Jegliches braucht seine Zeit

29.06.2012 um 13:13 Uhr

Die Natur des Eros

In "Das Gastmahl" von Platon findet sich eine wunderschöne Geschichte. Im Gastmahl versammeln sich verschiedene Redner bei Sokrates und legen dar, was sie unter dem Eros verstehen und wie er in die Welt kam. Die schönste Geschichte stammt dabei von Aristophanes:

Ursprünglich waren die Menschen Kugelwesen bzw. Doppelwesen. Es gab drei Geschlechter: Mann-Mann von der Sonne stammend, Frau-Frau von der Erde stammend und Frau-Mann von dem Mond stammend. Diese Doppelwesen waren am Bauch zusammengewachsen und ihr Kopf über den Rücken nach außen gerichtet. Sie waren jedoch so mächtig, dass sie drohten den Göttern Konkurrenz zu machen. Deshalb teilte Zeus sie einst inzwei; drehte ihre Köpfe Richtung Bauch. Seitdem sind diese geteilten Wesen bestrebt ihre zweite Hälfte zu suchen und zu finden. Angetrieben von Eros, um mit dieser wieder zu verschmelzen.

29.06.2012 um 10:08 Uhr

Portrait

28.06.2012 um 20:40 Uhr

Zwei Herzen wohnen, ach, in meiner Brust

Gleich geht es los: Deutschland gegen Italien! Heute kann ich nur gewinnen und nicht verlieren. Die Gene sind schuld daran! : ) In diesem Sinne: möge der Bessere gewinnen. Von Rache für 2006 oder so, möchte ich nichts hören! Forza! Los geht's!

28.06.2012 um 16:52 Uhr

Error im Gehirn

Heute Morgen war es mal wieder so weit. Gegen halb 6 wachte ich auf und spürte den unsichtbaren Meißel, der beständig versuchte mir ein Loch über mein rechtes Auge zu meißeln. Die Übelkeit war noch nicht da, also schnell eine Tablette eingeworfen. Kurz darauf ging es dann aber doch los: der Magen krampfte sich zusammen, bis ich mich schließlich übergeben musste. Danach ließ mich mein Körper gnädig einschlafen. Stunden später wachte ich auf, fühlte mich etwas besser. Aß und trank etwas und stellte mit ungläubigen Entsetzen fest, dass alles wieder von vorne begann: der Meißel nahm seine Arbeit auf und der Magen krampfte sich zusammen. Diesmal wartete ich, bis der Magen wieder leer war, bis ich die 2. Tablette nahm. Wieder schlief ich ein, wieder und wieder. Gegen 15 Uhr wurde ich dann wach - völlig gerädert und erschöpft. Noch immer Kopfschmerz - aber weniger, was hoffen ließ. Eben konnte ich endlich etwas trinken und vorsichtig essen und der Schmerz ebbt ab.
Obwohl ich weiß, dass es Migräne ist, macht es mir jedes Mal Angst, wenn ich eine Attacke habe. Erst Recht, wenn es anders ist als sonst, so wie heute. Wenn ich aufwache und nicht wieder alles gut ist, sondern sogar im Gegenteil: alles von vorne beginnt. Der Zustand ist so elend, das kann man niemandem erklären, der das noch nie hatte. Ich glaube viele nehmen es nicht so ernst und denken, das ist lediglich sowas wie starke Kopfschmerzen. Glaubt mir: ist es nicht! Kopfschmerzen sind Urlaub dagegen. Der Schmerz ist so heftig, dass ich jedes Mal um mein Leben bange, weil ich denke, dass vielleicht doch eine Ader im Hirn geplatzt ist oder irgendwas anderes in der Richtung. Der Zustand lähmt und macht alles unerträglich: Licht, Geräusche, Geruch, Berührung. Jeder Reiz tut nur noch weh oder produziert Übelkeit. Mein Mitgefühl gilt allen, die auch darunter leiden ...

27.06.2012 um 15:45 Uhr

Tierische Begegnungen

Vorgestern beim Joggen kroch eine große Weinbergschnecke von recht nach links über meinen Joggingweg. Da ich etwas besorgt war, dass weniger umsichtige Jogger oder Radfahrer sie zerdrücken würden, war ich ihr behilflich und setzte sie sicher an den Wegesrand, damit sie dort im hohen Gras ihren Weg fortsetzen könne. Ich mache oft so etwas. Viele belächeln das und tun es ab mit einem "Das ist doch nur eine Schnecke!" Warum "nur"? Es ist eine Schnecke und warum soll man der nicht behilflich sein? Als ich heute Joggen war, traf ich wieder auf diese oder eine andere Weinbergschnecke. Diesmal kroch sie - quasi auf dem Rückweg - von links nach rechts über den Weg und wieder half ich ihr auf die andere Seite.

Als dies vollbracht war und ich mich selbst auf dem Rückweg befand, löste sich plötzlich ein wunderschöner Bussard aus einem Baum und flog ene Weile genau den Weg, der mich selbst nach Hause führen würde. Irgendwie war das wunderschön und ich fühlte mich in guten Händen.

26.06.2012 um 19:42 Uhr

Schwertlilie

25.06.2012 um 13:38 Uhr

Im Takt

Mein Herz ist wieder ruhiger – im direkten, wie übertragenden Sinne. Nachdem es Ende letzter Woche bereits wieder leichter wurde (Danke nochmals!), wird es nun – nach dem Wochenende wieder ruhiger. Das Stolpern ist fast völlig verschwunden – es hat seinen Rhythmus wiedergefunden – und auch die Schwere ist nun fort. Naja, zumindest viel besser.

Mein Magen drückt noch immer aber da gibt es momentan einfach zu viel, was mir darauf schlägt. Ich arbeite daran, meine Gelassenheit und mein Gleichgewicht wieder völlig herzustellen – dann gibt sich das erfahrungsgemäß auch mit dem Magen wieder. In jedem Fall Zeit bald mal wieder Urlaub zu machen ...

22.06.2012 um 16:13 Uhr

Zitat

Affronta la vita sorridendo!

Begegne dem Leben mit einem Lächeln!

(Italienisches Sprichwort)

21.06.2012 um 11:28 Uhr

Leichtigkeit

Nach langer Zeit ist mir plötzlich wieder leicht ums Herz. Leicht, weil ich endlich verstehe. Weil ich nicht mehr im Dunklen tappe und nicht erkennen kann, was eigentlich hinter den Dingen steht. Ich beginne langsam zu begreifen und diese Erkenntnis erleichter mich so unendlich gerade. Ganz lieben Dank dafür! Fröhlich

21.06.2012 um 09:47 Uhr

Traum

Ich träumte von meiner Oma. Sie ist in diesem Jahr verstorben. Es tat so gut sie wiederzusehen und es tat so gut, dass sie mich wiedererkannte udn sich freute mich zu sehen. In den letzten Jahren ihres Lebens war sie dement - erkannte niemanden mehr wieder und lebte in ihrer Vergangenheit. Ich besuchte sie heute Nacht und schenkte ihr einen Kalender, der für jeden Monat ein Geschenk enthielt. Sie freute sich wahnsinnig darüber. Ich bemerkte, dass ich auch eine Flasche Wein für einen Monat als Geschenk verwendet hatte, die sie mir eins schenkte. Kurz fürchtet ich, es würde sie kränken. Doch im Gegenteil: sie freute sich über den Wein, weil er etwas Vertrautes war. Ich blieb eine Weile bei ihr in der Wohnung, wohnte selbst irgendwie dort und bemerkte, dass eine heillose Unordnung herrschte. Überall lagen haufenweise Sachen durcheinander. Die Schränke quollen über. Ich fand das ganz furchtbar und begann langsam Ordnung zu schaffen, indem ich Dinge in einem Schrank aussortierte, die ich wegwerfen wollte ...

20.06.2012 um 11:09 Uhr

Was ich will

Man kann von ihm halten, was man will aber seine Texte sind zum Teil einfach wunderschön ...

 

Ich weiß was ich will (Udo Jürgens)

Dein Haar weht im Wind,
von meinem Fenster aus
da seh' ich dich geh'n,
du winkst herauf und bleibst sekundenlang steh'n.
Ich denk', wie schön war es doch eben noch hier mit dir.

Ich weiß was ich will.
Ich will dich fühlen, wenn der Morgen erwacht,
mit dir den Tag verbringen, bis in die Nacht,
und glauben, nirgends ist ein Ende in Sicht,
nein für uns nicht.

Ich weiß was ich will.
Ich will die Leidenschaft, mit der du mich liebst,
die sanfte Zärtlichkeit, wie du sie mir gibst,
die Illusion, du lebst allein nur für mich,
die brauche ich.

Ich weiß was ich will.
Ich will, daß endlich etwas Neues beginnt,
daß wir wie ein Gedanke, ein Körper sind,
das ist mein Ziel.
Sag' mir nur eins: Will ich zuviel?

Ich weiß was ich will.
Dir alles zeigen, was ich jemals geseh'n,
was du auch immer tust, verzeih'n und versteh'n,
was ich noch nie vorher im Leben getan,
fang' ich jetzt an.

Ich weiß was ich will.
Ich will dich nie mehr aus den Augen verlier'n,
will deine Hände sanft und weich auf mir spür'n,
glauben daran, daß es auch so weitergeh'n kann.

Noch kann ich dich seh'n.
Mit schnellem Schritt gehst du die Straße entlang,
mit deinem so vertrauten typischen Gang,
ich denk,' wie schön war es doch eben noch hier mit dir.

Ich weiß was ich will.
An einem leeren Strand allein mit dir sein,
und alles tun, was man so tun kann zu zwein,
und kein Gedanke von uns bleibt ungesagt,
nichts wird vertagt.

Ich weiß was ich will.
Wie ein Zigeuner durch die Welt mit dir zieh'n,
dem ganzen Zirkus dieses Daseins entflieh'n,
und alles das bis uns die Sinne vergeh'n,
wär das nicht schön?

Ich weiß was ich will,
daß jede Nacht für uns zum Karneval wird,
und jeder Weg nur zueinander uns führt,
das ist mein Ziel.
Sag' mir eins: will ich zuviel?

Ich weiß was ich will.
Ich will dich ganz und gar und immer um mich,
was uns im Wege steht das ändere ich,
ich hab' noch nie im Leben Berge versetzt,
ich tu' es jetzt.

20.06.2012 um 09:59 Uhr

Zerrissen

Ich wünschte, ich wäre gelassener. Ich wünschte, ich könnte alles einfach laufen lassen, bis es anders ist. Wie oft mache ich mir selbst Vorwürfe deswegen, weil ich es nicht schaffe gelassener zu sein. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht so. Vielleicht könnte es auch niemand in meiner Situation sein? Andere wundern sich, dass ich es bis hierher geschafft habe; dass ich es noch immer mittrage, obwohl mittlerweile bei jedem das Verständnis bröckelt. Entweder es ist tatsächlich nicht selbstverständlich oder aber sie sind „parteiisch“.

Natürlich machen sie sich Sorgen um mich – wer würde das nicht. Würde ich auch an ihrer Stelle. Natürlich wollen sie, dass es mir gut geht. Trotzdem reagiere ich gereizt in letzter Zeit auf bestimmte Fragen. Vermutlich weil ich sie mir selbst zu oft stelle aber eine Antwort auch nichts ändert, weil der Verstand sie gibt aber die Angst handelt. Eigentlich reagiere ich also gereizt auf die Situation und nicht die Fragen. Gereizt, weil ich mich so hilflos und ratlos fühle. Weil ich nicht weiß, was ich tun soll, weil kein Ende in Sicht ist und ich auch weiß, dass ich das nicht verlangen kann. Trotzdem wünsche ich es mir.

Ich bin völlig zerrissen. Zerrissen zwischen meinem Gefühl und meinem Verstand. Anmerkungen anderer dazu, dass durch die Situation aber doch alles auf dem Spiel steht, weil niemand das ewig mittragen kann, machen es auch nicht besser. Ich weiß das, alle Beteiligten wissen das aber auch diese Erkenntnis nützt eben nichts …

19.06.2012 um 06:45 Uhr

Haarverlust

Ich wollte diese Woche sowieso zum Arzt, weil ich wieder – wie seit Jahren bereits – ab Mai den ganzen Sommer über Haare verliere. Da sich nun noch Herzrhythmusstörungen dazugesellt hatten, war der Termin umso dringlicher. Zum Glück konnte ich gleich gestern Morgen vorbei kommen. Die Herzrhythmusstörungen wurden erst mal mit Stress erklärt. Würde mich nicht wundern, denn ich habe auch seit Wochen Magenschmerzen und die sind ja im Grunde ähnlichem Ursprungs. Ganz offensichtlich schlagen mir momentan heftig Dinge auf den Magen und ich habe „Herzschmerzen“. An Redewendungen körperlicher Natur ist durchaus immer etwas dran …

Tja aber das mit den Haaren … Ich habe das schon mehreren Ärzten unterbreitet aber beim Thema „Haarausfall“ wollen die immer alle gleich Reißaus nehmen, hat man den Eindruck. Auch sehr beliebt ist es dabei den Patienten an andere Ärzte zu verweisen. Mein Hausarzt will mich immer zum Hautarzt schicken und der Hautarzt zum Hausarzt. Auch wahnsinnig beliebt ist in letzter Zeit ein kleiner prüfender Blick auf mein Geburtsdatum mit einem gemurmelten: „Wie alt sind Sie nochmal?“ „Über 40!“ „Ja also dann sollten Sie vielleicht auch mal die Hormone beim Frauenarzt prüfen lassen?“

Das ist wirklich toll – wenn man über 40 ist, dann sind also plötzlich die Hormone an allem schuld. Dabei sind die wirklich äußerst in Ordnung bei mir. Ich ticke wie ein kleines Uhrwerk, nach dem man einen Kalender stellen könnte. Außerdem, liebe Doktoren, diesen sommerlichen Haarausfall habe ich erst bekommen, seitdem ich Tabletten gegen meine Schilddrüsenunterfunktion nehme und da war ich Mitte 30! Warum sieht da niemand einen Zusammenhang? Ich frage jedes Mal nach, ob es einen Zusammenhang geben könnte aber es heißt jedes Mal „Nein, das hängt nicht zusammen!“ Also ist es Zufall, dass sich meine Haare genau in dem Jahr entschlossen regelmäßig von meinem Kopf zu verschwinden als man begann mich auf die Schilddrüsenhormone einzustellen? Ich kann das kaum glauben – muss es aber glauben, weil mir niemand zustimmt. Letztlich muss ich offensichtlich damit leben, denn machen kann man wohl nichts … Traurig

17.06.2012 um 19:20 Uhr

Oh nein ...

... nicht schon wieder ... Ich habe wieder Herzrhythmusstörungen. Nicht so stark, wie letztes Jahr aber sie sind deutlich zu spüren.

17.06.2012 um 10:47 Uhr

Perspektive

14.06.2012 um 07:55 Uhr

Reaktionträgheit

Ich verstehe das nicht ... Bei bibbernden 7 Grad am Morgen und erwarteten "Spitzenwerten" um die 15 Grad kommen mir dennnoch Menschen in kurzen Hosen und T-Shirt entgegen. Gucken die keinen Wetterbericht? Haben die kein Thermometer? Merken die einfach nicht wie kalt es ist? Liebe Leute, es ist Mitte Juni und eigentlich müsste es warm sein - es ist aber nicht warm!

12.06.2012 um 18:57 Uhr

Hat mich schon als Kind berührt ...

12.06.2012 um 13:00 Uhr

Luxusproblemchen die 2.

Neulich habe ich mich mal wieder auf die Suche nach einem neuen Bikini gemacht. Der mit dem floralen Muster, den ich so vor 2 Jahren kaufte, hat langsam seine Schuldigkeit getan. Auf Deutsch gesagt: er leiert aus und sitzt einfach nicht mehr. Fröhlich Ich hatte mir zwar einen neuen unifarbenen Bikini im letzten Jahr bestellt, doch der fiel im Urlaubstest durch, weil er extrem langsam trocknet und insgesamt irgendwie „nasser“ wird, als der letzte.

Ich ahnte ja bereits, als ich in die Stadt fuhr, dass der Bikinikauf wieder einmal scheitern würde. So war‘s dann auch. Im Grunde scheiterte es wieder einmal hauptsächlich an den Farben und Mustern. Ich frage mich manchmal, was die mit den Designern anstellen, damit solche Farb- und Musterkombinationen dabei raus kommen?! Müssen die irgendwelche merkwürdigen Substanzen nehmen? Oder werden die 10 Stunden mit Hawaiklängen dauerbeschallt, bis sie einfach nicht mehr anders können, als schreiende Farben und Muster zu verwenden? Äußerst rätselhaft …

Mich haben nur wenige Modelle so ansatzweise überzeugen können und die – richtig – gab es nicht mehr in meiner Größe. Als ich versuchte mich dennoch in den einen oder anderen rein zu quetschen („Der fällt bestimmt größer aus … Er MUSS größer ausfallen!“), wurde ich noch Zeugin eines Gespräches zwischen Mutter und pubertierender Tochter zwei Kabinen weiter. Offensichtlich suchte auch die Tochter einen passenden Bikini und die Mutter schleppte bereitwillig einen nach dem anderen heran. Die Tochter führte die Bikinis anschließend vor, was der Mutter zig mal ein „Zuckersüß! Also echt, der ist absoluter Zucker!“ entlockte. Mir schossen verschiedene Sätze durch den Kopf:

Rational: „Gut, dass sie das zu ihrer Tochter sagt und nicht zu ihrem Sohn – wenn sie denn einen hat, denn dem wäre das so peinlich, dass er erst wieder aus der Kabine herauskommen würde, wenn man ihn nicht mehr mit seiner Mutter in Verbindung bringen würde.“

Emotional: „Noch einmal das Wort Zucker und es setzt Saures“

Wehmütig: „Ach ja, in dem Alter, da saß bei mir auch noch alles völlig problemlos.“

Ich hängte schließlich absolut abgenervt sämtliche Bikinis wieder weg und weigerte mich tagelang auch nur wieder an das Thema zu denken. Als ich dann doch wieder Mut geschöpft hatte, begab ich mich online auf die Suche und wurde tatsächlich fündig! Die Auswahl ist einfach besser … Endlich mal ein Bikini, der genau meinem Geschmack entspricht: Sportlich elegant aber nicht unifarben, wenn auch dezent gefärbt. Toll! Geliefert wurde er noch nicht aber ich bin gespannt. In jedem Fall muss er mich mindestens 100%tig überzeugen, denn für knapp 80€ darf man sich wohl nicht mit weniger zufrieden geben. 80€ … für ein wenig Stoff bzw. Plastik ja sogar … Was tut man nicht alles …

11.06.2012 um 10:21 Uhr

Am Ende aller Zeiten

Letzte Nacht hatte ich einen sehr merkwürdigen und unglaublich intensiven Traum. Ich war in einer Art Planetarium bei einer Vorführung. Gleichzeitig war dies aber auch real und passierte wirklich. Gezeigt wurde ein (Lebens-)Film und wie es ist, wenn dieser ans Ende (aller Zeiten) gelangt. Wenn dies geschieht, bleibt alles stehen – das Bild friert ein. Vor mir war nur noch ein Standbild und ich dachte mit Entsetzen, wie unerträglich es sein muss, wenn man in diesem Standbild mit vollem Bewusstsein nun für alle Zeit verharren müsse. Dabei war „alle Zeit“ eigentlich keine mehr, denn der Film zeigte tatsächlich was passieren würde, wenn die Zeit an sich endet.

Mit mir betrachteten noch viele anderen dieses Phänomen. Ich griff schließlich zu einer Computermaus, um direkt zu zeigen, was am Ende aller Zeiten passieren wird. Ich beschleunigte dafür die Sicht auf Lichtgeschwindigkeit, indem ich das Rad an der Maus schnell drehte und die Sicht so einem Lichtstrahl folgte. Alles rauschte blitzschnell an uns vorbei und dann ganz plötzlich blieb alles stehen. Da war nur noch ein großer heller Ball aus Licht. Dieser Anblick war so kosmisch und göttlich und einfach nur unfassbar, dass ich ihn nicht lange ertragen konnte. Keiner konnte dies, weil er die menschliche Vorstellungskraft sprengte. Deshalb wurde das Bild auch schnell abgestellt. Der Anblick jedoch hinterließ ein intensives Gefühl. Panik und Entsetzen aber irgendwie noch etwas anderes …

10.06.2012 um 10:46 Uhr

Müder Sieg

Tja, nun ist also das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft der EM gelaufen. Ganz ehrlich ... Hilfe, war das ein langweiliger, tempoarmer Kick! Da fehlte es an allem: Dynamik, Taktik, Iddenreichtum, Schnelligkeit und, und, und ... Am Ende haben sie gewonnen - immerhin aber wenn sich da nicht grundsätzlich noch was ändert, dann wird das nichts mit dem Titel und dann wird es noch nicht mal was mit dem Gruppensieg. Man darf gespannt sein ...