... und vergiss nicht, meine Seele zu küssen ...

07.06.2011 um 09:23 Uhr

Und er ist auch ein Blindfisch!

von: Wari

Nein, nicht Mr. "Dann hast du doch bis morgen Abend Zeit?!", sondern mal wieder der Kindesvater. Weil der Lütte in einigen Fächern Schwierigkeiten hat und eigentlich noch ein Jahr bräuchte, um das Wissen haben zu können und ohne Probleme durch´s Schulleben zu gehen, wäre eine Versetzung in die Klasse zurück eine Lösung, die man durchaus in Betracht ziehen sollte. Nicht weil man den Kleinen schonen will, sondern weil es ihm gut tun würde, wenn er mal wieder ein Erfolgserlebnis in der Schule hätte und nicht von schlechten Noten geplagt wäre. Aber weil es jetzt ein Mal mit den Hausaufgaben beim Kindesvater gut lief und er nun den Eindruck hat, dass der Kleine so gar keine Probleme mehr hat, meint der ehrenwerte Herr Papa, dass doch alles bestens ist und das Kind doch Angst hat, die Klasse zu wiederholen, weil er dann meint, er sei dumm. Und demzufolge möchte er keinen Antrag stellen auf Versetzung.

Will heißen, wir quälen unseren Sohn lieber durch die nächsten Schuljahre, vergeben ihm die Chance auf eine für ihn passende Schulzeit und hoffen, dass er das Hinterherhinken vielleicht irgendwann aufholt.

Kann man so blind und blöd sein?

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Zwischenweltler schreibt am 07.06.2011 um 09:42 Uhr:Mal 'ne dumme Frage:
    Müsst Ihr das eigentlich einstimmig entscheiden? Und wer tritt auf die Waagschale, wenn es 50:50 steht?
    Hilft vielleicht eine sachlich fundierte Empfehlung vom Jugendamt, oder reicht es, wenn sich Mutter und Sohn einig sind?

    (ups, das waren ja gleich mehrere Fragen...)
  2. Curlie schreibt am 07.06.2011 um 17:13 Uhr:Beim gemeisamen Sorgerecht müssen bei zustimmen oder?
  3. Wari schreibt am 09.06.2011 um 09:44 Uhr:Jo, wir müssen einstimmig entscheiden. Im Härtefall müsste ein Gutachten her, aber du weißt ja, welch langwieriger Prozess das ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass er im Notfall mit Überzeugungskraft der Lehrer und Berater in der Familienberatung auf den Härtefallweg verzichten würde. Ein bisschen Menschenverstand mute ich ihm dann noch zu und so lange die Meinung nicht die alleinige meine ist, sondern auch die Lehrer eine Rückversetzung befürworten würden, ließe er sich auch überzeugen. Manchmal will er ja doch noch was Gutes für seine Kinder.

    Und was die Einigkeit Mutter und Sohn angeht. Die gibt es nicht, denn die wenigsten Kinder wollen in dem Alter zurückgehen. Es sei denn, die Lehrerin ist ein Albtraum und es gäbe dort eine Verbesserung. Wäre es aber in unserem Fall nicht, denn wir haben beim Lütten die absolute Traumlehrerin!
  4. eineReisende schreibt am 15.08.2011 um 23:16 Uhr:Na ja, dann ist zu dieser Frage ja noch nicht "aller Tage Abend".

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