Weil es ist wie es ist

14.10.2007 um 22:42 Uhr

Es geht voran

Nächste Woche ist es soweit: Andreas kommt zur Reha. Ehrlich gesagt, hätte ich mir das Gefühl euphorischer vorgestellt, aber momentan fühle ich mich eher nüchtern.

Vielleicht liegt es daran, dass ich immer irgendwie dachte, dass es einem Patienten schon relativ gut gehen muss, damit er zur Reha kommt und ich sehe, dass es Andreas soooo gut dann auch wieder nicht geht. Natürlich ist schon vieles besser, ja.

Aber vieles andere braucht eben noch Zeit. Und einige Dinge sind nach wie vor ungewiss und irgendwie bedrohlich.
 

Ach, ich weiß auch nicht, warum ich heute so missmutig und ungeduldig bin. Vielleicht ist es die allgemeine Sonntagsdepression ;)

13.10.2007 um 23:59 Uhr

Frech

Andreas hat seit drei Tagen ein Telefon auf dem Zimmer. Das heisst, dass wir nun auch morgens telefonieren können. Und das heisst, dass er sich augenscheinlich auch mit diesem Telefon die Zeit vertreibt.

Beispielsweise, um Bestellungen aufzugeben.

Und so ergab es sich, dass ich gestern bei der Arbeit vom Blumenboten besucht wurde (eine wirklich ganz neue Erfahrung für mich - normalerweise habe ich Blumen bisher immer persönlich überreicht bekommen). Und zwar mit einem Riesenstrauß Rosen. Und einer Karte, deren letzter Satz sich so las:

"Dir noch viel Spaß bei der Arbeit - ich glaube, ich bleibe heute einfach mal im Bett, was meinst Du?"

Schon wieder ganz schön frech, würde ich sagen. :)
 

 

 

09.10.2007 um 07:45 Uhr

Bürotag

Es ist noch nicht einmal acht Uhr, aber ich sitze bereits im Büro, einen Kaffee vor mir auf dem Schreibtisch, draußen ist es noch dunkel. Gestern ist eine Menge liegen geblieben und heute Nachmittag möchte ich unbedingt zu Andreas - in den letzten Tagen war wirklich zu wenig Zeit dafür.

Und jetzt sollte ich auch wirklich anfangen zu arbeiten statt mich zu drücken ;)

 

03.10.2007 um 23:10 Uhr

Umgebettet

Sofern ich das nach genau zwei Arbeitstagen zu beurteilen in der Lage bin, kann ich nur sagen:

 Alles prima!

Ich habe ein eigenes, wirklich geräumiges und schönes Büro und bisher nur nette Kollegen kennengelernt. Und ich habe meine (fast) eigene Sekretärin (ich teile sie mir mit zwei anderen Koleginnen aus dem Fachbereich). Ein völlig neues Lebensgefühl, Arbeit abgeben zu können und zu dürfen.

Eine weitere Kollegin hat mit mir gemeinsam vorgestern angefangen, das verbindet natürlich noch zusätzlich. Und am Freitag ist dann die erste Lehrveranstaltung. Bin schon mächtig gespannt, freue mich gleichzeitig aber irrsinnig.

Und noch eine weitere gute Nachricht: Wenn alles glatt läuft, kann Andreas Mitte des Monats in die Reha! Momentan geht es ihm recht gut und ich hoffe, dass es von nun an nur noch bergauf geht. 

So, nun gehe ich aber schlafen, muss ja schließlich morgen zur Arbeit ;)

 

Gute Nacht.