Fabs0rs Medien- und Gezuppelwelt

30.05.2006 um 10:57 Uhr

Kauf mir: PNG No68 in stores now!

von: Fabse



So, da mir die letzten zwei Wochen das Updaten der Waschbärenfetische nicht in dem Umfang möglich war wie es mir selbst gefallen hätte, versuch ich jetzt einfach mal wieder auf Touren zu kommen. Den Anfang macht jetzt gleich erstmal aktuelles Gekritzel von mir, das ihr in Printform mit nach Hause nehmen könnt. Neben meiner allseits beliebten Kolumne im Nachtflug-Magazin (gibt's gratis vom Sauerland bis zum Ruhrpott), findet sich auch etwas Gewerkel in der No68 der Persona non Grata. Für 6 Euro gibt's wieder nen fettes Heft inkl. CD-Sampler von Audiolith Records. Also auf zum Bahnhofskiosk oder direkt im PNG-Shop ordern.

20.05.2006 um 12:38 Uhr

DVD-News:"2001 Maniacs(2005)" von Sunfilm Entertainment

von: Fabse


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Spring Break: Auf dem Weg zum Meer landet eine Gruppe von College-Kids im Südstaatenkaff Pleasant Valley. Die Dorfbewohner, die der Inzest, Sex mit Schafen und der Katzenjagd frönen, laden die Jugendlichen zu einer großen Barbecue-Party ein, die die Gemeinde alljährlich zelebriert. Nach und nach verschwinden Mitglieder der Gruppe und immer mehr kristallisiert sich heraus, dass die Besucher auf dem Speiseplan des Grillfestes stehen. Die kauzigen Südstaatler unter der Führung des Bürgermeisters Buckham planen bis zur Feier alle Durchreisenden bestialisch umzubringen und zu verspeisen.

The South will rise again! Yieehhaa! Mit seinem kleinen Schmuddelfilm “Two thousand Maniacs” drehte Hershell Gordon Lewis 1964 seinen zweiten Beitrag zum Splatterfilm, den er ja bekanntlich ein Jahr zuvor mit „Blood Feast“ aus der Taufe gehoben hatte. Nachdem Lewis selbst seinem berühmtesten Film im Jahre 2002 eine Fortsetzung im Funsplatterbereich bescherte hatte, versuchten sich jetzt Tim Sullivan und Produzent Eli Roth an einem „Maniacs-Remake“ und das Ergebnis kann als überaus gelungen bezeichnet werden: Bei dem grellbunten Trash-Spektakel, das den Zuschauer mit rabenschwarzen Humor, Titts’n’ Asses und einer gehörigen Portion Guts’n Gore entgegen prescht, bleibt wirklich kein Auge trocken. Teenies mit Hormonstau, die kreativ und äußerst explizit das Zeitliche segnen gibt’s zwar in manch anderen Genre-Vertreter ebenfalls zu bewundern, doch „2001 Maniacs“ trifft ausnahmsweise genau den Ton, der vielerorts den neueren Beiträgen des Splatterfilms abgehen mag. Zwar sind hier mehrheitlich keine schauspielerischen Offenbarungen an der Darstellerfront zu verzeichnen und auch Hauptdarsteller Robert „Freddy Krueger“ Englund liefert hier auch nichts außergewöhnlich Neues bei seiner Verkörperung des Oberbösewichts, aber negativ will das beim besten Willen nicht aufstoßen. Hohes Tempo und zündende Gags zeichnen die Funsplatter-Schlachplatte aus, die auch mal die Logik des Geschehens galant missachtet. Der Gross out- Humor und die bitterbösen Mordmethoden der Rednecks tragen den Film vom Anfang bis zum fiesen Ende. Wenn Eli Roth in seiner Gastrolle ein totes Gürteltier auf heranbrausende Autos wirft, zurückgebliebene Dörfler Katzen lynchen wollen und dralle Mädels gevierteilt werden ist Spaß auf ganzer Linie zu verzeichnen.

Die deutsche Kauf-DVD von Sunfilm Entertainment, die seit dem 19.05. im Handel ist, bietet im Gegensatz zur Verleihversion reichhaltiges Bonusmaterial und kommt in einem hübschen Schuber mit Prägedruck daher. Bild und Ton sind Qualitätsmäßig im oberen Mittelmaß angesiedelt und auch die deutsche Synchronisation kann als überaus gelungen bezeichnet werden. Im Gegensatz zu der US-Version des Films, trumpft die RC2-DVD mit erweiterten Gore-Szenen auf und beruht auf einer alternativen Schnittfassung. Freunde des deftigen Humors kommen an dieser Veröffentlichung definitiv nicht vorbei.

Bildformat: 1,85:1 (anamorph )

Tonformat: Englisch, Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)

Untertitel: Deutsch

Extras:

-Audiokommentar mit Regisseur, Autor und Produzent
-Audiokommentar mit Regisseur und Hauptdarsteller
-"Inside The Asylum" - Making Of (6-Teile)
-Audition Reel (Casting)
-Deleted & Extended Scenes inkl. alternativem Anfang
-Original-Trailer zum Film
-Trailer zu weiteren Sunfilm-Veröffentlichungen

17.05.2006 um 10:42 Uhr

DVD-News: The Commitment (2004) von Adrenafilm & Atomik-Films

von: Fabse


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Die drei Schulfreundinnen Moss, Muay und Pin beschwören aus Jux einen Geist am Hausschrein, der Wünsche erfüllen soll. Nachdem sich allerdings alle geäußerten Wünsche des Zeremoniells innerhalb kürzester Zeit erfüllen macht sich Angst und Schrecken unter den Mädchen breit. Schon bald erscheint der Geist einer verstorbenen Tänzerin, der dem Trio in Visionen und Alpträumen nach dem Leben trachtet.

Der thailändische Mystery-Horror „The Commitment“ bedient sich in seinen Motiven unverfroren an japanischen Vorbildern wie etwa „The Ring“ oder „The Grudge“, ohne allerdings deren atmosphärische Dichte beim Kopieren mit einzufangen. Ebenso wie die bekannten Vertreter asiatischen Horrors verankert Montree Khong-im den Plot seiner Geistermär tief in den religiösen Gewohnheiten des Kulturkreises und setzt das Augenmerk zum größten Teil auf die sozialen Umfelder der Protagonistinnen. Das unbeschwerte Glück der Freundschaft zwischen den Mädchen besteht eher als Schutzwall gegenüber den sozialen Strukturen ihrer Familien. Nachdem der Geist in Erscheinung tritt, bröckelt auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe und Neid und Misstrauen machen sich breit.

Inszenatorisch orientiert sich „ The Commitment“ ebenfalls am Spuk japanischer Prägung und setzt auf altbekannte Muster um den wohldosierten Grusel auf den Zuschauer loszulassen. Leider büßt der Streifen genau hier auch seine Eigenständigkeit beinahe komplett ein und wirkt des Öfteren wie eine Nummernrevue stereotyper Effekthaschereien. Der Tod der Tänzerin will aufgeklärt werden, schockartige Geistererscheinungen im Zimmer, Attacken mit Haaren und Katzen, die aus dem Schrank gesprungen kommen: Viel zu verwässert und hausbacken wirkt das Skript, das „The Commitment“ zum Ripp-Off diverser Publikumslieblinge aus dem Land der aufgehenden Sonne erscheinen lässt. Insgesamt bietet der Film aber solide Unterhaltung.

Die deutsche DVD von Adrenafilm und Atomik Films, die jetzt im Handel ist, präsentiert „The Commitment“ in sehr guter Bildqualität im anamorphen Widescreen und beinhaltet neben der deutschen Tonspur auch thailändischen Ton mit optionalen deutschen Untertiteln. Die O-Tonspur ist der Synchronfassung allerdings vorzuziehen, da die Vertonung recht hölzern ausgefallen ist und auf weiter Strecke den Film eher steril erscheinen lässt.

Bildformat: 1,85:1 (anamorph / 16:9) Tonformat:Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Tonformat:Deutsch (Dolby Digital 5.1),Thailändisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:Deutsch

Extras - Interviews, Slideshow, Trailer zu weiteren Veröffentlichungen

15.05.2006 um 21:23 Uhr

Kurz ins Regal geschaut: Gelesen und für gut befunden

von: Fabse


Das Dingen ist definitiv die Bibel für den Medienwissenschaftler! Theorien und Paradigmen bis zum hinten überkippen. Mit 42 (!!) Originaltexten von Brecht bis Kittler ausgestattet erübrigt sich beinahe jede Sekundärliteratur, die bis dato auf Regale lag. Bin hin und weg davon!


Buch zum sich drin verlieben. Danto umkreist die Brillo-Box vom ollen Andy Warhol und liefert dabei ein Standardwerk zum Wesen der Kunst ab, dass sich gewaschen hat. Philologisch rappelts hier im Karton, da der Autor bekennder Hegelianer ist. Wunderbares Buch.

07.05.2006 um 20:19 Uhr

FTB-News: Bruce Lee fights back from the Grave (1976)

von: Fabse


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Was uns Chuck Norris und Steve McQueen verschwiegen haben: Bruce Lees bester Schüler namens Wong bekommt kurz vor dem Tod des Meisters den Auftrag, das baldige Ableben des Eastern Heros im Nachhinein zu rächen. Schon kurz nach der Ankunft in Amerika bestätigen sich die Vorahnungen Wongs, dass der tragische Unfall, der seinen Lehrer aus dem Leben riss in Wahrheit ein eiskalter Mord war. Nachdem sich der Aushilfsdrache bei der debil dreinschauenden US-Schönheit Susan einquartiert hat, und ihr die Kunstkniffe des Karate vermitteln zu versucht, kristallisiert sich heraus, dass Lee das Opfer einer Bande von kampferprobten Drogendealern geworden ist. Egal, ob nun der Afroamerikaner mit der Axt oder der Cowboy-Verschnitt mit der Schrotflinte: Nun kriegen alle Mitglieder des fiesen Syndikats die Fresse dick gehauen!

Als am 20.Juli 1973 die Eastern-Ikone Bruce Lee das Zeitliche segnet, erblickt alsbald ein neues Trash-Subgenre das Licht der Welt: Die Bruceploitation! Mehr oder weniger talentierte Doubles des Martial Arts-Heroen bevölkern ohne Skrupel die Leinwände und blamieren sich in teils unglaublich bekloppten Streifen, die jeder Beschreibung spotten. Neben „The Clones of Bruce Lee“ (Ein Wissenschaftler klont drei Lees!) ist „Bruce Lee fights back from the Grave“ wohl einer der übelsten Zelluloidverbrechen dieser Ära. Bereits in den Anfangs-Credits belästigt man den Zuschauer mit einer Zeichentrickanimation, die uns Bruce Lees glorreiche Rückkehr suggerieren soll. Gegen diesen einleitenden Wahnsinn erscheinen sogar 80er TV-Verspänne wie etwa der von Peter Lustigs „Löwenzahn“ geradezu technisch perfekt inszeniert. Was dann folgt sind über 80 Minuten voller bodenloser Schauspielleistungen und ein Bruce L.K. Lea, der jedem Obermuff ordentlich auf die Mappe kloppt. Matrix-Fans können hier wirklich frohlocken, denn jeglicher Kontrahent des gelben Wirbelwindes bekommt den finalen Tritt vor die Rübe in doppelter Zeitlupen-Wiederholung verpasst. Zwischendurch flirtet der Hauptakteur noch mit der Ami-Braut oder läuft mit einem Bilderrahmen um den Hals orientierungslos durch die Stadt.

Logik hat man erfreulicherweise auch nicht zu erwarten, oder ist irgendwem ein bösartiger Attentäter bekannt, der seine Opfer vorher nett weckt bevor er sie dann meucheln mag? Fiese Schurbärte und hirnbefreite Action-Szenen regeln hier sämtliches Geschehen auf dem Screen und etwas anderes hat wohl auch niemand erwartet bei so einem Titel, oder? Absolut asozial und trotzdem unterhaltsam wie Hölle. „You can't keep a good man down!“ verspricht der Covertext der DVD und hier ist der Name wirklich Programm. Ob jetzt wirklich der italienische Trash-Papst Umberto Lenzi was mit diesem Werk zu tun hat, wie an mancher Stelle behauptet wird, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Einen Ehrenplatz im Exploitation-Olymp hat sich dieses dreiste Werk trotzdem verdient.

6 von 10 Bilderrahmen

06.05.2006 um 14:13 Uhr

Return of the Bücherregal

von: Fabse



Längst schon legendär und nun auch als deutsche Ausgabe verfügbar: Andy Rileys „The Handbook of Bunny Suicides“. In mehr oder weniger kurzen Comic-Strips verüben süße Häschen recht kreativ Selbstmord. Gehört in jeden guten Haushalt und Leute mit einem gesund kranken Humor schließen die Häsis sowieso sofort in ihr Herz.

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Foucaults „Sexualität und Wahrheit I“ liefert gleich zum Auftakt seiner Bestandsaufnahme in Sachen Sex und Macht eine wunderbare Steilvorlage für die feministische Theorienbildung. Die Psychoanalyse als Reflektion einer gesellschaftlichen Sexualitätsidentitätsbildung aufgegriffen und die letzten 300 Jahre der viktorianisch determinierten Entfesselung der Prüderien auf den Grund gegangen entwirft Foucault sein transparentes Sexualitätsdispostiv. Zwar wiederholt er sich ab und an im Laufe des Buches und auch stilistisch werden manche Sackgassen beschritten, doch die Denkanstösse, die sein Werk für die moderne Kunsttheorie so wichtig machen sind jederzeit nachvollziehbar.

03.05.2006 um 00:37 Uhr

Auflösung und Gewinner des "Twisted Sisters"-Gewinnspiels

von: Fabse

Hier die richtigen Lösungen:

1. Lüdenscheid
2. Norah

Je eine Twisted Sisters-DVD von Epix Media und Set-Pix gehen an:

Ludwig Greil aus Runding
Michael Fagerer aus München
Rene Wolke aus Neugersdorf

Ein Filmplakat zu "Twisted Sisters",so wie Set Pix hat gewonnen:

Christoph Schwieger aus Gelsenkirchen

Herzliche Glückwünsche an alle Gewinner. Die Preise werden im Laufe der Woche an euch  versendet.


03.05.2006 um 00:13 Uhr

DVD-News: "The Ghouls" von Epix Media

von: Fabse


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L.A. gleicht einem Moloch: Dreck, Armut und Gewalt dominieren die ehemalige Stadt der Engel. Aus dem Elend Kapital zu schlagen ist das täglich Brot des Videoreporters Eric Hays, der immer dann zur Stelle ist, bevor die Polizei am Ort eines Verbrechens auftaucht. Egal, ob nun gerade ein Mann seine untreue Ehefrau tötet oder Kinder in brennenden Wohnungen sterben: Eric kennt keine Skrupel seine dreckigen Reality-Aufnahmen in den Kasten zu bekommen um diese anschließend an Fernsehsender zu verkaufen. Eines Abends wird er Zeuge eines Überfalls auf eine Frau und stößt am vermeintlichen Ort des Verbrechens auf eine Schar von menschenfressenden Kreaturen.

Chad Ferrins 2003 entstandener Independent Film „The Ghouls“ sträubt sich förmlich vor einer genrespezifischen Einordnung in das Horrorfach. Zwar wartet der Streifen mit einer Vielzahl blutiger Splatter-Effekte auf, doch das Hauptaugenmerk des Flicks liegt viel mehr auf der möglichst nihilistischen Zeichnung L.A.’s und seines Hauptprotagonisten. In DV-Optik festgehalten folgt man dem Mann mit der Kamera, der zwar schon mit seinem Leben abgeschlossen hat, doch dessen Selbsterhaltungstrieb ihn anleitet jegliche Änderung der festgefahrenen Situation gewaltsam und emotionslos herbeizuführen. Rücksicht, Erbarmen oder gar Liebe kennt der Selbstsüchtige Sensationsjournalist nicht mehr und jeder Versuch das eigene Handeln zu verantworten endet von vornherein in hoffnungslosen Sackgassen.

Ferrin zeigt uns mit Eric Hays das personifizierte Abbild „seines“ Los Angeles. Genauso trostlos wie die Existenz der Hauptfigur präsentiert sich L.A. als dunkler Hort, der im Dreck zu ersticken droht. Die kannibalistischen Ghouls, die unter den Straßen der Metropole hausen, ernähren sich vom Fleisch der Obdachlosen und vegetieren in Familien im Untergrund. Die Bilder, die der Zuschauer vom Geschehen in den Straßen und Wohnungen vorgesetzt bekommt sind von erschreckender Tristesse. Tempo, Action oder gar schnelle Schnitte sucht man eher vergebens: Hier veräußert sich die größte Dynamik des Gezeigten in sich leerenden Gin-Gläsern und immer voller werdenden Aschenbechern, denen die Close-ups und Zeitraffer-Aufnahmen eigen sind.

Die deutsche Verleih-DVD (die mit der im Juli erscheinenden Verkaufsversion identisch ist) von Epix Media wurde aufgrund der KJ-Freigabe um etwa 7 Minuten gekürzt und präsentiert den Film in ansehnlicher Bildqualität, die der DV-Optik angemessen ist. Die deutsche Synchronisation ist hingegen recht dumpf ausgefallen und erinnert mehr an die Vertonung eines Softcore-Streifens von der Stange. Als Bonus finden sich auf DVD noch ein „Making of“, der Original-Trailer zum Film sowie eine Trailershow.

Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Audio: Deutsch Dolby Digital 2.0 & 5.1; Englisch Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3
Specials: Trailer, Original-Trailer, Fotogalerie - Hinter den Kulissen, Animiertes Hauptmenü, EPIX-Trailer-Show