Generationenwandel
Zukunftsvision – die Wir-Generation
Was sind wir für eine Generation?
Wie sind wir drauf?
Wie werden wir in 50 Jahren bei der kommenden Generation ankommen?
Wenn ich jetzt an meine Großeltern denke, überlege ich oft wie wir auf sie wohl wirken, wie sie über uns denken und wie sie wohl früher gewesen sind.
Wir werden eine Generation bei der technische Entwicklungen und der Schnellgang der Entwicklungen zum Alltag gehören. Es wird uns nicht schwer fallen neue Kameras, DVD-Recorder oder Internetneuheiten zu beherrschen.
Wir werden eine tätowierte Generation sein. Es wird kaum eine Oma oder einen Opa geben, der nicht an irgendeiner Körperstelle eine Bemalung, schon wieder eine Lasernarbe oder vielleicht ein Löchlein hat.
Wir werden eine weltfremde Generation sein. Wir werden zum großen Teil leider nicht so gebildet sein, wie unsere Großeltern es heute noch sind. In Zeiten von PISA werden die Grade von Intelligenz gemessen und viele Menschen falsch eingestuft. Das Lernen ist so wichtig geworden, dass niemand sieht wie in der Schule die Prioritäten oft falsch gesetzt werden. Wer auswendig lernt ist intelligent, wer büffeln muss hat es schwer und wer nicht hinterher kommt ist gleich lerngestört. Zudem ist die Egal-Haltung der Jugend in jeglicher Richtung immens. Niemand wird sich im Alter für die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Außenwelt interessieren und informieren wenn er es nicht heute schon tut.
Wir werden eine reizüberflutete und zeitberaubte Generation sein. Die Medien werden mehr und mehr, es ist schwer, gar unmöglich alles zu wissen und alles aufzusaugen was jeden Tag durch das Internet, Fernsehen oder die Druckpresse schwirrt. Jeden Tag kommen neue Dinge zum Vorschein und unsere Gehirne wachsen doch nicht um mehr Informationen zu speichern. Es wird dazu gezwungen nur noch wichtige Dinge abzuspeichern. Unsere Zeit ist knapp, niemand hat mehr 24 Stunden am Tag wie es früher noch war. Wir hetzen durch die Innenstädte, bleiben seltener stehen und sehen viele Dinge nicht mehr. Dabei liegt das Glück in kleinen Dingen.
Wir werden eine hoffnungslosere Generation. Trotz des Kriegs denke ich, hatten unsere Großeltern irgendwie immer die Hoffnung, dass alles besser wird und sie konnten ihr Glück genießen wenn sie auch vielleicht seltener glückliche Momente hatten, diese jedoch wurden ausgelebt. Wir sehen unser Glück häufig nicht mehr weil es so dicht vor uns steht, dass es uns die Sicht vielleicht versperrt. In Zeiten der Zukunftsperspektivlosigkeit macht es manchmal nicht mal mehr Sinn studiert zu haben. Es wird uns durch das Fernsehen der Mut und die Sicht auf eine schöne gesicherte Zukunft genommen und Geld spielt eine so große Rolle, dass es schwer ist nicht zur ärmeren Schicht zu gehören.
Wir werden eine Musik-besessene Generation sein. Die Entwicklung der Musik wird immer abstruser und es wird vielleicht so kommen, dass irgendwann jeder seinen eigenen ganz persönlichen Radiosender zusammenstellen kann – sofern es in 50 Jahren noch Radios gibt!
Doch noch können wir auch so werden:
Wir können eine weltoffene Generation werden, die sich für Menschenrechte einsetzt weil ihr viele Wege offen stehen. Wir können mehr erreichen als unsere Vorfahren, denn wir haben mehr Möglichkeiten. Wir können die Erde und das Leben auf ihr immer noch respektieren und schützen. Wir können immer noch Geschichten und Abenteuer erleben, die wir unseren Enkeln erzählen werden. Wir können Kontakte mit fremden Kulturen knüpfen, weil wir viel mehr Möglichkeiten haben. Wir können unsere Körper bemalen und unseren Enkeln die Bedeutung unserer Werte zeigen. Wir können die wenige Zeit die wir haben sinnvoll einteilen und wir können uns an den Kleinigkeiten des Lebens erfreuen. Wir brauchen nicht zu warten, bis ein neues Jahr begonnen hat um unsere Vorsätze zu verwirklichen, wir können einfach so handeln wie es uns richtig erscheint. Wir haben die Möglichkeiten das zu werden, was wir werden wollen. Wir haben vielleicht manchmal sogar zu viele Möglichkeiten. Es liegt an uns die richtigen zu wählen. Wir können immer noch Vertrauen und Hoffnung haben, dass alles so kommt wie es kommen soll und dass alles gut wird.
Wir können der kommenden Generation vorleben wie man Werte und das Leben zu schätzen weiß.
Ich hoffe wir werden einmal Großeltern sein, die das Denken und das Handeln ihrer Enkel verstehen! [SAW]
