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12.11.2010 um 11:45 Uhr

Irrungen in der Welt der Mode

von: elfatuo   Kategorie: Gschichten

Mann hat es ja nicht leicht – schon allein was den allgemeinen Konsum angeht... Oft ist es ja so man geht in los um Produkt xy – oft auch noch zu einem bestimmten Preis n – zu kaufen und muß feststellen das es das nicht gibt... Und das im konsumorientierten Kapitalismus! Ein Beispiel: Man hat eine kleine Feier und denkt sich zu der könnte man ja mal schöne neue Klamotten anziehen – irgendwas farbenfrohes, was nicht dick macht... und geht in ein Klamottengeschäft – hinten rechts findet man auch irgendwann fünf Quadratmeter Herrenabteilung. Zu erkennen ist es daran, das an den Wänden nicht Bilder von schnuckeligen Mädels in flauschigen Pullovern durch steinige Bachlandschaften hüpfen, sondern unrasierte zottelige Typen in unmöglichen Norwegerpullies... gut, man will ja Klamotten kaufen und nicht Bilder anschauen – und zur groben Abteilungsorrientierung reichen die Bilder ja. Also wendet man sich den Klamotten zu und findet bald auch was, was einem gefällt – nur die richtige Größe gibt es nicht (mehr?) – allgemein scheint es hier für richtige Männer nur Unterwäsche und T-Shirts zu geben – die richtig schicke Oberbekleidung gibt es nur für so halbe Hämpflinge. Der Mode-Konzern ist also der Auffassung, das richtige Männer eh nur in Unterwäsche und T-Shirt rumrennen? Naja macht ja nichts, gibt ja noch mehr Klamottenläden... Also in den nächsten, die fünf Quadratmeter Herrenabteilung gesucht. Hier wird man dann auch noch von irgend so einem Hip-Hop-Krempel akustisch zugemüllt... die meisten Produkte des Konzern fallen schon mal durch, weil irgendein Müll drauf steht -> Wer das Shirt produziert hat steht hier z.B. über gut 50 % des Produktes geschrieben. Das Erschreckende viele Hersteller glauben seit der Erfindung des Siebdruckes, das Klamotten beschriftet sein müssen, tendenz steigend! Das ist doch bei anderen Produkten auch nicht so... Kein Auto würde sich besser verkaufen, wenn quer über Dach / Motorhaube und Kofferraum noch mal der Hersteller und das Gründungsdatum des Konzerns stehen würde...

Naja zurück zum Thema letztendlich hat man auch hier was passables gefunden – dreht es noch mal um – nicht das Hersteller und Gründungsdatum der Firma auf dem Hintern stehen – stellt aber leider fest, das es das Produkt nicht in der richtigen Größe gibt und geht weiter... Nun bislang waren es ja die eher günstigen Läden... also zu einem teureren Hersteller... Gleiches Spiel: Größe nicht da. Ja, was kann man da noch machen? Beleidigt sein – DVDs kaufen gehen (die passen immer) und nach Hause... Wenn man so was nun schon öfter hatte fängt man langsam zu verzweifeln an – ev. ist man ja größentechnisch doch zu fett? Es gibt nur einen Weg es rauszufinden: Man geht in ein Spezialgeschäft für fette Männer! Die Verkäuferin hat ziemlich doof geschaut, als ich gesagt habe, ich würde Klamotten für mich suchen und nicht für meinen fetten Zwillingsbruder... Ich habe mir dann bestätigen lassen, das ich noch locker 15 – 20 Kg zunehmen könnte, bevor ich in dem Laden überhaupt was finde...

 

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenKurai schreibt am 14.11.2010 um 18:54 Uhr:Lustig wars... jaa, der Blick und die Kommentare der Verkäuferin waren Gold wer!

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