Jegliches braucht seine Zeit

30.03.2010 um 19:12 Uhr

(Alb)Traum(Lesung)

Letzte Nacht träumte ich, dass ich eine Lesung für mein Buch gab. Sie war nicht lange vorbereitet oder angekündigt, sonder irgendwie wurde ich ganz kurzfristig dazu "verdonnert". Ich sträubte mich - innerlich und auch verbal, hatte ich doch ordentlich Bammel (tolles Wort) davor, aus meinem Buch in der Öffentlichkeit vorzulesen, zumal ich ja gar nichts vorbereitet hatte. Ich sagte trotzdem nicht ab, weil ich es irgendwie ja auch wollte. Irgendwann hörte ich die Menschenmasse in dem Raum (es waren echt nicht wenige) unruhig werden, weil sie auf mich warteten. *huh* Ich machte mich also auf den Weg in den Raum, in dem die Lesung stattfinden sollte. Der Weg war allerdings sehr verschlungen - führte nicht direkt dorthin, sondern über Umwege (wie bildlich). Außerdem - und das war wirklich unangenehm - hatte ich eine klebgige Masse im Mund - Kaugummi vielleicht. Ich versuchte das Zeug loszuwerden, doch das war gar nicht so einfach. Ob ich jemals in den Raum ankam - keine Ahnung. Aber der Weg dorthin war verdammt schwer im Traum. Ja und in der Realität sträube ich mich auch wahnsinnig davor eine Lesung zu geben. Logisch, sonst würde ich ja nicht davon träumen. Keine Ahnung, ob ich jemals eine geben werde. Momentan irre ich wohl noch durch die Gegend, auf der Suche nach dem Raum und versuche mir zentnerweise Kaugummi aus dem Mund zu holen, damit ich dann überhaupt was sagen kann. Fröhlich

28.03.2010 um 17:36 Uhr

Die besondere Gans - ein wahres Märchen

Wenn ich Laufen gehe, komme ich auch immer an einem kleinen Teich hier um die Ecke vorbei, an dem sich jedes Jahr Wildgänse niederlassen, um ihre jungen Aufzuziehen. Jedes Jahr ist es entzückend die kleinen Federknäule zu beobachten. Vor einigen Jahren kam dort eine kleine Gans zur Welt, bei der mir schnell auffiel, dass sie anders ist: Als sie und ihre Geschwister anfingen Federn zu bekommen, wiesen ihre Schwungfedern eine deutliche Abweichung auf. Sie standen zur Seite ab - waren deutlich misgestaltet. Ich sorgte mich etwas um die kleine Gans - würde sie jemals fliegen können? Sie wurde größer und größer aber ihre Federn normalisierten sich nicht. Als der Herbst kam, machten sich die anderen Gänse nach und nach auf in den Süden zu fliegen. Einmal beobachtete ich, wie sie sehnsüchtig zum Himmel blickte, an dem ihre Artgenossen davon flogen. Sie versuchte ebenfalls in den Himmel zu steigen, was erfolglos blieb. Sie konnte nicht fliegen.

Der Winter nahte und ich machte mir wieder Sorgen, ob sie alleine klar kommen würde, hier überleben könne. Kurz überlegte ich den Tierschutz zu informieren, dass dort an dem See eine flugunfähige Gans lebte. Doch als ich länger darüber nachdachte, kam ich davon ab. Denn würde ich wählen können zwischen einem Leben in Sicherheit, das jedoch bedeutete meine Freiheit zu verlieren oder aber einem Leben in Freiheit - verbunden mit einem gewissen Risiko, dann würde ich letzteres wählen. Also beließ ich es dabei: Die Gans blieb wo sie war aber ich beschloss sie im Auge zu behalten. 

Die Gans fand sich mit ihrer Situation ab und schloss sich den Winter über den Enten an. Waren sie ihr doch auch etwas fremd, so ähnelten sie ihr immerhin in gewisser Weise und boten ihr ein gewisses Maß an Gesellschaft und Schutz. Auch schien sie sich nie weit vom Ufer zu entfernen, konnte sie bei Gefahr doch nicht wegfliegen, sondern nur aufs offene Wasser hinaus flüchten.

Das erste Frühjahr kam und mit ihm kehrten die anderen Gänse zurück. Endlich war die Gans wieder unter ihresgleichen. Doch einen Partner fand sie nicht. Vermutlich lehnten die anderen sie ab, weil sie ein wenig anders war. Auch ihre Hoffnung, nach dem nächsten Mausern bessere Schwungfedern zu bekommen, zerschlug sich. Wieder waren die Federn deformiert. Wieder konnte sie im Herbst nicht in den Süden fliegen.

Doch die Gans hat niemals resigniert. Obwohl sie keinen Partner findet, der zu ihr passt und sie nicht mit den anderen in den Süden fliegen kann und statt dessen gezwungen ist, den Winter unter schnatternden Enten zu verbringen, scheint sie in ihrer kleinen Welt an diesem Teich ihr Glück gefunden zu haben. Sie hat sich mit ihrer Situation abgefunden - versucht nicht mehr in den Süden zu fliegen und schaut noch nicht einmal den anderen nach, wenn sie es tun. Sie lebt ihr Leben, nach ihren Möglichkeiten und ich bin froh, dass ich sie nicht daran gehindert habe, indem ich sie dem Tierschutz meldete. Ein Auge habe ich aber weiterhin auf sie. Ich mag diese Gans, weil sie besonders ist und weil sie sich nicht hat davon unterkriegen lassen.

26.03.2010 um 17:41 Uhr

Unwetter

Draußen ziehen Regen, Sturm und Gewitter auf. Stockfinster ist es - man könnte meinen die Welt gehe unter. Soll sie doch ... Manchmal mag ist das, wenn sich das Wetter meiner Stimmung anpasst.

23.03.2010 um 17:53 Uhr

Saisonlaufen

Ganz weg bin ich hier nicht. Nein, nein - nur ein Teil von mir, der sich hier nicht ausleben kann, was mir besonders die letzten Wochen zu schaffen machte, weil ich mir gern viel von der Seele geschrieben hätte - dies hier aber nicht kann.

Das Wetter ist auch manchmal ungerecht - aber wirklich. Gestern war ich nach der Arbeit noch verabredet, um ein wenig in der Sonne zu sitzen und zu plaudern. Ich glaube vor allem auch, weil mich meine Verabredung in die Sonne zerren wollte, da er meine Laune der letzten Woche mitbekam bzw. ich ein Treffen letzte Woche wegen "geht grad echt so gar nicht" verschob. Hatte es letzte Woche schon nicht geklappt mich zwecks Produktion körpereigener Glückshormone in die Sonne zu verfrachten, sollte es nun gestern klappen. (Wobei das ein wenig Unterstellung ist aber in dem Fall vielleicht nicht schlimm, weil es ja ein ganz reizender Grund wäre) Pünktlich, als ich vor dem verabredeten Café stand schickte sich die Sonne an, hinter Wolken zu verschwinden. Spontan schloss ich meine Jacke und als meine Verabredung anrückte, setzten wir uns kurz entschlossen in das Café, weil es draußen wirklich frostig wurde. Egal, das Treffen war dennoch sehr schön und tat mir gut.

Heute machte die Sonne es umgekehrt: Verbarg sich morgens hinter Wolken und lugte erst zum Nachmittag heraus. Im Prinzip aber schön, konnte ich doch so eben in warmstem Frühlingssonnenschein Laufen gehen. Promt ist es wärmer, sieht man im Park allerhand "Saisonläufer". Im Winter gehen eigentlich nur die Laufen, die dies regelmäßig tun und auch bei Schnee und Eis nicht darauf verzichten wollen bzw. "können", denn wenn man regelmäßig Laufen geht, dann fehlt es regelrecht, wenn man es mal nicht machen kann. Im Winter liefen also nur die absoluten Dauerläufer: Drahtig, durchtrainiert, erschlankt - ja und ich. SO einen Athletenkörper werde ich niemals haben - selbst jetzt nicht, da ich seit Jahren drei mal die Woche Laufen gehe. Faszinierend aber wahr. Obwohl sich selbst mein Köper verändert hat - klar hat er das. Bei dem massiven Sport sah selbst er sich genötigt, etwas straffer zu werden und außerdem Fett abzubauen. Innerhalb der letzten Jahre habe ich so um die 12 Kilo verloren. Dennoch: athletisch wirds nicht werden. Wie sagte ich neulich zu einem Arbeitskollegen, der bemerkte, ich würde ja auch immer dünner und nicht, dass ich vom Fleische falle?! Keine Bange, das ist allein schon genetisch bei mir nicht drin. Ist es auch nicht. Denn wie sage ich auch ganz gerne mal?! Aus eine Antilopenfamilie wird niemals eine Gazelle entspringen. Meine Familie besteht quasi nur aus Antilopen - vor allem wenn man sich die Frauen betrachtet: Eher stämmig mit klarer Tendenz zur Moppeligkeit. Wie sollte da ein zartes, schlankes Wesen wie eine Gazelle entspringen?! Eben!

Also Laufe ich, um meine Gene wenigstens daran zu hindern völlig aufzuleben und sich auszuleben. Natürlich aber auch, um Stress abzubauen und so wie heute z.B. auf diese Weise Magenschmerzen z.B. wenigstens vorerst loszuwerden. Aber wie gesagt: Im Park tummeln sich nun "Saisonläufer". Für mich hat das den Vorteil, das ich nun endlich nicht mehr die Allerlangsamste bin unter all den Marathonläufern, die im Winter durch die Gegend düsen. Heute lief ich eine ganze Weile vor zwei Männern her, die ganz, ganz offensichtlich nicht wahnsinnig regelmäßig Laufen gehen. Zumindest deutete der Phänotyp ganz verstärkt darauf hin. Stolz lief ich vor ihnen - sie hatten keine Chance aufzuholen. Bis sich mein Kopf einschaltete und verkündete: Moment! Vielleicht wollen die auch gar nicht überholen und starren dir statt dessen die ganze Zeit auf den Arsch?! Letztlich kam ich aber zu dem Schluss, dass es dann, wenn dem tatsächlich so wäre, ein absolutes Kompliment wäre, wenn mein Arsch so starrenswert ist, dass sie mich deshalb nicht überholten.

22.03.2010 um 18:56 Uhr

Neuer Eintrag ...

... in meinem "Secret Blog" veröffentlicht. Link und Passwort gibt es auf Anfrage für die, die ich dort lesen lassen möchte (ein wenig "kennen" muss ich sie schon) und die Interesse haben dort zu lesen. Also: Fragt mich!

21.03.2010 um 15:35 Uhr

Ausgelagert

Meinen neusten Eintrag habe ich ausgelagert. Mir geht es hier, wie den meisten von euch: Oft - viel zu oft - zensiere ich mich in dem, was ich schreibe - aus unterschiedlichen Gründen. Yaimm brachte mich nun auf einen Blogbetreiber, bei dem man seine Einträge per Passwort schützen kann. Ich werde diesen Blog nun nutzen, wenn ich mir Dinge von der Seele reden möchte, die nicht für jeden zugänglich sein sollen. Wer den Beitrag lesen möchte, schicke mir bitte eine Nachricht - dann bekommt er den Link und das Passwort.

15.03.2010 um 16:23 Uhr

Wolkig ohne Aufheiterungen

Stimmung: Niedergeschlagen

Nicht dass ich wirklich damit gerechnet habe im Lotto zu gewinnen. Nein, natürlich nicht wirklich. Ein kleiner ganz, ganz irrationaler Teil von mir hat aber irgendwie wohl doch fest damit gerechnet. Obwohl - das stimmt so auch nicht. Vielmehr hat dieser Teil angefangen sich auszumalen, wie es wäre wenn ... Dieser Teil von mir kann das leider auch wirklich gut. Ich bin ansonsten ein sehr vernünftiger und rationaler Mensch. Zumindest wirke ich vor allem auf andere (die mich nicht gut kennen) ganz sicher so, doch das ist eben nur ein Teil von mir. Die meisten Menschen halten mich für sehr selbstbewusst und stark, was ich sicherlich auch oft bin - aber eben nicht immer und nicht in jeder Situation. Auch ich habe meine "Abgründe" voll mit Selbstzweifeln, Ängsten, anderen Zweifeln aller Art, Befürchtungen etc. etc. - ich zeige dies nur in der Regel den wenigsten Menschen und kann das alles wohl auch sehr gut verbergen bzw. überspielen oder kompensieren - wobei sich die Kompensationen dann sehr wohl bemerkbar machen. Auch dieser irrationalen Teil gehört zu mir, der sich abseits von Vernunft und Ratio eine Welt ersponnen hat, wie sie wäre, wenn ... Er sah mich schon im Flieger auf die Seyschellen fliegen - in ein Haus abseits von anderen Häusern. Mit Treppe direkt ins Hausriff. Mit einem gläsernen Fußboden im Wohnzimmer, durch den man die Fische beobachten kann. Täglichen Massagen und Coctails am Meer, während die Sonne den Himmel in warme Töne taucht. Ausgestattet mit neuer Schnorchelausrüstung wäre ich zwei Wochen im wahrsten Sinne des Wortes "abgetaucht". Hätte alle Gedanken und Sorgen fallen und weit, weit weg in Deutschland zurück gelassen. Allein die Frage, wen ich mitgenommen hätte auf meinen Schnorcheltrip bereitete selbst dem irrationalen Teil von mir Kopfzerbrechen und Magenschmerzen. Es gibt Erlebnisse und Momente, die möchte man einfach gerne mit jemandem teilen. Ja und wenn da niemand ist, mit dem man sie teilen kann, dann bekommt selbst ein irrationaler Traum eine leicht wehmütige Note ...

Die Problematik des Wen-nehme-ich-mit entfällt nun zwar, doch irgendwie bleibe ich niedergeschlagen zurück. Momentan fühle ich mich wahnsinnig kraftlos und muss mich bei der Arbeit regelrecht zwingen zu arbeiten. Im Grunde will ich einfach nur noch weg aber das geht halt nicht so einfach ...

14.03.2010 um 08:52 Uhr

Ich habs geahnt!

Mit meiner Intuition stimmt etwas nicht. Heute morgen schaltete ich voller Erwartungen mein Handy ein, jubelte innerlich bereits, weil ja nun die alles entscheidende SMS kommen würde, die mich darüber unterrichten würde, dass ich die monatliche Sofortrente gewonnen habe. Ich starrte voller Vorfreude auf das Handy aber ... nichts passierte. Zunächst aufmunternd, dann ungeduldig stubste ich es an aber es schwieg weiter beharrlich. Ob ich gar nicht gewonnen habe?, fragte ich mich irgendwann voller Bangen. Aber nein, das kann doch gar nichts sein!! Oder doch?! Verdammt! Nach langem Zögern verglich ich die Gewinnzahlen des gestrigen Abends. Ja und tatsächlich: Mit meiner Intuition stimmt etwas nicht! Obwohl ich mich darauf konzentriert hatte die Gewinnzahl zu generieren, lag ich völlig daneben. Vielleicht reicht meine Intuition auch nur dafür aus, eine richtige Endziffer zu generieren? Das hat ja immerhin zwei mal hintereinander geklappt. Bei einem Gewinn von knapp 2€, wie lange bräuchte ich da, um eine Million zusammen zu haben? Viel zu lange, fürchte ich ... Ich muss mir was anderes einfallen lassen und morgen wohl doch zur Arbeit gehen. Verdammt ...

13.03.2010 um 18:17 Uhr

Konsequenzen

Heute habe ich es mir kulinarisch so gut gehen lassen an meinem Schokoladen (etc.) Tag, dass mir jetzt kotzübel ist. Frei nach dem Motto: Wenn schon maßlos, dann aber so richtig! Heute esse ich mal sicher nichts mehr. Obwohl ... ich hätte da noch ne Tüte Chips für zum beim Film-gucken. Na, man wird sehen. Fröhlich

Ansonsten habe ich mich heute von meiner unkomplizierten Pflanze getrennt. Keine Ahnung, ob ich ihr zu komplex oder sie mir schlicht zu unkompliziert war. In jedem Fall hatte sie nun wohl, nach einer vierjährigen Phase der Wachstumsverweigerung bei mir, beschlossen langsam einzugehen. Also entsorgte ich sie heute. Beim Austopfen stellte ich fest, dass sie in den vier Jahren offensichtlich keinerlei neue Wurzeln gebildet hatte. Sehr rätselhaft. So etwas habe ich noch nie erlebt. Leb wohl unkompliziertes Pflänzchen ...

12.03.2010 um 18:15 Uhr

Alltägliche Anstrengungen

Meine Güte, als wenn Arbeiten an sich nicht schon anstrengend genug wäre, muss man sich dort tagtäglich auch noch mit zwischenmenschlichen Problemen und Querelen herumschlagen. X mag Y nicht und umgekehrt - beide laufen sich aber ständig in meinem Büro über den Weg, was einen eisigen Wind zur Folge hat. Ich mittendrin - muss mit beiden arbeiten und versuche irgendwie einen Weg zu finden. Andere nerven aus den unterschiedlichsten Gründen oder verbreiten im Team eine schlechte Stimmung. Was tun? lautet also für mich die Frage. Wann, wie, wo eingreifen - mit wem wie reden oder auch nicht? Mittendrin unsere "liebe" Frau Hausmeister, die ständig alles besser weiß und mich damit nicht in Ruhe lässt. Nebenbei eigene Probleme damit einen Umgang mit problematischen Zuständen zu finden. Kurz und knapp: Das reinste zwischenmenschliche Tollhaus, in dem ich permanent darüber nachdenke, wie ich mit bestimmten Situationen umgehe. An sich natürlich charakterbildende Zustände, doch wenn man ja eigentlich seine eigene Arbeit zu erledigen hat, dann wird das alles schnell zur Zusatzbelastung. Vermutlich geht es aber kaum anders, wenn viele Menschen aufeinander treffen und miteinander arbeiten müssen. Trotzdem: Anstrengend!! Magenschmerzen!! Aber im Prinzip ist das ja jetzt eh für mich vorbei, da ich ja morgen endlich meine Monatsrente bei der Glücksspirale gewinne! Fröhlich Ein Glück ... In letzter Zeit hatte ich echt wieder verstärkte Kündigungsphantasien bzw. den Gedanken mich wegzubewerben, was ich vermutlich so oder so machen sollte, da ich ja nur über einen Zeitvertrag verfüge.

11.03.2010 um 17:31 Uhr

Afrikanische Impressionen

Auf dem Weg nach hause überholte ich recht entspannt und trödelig einen anderen dahinradelnden Radfahrer. Ich fahre immer recht "zügig". Nicht, weil ich es eilig habe, sondern weil ich einfach nicht anders kann - ich fahre quasi naturgemäß schnell. Beim Überholen sah ich, dass es sich um einen afrikanischen Staatsbürger handelte - eventuell war er auch Jamaikaner, worauf sein Name hindeutete, den er mir nach ein paar Sätzen verriet. Es passierte, was ich bereits beim Überholen erahnte: Er sprach mich an bzw. rief hinter mir her, weil ich ja zügig an ihm vorbei radelte. Da ich nicht langsamer wurde, beschloss er offensichtlich schneller zu werden, um den Anschluss zu mir nicht zu verpassen und holte mich an einer roten Ampel schließlich ein. Munter grinste er mich an und fing sofort an ein Gespräch mit mir zu führen bzw. fing er vielmehr damit an munter mit mir zu flirten. Man muss anmerken, dass Männer aus diesen Regionen nicht lange fackeln, sondern statt dessen sofort und ohne Umschweife zum Punkt kommen. Das hat den Vorteil, dass man sich mit Vorgeplänkel nicht lange aufhalten muss und statt dessen gleich weiß, worum es geht - allerdings auch den Nachteil, dass diese Art der Vorgehensweise für uns kühle (Nord)Deutsche etwas überrumpelnd kommt und so auch recht abschreckend wirkt. Seine erste Frage war, ob ich Englisch spräche und seine zweite bereits, ob ich verheiratet sei. Ob wohl ich es eigentlich besser wissen müsste, weil immer, wenn ich mal einem Staatsbürger aus diesen Regionen gegenüber die zweite Frage verneint hatte, diesen kaum noch losgeworden bin, verneinte ich sie auch diesmal. Immerhin wurde ich mir des Fehlers sehr schnell bewusst und fügte an, dass ich ja aber einen "Boyfriend" hätte, was ihn dazu animierte zu beteuern, dass er deshalb fast weinen müsse. Außerdem sei ich an ihm vorbeigerast und er sei sofort "in Love" gefallen und meine Augen seien so schön und überhaupt. Ich lachte und meinte, dass dies bei ihm wohl sehr schnell ginge mit dem verlieben. Nein, nein, nicht immer aber bei mir schon! Na klar ... Er sei sehr einsam hier und erst eine Woche im Land und hätte keine Freunde - ob ich ihn mal besuchen wolle. Nein, wolle ich nicht, denn mein "Boyfriend" hätte da sicherlich was gegen, erwiderte ich. Trotz aller (gewohnter) Aufdringlichkeit war er sehr nett und auch sehr witzig. An jeder Ampel holte er mich erneut ein und sagte etwas Lustiges. Unsere Wege trennten sich irgendwann, was er mit den Worten kommentierte: "Good bye, but not forever" - und ich glaube, er meinte es auch so.

08.03.2010 um 18:29 Uhr

Davon ab ...

... dass ich bald (zum Glück) finanziell ausgesorgt haben werde, habe ich Magenschmerzen. Immer mal wieder und immer mal wieder aus anderen Gründen. Das muss einfach klappen nächsten Samstag mit der Glücksspirale ... Es muss ... getippt habe ich ... hoffentlich ... hoffentlich klappt das ... 3 Rubbellose, die ich online von meinem Restguthaben gerubbelt habe, haben allerdings leider schonmal keinen Gewinn gebracht ... *seufz*

08.03.2010 um 17:02 Uhr

Träume

Ich habe beschlossen reich zu werden. Ok, nicht zum ersten Mal aber diesmal klappt das ganz sicher. Mein erster Plan war es, dass mein Buch ein Bestseller wird. Hat nicht so ganz geklappt und ohne großes Medieninteresse wohl leider auch nur schwerlich zu bewerkstelligen. Deshalb lasse ich Plan A (Buch = Bestseller) zwar einfach weiter nebenher laufen, denn man weiß ja nie, nicht wahr?! - gehe aber parallel zu Plan B über = Lottogewinn. Ja, ja, ich weiß - keine wirklich neue Idee ... Aber: Bei mir wirds klappen! Warum? Ganz einfach, weil ich offensichtlich übersinnliche Fähigkeiten habe, wie ich feststellen dufte. Wieso? Weshalb? Warum? Ganz einfach: Ich habe vor zwei Wochen seit Ewigkeiten mal wieder Glücksspirale gespielt und prompt mit einem Einsatz von knapp über 8€ in der Gewinnkategorie 1 (= 1 richtige Endziffer) 10€ gewonnen. Kurz entschlossen haute ich das Geld letzte Woche gleich wieder auf den Kopf und spielte erneut. Online kann man sich per Zufall eine Spielzahl generieren lassen und das so lange wiederholen, bis man eine Nummer hat, die man "hübsch" bzw. "gewinnträchtig" findet. Ich konzentrierte mich innerlich darauf wieder eine richtige Endziffer als Gewinn zu haben. Spulte Zahlenkollonnen durch und hatte irgendwann eine Zahl, bei der ich das Gefühl hatte "die passt"! Also spielte ich letzten Samstag erneut Glückspirale mit dieser Zahl und was soll ich sagen?! BINGO! Wieder eine richtige Ednziffer = 10€ Gewinn! Zwei mal hintereinander bei einer Gewinnchance mit 1:10 zu gewinnen ist nicht unbedingt höchstwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. In jedem Fall aber brachte mich der erneute Gewinn dazu, nun aufs Ganze zu gehen. Jetzt werde ich mich auf die monatliche Sofortrente konzentrieren, wenn ich eine neue Zahl generiere. Ach, was wird das wundervoll! Ab Sonntag kann ich in "Rente" gehen. Werde sofort meinen Chef Montag früh anrufen und ihm Dinge sagen, die ich ihm schon lange mal sagen wollte. Wobei es da noch den einen oder anderen gibt, der auch einen kleinen Vortrag meinerseits zu hören bekommen wird. Ach, was wird das toll ... Ich freu mich schon auf Sonntag, der mir nicht alle aber viele Sorgen nehmen wird ...

03.03.2010 um 18:44 Uhr

Davonlaufen

Stimmung: Kraftlos

Letzte Nacht habe ich, als ich endlich mal eingeschlafen war, zum Glück ganz gut geschlafen. Trotzdem war ich heute morgen wie erschlagen und mochte kaum aufstehen. Den ganzen Tag fühlte ich mich erschöpft und kraftlos, wie nach einem Marathon. Obwohl ich normalerweise immer gerne Laufen gehe, hatte ich selbst dazu heute wirklich gar keine Lust. Null! Ich ging dennoch Laufen - und statt der werktäglichen 45 Minuten sogar eine knappe Stunde. Ich brauchte das. Manchmal muss man sich einfach etwas auspowern. Eines wurde allerdings deutlich: Einigen Dingen kann man nicht davonlaufen - sie laufen mit oder warten zuhause geduldig und rufen, wenn man die Tür durchschreitet "wir sind schon da!", wie der Igel zum Hasen in der bekannten Fabel. Immerhin erscheint mir alles nach dem Laufen etwas "sortierter" bzw. unter dem ganzen Wust an Emotionen, die sich abwechselnd die Klinke in die Hand geben und in den Vordergrund drängen, stieß ich auf eines, das mir das Eigentliche zu sein scheint und aus dem die anderen nur folgten. Die Folge des Emotionswustes, der tobte und tobt, ist, dass sich eben die tiefe Erschöpfung und ein Gefühl von "ich kann (das) einfach nicht mehr" einstellt. 

02.03.2010 um 17:04 Uhr

Ja ist denn schon April?!

Der April, der April, der macht was er will - auch Anfang März. Nach dem Sturmtief am Sonntag ist nun also wieder mal Kaltluft aus dem Norden bei uns eingetrudelt und grad eben wechseln sich draußen Sonne und Schnee-Regen ab. Wenn ich nicht sowieso wahnsinnig müde wäre, weil ich abgrundschlecht geschlafen habe, würde mich nun das Wetter ermüden. Aber muss es nich - bin eh fix und fertig. Letzte Nacht war echt der Graus. Ich war früh im Bett, hatte auch den Eindruck, ich könne gut einschlafen aber nix da. Lag mit rasenden Gedanken im Kopf und leichtem Herzrasen wach und hörte mir angestrengt beim Denken zu. Innerlich laut "Ruhe" zu brüllen brachte leider auch nichts und auf andere Gedanken konnte ich mich auch nicht wirklich bringen. Manchmal klappt das, da stelle ich mir einen nächtlichen Strand vor, an dem ich sitze und das Meer sanft Rauschen höre. Das beruhigt mich häufig und bringt mich von dem, was pausenlos im Kopf kreist, ab. Gestern nicht. Gegen 00:30 Uhr stellte ich die Weckzeit des Weckers eine Stunde vor, um wenigstens nach Hinten etwas länger zu schlafen. Fakt war, dass ich eine halbe Stunde vor meiner regulären Aufstehzeit wach war und zwar schlagartig und nachhaltig! Ok aber der Tag is im Prinzip überstanden ... Eine frohe Botschaft gabs heute immerhin noch: Ich bekomme knapp 150€ Strom- und Heizkosten zurück erstattet und das sogar, obwohl ich meinem Opakater tagsüber meistens die Heizung angelassen habe, damit er sich darauf wärmen kann (er legt sich da direkt drauf und liebt es!). Na immerhin: Der Kater war glücklich und ich krieg ne Rückzahlung. Warum ich nicht schlafen konnte? Tja, da gabs einige Gründe und um mal mit Wittgenstein zu sprechen: "Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen", also fragt gar nicht erst ...

01.03.2010 um 19:10 Uhr

Frostige Aussichten

Nun kommt schon wieder eine Kaltfront aus Skandinavien zu uns runtergekrochen und bringt eventuell auch wieder Schnee. Meine liebe A. - behalt bitte die Witterung bei dir da oben, sonst gibts Ostern keine Frühlingsmandeln!! Fröhlich