In weniger als einer Minute, sofern die Software des Blogs tut was sie soll,
wird das Jahr um sein. 2006 ist dann vergangen und wir dürfen uns alle die
ersten Tage konzentrieren, wenn es gilt, das aktuelle Datum korrekt zu notieren.
Ich tu mir grad etwas schwer damit, das vergangene Jahr Revue passieren zu
lassen, so viel ist passiert! Wirklich wichtig wurde 2006 erst, als ich Karin
kennen lernte. Irgendwie komisch, dass es gerade durch dieses Blog, oder
genauer dank des IRC Channels von Bob dazu kam. Wir sind beide nicht der Typ
Mensch, die sich im Netz nach Partnern umsehen, ergo muss einer von uns zweien
ein Glückskind sein. Ziemlich wahrscheinlich ich, denn eigentlich habe ich sie
gar nicht verdient! ;)
Dann kam da noch der leidige Wechsel zu Oberflächentechnik, ob sich dadurch
das Ende meines Studiums eingeläutet hatte wird sich noch zeigen.
Nichtsdestotrotz habe ich es geschafft in einem Buch veröffentlicht zu werden.
Muttern wirds mir zu Weihnachten schenken, soweit ich weiß. Und es soll ein
ziemlicher Prügel sein. Ein Teil ist davon für mich bestimmt. Gesehen hab ich
sie aber noch nicht. Vor wenigen Tagen wurde ich 28. Stattliches Alter. Und wie
jedes Jahr an diesem Tag frage ich mich aufs Neue: Wann werd ich alt? Versteht
mich nicht falsch, ich merke, dass mein Körper an einigen Stellen knarrt, aber
im Kopf, da wo es zählt, hüpft immer noch ein kleiner Junge, der die Welt am
liebsten mit seinen Kuhaugen betrachten und niemals aus den Augen lassen
möchte! Nach außen mögen diese Augen eher denen des Argus ähneln, aber die
Motivation dahinter ist immer noch dieses kindliche Verstehen-wollen.
Ich kann es euch ja sagen: Morgen, also nicht an dem Tag, an dem ihr das
hier lesen werdet, sondern MORGEN, ist Weihnachten. Und ausnahmsweise bin ich
in der richtigen Stimmung für diesen Tag. Vielleicht ist es dieser Lernprozess,
den man am besten mit Altern beschreiben kann. Denn egal wie lange wir schon
auf dieser Welt wandeln, der Prozess ist immer der Gleiche: Wir machen Fehler,
hoffen das niemand etwas davon merkt und falls doch machen wir hoffentlich den
selben Fehler nicht ein zweites Mal.
Nicht alles was dieses Jahr passierte konnte ich beeinflussen. Mein Stress
mit dem Studentenwerk und den damit einhergehenden Schwierigkeiten nicht den
Mut zu verlieren ist da nur ein Beispiel. Gott sei dank hat sich das alles in
Wohlgefallen aufgelöst. Nächstes Jahr muss ich mir Dringenderweise Arbeit
suchen, damit ich nicht mehr von Menschen abhängig bin, die mich nicht kennen.
Wenn ich es schaffe nach Würzburg zu ziehen werden Karin und ich probieren, ob
wir gemeinsam in einer Wohnung leben können. Vielleicht DAS Experiment des
Jahres 2007.
Einen echten Jahresrückblick hab ich jetzt zwar nicht zusammen gebracht,
aber wer so was will, der braucht nur meine bisherigen Beiträge durchlesen ;)
Ich wünsch euch allen ein schönes und positives Jahr 2007!