WasserSpiegel

11.03.2005 um 21:54 Uhr

GeBlasen

Hören Sie den Sturm draussen blasen?
Von links kommt er. Der Wind.
OstWind.

coQuere

 

10.03.2005 um 20:55 Uhr

T-Zeremonie




Wissen Sie es war so, dass ich vergaß ein „T“ zu reichen.

Das kann ja vorkommen und es könnte mir leid tun,  weil so ein „T“ eben aus einem Stück ein Ganzes machen würde.

Ich aber mochte Tee noch nie sonderlich, außer gepfeffertertem Minz“T“ vielleicht.
Und wenn sie mir womöglich sogar in „TT's“, also pluralistisch begegneten, lehnte ich sie kategorisch ab, die „T's".

 

No Tea.

 

Ich bin keine Zeremonienmeisterin, das sollten Sie wissen.

Und so nehme ich einen Kaffee, jetzt.

 

 

Der Gastgeber verlässt das Teehaus und sprengt Wasser um ein steinernes Wasserbassin.

Er stellt darin Wasser und Schöpfkelle bereit und wäscht sich Mund und Hände.

caerimonia

 

 

 

09.03.2005 um 21:52 Uhr

AnDenken


Ich war das Sück schlechtes Fleisch, das sie dir aufluden.
Ich war schadhaft. Du konntest nichts verwechseln.
Träume bescheren einem ein solches Pech,
und ich hatte dies bestellt..

coniectrix

 

07.03.2005 um 20:22 Uhr

TuliPa


 

In Form einiger Hybriden flatterten mir heute FrühBlüher ins Haus.
Ich hatte nicht darum gebeten, aber ich hiess sie gerne willkommen, die Hybriden.
Wussten Sie, dass Tulpen Bastarde sind?
Und wussten Sie, dass deren Stiele im H2O bewundernswerter sind als ihre Blüten an jeglicher Luft jemals sein könnten?
Nein, Sie wussten das nicht.
Aber Sie sollten schauen, mit mir schauen, durch das klare, kühle Glas, hin zu des Bastards Stengeln.

Den einen verfehlten Tropfen lassen Sie bittschön da, wo er ist.
TropfNass.

gemmo

 

06.03.2005 um 20:48 Uhr

TauTropfen


Es war so. Nur so.

Nicht anders.

Mein Mund. Meine Hände. Mein Sehnen.

Der Schnee ist nicht geschmolzen.

Er bietet mir noch immer sein kaltes Bett an, obwohl die Amsel längst ihr erstes Lied gesungen hat.

Die Amsel, die ihr schwarzes Gefieder mit einem weißen Flügel schmückt.

 

Ich möchte aufTauen.

Nicht nur das Eis und den Schnee.

Auch mich.

 

 

roro

 

05.03.2005 um 22:15 Uhr

GeLassen


Laßt uns sein
was wir sind.

Poeten.

Laßt uns
unseren Wortwillen
unsere Gesinnung

Gebt unseren Worten
nicht
euren Sinn.

Laßt uns
in unserem ZeitNichts
traurig oder selig sein.

Ihr hart-herzigen
Verteidiger der Vernunft.

R.A.

Meine Worte verhallen heute nur in einem Kasten, der mir Muscheln ans Ohr  halten wollte.
Zum Rauschen schön und seit Jahren so still.
Meer Erinnerungen.
Es gibt auch andere glitzernde Gesellen in diesem Kasten, alte Steine, DonnerKeile. all das.

Im Grunde aber verrät mir kein Einziger  sein wahres Sein.
Ich möchte es auch nicht wissen, sagte ich das?

ostrifer

 

 

04.03.2005 um 22:13 Uhr

SprachLos



In all den alten Büchern werden Sie  nicht finden wonach Sie suchen.
Enzyklopädisches, Auseinandergenommenes,  Wortverflochtenes.
Oder  gar einen alten Zopf?
Auch ein alter Hut wird Ihnen nicht über den Weg laufen, glauben Sie mir.

Was Sie finden werden, wird Sie lediglich erinnern lassen.
Vielleicht nur das.

Oder aber Sie werden einer gepressten VerBlühmtHeit begegnen. Auch das wäre  durchaus möglich.

Möchten Sie sprechen?

pressus

 

03.03.2005 um 21:55 Uhr

InsNichts


Ich schreibe mich
ins Nichts.

Es wird mich
ewig
aufbewahren.

R.A.


Sie sollten auch schlafen gehen.
Gute Nacht.

grassatura

 

03.03.2005 um 18:40 Uhr

SpurLos


Bittschön erwarten Sie die Frau_N_ heute am Abend nicht mehr.
Sie weilt in Yorkshire, nicht wegen des Pudddings, aber nein.
Sie ist nur beSessen, nichts weiter.
Und ich kann Ihnen leider nicht sagen, ob wir sie morgen schon zurück erwarten dürfen, ich weiss es nicht sicher.

Ich dachte, Sie sollten das wissen.

possessio

 

02.03.2005 um 21:53 Uhr

RandLos


Ich habe nichts zu sagen.

Mir ist kalt.
Ich sehne mich nach einer HühnerBrühe.
Nur danach.

insolidus

 

02.03.2005 um 20:26 Uhr

AbGrund



Das ist der Albtraum bei der Schizophrenie.
Nicht zu wissen, was wahr ist.
Stellen Sie sich vor, Sie würden plötzlich erfahren, dass die Menschen und die Orte und die Momente,
die Ihnen am wichtigsten sind, nicht nur weg, nicht tot wären, sondern noch viel schlimmer: nie existiert hätten.
Was für eine Hölle wäre das?

Du bist der Grund weshalb ich bin.

Bei dir nicht sein zu können bedeutet: zu sein.
Mein.
Sein.
Dein.

futurum esse