Jegliches braucht seine Zeit

29.04.2012 um 12:02 Uhr

Wo bitte ...

... ist die versprochene Sonne für heute?! Freitag sollte sie auch scheinen: nix war. Gestern sollte es bewölkt sein: tollster Sonnenschein und ich konnte nicht raus. Heute sollte die Sonne wieder scheinen und ich hätte Zeit: nix is. Doofe Sonne ...

25.04.2012 um 19:22 Uhr

Onlinewüste Süden

*Himmelherrgottnochmal* Wenn man im Internet der südlichen Länder Europas nach Informationen sucht, dann findet man entweder veraltete Seiten, Seiten die nicht wirklich funktionieren oder aber gar keine Seiten. Hat sich das noch nicht bis in den Süden rumgesprochen, dass funktionierende aktuelle Internetseiten einige Vorteile beinhalten oder können die es einfach nicht besser? Als Webdesigner müsste man sich dort eigentlich ne goldene Nase verdienen können. Schade, dass ich das 1. nicht richtig gut kann und 2. die Sprache nicht wirklich beherrsche ...

23.04.2012 um 19:09 Uhr

Apothekengeschichten

Früher habe ich nie verstanden, wofür es Dinge zu kaufen gibt, wie Medizinschränkchen oder aber was andere als Reiseapotheke mit in den Urlaub nehmen. Ich hatte niemals Medikamente auf Vorrat. Gar nichts, noch nicht einmal Schmerzmittel, weil ich einfach nie irgendwas brauchte und im Grunde auch nie krank war. Das war früher ... Heutzutage - mit über 40 - stehe ich kurz vor dem Herzinfarkt, wenn eines meiner vielen Mittelchen nicht auf Vorrat in meiner provisorischen Hausapotheke liegt. Ja, nun habe ich sowas wie eine Hausapotheke und da ist nicht nur ein Schmerzmittel drin. Vielmehr habe ich mittlerweile die ganze Bandbreite menschlicher Schmerzen erfahren dürfen: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Nackenschmerzen, undiffinierbare Organschmerzen. Für jedes Wehwehchen liegt etwas bereit und wartet nur darauf konsumiert zu werden, wenn mein alternder Körper danach verlangt. Und wie herrlich ist es, wenn man die volle Wirkung eines Schmerzmittels erfährt, also der Schmerz nachlässt, oder?!

Nun ja, in jedem Fall wollte ich heute nach der Arbeit das ein oder andere Mittelchen in der Apotheke auffüllen gehen, um für meinen kommenden Urlaub gerüstet zu sein. Bereits beim Betreten der Apotheke schlug mir blanker Horror entgegen, den man ansonsten nur bei der Post erleben darf: Zig wartende Menschen und nur zwei "Schalter" geöffnet! Todesmutig schritt ich dennoch in Richtung Schlangenende. Fast sofort fiel mir eine junge Mutter auf penetrante Art und Weise auf, weil sie gerade dabei war ihr winzig kleines Kind(vielleicht so um die 2 Jahre) zu maßregeln. Das Kind war konzentriert dabei Dinge vom Tresen in die Hand zu nehmen und der Mutter unter die Nase zu halten. Eigentlich hielt es sie ihr eher unter den Bauchnabel, denn weiter reichten seine kleinen Ärmchen nicht. Die Mutter hingegen war nun permanent dabei dem Kind die Dinge zu entreißen - untermauert mit den Worten: "Lass das jetzt, sonst gibts keine Bonbons!" Immer wieder. Nicht einmal, zweimal, dreimal ... immer und immer wieder ... Ich glaube die kognitiven Fähigkeiten des Kindes waren mit dem Satz der Mutter grundsätzlich völlig überfordert und so wiederholte es seine Tätigkeit wieder und wieder und die Mutter wiederholte ihren Satz immer und immer wieder.

Da ich derweil kurz davor war zu brüllen "Das ist Erpressung!" oder aber (ich ertrage Wiederholungen einfach nicht): "Lassen SIE das jetzt sonst geb ich Ihnen was - und ganz sicher keine Bonbons", beschloss ich die Apotheke zu verlassen und noch einen weiteren Tag ohne komplette Hausapotheke auszukommen. Ich werde es überleben - hoffentlich ...

22.04.2012 um 15:45 Uhr

Quälend

Warum geht es nicht weiter? Ich suche Antworten, um Gründe zu finden, denn ich brauche Gründe - so bin ich irgendwie. Liegt es an mir? Habe ich etwas falsch gemacht oder mache ich was falsch? Stimmt was nicht mit mir? Ich frage mich, ob ich vielleicht einfach nicht genüge oder irgendwie nicht "richtig" bin, denn sonst würde es doch weitergehen? Mich frisst das manchmal auf.

21.04.2012 um 16:06 Uhr

Medialer Irrsinn

Die private Fernsehlandschaft hat sich (spätestens) seit Big Brother gar seltsam entwickelt und merkwürdige Blüten getrieben. Hatte man damals noch den Eindruck, dass das Reality-Format sich spätestens nach der 1. Staffel totlaufen würde, muss man heute einsehen, dass das Gegenteil der Fall ist: Reality-Sendungen in Hülle und Fülle. Nicht nur das, denn zusätzlich gibt es eine große Bandbreite an Castingshows. Die abstruseste Errungenschaft der modernen Medienwelt sind aber ganz sicher Reality-Soaps, bei denen die "Reality" nur vorgegeben wird, weil die Handlung durch Laienschauspieler gestellt ist. An diesen Sendungen ist nicht nur unerträglich, dass sie unerträglich schlecht gespielt sind. Viel schlimmer ist, wie sie gespielt sind, bzw. was dargestellt wird. Egal, in welche Sendung man hineinzappt - die Akteure sind im Grunde immer gerade dabei sich zu streiten. Immer! Fast nie redet dort jemand mit normaler Stimmlage und eigentlich nie gibt es gute Stimmung. Warum ist das so? Nehmen die Redakteure die Welt so wahr? Ist für viele die Welt so? Dass man sich nicht vernünftig unterhält, sondern nur penetrant ankeift? Ich finde das ganz fürchterlich ...

18.04.2012 um 19:32 Uhr

Moderne Zeiten

Grundsätzlich bin ich neugierig und Innovationen gegenüber immer offen. Vor allem, wenn es sich um technische Neuheiten handelt. Trotzdem hatte ich mich lange gesträubt normale Bücher gegen virtuelle einzutauschen. Ich hatte mich noch nicht einmal wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Vermutlich weil ich auf Bücher bezogen irgendwie konservativ veranlagt bin. Nachdem sich mein Bücherregal aber füllte und füllte und mich dabei vor allem die Bücher störten, die ich einmal las und dann nur noch als Staubfänger im Regal verstaute, begann ich doch ein wenig über dieses Thema nachzudenken. Auch, weil mich die zusätzlichen Kilos an Büchern bei jedem Urlaub störten.

Ende letzten Jahres beschloss ich dann, dass es an der Zeit sei nun auch im Bereich "Bücher" mit der Zeit zu gehen. Ich begann mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und stellte schnell fest, dass ich bisher wirklich rein gar nichts über dieses Thema wusste. Noch nicht einmal, wie das Standardformat heißt. Ich studierte also Testberichte, Nutzerbewertungen und schoss mich recht schnell auf zwei Hersteller ein, die in die engere Wahl kamen. Die entgültige Entscheidung war schnell gefunden, weil gegen einen der Hersteller einfach zu viel sprach: er kann das übliche Format für Ebooks nicht lesen, sondern nur das des Anbieters selbst, was dazu führt, dass man eben auch nur auf der Seite dieses Herstellers Bücher kaufen kann. Das mag ich nicht und das will ich nicht. Außerdem hatte das Ebook des anderen Herstellers einen Touchscreen und das ist - wie ich finde - bei einem Ebook ein absolutes Muss! Cooler ist es außerdem. Fröhlich

Ich ließ mir mein neues kleines technisches Spielzeug also zum Geburstag schenken und was soll ich sagen?! Ich bin begeistert! Ich hatte immer befürchtet, dass es anstrengend sein würde auf einem Ebook zu lesen oder "komisch" - ist es aber nicht. Das Display - im Gegensatz zum Computermonitor - leuchtet nicht und blendet dadurch auch nicht. Optisch hat man wirklich den Eindruck eine Buchseite zu betrachten. Wenn man möchte kann man außerdem die Schriftart und -größe und den Kontrast verändern. Das Lesen macht Spaß und ein echtes Buch vermisse ich dabei absolut nicht. Im Gegenteil: ein Buch muss man oft verkrampft aufhalten, damit es beim Lesen nicht zufällt - das entfällt hier. Davon ab kann ich tausende Bücher auf dem kleinen Gerät speichern. Was das für Platz im Regal spart! Zumal man viele eben wirklich nur einmal liest ...

Fazit: Toll, toll, toll! Der nächste Urlaub kann kommen. Zumal ich nun auch noch mehr aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen kann, weil etliche "Buchkilos" wegfallen ... Fröhlich

17.04.2012 um 19:46 Uhr

Übervoll

Da habe ich diesen kurzen Eintrag hier geschrieben und statt ihn abzuschicken, schließe ich die Seite. Ich hasse es etwas zu wiederholen - etwas doppelt zu machen. Ich mache es dennoch ...

Es gibt Tage und Momente, da möchte man am liebsten einfach nur unmotiviert losheulen. Ich komme mir schon seit längerer Zeit vor, wie ein Fass, das ständig am Limit ist und jederzeit droht überzulaufen. Ich schaffe es irgendwie nicht mehr das Wasser abzulassen. Es gelingt immer gerade so viel, dass es zwar nicht akut überschwappt aber dafür dann beim geringesten Anlass hemmungslos überläuft. Mir fehlt das dicke Fell, das ich sowieso nicht wirklich habe. Ein klein bischen aber normalerweise schon. Aber auch das ist fort - weggespült. Oft fühle ich mich wie ein Blatt im Wind, hilflos den Elementen ausgesetzt, das nur darauf warten kann, bis absolute Windstille eintritt, damit es zu Boden sinken und sich ausruhen kann. Bis zum nächsten Sturm. Ich bin so unausgeglichen, so unzufrieden, so ratlos ... Immerhin kann ich nun - endlich genesen - wieder Laufen gehen und so immerhin einen kleinen Ausgleich finden. Ich hoffe, es hilft mir die nächste Nacht etwas mehr zur Ruhe zu kommen, denn schlechter Schlaf begünstigt nicht gerade die Fellbildung.

Es hat manchmal auch sein Gutes Dinge doppelt zu machen. Die neue Variante gefällt mir viel besser.

14.04.2012 um 13:51 Uhr

Filmszene

Ein älterer Mann hat ein versagendes Herz. Er steht kurz vor einer Herztransplantation, die nach einigen Schwierigkeiten auch durchgeführt wird. Seine Frau, die die ganze Zeit an seiner Seite war, ist bei ihm, als er aufwacht. Der Zuschauer erwartet nun, dass beide vor Glück weinend voller Freude auf ihre eben gewonnende Zukunft schauen. Doch dies ist ein skandinavischer Film. Skandinavische Filme beweisen selbst in einer Krimiserie - um die es sich handelte - einen erfrischenden Tiefgang. Der Mann schaut seine Frau an und sagt ihr, dass er sich selbst vor der OP geschworen hatte, mit seinem Leben anders umzugehen, wenn er diese Sache überstehen würde. Er sagt, dass man das Leben nutzen muss und dass es zu kurz ist, um unglücklich zu sein. Dass es schon lange nicht mehr wirklich gut sei, zwischen ihm und seiner Frau. Die Frau beginnt zu begreifen: er will sich trennen. Sie sagt, dass sie aber keine Trennung möchte. ER sagt, dass er sie aber möchte. Sie sagt, dass sie aber doch glücklich ist. Er sagt ihr, dass er aber nicht glücklich ist und dass es nicht genügt, wenn nur einer glücklich ist. Kurz darauf kollabiert sein Herz und er stirbt ...

Die Szene hat mich sehr bewegt. Vielleicht auch, weil sie so unerwartet kam und so dramatisch endete. Sicher aber auch, weil das, was der Mann sagte, so richtig ist. Das Leben ist zu kurz, um unglücklich zu sein und es genügt nicht, wenn einer innerhalb der Beziehung glücklich ist. Wie viele bleiben in ihren Beziehungen, obwohl sie schon lange Zeit sehr unglücklich sind? Sie bleiben aus Gewohnheit oder aus Angst oder auch, weil sie Angst haben, dem anderen weh zu tun. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie gehen. Dabei ist  es das einzig richtige, was sie tun können, wenn sie nicht mehr glücklich sind: zu gehen.Es gibt dabei nichts, weswegen man sich schuldig fühlen muss oder sollte. Letztlich tut man dem, von dem man sich trennt, auch keinen Gefallen, wenn man es nicht tut, denn würde man wollen, dass jemand bei einem ist, der damit unglücklich ist? Ganz sicher nicht. Das Leben ist auch dafür viel zu kurz. Man möchte doch, dass es beiden innerhalb einer Beziehung gut geht, alles andere ist nichts, was man aufrecht erhalten sollte ... Ich hätte dem Mann in dem Film gewünscht, dass er weiterlebt und ein neues, glücklicheres Leben beginnt.

02.04.2012 um 15:10 Uhr

Nase voll

Ich bin immer noch krank. Die Erkältung hat sich hartnäckig in den Nebenhöhlen festgesetzt und dort zu Entzündungen geführt. Leider löst sich der Schleim nicht wirklich, was dazu führt, dass ich absolut alles durchprobiere, was in solchen Fällen als Mittel empfohlen wird. Mein Haushalt hat sich langsam aber sicher in die reinste Apotheke verwandelt. Jeden Tag bekämpfe ich nun den fest sitzenden Schleim mit allerlei Mittelchen, um ihn doch noch dazu zu überreden sich zu lösen:

- Meerwassernasenspray (befeuchtet die Schleimhäute)

- alternativ dazu: Meerwassernasenspray mit Thymian und Eucalyptus. (gleicher Effekt mit zusätzlich schleimlösender Wirkung)

- Pflanzliche Schleimlöser in Tablettenform (drei mal täglich)

- Inhalationen (mit Eucalyptus oder Kamille. Langsam gehe ich dazu über beides parallel anzuwenden)

- Dampfbad (ganz klassisch mit Topf und Handtuch drüber. Wirkt deutlich besser als der Inhalator)

- Nasendusche (reinigt und befeuchtet die Schleimhäute. Fühlt sich an wie beim Schwimmen, wenn man Wasser in die Nase bekommen hat. Danach meint man das Meer zu riechen - kommt wohl von der Kochsalzlösung Fröhlich)

Ganz ehrlich, ich bin ratlos. Wie bekommt man das Zeug da raus?! Sowas habe ich noch nie gehabt. Ich bin doch nie krank ... Eigentlich ...

Mittlerweile mehren sich Horrorvisonen davon, dass die Nebenhöhlen oder gar die Stirnhöhle operativ kuriert werden müssen. Bloß nicht! Traurig