... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

30.05.2010 um 20:53 Uhr

Das braucht einen Namen.

von: Wari

 

Stromerle

Einen männlichen.

 

29.05.2010 um 12:35 Uhr

Fünf Monate und danach ...

von: Wari

Nach gefühlten Jahren endlich mal wieder wohltuende Klänge in meinen trommelabstinenten Ohren und um mich herum jede Menge schöner Musiker aus fernen Ländern. Das konnte ja nicht gutgehen. Nach der letzten Show, nachdem Mr. Sonntag, Freitag (oder wie auch immer ich ihn irgendwann getauft hatte - zu lange her, verdrängt, vergessen, ausgelöscht) mir zum dritten oder vierten Mal an diesem Abend zu verstehen gab, dass es doch eine nette kleine Fortsetzung von "Ich hab dich vor zwei Jahren auf dem Stadtfest gesehen und ich will dich!" geben sollte und ich ihm zum dritten oder vierten Mal erklärte, dass die Fortsetzung von "Bleib bei deiner Familie." die mir angenehmere Variante ist, trottete ich zum Verabschieden zu Mr. Ex-Loverlover in künstlerbestimmte Gefilde ... schüchtern fast wie vor vier Jahren, als wir uns nach dem Konzert das erste mal .... (Wari! Kommen Sie zur Sache!) ... da saßen wir nun, er und ich und ich versuchte zu fühlen. In mich reinzuhören, was da ist. Freundschaft? Liebe? Gemeinsames? Einsames? Es war eine merkwürdige Situation. Merkwürdig, weil es sich in bezug auf Mr. Ex-Loverlover gespalten anfühlte, weil es Altes mit Neuem verband und keiner von uns beiden wusste, wie wir jetzt in genau jenem Moment miteinander umgehen sollten. Es erinnerte mich an vergangene Zeiten, in denen man vor seinem Schwarm stand und keinen Ton mehr heraus bekam. Die Tänzerin seiner Show buhlte in den ersten Minuten noch um seine Aufmerksamkeit und ich ignorierte sie gekonnt wie am ersten Tag, nur mit dem kleinen feinen Unterschied, dass ich mittlerweile lockerflockig freundlich sein kann zu Menschen, die mir dezent auf den Nerv gehen und denen ich ein Dorn im Auge bin (Hintergründe sind bekannt). Sie verkrümelte sich, ob ihrer aussichtslosen Lage - sie hätte eh keine Chance gehabt auf Mr. Ex-LLs Aufmerksamkeit. Wir hatten uns einfach zu lang nicht gesehen, zu lang kein fühlendes Gespräch geführt. Die Verbindung war zwar nie wirklich weg, aber sie fand auf anderen Ebenen ohne direkte Kommunikation statt, was Mr. Ex-LL eindeutig zu wenig ist. Ich genoss (ein Hoch auf meinen Narzissmus!) den Augenblick ihres Abzuges, denn es wurde Zeit für ein bisschen Aufräumen in puncto WIR. Dass er nach vier langen Monaten nichts begriffen zu haben schien (siehe "Ich brauch dich doch noch!"), war nach dem gestrigen Gespräch mehr oder weniger leicht erklärt und basiert auf ... naaaaaa? .... wir alle können es erraten .... *gong* ... richtig: fehlender Kommunikation! Während er glaubte, ich hätte einen neuen Partner, glaubte ich, dass vier Monate doch ausreichend Zeit sein müssten, um darüber nachzudenken, wieso und weshalb. Klassiches Aneinandervorbeidenken! Und ich nehm es mit einem Schmunzeln hin, als Mr.Ex-LL entsetzt aufschreit: "Was, du hast gar keinen Anderen?". "Nein, ich brauchte Abstand, musste mich rausholen aus unserer so verfahrenen Beziehung." Und dann folgt (ich nehme auch dies mit einem Lächeln hin, eben weil ich ihn kenne) ganz Ex-LL-like: "Aber jetzt bist du wieder da?!" Netter Versuch. Vorsichtige Schritte in meine Richtung, die ich trotzend (so einfach kommst du mir nicht davon!) mit einer Teilrückkehr bejahe. Den Fragezeichen in seinem Gesicht entgegne ich freundlich, dass ich zum Musizieren zurück gekommen bin. Er versucht den Rest des Wir zurück zu erobern. Und ich bin nach gefühlten Jahren Abstinenz, den vielen schönen Männern an diesem Abend, Mr. Ex-LLs durchaus immer noch sexy Körper am Überlegen, ob ich ... nur für diesen einen Abend, nur für diesen Augenblick, nur ein Mal noch (ist doch nicht schlimm ... ist doch nur eine Ausnahme!) ... Soll ich, soll ich nicht? (Die innere Stimme fiept: Weltbester Sex und so. Nänänänääääääh! und denkt sich: "Gleich hab ich dich!). Auf seine Frage, ob ich mir sicher sei, dass ich ihn erst nächste Woche zum Musizieren wiedersehen will, verabschiede ich mich mit einem klaren: Ja!

 

20.05.2010 um 11:07 Uhr

In zwei Stunden.

von: Wari

Dieses eine Gespräch noch, auf das ich so gar keine Lust habe. Das ich nur führen werde, damit er vielleicht endlich, endlich begreift, dass ich nicht verantwortlich dafür bin, wenn die Kinder nicht zu ihm wollen, wenn es Dinge gibt, die ihnen auf seiner Seite nicht gefallen. Dass er endlich mal Verantwortung übernehmen sollte, anstatt sich im Erziehungsstil der Neuen zu sonnen und wieder den passiven Part einzunehmen. Seit ich (dem "alles wird in diesem Jahr anders und besser"-Modus geschuldet) keine Gespräche mehr mit ihm führe, seit er keine Informationen mehr von mir erhält, seit er die Kids brav alle 14 Tage zu seinen Vaterpflichten entführt und wir nur noch drei Worte miteinander wechseln ("Hallo", "Auf Wiedersehen") und er somit annähernd aus meinem Leben verschwunden ist, geht es mir, was das gemeinsame Elternsein betrifft, blendend und ich möchte genau an diesem Punkt ganz und gar keine Veränderung. Ich werde also  (maybe) möglichst viel die Klappe halten und abwarten, weil ich noch nicht mal weiß, was das Gespräch bringen soll. Die Meinung der zwei anderen Parts in diesem Dreiergrüppchen ist klar (die Kinder sollten trotzdem zum Vater), woraufhin ich mich nun frage, wieso wir die Gespräche zwischen großem Kind und Psychologin geführt haben. Egal, es spielt auch keine Rolle. Wenn er weiterhin nur mitschwimmendes Stöckchen in fremden Gewässern ist, statt Fels in der Brandung für seine Kinder, will ich nicht mehr als diese drei Worte mit ihm wechseln. Noch schwanke ich zwischen Klappe halten und alles auf den Tisch legen. Vielleicht sauf ich mir vorher einfach einen an, dann wird´s wenigstens für mich lustig :-)

 

 

19.05.2010 um 19:34 Uhr

Ich brauche dich doch noch!

von: Wari

Da saßen wir nun in trauter Runde und ließen die Hände tanzen, erzeugten in altgewohnter Manier Töne, die in Mark und Bein gehen und ließen den Raum erbeben. Es wird spannend, ob wir das alles so bis in vier Wochen hinbekommen - ich ahne ja Schlimmes, aber gut! Als ich danach die Zelte abbrechen, mir jedoch noch ein gemütliches Abendzigarettchen drehen will, entreißt mir Mr. Ex-LL mein Zubehör, woraufhin sich eine heftige Diskussion über Rauchen, Sterben, etc. entspannt (ja, da kann ich echt grantig werden!). Ende vom Lied ist der Satz, den er mir zum Verdauen vorwirft und den ich in jenem Moment gekonnt übergehe:

"Ich brauche dich doch noch!"

Und mir drängt sich der Eindruck auf, dass er wirklich nichts verstanden hat, nicht eine Sekunde in die Verlegenheit kam, über irgendwas tiefergehend nachzudenken. Ich dachte, vier Monate seien eine lange Zeit. Aber es ist bei ihm wohl wie immer: Aussitzen! Nur läuft diesmal nichts mit Aussitzen, nichts mit Ausschlafen. Das Einzige, was wirklich läuft, ist das Aus der Freundschaft Plus. Und ich kann mit einem Gebrauchtwerden nichts mehr anfangen. Ich will nicht gebraucht werden. Was ich möchte, ist gegenseitiger Respekt, Anerkennung, Wertschätzung. Da ist Liebe, tiefgehende Liebe. Gebrauchtwerden ist ein Aufpolieren des fehlenden Selbstbewusstseins des Anderen, die Suche nach etwas, was einem der Partner niemals ersetzen kann, etwas was man nur bei sich selbst findet. Wenige nur begreifen das. Und da ich dies alles schon mal durchhabe, vor zwei Jahren einfach abgeschossen wurde, nur weil der Ex sich nicht gebraucht fühlte und die Liebe, die ich gab, nicht sehen wollte (oder konnte, wer weiß das schon!), möchte ich in dieses Klischee vom Gebrauchwerden nicht nochmal einsteigen. Es tut mir noch nicht mal leid. Kein bisschen. Denn das, was ich mir wünsche, ist vom Gebrauchtwerden mindestens so weit entfernt wie die Erde von der Sonne!

 

19.05.2010 um 01:59 Uhr

Ich werde doch nicht?

von: Wari

Ich glaub es selber kaum, was gerade passiert. Dieses Jahr wird ein gutes für mich, meinte der liebe Freund mal und ich sehe es immer deutlicher. Wenn ich rückwärts schaue, wenn ich vorwärts schaue und wenn ich einfach um mich herum blicke. Das Chaos der Anderen und das eigene sind im Moment Anlass genug, mich zu sortieren. Es heißt ja so schön, dass wer unordentlich ist, auch ein inneres Chaos mit sich trägt. Und nun frage ich mich bei all dem mit einem mal aufschlagenden Ordnungssinn meinerseits, ob da wohl was passiert ist. So innen drinnen. Seit dem letzten Wochenende, an dem architektonisch kunstvoll ausgeklügelte Pläne über den Haufen geworfen und mein Zimmer nun doch anders als gedacht gestaltet wurde, zieht mit einem Mal so etwas wie eine ungewohnte Ordnungsliebe ein. Natürlich gibt es hier und da noch Ecken, die Dinge beherbergen, die noch keinen sicheren Platz haben und es gibt leider noch genügend "da muss ich noch mal drüber schauen"-Stapel, aber alles in allem kann man dieses Zimmer betreten, ohne über Wäscheberge zu stürzen, ohne den Stapel Schriftverkehr bei jedem Vorbeigehen umzuwerfen und ohne die ausgeliehenen Bücher lange suchen zu müssen. Selbst in der Kreativecke erkennt man wieder, dass dort schöne Zeit verbracht werden kann. Alles in allem ist dieser Raum nun endlich das, was er sein sollte. Leberaum, Tanzraum, Entspannungszimmer, Musikzimmer, mit wohligem Platz zum Ausschlafen, mit genügend Raum zum kreativen Austoben. Und seit langem empfinde ich beim Aufräumen Freude ... nicht nur das Hinterher lässt das Herz tanzen, schon beim Sortieren, Hin- und Herlaufen, Platz für all die liebevollen kleinen Näh-Bastel-Werkel-Utensilien finden macht sich dieses Gefühl breit, dass dies ein gutes Zeichen ist. In bin innerlich aufgeräumter und es trägt sich nun von ganz allein nach außen. Die Kinder haben es gestern wohlwollend angenommen und wir haben während meines Ordnungswahns zu Safri Duo gerockt, haben das Tanzbein geschwungen und die Lachmuskeln aktiviert. Das kleine Kind fand in Mamas Vorräten auch gleich etwas, was es weiter verarbeiten konnte. Ich freue mich, dass ohne Anleitung ein kreatives Gedankenhopsen stattfand. Es wird, nein, es ist ein gutes Jahr! Definitiv! Ein sehr gutes! Der Rest kommt von allein :-)

 

 

 

06.05.2010 um 22:03 Uhr

Neulich.

von: Wari

Sah ich beim Lieblingsshop ein tolles Buch. Mit dem darf man alles machen, was gegen sämtliche Regeln geht, die man immer wieder befolgt, was den liebevollen Umgang mit Büchern betrifft Klar, Bücher sind auch nur Menschen und haben eine Seele, weswegen ich schon immer sorgsam mit dem beschriebenen Papier umgegangen bin. Aber diesmal ist alles anders. Eigentlich war ich auf der Suche nach ein bisschen neuem Lesestoff für die beiden Wirbelwinde in diesem Hause. Und stolperte dann über DAS und danach über DIES und gelangte zu der Erkenntnis, dass beides die idealen Geschenke für´s große Kind sind, wenn es mitten im Sommer und unserem gemeinsamen Urlaub Geburtstag haben wird. Das große Kind liest gern und das große Kind ist sehr kreativ ... es schnippelt gern, es malt gern, es schmiert auch mal und kleckert ... also ist KEIN BUCH doch das ideale Geschenk. Die Seite mit der Aufforderung, mit dem Buch an der Leine spazieren zu gehen, wird es sicher aus Scham übergehen, dafür aber jene Seite lieben, bei der es heißt "Brenne Löcher in die Seite." (Vermutlich werde ich dafür Sorge tragen müssen, dass in jenem Moment nicht das ganze Kein-Buch in Flammen aufgeht, damit man auch noch mit Freude das Abendbrot auf einer der anderen Papiere verewigen kann.) Alles in allem verspricht KEIN BUCH jede Menge Spaß und wenn man alles darin gemacht hat, was man mit keinem Buch machen sollte, wird man Lust auf mehr bekommen (weswegen ich vorsorglich auch gleich Band Zwei bestellt habe :-) ). Nun steckt ja irgendwie in jedem von uns noch ein Kind - ich hoffe es jedenfalls! Und das Kind in mir schrie: Ich will auch! Da ich in den letzten Wochen, Monaten mit rebellischer Rebellion gelernt habe, gegen alles zu rebellieren, was sich meinem Bauchgefühl in den Weg stellt, nachdem ich mir mühevoll antrainiert habe, auch Nein sagen zu können, nachdem ich mir selbst zugestehe auch mal schwach sein dürfen und eben einfach nur mal ich zu sein, gab ich also dem Kind in mir nach und bestellte ganz für mich allein Jenes: Mach es fix und fertig! Und ihr glaubt gar nicht, mit welcher Hingabe ich mit diesem Papierbündel an den Kragen gehe ... eine Seite hab schon abgekokelt und morgen früh nehme ich das Teil mit unter die Dusche - das wird ein Spaß! Wenn euch also mal danach ist, euch an einem Buch auszutoben und daraus ein ganz eigenes unikates Unikat zu machen, dann kann ich euch "Mach dieses Buch fertig!" wärmstens empfehlen. Das Beste kommt wahrscheinlich am Schluss: "Klebe dieses Buch zu und schicke es an dich selbst." ... Das werd ich dann machen, wenn ich mal irgendwo im Nirgendwo bin.

 

 

06.05.2010 um 00:04 Uhr

Okay, ihr habt gewonnen!

von: Wari

Ihr, die ihr alle gesagt habt. "Das hält sie sowieso nicht durch!" Vier lange Monate ist es nun her, dass ich Mr. LoverLover nicht gesehen und nicht gehört hatte. Jawoll! Betonung auf HATTE! Denn heute habe ich entgegen aller was weiß ich meinem monatelangen Schweigen ein Ende bereitet und mich bereitwillig in die Höhle des Löwen begeben! Mein Bauchgefühl sagte mir leider gar nichts und das in einem Moment, in dem ich gern mal darauf gehört hätte. Also stapfte ich zur Musizierstunde. Schließlich stand proben auf dem Plan. Proben für den großen Auftritt. Für´s große Straßenfest im Sommer (sofern es überhaupt einen gibt!). Und da stand er nun, hatte am wenigsten mich erwartet, war baff. Seine Annäherung vorsichtig, zaghaft. Seine Fragen noch übervorsichtiger, fast so, als würde ich ihn beißen können wollen. Er ist immer noch verdammt schön, hat immer noch dieses zauberhafte Lächeln, diesen liebevollen Blick. Da war es also wieder, dieses Knistern zwischen den einzelnen Tönen beim Musizieren. Und ich mitten drin ... und das wir ...

 

Hah, ich wusste es, ihr brecht zusammen und meint, ihr hättet es doch geahnt. :-)

 

Aber ich muss euch leider mitteilen, dass daraus nichts wird ... Mr. ExLoverLover bleibt Mr. ExLoverLover, so süß er auch lächelt, so vorsichtig er auch fragt, so verdammt gut er auch ausschaut. Die Never-Ending-Story war schon lange beendet, bevor ich es wusste und von meiner Seite aus durchgezogen habe. Und vielleicht, mit ein wenig Glück ergibt sich daraus dann mal eine Freundschaft ... vielleicht.

 

03.05.2010 um 10:30 Uhr

Immer diese Auflehnung gegen normal ...

von: Wari

Ihr Wohntyp : Wellness mit Tendenz zu Protest

Wellness

Wohlfühlen ist die Devise. Der anspruchsvolle Wellness-Typ will sich in seinen vier Wänden in erster Linie wohlfühlen und hat mit Repräsentieren nichts im Sinn. Sein/ihr Lebensstil richtet sich nach dem Motto „Alles ist mit allem verbunden“ und so zeigen seine/ihre Wohnräume diese Verbundenheit mit allen Menschen, die ihm/ihr lieb sind, und mit allem Schönen und Echten der Schöpfung. Hier regiert chaotische Gemütlichkeit mit Familie, Katz' und Hund...

Raum

Jetzt wird's gemütlich! Praktische, funktionale Räume, modernes Reihenhaus mit kleinem Garten, Anbau, gerne auch als intergarten, Ausgebautes Haus. Räume, die genau auf die Funktionen zugeschnitten sind.

Möbel

Legt wert auf „ehrliche“ Möbel mit Echtheitszertifikat, handwerklich interessant gefertigt, gerne aus Vollholz, herkunftsmarkiert. Vorliebe für Regionalität, zum Beispiel für österreichische Qualität. Design ist in der Wahl der Möbel nicht vorrangig, Aspekte wie Ergonomie oder Gesundheitsverträglichkeit, Multifunktion etc. spielen eine wesentlich größere Rolle. Liebt organisierte und chaotische Gemütlichkeit und teilt sein Zuhause gerne mit Familie und Haustieren.

Passende Möbel-Spitzenmarken

Maßanfertigungen direkt vom Tischler, Wetscher Werkstätten, Riva, Giorgetti, Flexform

Farben

Die Farben der Natur, helle, Gelb-, Orange- und Rottöne, freundliche Blautöne.

Materialien

Massivholz, gewachst, geölt, wasserlösliche Lacke, Baumwolle, Schafwolle, Rattan, Korb

Textilien

Leinen, Baumwollstoffe, gerne Pfleg- und Waschbares

Accessoires

Bade- und Wellness-Accessoires, Bücher, Schreibtisch zum Managen von Nonprofit-Engagements, Bilder der eigenen Kinder und aus Bekannten- und Freundeskreis, eigene Kreationen, Töpfereien, Schnitzereien, Keramik, Kerzen, Räucherstäbchen, Stimmungsvolles Licht.

Blumen

Gerne aus dem eigenen Garten, praktische Topfpflanzen

Länder

Steiermark, Burgenland, Waldviertel Toskana, Orte der Kraft.

Protest

zeigt mit seinem Wohnstil in erster Linie seine Unangepasstheit an die etablierte Gesellschaft und den Mainstream. Ihm/ihr geht es darum, anders zu sein – und so exponiert lebt er/sie auch. Antiquitäten sind nicht sein/ihr Fall – da schon eher Recycling-Möbel vom Flohmarkt oder Wohnskulpturen aus Metall, Beton, Ziegel – jedenfalls aus einem Material, das die etablierte Wohnwelt kaum zu Möbeln verarbeitet...

Raum

Es darf ruhig etwas ungemütlich sein!

Penthouse, Loft, Anbau an ein durchschnittliches Einfamilien-Haus, umgebaute Sozialwohnung, oft Räume, die ursprünglich nicht zum Wohnen gedacht waren, wie Garagen oder Lagerhallen, Dachböden, alter Stall/Stadel, alte Werkstätte oder auch ein ehemaliges Geschäft.

Möbel

stark additiv mit Vorliebe für Dinge, die ihrem ursprünglichen Zweck entfremdet verwendet werden wie beispielsweise alte Autositze, Baustahlgitter als Regale, Recycling-Möbel vom Flohmarkt neu interpretiert, gerne auch mit Gebrauchsspuren oder sogar kaputt,

Wohnskulpturen aus Metall, Beton, Ziegel etc.

Passende Möbel-Spitzenmarken

Edra, Kartell

Farben

Schwarz, starke Kontraste, Originalfarben (nicht restauriert)

Materialien

Dinge dürfen gerne so wirken, wie sie sind. Keine „Behübschung“ oder „Verschönerung“. Stahl, Rost, Beton, Ziegel, Leder, Kunststoffe, Glas

Textilien

Wenig Textilien, dafür Beschattungen, Leder, Kunstleder, Kunststoff-Ledergarnitur, Stoffe, gerne im siebziger Jahre Design – Hauptsache, der Stoff ist anders und niemand sonst hat ihn.

Accessoires

Verrücktheiten aus aller Welt, gerne auch Kitsch, in veredelter Form symbolträchtige Accessoires aus anderen Religionen und Kulturkreisen Technik-Orientiertheit zB. übertrieben große Boxen, die wiederum als Sockel für skurrile Ausstellungsstücke dienen.

Blumen Wenn überhaupt, dann pflegeleicht wie Kaktus oder Kunstpflanzen
Länder

Ballungsräume, Großstädte wie London, Manchester, Berlin Ost, Häfen, Vorstädte

Über sie Sache mit den Schwarzen Möbeln müssen wir nochmal reden und die Ballungsräume wie Manchester und Berlin auch, London träfe es schon eher ...und Technik, die sollte so klein wie möglich sein.

 

03.05.2010 um 08:38 Uhr

Passender hätte er nicht eintreffen können ...

von: Wari

dieser kleine Spruch, der heute in meinem Postfach prangte:

"Zur Zufriedenheit gehört auch die Bereitschaft, auf einiges verzichten zu können."

-- Ernst Ferstl

 

 

02.05.2010 um 23:26 Uhr

Gut Ding will manchmal lange Weile haben!

von: Wari

Immer wenn ich mich unzufrieden und überladen fühle, überkommt mich dieser unbändige Drang auszumisten. Reinigung sozusagen. Loslassen von irgendwelchen materiellen Dingen, die man irgendwann in irgendeinem Wahn angeschafft hat. Und dieses Wochenende war es mal wieder so weit! Es hatte sich so viel Seelenmüll angesammelt, dass ich mir endlich mal eine absolute Frühlingsgrundreinigung verschaffen wollte. Drei Stunden lang habe ich also den Keller auf den Kopf gestellt. Sortiert, sauber gemacht und mich an den zum Vorschein gekommenen Holzbearbeitungswerkzeugen erfreut und sie gleich mal zahlreich zum Einsatz gebracht. Statt eines globigen Wohnzimmertisches (der morgen zur Tafelk wandert), erfeue ich mich nun meines Wochenendwerkes, bei dem der ausgediente Korpus meiner alten Gitarre sowie das Dreibein eines alten Beistelltisches Verwendung gefunden haben. Nachdem ich eigentlich beschlossen hatte, den Korpus endlich den Müllmännern zu überlassen, am Mittwoch aber nach Monaten das Dreibein nach Hause geholt habe, passte das nun so wunderbar zusammen. Im Keller ist also wieder Platz in den Regalen. Ich weiß jetzt, was ich für meine kreativen Anfälle zur Verfügung habe und wo sich all die Dinge herumtreiben, die uns in den Zelturlaub begleiten werden. Es herrscht wieder Ordnung an einem der wichtigen Orte, denn schaut man sich die asiatische Lehre an, steht der Keller für die Vergangenheit. Aber auch ein paar Stufen weiter oben hat sich mächtig was getan. Ein viertel Pott weißer Farbe hat der Kommode im Flur zu neuem Glanz verholfen. Beim Betreten der Wohnung wirkt alles gleich viel harmonischer, weil sie endlich farblich zu den anderen Möbeln passt (in zwei Wochen ist noch das letzte Schränkchen dran, dann strahlen alle Möbel im Flur freundlich weiß daher).

Und dann das große nervenaufreibende Kind Küche! Himmel, was sammelt man nicht alles in diesem einen Raum an. Anderthalb Stunden sind ins Land gegangen, um zumindest alles zu sichten, hin und her zu schieben und sich von absolut Überflüssigem zu trennen. Zwei gefüllte 20-Liter-Tüten sind danach in den Müll gewandert und eine überhäufte Kiste geht morgen zur Tafel. Natürlich gibt es noch ein paar Dinge, bei denen ich mich noch nicht entscheiden konnte, die wegzugeben, aber ein Anfang ist getan. Und das fühlt sich richtig gut an.

Auch im Bad ist wieder Ordnung und ein kleines Regal habe ich auch noch zurechtgesägt, gestrichen und an die Wand gebracht. Daran prangen jetzt sie Sanduhren für die Kiddies (ihr wisst schon - ordentlich Zähneputzen und so!) und sie sind begeistert.

In meinem Feng Shui-Ausmistwahn hatte ich natürlich das Wichtigste vergessen: den Feiertag! Nun saß ich da, ohne Nachschub für den Cappu, was wiederum dazu führte, dass ich den Samstagmorgen gemütlich bei meinen Eltern verbrachte, mit zwei Litern Milch und dem Gefühl heimkehrte, dass ich froh bin, dass es sie gibt. Dieses Gespräch war so wohltuend und wenngleich wir auch Probleme hin und her wendeten, stellte sich hinterher ein enormer Wohlfühlfaktor ein. Nach der inneren Leere der letzten Zeit wahrlich ein Hochgenuss. Gestern Abend dann noch die Party meiner Schwester und ihres Mannes anlässlich der vergangenen Geburtstage, die mich auch erst wieder ins Bett lies, als es schon zwei Stunden lang heute war. Himmel, war ich müde, als der Kater fünf Stunden später der Meinung war, dass es doch irgendwie Zeit wurde, was zwischen die Kauleisten zu bekommen. Also hab ich mich dann einfach nochmal unter die Bettdecke verkrochen und weitere zwei Stunden geschlafen, bis Freund S. anrief und unser Frühstück im Szenenviertel klarmachte. Schnell ein wenig in Schale geworfen und den Sand aus den Augen gerieben. Der Brunch war ein Genuss. Ich mag es, wenn man sich an den gedeckten Tisch setzen kann und am Bufett die Brötchen warten, der Obstsalat bereit steht und man es sich einfach nur gut gehen lassen kann. Freund S. war viel besser drauf als in all den Wochen zuvor und ich spürte so eine große Erleichterung. Nach den langen Wochen eines mehr oder weniger depressiven Herbstwinters (inklusive Verlassenwerden durch seine Freundin), geht es bei ihm bergauf. Und das freut mich sehr.

Am Nachmittag dann noch Geburtstag bei meinem Eltern gefeiert und Dank fFng Shui-Ausmistung meiner Mom verschiedenste Dinge abgestaubt - keine Angst, nix, was zumüllt, sondern nur Brauchbares (sehr praktisch, wenn man die gleiche Schuhgröße hat und Muttern gern mal ein paar Schuhe mehr kauft, die dann irgendwie doch nicht so recht passen und sei es nur in den Schuhschrank.*g*). So hatte sich zumindest mein Problem, wo ich ein paar bessere Schuhe herbekomme, die zu den etwas glamouröseren Arbeitsklamöttchen passen, mal eben von selbst erledigt. Manchmal liebe ich meine Mom genau für diesen Kaufrausch - zumal sie meist noch einen recht guten Geschmack beweist. ;-)

Ach und passend zum Thema Schuhe ... beim Keller durchforsten fanden sich all jene Schuhe, die ich den Kids in den nächsten Tagen kaufen wollte ... Übergangsschuhe, Sandalen in allen Formen und Farben, vorallem aber in den passenden Größen. Dem Himmel sei Dank hatte ich dieses Gefühl von "Ich muss den Keller ausmisten!". Alles zu seiner Zeit!

Jetzt warte ich noch eine halbe Stunde, damit das Brot aus dem Ofen geholt werden kann und dann werde ich mich so zufrieden wie selten zuvor in den letzten Wochen in den Schlaf der Gerechten begeben.