... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

19.09.2010 um 23:25 Uhr

Schwarz-weiß.

von: Wari

Schön war sie, die erste Stunde am Klavier. Ich weiß, dass eine Menge, Menge Übung und viele verzweifelte Versuche dahinterstehen werden, bevor ich irgendwann so spielen kann, wie ich es gern hätte, aber ich freu mich einfach unglaublich darauf. Da ich am Wochenende sturmfrei hatte, konnte ich üben, wann immer ich Lust darauf hatte und mit jedem Mal blieben die Finger immer öfter dort, wo sie hingehören. Heut Morgen hab ich mich ans erste zweihändige Spiel gewagt, von dem ich im ersten Moment meinte, dass ich es nie hinbekommen werde. Und Heute Nachmittag klang es schon ganz passabel. (Merke: Vorteil eines E-Pianos -> kann man sogar mittags spielen, wenn man´s leise stellt :D ).

Jetzt hippel ich ein wenig der nächste Stunde entgegen und üb also fleißig Finger rauf und runter wandern lassen.

Hach.

 

08.09.2010 um 20:23 Uhr

Planschmiede

von: Wari

1.

Ich glaube an mich.

 

2.

Ich investiere alles, was ich erspart habe, in neue technische Voraussetzungen.

 

3.

Ich mobilisiere all meine Kräfte.

 

4.

Ich werde damit berühmt.

 

02.09.2010 um 21:59 Uhr

Ich geh schon mal das (E-) Piano streicheln ...

von: Wari

Nach einem superschönen Telefonat mit meinem Seelenfreund und dem Erkennen, dass aus einer Missstimmung nur etwas Gutes mit ein wenig Entscheidungsfreude zu machen ist, stellte sich die Frage nach ob oder ob nicht nicht mehr. Frau Wari ward mutig. Hab also den potentiellen Klavierlehrer angerufen und gesagt, dass wir einen Termin für mich brauchen, weil ich Musikfrust habe und wieder was brauche, worauf ich mich freue, woran ich mich erfreuen kann. Die Liebe zu diesem Instrument war immer eine heimliche, die ihren Zauber darin fand, dass ich andere beneidete, wenn ich sie spielen hörte und immer und immer wieder den Wunsch hegte, ebenso spielen zu können. Ich liebe die Stunden, in denen Frau Obermieterin in die Tasten haut und ich liebe Yann Tiersens Musik. Wenn das alles nicht Ansporn genug ist, dann weiß ich auch nicht. Ich freu mich jetzt eben mal ne Runde wie ein kleines Kind auf die erste Stunde in zwei Wochen (shit, zwei Wochen können so lang sein!). Und ich geh mal eine Runde das (E-) Piano streicheln.

 

02.09.2010 um 08:52 Uhr

Neue Wege. Neue Abschiede.

von: Wari

Nachdem die beste Freundin nun weggezogen ist, hieß es am Dienstag wieder Abschied nehmen. Die nächste Freundin ziehen lassen. Auch wenn unser Kontakt eher sporadisch war und wir gerade in der letzten Zeit einige Differenzen hatten, so war es doch wieder ein Revue passieren lassen von Vergangenem und dem Einsehen, dass in jedem Anfang irgendein Zauber innewohnt. Auch wenn der diesmal wohl nur auf einer Seite besteht. Immerhin. Die zurückbleibenden Freunde hatten sich am Sonntag alle nochmal getroffen, um ein Abschiedsfoto zu schießen. Wir alberten herum, winkten in die Kamera, als wenn diese die Bewegungen so wiedergeben könnte wie in einem Video. Aber sie tat es. Auf ihre Weise. Winkend standen wir in der Runde und das eingerahmte Bild zierte der Spruch: Wir sagen nur "Auf Wiedersehen", nicht "adieu" ... und um ein wenig Theatralik ins Spiel zu bringen durfte auch Coelho noch zu Wort kommen, denn "Es gibt Augenblicke, in denen das Leben Menschen trennt, damit sie begreifen, wie wichtig sie füreinander sind." (in Der Sieger bleibt allein). Auf diesen Abschied wird irgendwann noch einer folgen, auch andere Freunde machen sich in der nächsten Zeit auf den Weg in eine neue Heimat. Und an manchen Tagen fühlt sich das alles sehr befremdlich an, fast so, als wenn einer nach dem Anderen geht, damit wir lernen, allein mit uns zufrieden zu sein. Oder die noch mehr zu schätzen, die uns bleiben. Oder anderen eine Chance zu geben, uns kennenzulernen. Es ist Umbruchstimmung durch und durch. Irgendwie.

Sie ist auch bei mir angekommen. Auf andere Art und Weise. Das, was so wichtig war, macht keine Freude mehr, ist keine Entspannung mehr und bringt mich auf den Gedanken, nun endlich das Instrument zu erlenen, was mir seit Kindesbeinen an am Herzen lag. Die Tasten lachen mich förmlich an und ich möchte ihnen die schönsten Melodien entzaubern, die es gibt. Also werde ich heute den Freund anrufen, um die erste Klavierstunde zu vereinbaren. Ich brauch das jetzt ... die Freude am Lernenwollen!