Schritt des Herzens heftig pulsierend. Dafür musste ich meine Lieblingsärztin nicht mehr konsultieren. Eindeutiger kann sich eine Nasennebenhöhlenentzündung nicht zeigen. Und die Medikamente muss man dank leistungsstarker Politik eh selbst bezahlen - alles was ein wenig aus dem schulmedizinischen Bereich herausgeht, ist unsere ganz eigene Belohnung. Aber gleich auf Anitbiotika ... das klappt bei mir nicht. Die Schmerzen sind zwar heftigst, aber so schlimm nun auch wieder nicht. Ich schweifelte ab. Nasendusche. Was für eine Erfindung. Hätt ich´s nicht besser gewusst, hätt ich gesagt, dass ist ein nettes kleines Sexspielzeug. Wirklich! (Gibt´s für Nasensex eigentlich eine Bezeichnung - Nasalverkehr oder so?) Naja, egal, wenn man die Nasendusche befüllt hat, spült es einem alles heraus, was sich irgendwie in sämtlichen Nasennebenhöhlen festgesetzt hat und man fühlt sich zumindest für diesen einen Augenblick wahrlich erleichtert. (Mittlerweile tut´s schon wieder weh, aber egal.) Ein tolles Gefühl, wenn´s hier rein, drinnen herumgewirbelt und dann dort wieder rauskommt. Man, man, man, was man nicht so für Querverbindungen im eigenen Körper hat. Während der Prozedur bekommt man übrigens annähernd ein Gefühl dafür wie´s einem in fünfzig Jahren gehen wird, wenn der Körper so langsam seinen Geist aufgibt. Aber was tut man nicht alles um diesen Schmerzen zu entgehen. In diesem Sinne - Gute Besserung allen Kranken!

 

06.02.2010 um 11:32 Uhr

Ich will doch nur ein wenig Spaß.

von: Wari

Dass ich den meinigen Ex auflisten lasse, was ER für einen gemeinsamen Urlaub mit seinen Kindern bentötigt, empfinden manche doch tatsächlich schon als spitzfindig. Meine Mom allen voran. Sie ist die Lebendigkeit der "Das muss doch nicht sein und halte dich zurück"-Fraktion. Sie ist für eine heile Welt um jeden Preis. Wenn´s sein muss, auch um meines Preises willen. Nachdem die Kinder verabschiedet sind, trudle ich bei ihr ein, berichte neuesten Klatsch und Tratsch und nehme seltsame Veränderungen an ihr wahr. Meine Anspielungen auf Ex-Schwiegermutterns Kontrollwahn bezüglich meiner choatischen Lebensweise (ja, sie hat mich gestern in JEDES Zimmer begleitet, um zu sehen, ob ich immer noch so unordentlich sei!), krönt sie mit der Aussage: "Wenn sie was sagt, dann sag ihr doch einfach, dass sie doch auch mal so unordentlich war und du ja noch ein wenig jünger bist und somit die Hoffnung noch nicht aufgegeben hast, genauso ordentlich zu werden, wenn du in ihrem Alter bist." Und jetzt meine noch einer, ich sei spitzfindig!

 

06.02.2010 um 10:40 Uhr

Gestern noch.

von: Wari

Meinte ich zur Lieblingsproblemfreundin: "Hey, er hat es verstanden. Mr. Ex-Loverlover. Kluges Kerlchen, lässt mich jetzt einfach in Ruhe." Ich hätt´s nicht aussprechen dürfen. Nicht mal dran denken dürfen. Denn heute Morgen prangte mir in großen Lettern ein schöner Gruß von Mr. Ex-LoverLover im Mailfach entgegen. Schnött! Dingelingeling! Da war er also wieder. Mr. Ich-geb-nicht-auf! Hat also doch nichts kapiert. Nicht die abweisenden Gespräche in den ersten zwei Januarwochen, nicht die absolute Abwesenheit meinerselbst in den Musizierstunden, nicht die gnadenlose Stille auf meiner Seite dazwischen. Und sollten wir uns jemals irgendwann, auf irgendeine Art und Weise wieder begegnen, wird er wahrscheinlich auch noch aus allen Wolken fallen, wenn ich ihm unschonend beibringe, dass er in diesem Jahr viel Zeit haben wird, sich voll und ganz auf seine Familie und seine Arbeit zu konzentrieren.

06.02.2010 um 09:33 Uhr

Ich bin so allein.

von: Wari

Ich bin so allein. Die meinigen Eltern wurden gestern Abend in den Urlaub verabschiedet. Sieben Tage Schnee *seufz* ... ich will auch ...

Meine Schwester, auch als "ich schaff´s nicht" bekannt, spricht mir aufs Band "Du ich schaff´s heute nicht mehr, die Cd´s bei dir einzuwerfen. Wenn es wirklich dringend ist, dann meld dich nochmal, dann werf ich sie morgen ein, bevor wir in den Urlaub fahren." Sieben Tage Schnee *seufz* ... ich will auch. Nein Schwesterherz, es ist nicht dringend, ausser, dass ich eine Woche lang auf Rupa und Dota verzichten muss. Nein, es ist nicht schlimm, ausser dass ich dich dafür gerne abmurksen würde. Oder mich. Weil ich die Hoffnung nicht aufgegeben hatte, dass mich dein "ich schaff´s nicht" nicht ereilen würde.

Und die meinigen Mitbewohner. Sie wurden gestern in den Urlaub entlassen. (Sieben Tage. ohne Schnee. *seufz* Ich will trotzdem!) Das kleine Menschenkind legt seine Meisterprüfung zum Meistermusterkind ab, als alle (zwei Ex-Schwiegermütter, ein großer Mitbewohner und eben jener kleiner Mitbewohner) startbereit im erdenklich kleinsten fahrbaren Untersatz sitzen und in ein Wochenende mit den Omas, anschließend in eine Woche mit ihrem Vater starten wollen: "Mama, wenn uns die Omas zurückbringen, kannst du mich dann abholen? Ich will nicht zum Papa." - "Mein Kind", denke ich mir "du bist großartig." Die rechten Worte zur rechten Zeit mit einem sagenhaft unschuldigem Blick so verdammt ehrlich ausgesprochen. Dafür liebe ich dich so sehr. Alle im Auto Sitzenden schweigen betreten. Wie immer. Also muss ich mal wieder retten. Wie immer. "Hey," stupse ich das kleine Menschenkind an, "mach dir doch erst mal eine schöne Zeit bei den Omas und wenn du bei Papa angekommen bist, rufst du mich an und erzählst mir, was ihr Schönes gemacht habt!" Ich heuchle nicht gerne, denn ich weiß, es WIRD für´s kleine Menschenkind nicht schön. Es braucht gerade jetzt wieder bedingungslose Liebe, Anerkennung, Schmusezeiten, Aufmerksamkeit - eben all das, wonach ein kleines Menschenkind sich sehnt. Die Aufzählungen über das, was es erwartet, erspare ich mir, in der Hoffnung, dass die Woche einfach schnell vorrübergeht und wir danach den weltbesten Urlaub haben werden, der die Entbehrungen der davorliegenden Woche ganz schnell vergessen macht.

Nach derartigen Verabschiedungen bin ich kopflos und weiß nicht, wohin ich mich in den eigenen vier chaotischen Wänden zuerst drehen soll. Soll ich jetzt doch mal aufräumen, soll ich nichts tun, soll ich endlich das Zimmer des großen Kindes umräumen, soll ich mich ins Bett legen, soll ich ...

Ich telefoniere. Telefonieren ist immer gut, es lenkt ab, man kann rausblubbern lassen, was in einem herumwabbelt. Mrs. Unsere-Kinder-waren-ein-Fehler-sagt-ihr-Mann-Freundin braucht mich - das Schnittmuster ist für sie wie ein Buch mit chinesischen Schriftzeichen, wobei sie diese aller Wahrscheinlichkeit nach noch viel eher entziffern könnte, als kleine bunte gezackte, gestrichelte, gestrichpunktelte Zackenlinien, die wild ineinanderverzwirbelt auf einem Butterbrotpapier herübergereicht wurden. "Ich komme nachher vorbei und dann machen wir das zusammen."

Ich telefoniere weiter. Mrs. Palunz wartet auf einen Rückfall was Mr. Ex-Loverlover angeht und ich kann es ihr nicht verübeln. Lässt man das Blog hier im Schnelldurchlauf Revue passieren, so kann man Rückfälle in jeglicher Hinsicht wohldatiert auflisten. Aber, aber. Es ist ja nicht mehr 2009, sondern schon einen Schritt weiter.Was mich daran erinnert, dass ich das Kennzeichen am fahrbaren Untersatz ändern lassen wollte. Jawoll, Montag wird es dran glauben müssen. Nur was nehme ich ... NO 2010, NW 2010 ... Mist. Ich weiß es nicht. Mrs. Unsere-Kinder-waren-ein-Fehler-sagt-ihr-Mann-Freundin meinte: "Denk doch mal an dich. Nimm deine Initalen." Örgs. Ich finde nichts schlimmer als in initialisiertes Nummernschild, aus dem man womöglich noch Geburtszahlen des Fahrers herauslesen kann. Mr. Ex-LAB fährt von daher mit dem peinlichsten aller peinlichen Nummernschilder herum, weil er sich und seine Gutste verewigen wollte. Jetzt trägt er einen BH auf seinem Auto spazieren. Das lässt sich an Peinlichkeit nur noch durch alleinige Initialisierung übertrumphen. "Nein, Lieblingsproblemfreundin, DAS mache ich ganz bestimmt nicht.", offeriere ich ihr geistengegenwärtig. Irgendwas Doppeldeutiges wäre doch nett. Es ist ja noch Zeit. (Vorschläge dürfen gern hier angeboten werden!)

Übrigens schläft die Freundin mit dem gestrichpunktelten Zackenlinien-Wirrwarr im Kopf noch auf dem Sofa ein, bevor ich irgendetwas entwirren konnte, so dass ich es vorziehe, heimzufahren. Die Ruhe daheim wohltuend und ich wende mich kreativen Arbeiten zu.

Heute morgen nur eine kleine Störung. Der halbe Kater versucht mich freundlichst daran zu erinnern, dass es Zeit ist, seiner Hoheit kleingehackte Fleischportiönchen vorzuwerfen. Irgendwann gibt er auf und erträgt geduldig meinen unausgesprochenen "Noch fünf Minuten"-Gedanken. Jetzt pennt er wieder. Und ich werde es mir in meinem warmen Badewasser gemütlich machen, ein Buch lesen und mich danach wieder unter die Bettdecke mummeln. Zeit zum Ausspannen, denn ich bin so allein.

 

05.02.2010 um 19:09 Uhr

Zweier

von: Wari

Überall auf diesem Stück Papier, welches jede halbe Jahr ins Haus flattert. Die Mama freut´s, dem großen Kind ist´s zu schlecht. Ob es zu mehr Tatenkraft für´s nächste halbe Jahr verhilft, wird sich zeigen.

 

05.02.2010 um 11:33 Uhr

Katastrophengebiet

von: Wari

Wenn man zwei Jahre nach dem Bruch die gleiche Geschichte noch einmal an sich vorrüberziehen zieht, wenn man merkt, dass manche Männer es sich so verdammt einfach machen, wenn man sieht, wie leicht sie es aussprechen, dass die in Liebe gezeugten und mit noch mehr Liebe geborenen Kinder ein Fehler waren, wenn sie meinen, sie könnte  sich aus jeglicher Verantwortung herausstehlen, dann würde man gern jeden einzelnen von ihnen in einen Sack stecken ... Als der meinige Ex damals so beschissene egoistische Züge an den Tag legte, wurde ich gefragt, wie ich das aushalte, wieso ich nicht gehe. Und genau jener Mann offeriert jetzt, dass seine Kinder die Störfaktoren in seinem Leben seien. Er lebt seit einem halben Jahr ein absolut egoistisches Antifamilienleben und tut so, als sei er der Mittelpunkt der Welt, als hätte er all das, was sie gemeinsam geschaffen haben, so nicht gewollt. Es klappt einem das Messer in der Tasche auf und gerne, sehr gerne würde ich diesen Mann beim Schopfe packen und mal richtig durchschütteln!!! Wieso sind so viele, wenn´s mal unbequem wird, wenn man(n) mal zurückstecken muss, nicht in der Lage etwas auszuhalten. Ich mag keine Menschen mit diesem großkotzigen Egoismus, ich finde ihr Verhalten so erbarmungslos k****e und weiß noch nicht mal, ob ich meiner Freundin wünschen soll, dass er zur Vernunft kommt. Ich wünsche ihr eher einen Mann, der SIE und die Kinder sehen, fühlen, spüren kann, der empathisch ist, der zwar seinen Weg gehen will, aber niemals auf Kosten ihrer Familie. Ich wünsche ihr so sehr, dass sie wieder lachen kann!

 

03.02.2010 um 09:25 Uhr

Klangfarben

von: Wari

Es ist ruhig hier, im Blog - sehr ruhig und ohne einen wehmütigen Gedanken daran, genieße ich es. Denn was hier nach viel Ruhe und stiller Versenkung ausschaut, ist im Leben da draußen Musik in meinen Ohren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem die Roundback angekommen und das liebliche Geschrammel von Ms Kleingeldprinzessin am Morgen unser aller Herzen erwärmt, war es ein leichtes, all die verlorengegangenen Schätze wieder hervor zu zaubern. Leise klingen sie, die ersten Töne, die eigentlich nur Fingerübungen werden sollten, damit die bisher robustere Instrumente gewöhnten Finger sich zart an die Saiten anschmiegen können, um im nächsten Moment klangvoll einzelne Töne erklingen zu lassen. Daraus geworden ist eine Melodie, mit der ich mich selbst abends in den Schlaf wiegen könnte. Vorwärtskommen das große Ziel. Und mit einem Mal verstehe ich etwas vom Notenlernen, weil es Spaß macht, weil es Zeit ist, das Leben auf diese Art und Weise leben zu lassen. Plötzlich sieht man das Instrument der Lagerfeuerromantik mit anderen Augen, mit einem mal erkenne ich in ihm Dinge, die mir bislang verborgen geblieben waren. Es sind die kleinen, winzigen Tonschattierungen, die sich in mein Herz geschlichen haben und die Freude daran, dieses Instrument mit ganzem Herzen spüren und leben lassen zu können. Wir werden eine Menge Spaß haben, die Roundback, meine Freundin mit ihrem Akkordeon und ich. Und irgendwann - das schwöre ich - irgendwann stehen wir auf der Bühne. Des Lebens.