... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

24.03.2010 um 12:19 Uhr

Bis ans Ende unserer Tage. Und darüber hinaus.

von: Wari

Wir hatten uns mal wieder gezofft, die lieben Kleinen und ich. Vor ein paar Tagen. Und ich war grandios bombfortionös an die Decke gestiegen, allen yoganischen Mandalamantren entgegen, die ich mir immer und immer wieder innerlich vorgebetet hatte. Der Teufel in mir hatte gewonnen. Absolut und hammerhart. Und nun stand ich da als die Dumpfbackige, hatte einen tränengefüllten Seerosenteich in meiner Seele und musste den allein auslöffeln. Entschuldigungshuldigung an die lieben Kleinen inklusive. Ich gab mir alle Mühe, die vulkanartigen Ausbrüche meiner selbst wieder zusammenzuschippen und versuchte, in der verflossenen Lava zarte Pflänzen anzusäen. Manchmal tu ich mich schwer damit, den Mittelweg zu finden. Manchmal ist mein Denken zu schwarz-weiß, mein Handeln noch viel schwarz-weißer. Da will ich Veränderungen und zwar ad hoc. Ich war also ganz tief gefallen und hatte Dinge gesagt, die man besser nicht ausspricht. Aber ich hatte es diesmal in den Tagen darauf geschafft, die Seelen der lieben Kleinen zu berühren und mit Liebe zu füllen. Wir haben uns ausgesöhnt, haben uns gegenseitig die Welt wieder bunt gemalt und für Ruhe und Ausgeglichenheit in der Nachbeackerung des Minenfeldes gesorgt. Und als ich sie gestern verlassen musste, um den selbstauferlegten Stressfaktoren wie Schulkonferenz einen Rahmen zu geben, da begann es in den kleinen nimmermüden Seelen zu arbeiten. Sie quollen über und entluden sich in den schönsten Liebesbriefen, in den ehrlichsten Worten, die ich bisher zu lesen bekam. Ich kam also heim und fand diese wundervollen Zeilen, die kindliche Schrift, die verdrehten Buchstaben, diese glamourösen Sätze, die mich vergessen liesen, wie dumpfbackig ich manchmal bin und die mir zeigten, wie sehr und wie gern wir uns doch immer und immer wieder in der Seele berühren. Ich stand da und fühlte diese unendliche Liebe, die mir entgegenströmte.

 

21.03.2010 um 15:04 Uhr

An den, den ich nicht kenne.

von: Wari

Und der doch irgendwie fehlt:

 

 

Himmel, ich hab im Untergrund gegraben und fand sie wieder ... wie passend!

I´ll be there as soon as I can ...

20.03.2010 um 17:17 Uhr

Man muss den Tag langsam retten.

von: Wari

Ich war also weg hier. Im Lieblingsladen, wenn man Seelentiefs und Alltaggraus verscheuchen muss. Der Laden mit dem G am Anfang und dem erstäcker am Ende. Ein Muss, wenn man viel Geld ausgeben will. Aber is mir heut wurscht. Ich brauche Input und Materialien dazu. Denn von nix kommt nix. Und immerhin hatte ich ja vor Ewigkeiten mal nen Gutschein bekommen für dieses Einkaufparadies. Aber ums nicht ganz so uferlos werden zu lassen, hat sich Frau wenigstens schon voher einfallen lassen, was sie braucht, gandenloses Sinnlosshopping frustriert mich dann doch eher, als dass es motiviert. 500 Blatt farbig abgestimmten Fotokarton (ich muss mal wieder das Skalpell spielen lassen), acht Tuben Acryl und ein bisschen Graupappe = jede Mege Futter für Kreativitätsanfälle. Hinterher muss ich mich leider zwingen noch was Essbares zu beschaffen, damit die lieben Kleinen nicht verhungern, wenn sie morgen Abend eintrudeln. Das gibt ein feines Süppchen. Ganz lecker. Ich riech es schon jetzt. Im Markt ereilt mich dann das Schicksal einer Mutter, die verzweifelt versucht, ihren Bobby (doch, der hieß allen Ernstes BOBBY!) davon abzubringen, dass er sich eine dieser zahlreichen bunt kitschigen und mit Plastikspiel verseuchten Zeitungen kauft, die nicht mal zum Pobbesabwischen taugen:

"Bobby, kommst du bitte?" --> die Mutter hat praktisch schon verloren, wie ich leider aus eigener Erfahrung mitteilen darf. Richte eine Aufforderung an die Kurzen niemals (!!!)i n Frageform. Im besten Fall reagieren sie nicht, im zweiten Fall legen sie dir ein promptes "neiin" hin und du kannst nichts machen, weil du hast ja dumm gefragt!

Bobby kommt nicht. Er schweigt. Und schaut sich eine nach der anderen Zeitung an.

Mutter (leicht genervt): "Bobby, lass doch den Schmarrn mit diesen Zeitungen. Komm wir wollen weiter."

Bobby kommt nicht. Hockt vorm Zeitschriftenregal und zieht munter eine nach der anderen Zeitung heraus. Seine Schwester versucht ihn zum Gehen zu bewegen. Nix. Nada. Bobby ist taub. Oder stellt sich taub. ("Ich bin gar nicht da. Keiner sieht mich.")

Mutter (schwer genervt): "Bobby kommst du jetzt bitte mal, wir müssen los!? Lass doch den Schmarrn!" --> Zweimal den selben Fehler zu begehen ist fast tödlich und kann in den seltensten Fällen wieder aufgeholt werden. Spätestens hier hätte man .... 

Bobby kommt nicht.

Ich hab dann Bobby Bobby sein lassen und mich meinem eigenen Überlebenstraining gewidmet

Heut Abend geht´s ins Kino. Freund S. (zur Zeit trauriger Single, der mal bissel raus muss), rief an und ich wagte kaum auszusprechen, welchen Film ich mir ansehen wollte. Er fand´s gut und werde ich mir heute anschauen, was der Hutmache eigentlich für ein Typ ist ... vielleicht bin ich´s ja wirklich. :-)

 

20.03.2010 um 11:51 Uhr

Och nöööööö.

von: Wari

Mütter! Mütter, Mütter, Mütter!!! Da konnte ich endlich mal ausschlafen, weil die Kinder heute und das ganze Wochenende lang ihrem Vater auf die Nerven gehen können und was macht sie? Ruft mich früh morgens an!!! Da kann ich ein Mal fünfe grade sein lassen, ein Mal die Nacht, die erst heute begann nach hinten ausdehnen und dann das! (Notizbuch: Telefon ausstöpseln, wenn Schönheitsschlaf verlängert werden soll!). Und in dieses Klingeln hinein mischt sich Panik ("Hilfe, Scheibenkleister, wieso hat mein Wecker nicht geklingelt, die Kinder müssen in die Schule, wie spät ist es? Das schaffen wir niemals!") und ich lasse mich direkt wieder neben Mr. Puschel plumpsen, als es meinen kleinen grauen Zellen dämmert, dass hier keine Panik angesagt ist. (Ruf mich NIE wieder so zeitig an, Muddern!!!) Und sie weiß, dass ich danach nicht mehr einschlafen kann ("Hast du dann wenigstens noch ein bisschen weitergeschlafen?" ---- Waaaaaaaaaaaaaah!!!). Unding Nr.1!

Unding Nr.2 - mein Rechner. Himmelherrgottnochmal, kann diese Blechkiste nicht einfach mal funktionieren. Knopf an, Kiste fährt hoch, ausschalten, runterfahren, Ruhe? Ich hasse es, ich hasse diese blöde Technik, die nicht macht was ich will! (Notizbuch: Ich brauche einen Mann, der von diesem Scheiß was versteht! -> weitersuchen) Also abgesicherter Modus, immerhin kommen wir bis dahin, und ich darf mich entscheiden, welchen Zustand ich reanimiert haben will. Eigentlich egal, denn in den letzten Wochen ist die Kiste laufend irgendwo abgeschmiert. Seit das jüngste Kind diese Playmobil-CD spielen wollte. Ich sag´s immer wieder: Kinder geht raus zum Spielen, das ist MEIN Rechner. Na gut, jetzt läuft er erst mal wieder und ich rette, was zu retten ist. Bilder ... Tonnen von Bildern Das braucht natürlich Zeit. Viel Zeit. Dabei kann man hervorragend surfen, Mail lesen ... na huch, wasn das? Prinz Nr.2 ... wuahahaha. Nein keine Angst, kein Prinz, keine Prinzessin, ich werde euch vor diesem Ding verschonen. (Aber seine Mail klingt trotzdem nett und der Mann hat einen Hund. Klarer Pluspunkt für ihn.)

Und sonst? Nich mein Tag. Ich will weg hier.

 

19.03.2010 um 12:55 Uhr

Das Ende vom Lied.

von: Wari

Wird sein. Und zwar so: Frau Bußgeldstelle, mit der ich vorhin nochmal erfolgreich telefoniert habe und die meinte, ich hätte neben der Parkplatzmarkierung geparkt (wo sonst, weswegen meint sie, hätte ich denn den Verwarnungsgeldbescheid bekommen?), wird meinen Widerspruch Herrn von und zu Ich-hab´s-genau-gesehen zur Nachprotokollierung reinreichen. Der wird meinen "Ja, Frau Wari hat daneben geparkt und das darf man nicht!" Ich seh den erhobenen Zeigefinger böse wedeln. Und Frau Bußgeldstelle wird ihn ignorieren, ein Schreiben verfassen, in dem steht, dass die Angelegenheit zu Lasten der Stadt fallen gelassen wird, mir aber die 55ct für meinen Brief nicht erstattet werden. Ich sach ja, so langsam sollte man doch auch das per Mail einreichen dürfen, damit ich mir das Geld sparen kann. Oder darf ich das bei der Steuer absetzen? Portokosten der Firma? Sonderrabatte? Vielleicht sollte ich auch einfach einen Packen vorgeschriebener Widerspruchsschreiben zusenden, bei denen sie dann nur das Datum ändern müssen. Steht eh immer das Selbe drin.

 

PS: Frau Bußgeldstelle ist nett.

19.03.2010 um 10:16 Uhr

Und so verbinge ich mal wieder meinen freien Tag mit ... einer meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen.

von: Wari

Denn die Stadt braucht Geld! Nachdem die letzten weißen Flocken den Blick auf die Parkmarkierungen freigeben und sich wahrlich keiner mehr rausreden kann von wegen "Hab ich nicht sehen können.", sind meine Lieblingsfreunde (Vorsicht, leichter Anflug von Ironie! Aber so was von leicht!) mal wieder unterwegs. Mein Freund und Helfer. Und ich hatte nach dem langen schönen Winter (will ihn doch zurück!) mal wieder ein kleines weißes Stück Papier unterm Scheibenwischer ("Mama, mach doch einfach den Scheibenwischer an, dann isser weg!"). Und zwei Tage später den Überweisungsbeleg. Die haben tätsächlich noch nicht mitbekommen, dass ich ein reines Onlinekonto habe. Könnten sie schon ein Drittel des Blattes sparen! Überhaupt - vielleicht gibt´s die Möglichkeit, das Ding per Mail zu verschicken, so dass das gleich ins Onlinerechnungswesen übertragbar ist. Egal

 

Also was isses denn diesmal. §12 Abs.4. Mal wieder:

 

(4) Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren.

Nein, mein Grundprinzip - mittig parken, immer und überall. Weil, ich bin wichtig. Himmel, natürlich habe ich rechts geparkt, weil links sowieso kein Platz gewesen wäre! Da standen nämlich lauter Blechkarossen, die dem ruhenden Verkehr zugeordnet wurden. Gut. Rechts also gibt es keinen Seitenstreifen, nur markierte Parkplätze. Demnach gibt es keinen ausreichend befestigten Parkstreifen, also wähle ich letztere Variante - an den rechten Fahrbahnrand heranfahren. Passt. Abs.4 erfolgreich eingehalten.

Weiter im Text.

Das gilt in der Regel auch für den, der nur halten will; jedenfalls muß auch er dazu auf der rechten Fahrbahnseite rechts bleiben.

Habsch gemacht, weil wie gesagt, links nix frei.

Taxen dürfen, wenn die Verkehrslage es zuläßt, neben anderen Fahrzeugen, die auf dem Seitenstreifen oder am rechten Fahrbahnrand halten oder parken, Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen.

Meine Gäste sind ca. 15 Minuten vorher entladen worde, ca. einen Kilometer östlich von der alles entscheidenden Stelle.

Soweit auf der rechten Fahrbahnseite Schienen liegen (Wer bitte legt auf einer Fahrbahn einfach mal ein paar Schienen hin? Wie bekloppt ist dass denn? Vorallem: wer sollte diese Mordsteile dahinschleppen???) sowie in Einbahnstraßen (Zeichen 220), darf links gehalten und geparkt werden. Im Fahrraum von Schienenfahrzeugen darf nicht gehalten werden. (Wer bitte ist so doof, sein Fahrzeug auf ner Schiene zu parken, wenner doch weiß, dass der Kollos, der da angebraust kommt, eh stärker ist? Ich jedenfalls würd´s mir mit nem Straßenbahnfahrer nicht verderben. Die sind IMMER die stärkeren!)

Summa summarum: §12 Abs.4 StVO erfolgreich bestanden. Ins Notizbuch folgende Notiz: Um Sehtest bei den Blauweißchen bitten! Bei allen!

Aber jetzt kommt´s ... ergänzend zum bisherigen Standardschreiben fügten sie diesmal noch hinzu:

§41 Abs.1 iVM Anlage 2

Ja, da hätt ich ja gern was zu geschrieben, wenn man denn genau das mal irgendwo finden würde.Ich bin unwissend, ich gebe es zu. Also rufe Frau Bußgeldstelle an und bitte Sie mir mal zu erklären, was sich genau dahinter verbigt. Als sie feststellt, an welcher Stelle die Beweisaufnahme erfolgte, meint sie doch nicht zu mir: "Och, ich hab denen schon hundert mal gesagt, dass sie mir das nicht mehr schicken sollen!" Ähhhh???????????? (Anm. d. Red.: Alle bisherigen Verwanungsgelder, Bußgeldbescheide und solche, die zum Staatsanwalt gehen sollten erfolgreich abgewehrt. Bußgelstelle erlangt langsam das Einsehen, dass an der Stelle einfach kein Geld zu holen ist. Brav!)

Warten. Soll in zehn Minuten nochmal anrufen. Sie will sich das Foto anschaun. Boah, hoffentlich haben die nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen, mein Möppel ist nach diesem Winter aber so was von dreckig ....

Fortsetzung folgt.

 

18.03.2010 um 22:31 Uhr

Himmelskinder! Und ich will Frühling.

von: Wari

Das große Kind erklärte mir heute die Welt. Die Welt weiter oben.

"Mama, ich war schon im Himmel."

Jetzt wird´s spannend!

"Und wie war es das so?"

"Schön. Und bunt. Und da waren ganz viele Menschen."

Bunt klingt schön, denke ich mir, wenigsten das bleibt mir schon mal erhalten.

"Und was war noch außer den Menschen dort?"

Ich bin neugierig, ich geb es zu, aber wenn schon mal die Chance hat ...

"Es gibt jede Menge Bäume."

"Sehen die so aus wie hier oder sind es ganz andere?"

"Sie sind schon anders, sie sind aus Metall" (Hmmm, gewöhnungsbedeüfrtig, aber nun ja ..) "Der Stamm ist ganz schwarz."  - Örgs ... von wegen bunt!

"Und die Blätter?

"Na die sind farbig." 

Och menno, jetzt lässt er sich aber auch alles aus der Nase popeln ... ich bleibe geduldig.

"In welchen Farben gibt es die denn?"

"Lila." ... nochmal örgs ... nicht meine Farbe!

"Und wie leben die Menschen dort oben so?"

"Na sie leben da einfach so unter den Bäumen." - wah, haben die keine Häuser da oben?

"Haben die keine Häuser da oben?"

"Nein, die leben alle miteinander in der freien Natur." - fehlt nur noch, dass mir das Kind was von FKK erzählt ...

"Und wenn es regnet?"

"Na dann werden sie nass." - hmmm, das gibt mir zu denken ... gibt es einen Himmel über dem Himmel, aus dem es dann regnet?

"Aber weißt du Mama, beim Gewitter ist das toll, da muss man keine Angst mehr haben unter den Bäumen." - erinnert sich das Kind etwa an einen Faradayschen Käfig??? "Da kann einem nichts passieren." Blitzt es eigentlich auch mal in Richtung Weltall?

"Also das klingt gut, da will ich auf jeden Fall auch mal hin. Später. Wenn ich hier auf der Erde mal nicht mehr sein kann."

"Ja, Mama, aber du musst mir versprechen, dass du dann dort auf mich wartest. Ich will doch dann auch wieder mit dir zusammen sein."

Ich verspreche es. Ich werde warten. Und dabei die lila Blätter betrachten, mich beim Gewitter unter die schützenden Bäume verkriechen und hoffen, dass er recht behält mir seiner Aussage, dass einem darunter nichts passieren kann.

Aber ich bin ja noch hier. Und hier will ich endlich Frühling. Sonnenschein. Wärme. Und ich will meinen Drahtesel schinden dürfen. Das hat zwei gute Gründe. Zum einen war er nicht gerade billig und wurde im letzten jahr nochmal ganz extrem auf Vordermann gebracht, mit Werkstattdurchlauf etc. und zum zweiten, der weitaus (ge)wichtigere Grund - mein Winterspeck muss weg. Ich könnt mir´s auch bei Pele abschaun und neue Hosen kaufen. Will ich aber nich. Ich will einfach ganz bequem in alles reinpassen, was vor dem Winter ideal saß. Und irgendwie muss der diesjährige Winter so schlimm gewesen sein, dass ich meinte, er würde die nächsten zwanzig Jahre andauern. Zumindest dem Angefutterten nach zu urteilen. Aus dem Grund will ich FRÜHLING! SOFORT!

 

17.03.2010 um 22:27 Uhr

Muddern.

von: Wari

Muddern is neugierig. Aber so was von. Fragt mich doch nicht heute, ob ich denn nochmal was vom Prinzen gehört, gelesen, gesehen habe, um mir im gleichen Atemzug mitzuteilen, dass ich mich ja nicht mehr bei ihm melden soll. Häh? Sie ist witzisch, sehr witzisch. Was meint sie denn, was ich tun würde? Ihn jetzt jeden Tag anrufen und nachfragen, ob er denn nicht doch irgendwas vermissen würde (Hätt ich mal seinen Schlüssel geklaut!)? Ihn fragen, ob ich im Notfall die 112 anrufen darf? Ihm mitteilen, dass es schon gar nicht mehr so schlimm ist, wie es aussah? Ich glaub, sie macht sich mehr Gedanken als ich und ich versteh´s nich. Mütter!!!

 

17.03.2010 um 21:32 Uhr

noch drei.

von: Wari

dann: 6666!

*prost* wer auch immer der/die/das Glückliche sein wird :-)

 

 

17.03.2010 um 21:26 Uhr

Mein Chef und ich.

von: Wari

Nachdem ich jetzt geschlagene vier Versuche gestartet habe, etwas über uns zu schreiben und nicht die richtigen Worte gefunden habe, ohne mich zu verrennen, schreibe ich ganz einfach, was mir wirklch auf der Zunge liegt:

Ich mag ihn. Er ist ein netter Kerl, mit einigen liebevollen Macken. Er war in diesem einen Jahr IMMER freundlich zu mir (die wenigen Rümpfer kann ich nicht als Unfreundlichkeit werten, sondern unter notwendige Kritik an meiner Arbeit verbuchen) und ich habe in diesem einen Jahr eine wunderbare Wandlung erlebt. Unsere Hausbewohner sind der Ansicht, es läge an mir, an meiner ruhigen, ausgeglichenen Art. Ich gebe es gerne zu, auf der Arbeit bin ich die Ruhe in Person und mein Chef würde NIE merken, wenn etwas verquer läuft bei mir, außer ich sage es ihm oder habe wie Dienstag nach dem Prinzenausritt und dem ankommenden Abschied rotverquollene Augen. Das ist der Grund, weshalb er unbequeme Kunden gerne mir überlässt, weil man die mit einer stoischen Ruhe entweder los wird oder aber zumindest so weit auf den Teppich bringt, dass man das Problem dann in aller Seelenruhe klären kann. Am Anfang unserer Zusammenarbeit versuchte er noch, die mit seiner Frau antrainierte Methode "wir lästern mal über andere", doch er muss recht schnell gemerkt haben, dass er damit bei mir so ziemlich an der falschen Adresse ist. Ich bin einfach nicht dafür gemacht, mir über Menschen den Mund zu zerreißen, die ich gar nicht kenne. Und wenn er dann da sitzt und mir seine zugegebenermaßen kleinen Probleme auftischt, dann muss ich schmunzeln.

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich ihn das erste Mal zum Lachen brachte, bis ich so etwas wie Humor bei ihm herauskitzeln konnte. Mittlerweile können wir beide tatsächlich gemeinsam lachen und ich finde das so wunderbar erfrischend. Heute zum Beispiel - wir brüten seit anderthalb Tagen an einem Angebot. Will heißen, stupides Einarbeiten von Preisen in Listen, so dass einem echt der Kopf raucht. (Wir haben beide nicht wirklich viel freude daran!) Nach dem Mittagessen drehe ich immer eine kleine Runde, damit ich nicht total verfette. Also angezogen und als der Chef wieder aus der Werkstatt erscheint, meine ich zu ihm: "So ich geh dann mal und komme am Montag wieder!"  Cheffe: ???? (Sein Blick - göttlich!!!) ..... "Na wenn Sie alle Leistungsverzeichnisse fertig haben!" Und just in jenem Moment brechen wir in schallendes Gelächter aus - Himmel, es war so schön, ihn so zu erleben, denn das wäre noch vor einem Jahr nicht möglich gewesen! Und so gab es heute mehrere Erlebnisse, bei denen wir dann herzhaft lachen mussten. Wenn ich das den Leuten erzähle, die mich immer wieder fragen, wie ich es mit ihm aushalte, dann meinen die bestimmt, ich habe einen an der Waffel. Aber er ist für mich der beste Beweis, dass in einem noch so mürrisch erscheinendem Menschen so viel Gutes liegt. Man muss sich nur die Mühe machen, es zu entdecken. Ich glaube, er wird mir auch so ein bisschen fehlen!

 

15.03.2010 um 12:52 Uhr

Ein Mal am Tag muss die Sau raus.

von: Wari

Und dabei wollte ich ruhig und gelassen bleiben. Aber manche Menschen können einem das Leben echt schwer machen. Ausgangspunkt: Rechnungslegung des Essenanbieters in der KiTa der Mitbewohner. Wir haben also irgendwann im letzten Monat so etwas wie Ferien gehabt und am zweiten Ferientag, den die lieben Kleinen bei ihrem Erzeuger verbringen, fällt mir mit Schrecken ein, dass ich vergesse habe, sie abzumelden. (Eigentlich müsste ich dem KV diese Aufgabe zuteil werden lassen, da das ja in den Rahmen seiner Möglichkeiten fällt. Aber da es unser Geld ist, was dann flöten gehen würde, lasse ich es.) Also morgens schnell noch den Rechner anschmeißen, bevor es wieder 8.00 Uhr ist und eine Mail gekritzelt, dass sie für die nächsten zwei Wochen abgemeldet werden. Abschicken. Puh, gerade noch rechtzeitig.

Beim Öffnen der Rechnungen ein großes HÄH???? Das große Kind ist abgemeldet, das kleine soll die Ferienzeit bezahlen??? Was´n das für´n Schwachsinn?

Also angerufen, keiner dran. Auf AB gesprochen. Mit Bitte um Rückruf.

Bis jetzt ruft keiner an. Wieso auch, ich will ja was von denen.

Also gut, ich melde mich nochmal und erwische Frau Schnödeldingsbumms, deren Namen eh niemand verstanden hat.

Ich erkläre ihr die Sachlage und sie versucht herauszubekommen, woan das liegt. Sie findet? Eine Abmeldung für´s große Kind und keine Abmeldung für´s kleine Kind. HÄH?

Nach einigem Hin und Her fragt sie nach der Abmeldenummer und ich flüstere ihr schon leicht ungeduldig zu, dass ich keine Abmeldenummer habe.

"Aber ohne Abmeldenummer kann ich da nichts machen."

"Gute Frau, das ist ja alles möglich, aber um Ihnen eine Abmeldenummer nennen zu können, müsste ich erst mal eine erhalten haben."

"Bei uns bekommt JEDER, der sein Kind für mehr als drei Tage abmeldet eine Abmeldenummer !"

"Nein, das ist nicht so, denn hätte ich eine erhalten, hätte ich die auch aufgeschrieben!"

"Doch, Sie müssen eine Abmeldenummer erhalten haben, weil wir die IMMER vergeben, damit eben so etwas wie jetzt nicht mehr passiert!"

"Frau Schnödeldingsbumms, gehen wir doch jetzt mal rein logisch an die Sache heran: Meine Kinder sind zwei Wochen in den Ferien verreist. Ich melde also ein Kind ab und das andere nicht?"

"Frau Wari, gehen wir doch jetzt mal logisch an die Sache heran: Wieso sollten wir nur ein Kind als abgemeldet reinnehmen, wenn Sie beide abegemeldet haben?"

Weil ihr Dumpfbacken davon was haben könntet, nämlich genau 20,70 €!!!???, denke ich mir und trällere ins Telefon: "Weil irren menschlich ist und das mal passieren könnte?"

"Nun, wenn Sie keine Abmeldenummer haben, kann ich da leider nichts machen!"

HALLLLLLOOOOO!!!??? ICH HABE KEINE VERF***** ABMELDENUMMER; WEIL ICH KEINE BEKOMMEN HABE!!!! (Leckt mich doch!)

"Ja, und nun?"

"Dann müssen Sie sich eben an unsere Frau Oberaufseherin wenden und das schriftlich erklären."

"Ja, das mache ich. Frau Oberaufseherin mit oder ohne H???"

"Ohne."

Und tschüsss ...

Ich erinnere mich, dass zum besagten Zeitpunkt mein Rechner abgeschmiert ist und ich mit meinem klapprigen alten Laptop schreiben musste ... also den alten lahmen Sack angeschmissen, Freundin angerufen, Dampf abgelassen und eine geraucht. Aus WUT! Himmel Herr Gott nochmal, wie kann man sich denn so anstellen?

Natürlich finde ich den Beweis, die alles gesuchte, heißgeliebte Mail, die MIR recht gibt. Die beide Kinder ordnungsgemäß abgemeldet hat.

Also wieder anrufen.

"Ja Frau Schnödeldingsbumms, ich hab die Mail!", trällere ich fröhlich ins Telefon.

"Dann sagen Sie mir doch bitte nochmal die Kundennummern."

"Aber gern: xyzhundertachtndfünfzig und xyzhundertzweiundsiebzig."

"Ich kann die Mail nicht finden!"

Och sei mir doch egal du alberne Pute! Dann schau halt richtig nach, das ist mir gerade ziemlich wurscht, was du findest und was nicht - ich hab sie hier!!!!

"An welchen Mailaccount haben Sie sie denn geschickt?"

Häh, habt ihr so viele???

"Na an essen_ät_dummdoof.de!"

"Ach an die komm ich grad nicht ran!"

Ich kollabiere, mein Kreislauf sackt zusammen und ich würde Frau Schnödeldingsbumms gerne mal zeigen, wieso einer meiner Freunde meint, er hätte noch nie so eine starke Frau erlebt, wie mich, als sie freundlichst zu mir meint: "Könnten Sie die Mail bitte an mich weiterleiten?"

"Aber sehr gern! Wie ist denn die Mailadresse?"

Ich schreibe mit und der Name brennt sich ein. Die vergess ich nicht! Frau Schnödeldingsbumms.

Soeben erreicht mich die Mail von ihr, dass sie die neun Essen auf den 06.03. gutschreiben (ich hoffe, mein Kind muss das jetzt nicht alles an einem Tag essen, sonst kotzt´s wieder! ;-) )

Wieso nur ein Kind abgemeldet war? Na weil irren menschlich ist und ich per Mail leider keine Abmeldnummer bekommen habe.

*seufz*

 

 

15.03.2010 um 10:45 Uhr

Nein.

von: Wari

Und nochmals nein. Es ist nicht schwer, ein Nein für sich zu fühlen, nur ist es manchmal so verdammt schwer, ein Nein auszusprechen oder anderweitig in die Tat umzusetzen. Als ich gestern mit meinen Freunden an einem Tisch sitze und sie ihre Probleme bereden, krabbelt es empor, bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg. Ich mahne mich zur Ruhe und versuche, mir nichts anmerken zu lassen, während es innerlich kocht. Denn ich hätte gern etwas beigetragen zu dieser so verfahrenen Kiste und spüre doch gleichzeitig, wie gelähmt ich bin. Es ist nicht meine Ge­schichte und alles, was ich bei­tra­gen wür­de, wä­re doch mein See­len­müll, meine ganz per­sön­li­che An­sicht, die rein gar nichts damit zu tun hat, wo­rum da ge­rade geht. In je­nem Mo­ment bin ich dank­bar für die­ses klei­ne Nein, das ein­fach so mit dem Fähn­chen winkt, um ja nicht über­se­hen zu wer­den. Noch schwan­ke ich, bin wan­kel­mü­tig und un­ent­schlos­sen, be­vor sich in mei­nem Kopf ein kla­res Nein zu all dem po­si­tio­niert. Ich bin und blei­be mo­men­tan nicht der rich­tige An­sprech­part­ner für di­ver­se zwi­schen­mensch­li­che Pro­ble­me, wenn­gleich ich für bei­de da sein kann. Aber eben auf mei­ne Art. Ohne Lö­sungen, ohne Weg­wei­ser. Ich kann mit­füh­len, hal­ten, Trä­nen trock­nen, la­chen, Ge­dan­ken­stup­ser geben. Aber ich bin nicht in der La­ge zu ver­mit­teln. Das über­steigt bei wei­tem mei­ne Kräf­te. Und so ge­neh­mige ich mir in ersten zar­ten Schrit­ten die­ses kla­re Nein und heiße mich will­kom­men im Hier und Jetzt.

 

14.03.2010 um 21:40 Uhr

Und vergiss nicht.

von: Wari

Ich stehe vor diesem überdimensionalen Abbild meiner selbst, hingezaubert nachdem ich wusste, was der Prinz mir sagen wollte. Mit sanften Bleistiftstrichen aufs Papier gebannt und gestern auf Leinwand vergrößert. 90 mal 120 cm groß. Zum ersten Mal seit langer Zeit nehme ich mich so intensiv wahr und nehme mir Zeit für mich selbst. Kein Foto und sei es noch so gut getroffen, könnte dieses Abbild ersetzen. Es steckt so viel Liebe in diesen wenigen schwarzen Linien, die auf der weißen Leinwand prangen. Es stecken all die Traurigkeit, all das Lachen, der Schmerz und die pure Lebensfreude darin. Ich entdecke die Liebe und diesen Hauch von Zärtlichkeit.  Blind(lings) gezeichnet in einem Moment, in dem der kommende Abschied so unhaltbar nah war. Je länger ich vor mir stehe und dieses Bild auf mich wirken lasse, desto klarer formt sich das Bild der Prinzessin in mir und ich beginne ein Stück zu verstehen (und mich in mich zu verlieben). Wieso der Prinz auftauchte und wieso er ebenso schnell wieder verschwand. Gern hätte ich ihn festgehalten, gern wäre ich mit ihm zusammen weitergegangen. Aber ich vermute, er wäre es nicht gewesen, auch wenn alles so wahn­sin­nig stim­mig erschien. Er musste aus dem Nichts auf­tau­chen und auch da­hin ver­schwin­den, da­mit ich zu mir zu­rück­keh­ren konn­te, da­mit ich die Lie­be in mir so deut­lich se­hen konn­te wie sel­ten zu­vor. Bei all dem Schmerz über den Ver­lust der ver­mein­tlichen Prin­zen­fin­dung, bei al­ler wahr­schein­lich vor­schneller Re­sig­na­tion brauch­te es genau ihn, mit dem al­les so stim­mig er­schien. Denn wenn es noch so schmerz­haft ist und wenn so man­ches Mal mei­ne Ge­dan­ken in die Prin­zen­trau­rig­keit ver­fal­len wer­den, so hat­te er zu­min­dest eines nicht ver­ges­sen: Mei­ne See­le zu küs­sen.

 

13.03.2010 um 21:38 Uhr

Ähm nix Magen-Darm.

von: Wari

Es kam einfach so. Nach einem gemütlichen Abend mit FÜNF(!!!!) Kindern - in meinem Zustand die absolut un­ver­nünf­tig­ste Hand­lung, zumal mich der Kindes­vater der Freun­des­kin­der noch mit seinem Be­zie­hungs­dra­matatata über­rasch­te und ich mo­men­tan und so­wie­so ganz ge­wiss die rich­tig­ste al­ler rich­ti­gen An­sprech­part­ner für di­ver­se Be­ziehungs­dra­men bin - nach die­sem ge­müt­li­chen Abend al­so, ge­füllt mit ein­stün­di­gem Es­sen zu­be­rei­tet auf dem heißen Stein und in di­ver­sen Back­pfänn­chen, er­wisch­te es mich eis­kalt. Um die See­le bau­meln zu las­sen, schnup­pere ich ganz gerne mal fri­sche Luft am Fens­ter (in Er­mange­lung ei­nes Bal­kons) und wie ich da in die Dun­kel­heit star­re, mei­nen Ge­dan­ken nach­hänge, die sich un­wei­gerlich um die un­mög­lichen Un­mög­lich­kei­ten des Prin­zen dreh­ten, be­mer­ke ich den ste­tig und ziem­lich schnell an­stei­gen­den Pe­gel des so leckeren Abend­essens, wel­ches sich gna­den­los und ziel­stre­big sei­nen Weg nach oben bahnte. Ich schaf­fe es ge­ra­de noch so, drei der Fünfer aus dem Bad zu schmeißen, be­vor ich mich ge­konnt plat­zieren kann und den Dingen frei­en Lauf las­se. Mein lieber Herr Ge­sangs­verein, da hab ich mich aber heute mal mäch­tig aus­ge­brö­selt!

 

12.03.2010 um 22:44 Uhr

Mir ist so kalt.

von: Wari

Es ist so schwammig, so eklig, so schwabbelig und alles entgleitet mir. Pirouetten in meinem Kopf. Und ich weiß nicht, wohin ich zuerst denken soll, wo ich fühlen soll. Ich wusste, was du mir zu sagen hast und dennoch hat mich alles aus der Bahn geworfen, weil du es mit diesem Telefonat noch viel schlimmer gemacht hast, als es die ganze Woche war. Ich höre uns lachen in diesem letzten  so abstrusen Gespräch, in dem du mir sagst, dass unsere Lebenseinstellungen nicht übereinstimmen. Und just in jenem Moment fällt mir deine Mail wieder ein, in der du schriebst, es würde dir gefallen, wie ich über das Leben denke, was ich mache. Wir haben gemeinsam gelacht über das Leben und wenn du mir sagst, dass es schön war, wenn ich deine Wange an der meinen spüre und du mir diesen Kuss hinzauberst, dann dreht sich alles im Kreis und ich kann es nicht halten, ich kann nichts fassen und muss es ziehen lassen. Und nein mein Prinz, wir werden nicht telefonieren, wir  werden uns kein Hintertürchen offenhalten, denn ich habe deine Telefonnummer gelöscht, ich habe deine Mails gelöscht und ich werde dich nicht weiter als auf die bisher vorhandenen sechs Kilometer an mich heranlassen, weil ich nicht greifen kann, was du mir sagen wolltest. Für mich ist nur greifbar, was war und nicht, was nicht sein könnte. Ich werde nicht zulassen, dass du irgendwann weiterhin bunte Farben in mein Leben zaubern willst, weil wir ja so unterschiedlich ticken. Ich werde dich mit aller Gewalt irgendwie vergessen und den Zauber dieser einen Woche behalten. Aber es wird keine Fortsetzung von etwas geben, von dem du meinst, dass es so nicht geht. Ich werde mich nicht quälen. Im Moment möchte ich nur schreien, kann mich selber nicht ertragen, ich möchte weg von mir. Und von dir. Und so sage ich dir jetzt das, was du vorhin so liebevoll in den Hörer sprachst:

Leb wohl!

 

12.03.2010 um 10:52 Uhr

Die Seele liebt Schönes und Tiefgründiges.

von: Wari

Jedes Leben berührt ein anderes - wieviel Wahrheit liegt darin und wieviel können diese Berührungen auslösen? Gestern Abend nämlich fragte Frau Mama an, wie "es" denn gelaufen sei und ich hatte wenigstens noch ein bisschen Selbstbeherrschung um die Realität ohne tränenerstickte Stimme aussprechen zu können. Und mit einem Mal öffneten sich Welten zwischen uns, gab sie mir Lebensgeschichten preis, die ich ohne den Prinzen wohl nicht erfahren hätte. Sie legte mir  die Treffen mit ihren Prinzen und Nichtprinzen vor, sprach von Plings und Nichtplings und änderte meine Sicht auf bestimmte Dinge, sorgte dafür, dass ich über dieses und jenes nachdachte und schubste mir eine gewisse Empathie für den Prinzen herrüber, die ich nicht haben wollte. (Wütend Abschied zu nehmen erscheint mir immer noch leichter, als mit dem vollsten Verständnis für den Anderen.) Es macht die Sache nicht einfacher, aber wenn es nur ein bisschen mehr Tiefe zwischen ihr und mir für diesen einen Augenblick sorgte, so war durch den Prinzenausritt doch schon wieder eine wundervolle Berührung entstanden.

 

12.03.2010 um 09:25 Uhr

Du fehlst! Jetzt erst recht.

von: Wari

Ich möchte hoch springen, doch die Beine sind schwer wie Blei. Ich möchte die frische Schneeluft aufsaugen, aber ich kann kaum atmen. Ich würde gern die ganze Welt umarmen, doch meine Kraft reicht gerade noch so zum Kinder in den Arm nehmen. Mir fehlt mein Lachen, meine Fröhlichkeit, die Hibbeligkeit, die Vorfreude, die Magie des Augenblicks ... es ist so schwer, den Prinzen weiterziehen zu lassen und zu wissen, was dieses eine letzte Telefonat heute bringen wird.

Wie macht man weiter, wenn man spürt, dass da draußen einer ist, der einem die Seele dermaßen berührt hat?

 

10.03.2010 um 20:54 Uhr

Einen See voller Seerosen weine ich.

von: Wari

Als meine liebste Freundin anrief und sagte Ich weiß, was es ist: Du hast vielleicht nicht den Prinz gefunden, aber du hast die Prinzessin in dir entdeckt. berührte mich das tief.

Denn einen Tag zuvor sprach mein Herz mitten in meine Traurigkeit: Schau, du durftest eine Woche die Prinzessin sein.

 

10.03.2010 um 10:51 Uhr

Snow Cake Revival

von: Wari

Ins Abendrot des gestrigen Tages mischt sich Melancholie, tragen die letzten Sonnenstrahlen den Prinzen zu mir. Ein kleines Lächeln huscht über mein Gesicht, während ich seine Stimme höre und seine Wange an der meinen fühle, wenn sein Humor mittenrein ins Spaßzentrum trifft, wenn seine Ernsthaftigkeit durch mein ruhiges Schweigen aufgefangen wird. Der Prinz ist wundervoll, liebevoll, etwas ganz Besonderes, denn er hat meine Seele berührt, hat seinen Klangfarben einen Platz gegeben und meine Welt in vielen kleinen Momenten bunt angemalt. Diese zarten Hachs - sie werden nicht weichen und mich noch lange begleiten, auch wenn der Prinz andere Wege gehen wird.

Denn jedes Leben berührt ein anderes.

Und ich sehe dich noch immer auf dieser kleinen Brücke im großen Park ...

 

08.03.2010 um 09:45 Uhr

Bevor ich den Prinzen traf...

von: Wari

Danke ameparia, DAS war eine tolle Erfahrung!