Jegliches braucht seine Zeit

31.08.2012 um 19:19 Uhr

Parken für Fortgeschrittene

Vor meinem Haus hat jemand einen kleinen Bagger geparkt. Einfach so steht er da zwischen ganz normalen Autos, als sei es das normalste von der Welt. Ist es aber nicht. Wer bitte parkt mitten in einem Wohngebiet einen Bagger? Ja und vor allem: wer zur Hölle fährt jemanden mit einem Bagger besuchen? Oder wohnt derjenige sogar hier? Warum hat er einen Bagger? Fragen über Fragen ...

29.08.2012 um 18:38 Uhr

Dann wieder anders

Ja und dann - zwei Tage später - ist wieder alles ganz anders. Obwohl ich irgendwie blöd geschlafen habe, Ohrenschmerzen habe (danke liebe Frau Nachbarin, dass du nun nicht nur über mir rumtrampelst und rumräumst, während ich schlafe, sondern nun auch noch den Fernseher direkt über mir drapiert hast, was dazu führt, dass ich meine Ohrenstöpsel nachts noch länger drinnen lassen muss, um Schlaf zu finden und das widerum führt eben zu Ohrenschmerzen bei mir) und es bulle warm ist, lief das Joggen heute richtig gut. Ich fühlte mich kraftvoll dabei. Zwischendrin wurde ich zwar auch etwas langsamer aber das war dem Wetter geschuldet und somit völlig ok.

Gut, ich werde geduldig mit mir sein und akzeptieren, dass es momentan immer wieder Phasen geben wird, in denen meine Erschöpfung durch kommt. Ich werde mir weiterhin Ruhe gönnen und mir so viel Gutes tun, wie nur geht. Zumal ich momentan meine Kräfte auch gut einteilen muss. Nach wie vor ist die Situation noch nicht vollständig (auf)geklärt und nach wie vor sind zwei Familienmitglieder schwer krank und der Ausgang ungewiss.

Momentan liebäugel ich damit im Oktober ein paar Tage weg zu fahren. Das habe ich letztes Jahr auch schonmal gemacht. Ab in ein kuscheliges Hotel mit Sauna. Die Zeit war die glücklichste meines letzten Jahres und tat mir unglaublich gut. Ich machte in Ruhe Sport, saunierte jeden Tag, ließ mich massieren, ging spazieren. Herrlich! Das war der erste Urlaub, den ich alleine gemacht hatte und es war mir keinen Augenblick unangenehm. Ja, vielleicht mache ich das auch in diesem Jahr wieder ...

28.08.2012 um 07:36 Uhr

Energielos

Was ist nur mit mir los? Ich fühle mich permanent müde und kraftlos. Ich schlafe nach wie vor sehr viel – außer es klappt nicht so recht, weil mir zu viel im Kopf rum geht. Das kommt in letzter Zeit jedoch zum Glück nicht so häufig vor. Ansonsten könnte ich schlafen, schlafen, schlafen … Letzte Nacht z. B. habe ich fast 9 Stunden geschlafen aber trotzdem riss mich der Wecker aus tiefsten Träumen und ich hätte locker noch weiter schlafen können.Wirklich ausgeschlafen fühle ich mich jetzt auch nicht.

Auch beim Joggen ist es anders. Es fehlt irgendwie die Dynamik und Leichtigkeit. Ich bin langsamer als sonst und das Laufen fällt mir deutlich schwerer. An manchen Tagen würde ich am liebsten sofort wieder umdrehen. So kenne ich das nicht! Beim Joggen selbst muss ich mich immer wieder "antreiben", weil ich sonst langsamer und langsamer werde. Wo ist meine Ausdauer hin? Irgendetwas stimmt nicht – nur was?

21.08.2012 um 19:20 Uhr

Endlich!

Ein Platzregen! Kühle Luft! Herrlich!

20.08.2012 um 19:34 Uhr

Luxusproblemchen

Großartig! Ich habe Luxusprobleme:

1. Es ist bulle warm und die Hitze macht mir zu schaffen!

2. Ich bin unsicher, ob ich mir das Nachfolgemodell vom Nachfolgemodell meiner jetzigen Kamera kaufen soll

3. Gestern habe ich den letzten Wallander-Roman ausgelesen (über das Ende fast in Tränen ausgebrochen ... Mein Kurt! Oh nein, oh nein, warum muss es so enden ...) und weiß jetzt nicht, was ich nun lesen soll und habe auch keine Lust auf was anderes

4. Auf der Arbeit ist es nervig und stressig. Das ist sogar ein ganz handfestes Problem aber merkwürdigerweise macht mir das momentan kaum zu schaffen. 

Super! : )

19.08.2012 um 14:11 Uhr

Neuanfang

Wie anders jetzt alles ist. Fast schon seltsam, denn "viel" hat sich ja nicht geändert. Nur eine kleine Veränderung, die so viel bewirkt und nach sich zieht. Eine kleine Veränderung, die doch so viel verändert hat. Alles fühlt sich anders an. Ich fühle mich anders. Alles ist viel freier, viel natürlicher, so wie es sein soll. Wie ein kompletter Neuanfang ...

17.08.2012 um 15:03 Uhr

Wütend

Man, man, man, mich treiben meine Mitmenschen bzw. im Speziellen: manche Kollegen echt in den Wahnsinn. Wie kann man nur so arbeiten, wie die? Vorausschauend arbeiten? Fehlanzeige! Verantwortung übernehmen? Warum das denn? Planung? Null Komma Null Null Null. Warum muss ich immer abfragen, ob sie diese und jene Arbeiten schon erledigt haben, weil eh klar ist, dass sie von selbst nicht dran denken? Warum muss ich daran erinnern, dass sie VOR ihrem Urlaub bitte durchplanen, wer sie wie vertritt und dass sie den Rest gefälligst bis dahin selbst erledigen? Warum bin immer ich diejenige, die vor gesetzten Terminen die Arbeit fertig hat und andere nicht? Vor allem: warum zur Hölle verdienen die dasselbe Geld wie ich, wo ich doch langsam echt den Eindruck bekomme, dass ich mehr verdient hätte?! Grad eben bin ich so geladen und könnte mich sowas von aufregen!

14.08.2012 um 19:31 Uhr

Na sowas

Offensichtlich hat bereits jemand den Effekt von Johanniskraut auf Rückenschmerzen erforscht! Laut den Anwendungsgebieten hilft es nämlich auch dabei. Zumindest, wenn diese psychosomatisch sind:

Anwendungsgebiete
Bei Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit, die sich durch Antriebsarmut, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Bedrücktheit, innere Leere, Mutlosigkeit sowie Angst und nervöse Unruhe bemerkbar machen. Häufig gehen diese Symptome einher mit Schlaflosigkeit, nervösen Herzbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit oder unspezifischen Rücken- oder Muskelschmerzen, für die es keine organischen Ursachen gibt. 

Mist, habe also doch keine Entdeckung gemacht. Immerhin weiß ich jetzt, dass meine Rückenschmerzen psychosomatischem Ursprungs sind bzw. waren. Na und all die anderen Symptome auch. Hatte ich eh schon vermutet ...

11.08.2012 um 11:40 Uhr

Erleichterung

Langsam merke ich, wie die Anspannung von mir abfällt. Ich fühle mich wahnsinnig befreit und erleichtert. Ich wusste ja, wie sehr die Umstände mich belasteten in den letzten Jahren. Das habe ich ja nur zu genau gemerkt. Doch wie anders ich mich fühlte, das merke ich jetzt erst so richtig. Ich bin innerlich momentan ganz ruhig, ganz mittig, ganz entspannt. Die Erschöpfung schlägt nun voll zu. Ich schlafe wie ein Baby. Sogar werktags 9 Stunden und am Wochenende 10-11. Ich brauche das grad, merke ich. Ich ruhe mich aus, tanke wieder Kraft. Selbst mein Kopf, der mich so oft in Beschlag nahm mit all den Gedanken, ist nun ganz ruhig. Still ist es in mir geworden. Seelige Ruhe. Ja und endlich auch wieder so etwas wie Glück, das sich in mir ausbreitet.

10.08.2012 um 18:46 Uhr

Verdammt

Ich war heute zwei mal einkaufen: erst Lebensmittel und dann später nochmal Getränke und noch ein paar Kleinigkeiten. Wenn man - wie ich - kein Auto hat und alles mit dem Fahrrad erledigt, ist manchmal ein zweiter Einkauf aus Transportgründen schon angesagt. Beim zweiten Einkauf beschloss ich mir ein wenig "Quengelware" zu gönnen. Also ein paar Süßigkeiten, die man an der Kasse findet. Ich esse in der Regel nur an einem Tag der Woche Süßigkeiten und habe sonst nie welche zuhause. Das muss ich einfach, weil ich:

1. Absolut nicht in der Lage bin Süßigkeiten zuhause liegen zu haben. Was da ist wird auch gegessen. Da bin ich absolut maßlos! Schlimm bin ich, ganz ehrlich. Nichts zuhause zu haben ist also quasi eine Art Selbstschutz. Funktioniert recht gut.

2. Esse ich nur einmal die Woche Süßigkeiten, weil mein Stoffwechsel - vor allem je älter ich werde - nicht mehr das tut, was er tun soll: verstoffwechseln. Ich setze unglaublich schnell an - und das, obwohl ich drei mal die Woche eine Stunde Joggen gehe. UNGERECHT! Klar, ich bin ein guter Nahrungsverwerter und bei der nächsten Hungersnot klar im Vorteil gegenüber denen, die nur wenig Energie aus der Nahrung ziehen. Mein Körper könnte vermutlich von Fusseln überleben und nicht abnehmen. Nur sind Hungersnöte in diesen Breiten (zum Glück) ja recht selten ... Also ging ich irgendwann dazu über mir gegenüber eisern und konsequent (meistens zumindest) zu sein.

Tja und vorhin da wollte ich mir also eine Kleinigkeit gönnen. Erst packte ich alles auf das verdammt kurze Laufband. Am Ende wollte ich Quengelware horten, beschloss ich. Dann wurde ich abgelenkt, weil hinter mir ein Mann mit zwei kleinen Kindern stand - eines auf dem Arm. Er hatte lediglich eine Packung Kaugummis in der Hand. Ich schaute ihn an, dann die kleinen Kinder, dann die Kaugummis und schließlich das mit Getränken überfrachtete Laufband und ließ ihm schließlich den Vortritt. Der arme Mann hatte bestimmt schon einen lahmen Arm - das konnte ich nicht mit ansehen ...

Der Mann war Asiate und wie es bei den Asiaten üblich ist, bedankte er sich mehrfach bei mir. Als ich ihn vor ließ, als er vor mir stand, als er bezahlte und als er bezahlt hatte. Vor lauter freundlich "bitte" sagen und Waren auf das Band packen ging in meinem Kopf nicht viel anders mehr vor. Kaum hatte ich endlich alles auf dem kurzen Band, fing die Verkäuferin auch schon an meine Sachen durch den Scanner zu ziehen, so dass ich flux mit dem Einräumen beginnen musste. Ich räumte also ein, zahlte, packte mich voll wie einen Esel und schlingerte nach hause. 

Ja und eben dann fiel mir ein: ICH HABE KEINE SCHOKOLADE GEKAUFT!!!!! AHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!! Ich habe aber doch so einen Appetit! Verdammt, verdammt, verdammt! Nichts im Haus - gar nichts (aus genannten Gründen). Das Süßeste, das ich habe ist Vanillejoghurt! Menno! Nochmal los zu gehen, habe ich absolut überhaupt keine Lust. Warum gibt es eigentlich keinen Schokoladenbringdienst? Ich würde ihn jetzt anrufen. Ganz ehrlich.

09.08.2012 um 19:51 Uhr

Es ist passiert

Ich bin beim letzten Wallander-Roman der Reihe angelangt. Danach ist Ende mit Wallander. Aber er ist mir doch so ans Herz gewachsen dieser grüblerische Kerl! Bleibt nur eine Frage: gibt es ein Leben nach Wallander?

08.08.2012 um 18:40 Uhr

Marathon

Wahnsinn! Im Fernsehen gab es einen kurzen Bericht über einen 100-Jährigen, der an Marathon-Läufen teilnimmt. Er ist absolut fitt und geistig völlig klar. Beeindruckend! Ein absolutes Vorbild. Wenn ich mir vorstelle ... ich würde in 60 Jahre noch Laufen gehen. Irre!

06.08.2012 um 18:59 Uhr

Forschungsauftrag

Mir ist es bereits beim ersten Mal aufgefallen, als ich eine zeitlang Johanniskraut nahm, um meine Stimmungen in den Griff zu bekommen und meine Mitte wiederzufinden. Neben dem erwünschten positiven Effekt auf meine Psyche, erfolgte ein Nebeneffekt auf meinen Rücken: meine Kreuzschmerzen verschwanden. Einfach weg. Einfach so. Vor einiger Zeit nahm ich wieder eine zeitlang Johanniskraut und siehe da: Rückeschmerzen weg. Setze ich die Tabletten ab, kommen die Schmerzen nach einiger Zeit wieder. Erstaunlich! Die Frage wäre: verschwinden die Schmerzen, weil sie psychosomatisch hervorgerufen wurden und durch die Tabletten die psychischen Ursachen weg sind? Oder wirken sie sich direkt auf die Rückennerven, die Muskulatur oder sonstwas aus? Das muss dringend jemand erforschen! Vielleicht kann man Schmerzpatienten ja irgendwie damit helfen. Warum bin ich nur nicht in die Forschung gegangen ...

03.08.2012 um 17:46 Uhr

Begegnung

So lange Zeit habe ich sie nicht mehr gesehen. Vorgestern dann, als ich in die Stadt radelte, lief sie auf der anderen Straßenseite. In der Hand einige Tüten. Sie war wohl einkaufen. Ihr Blick wie immer starr, der Gang ein wenig wie ferngesteuert. Ich freute mich sie wiederzusehen - zu sehen, dass es sie noch gibt. Sie, das ist Frau S. Frau S. war Gasthörerin an der Uni in meinem Fachbereich. Wir hatten viele Gasthörer damals. Sie war immer mit dabei. Sie mochte mich. Keine Ahnung warum aber alte Menschen und Menschen, die ein problematisches Leben hatten, mögen mich immer sofort. Vielleicht weil ich zuhöre und ihnen das Gefühl gebe sie ernst zu nehmen.

Frau S. erzählte mir manchmal aus ihrem Leben. Sie redete immer etwas gehetzt und außer Atem - mit wenig Betonungen. Sie war lange Zeit in Psychatrischen Kliniken. Warum habe ich nie erfahren - ich nahm es so hin. Sie schrieb Gedichte und zeigte mir einige davon. Ganz stolz war sie und ich gerührt, dass ich sie lesen durfte. Doch sie waren bedrückend. Handelten von Tod und düsteren Gedanken. Ich fragte mich oft, was ihr geschehen war, was sie wohl durchgemacht haben musste. Mich berühren solche Geschichten ganz tief irgendwie. Es gab immer wieder Phasen, da wirkte sie düster und verschlossen. Manchmal war sie dann für längere Zeit weg - wieder in Behandlung

Frau S. war in vielen Seminaren, in denen ich auch war. Manchmal bekam sie den Mund verboten, weil ihre Fragen doch etwas zu absurd erschienen und ihre Gedankengänge zu abwegig waren und sie außerdem dazwischen rief. Damit hielt sie manchmal das ganze Seminar auf und verschreckte die Studienbeginner. Irgendwann hielt ich selbst mal ein Semester lang eine Vorlesung. Sie kam vorher zu mir und fragte in ihrer betonungsarmen, atemlosen Art, ob sie auch zu der Vorlesung kommen dürfe. Ich sagte ihr ganz freundlich, dass ich mich freuen würde, wenn sie käme - sie mir aber versprechen müsse, dass sie nicht dazwischenreden würde. Sie freute sich - nahm es nicht persönlich und versprach sich daran zu halten.

Bei der Vorlesung saß sie dann immer in der ersten Reihe. Kerzengerade saß sie da, mit einem für sie typischen verklärtem Lächeln und ihrem starren Blick. Ganz aufmerksam lauschte sie und hielt Wort: sie sprach nicht dazwischen. Ab und zu meldete sie sich zu Wort und ich nahm sie dran. Sie freute sich und ich freute mich über ihre Freude. 

Es gibt sie also noch die Frau S. Sie wirkte damals schon alt auf mich, wobei das täuschen kann, denn gerade Menschen, die viel durchlitten haben, wirken oft älter, als sie sind. Ich freute mich wirklich sie zu sehen und bedaure ein wenig, dass ich nicht angehalten habe. Ob sie mich aber wiedererkannt hätte?

02.08.2012 um 17:51 Uhr

Etwas beruhigt

Zähneknirschend ging ich heute doch zu meiner Frauenärztin, um mit ihr über meine Hormone zu reden. Ich wollte ja eigentlich nciht, weil ich den Hinweis meines Hautarztes für völlig unangebracht und unzutreffend empfand. Weil die Haare aber fallen und fallen sehe ich mich genötigt jede Möglichkeit auszuschöpfen. 

Als ich meiner Ärztin dann das Problem schilderte, winkte sie nur ab und vermutete sofort, dass der Hautarzt mich bestimmt schicken würde, um meine Hormone zu testen. Etwas kleinlaut bejahte ich, obwohl ich ja nichts dafür konnte. Sie meinte, dass Hautärzte wohl fast sofort den Gang zum Frauenarzt raten würden. Sie selbst könne sich darüber aufregen, denn das sei Blödsinn. Wenn meine Hormone sich ändern würden, würde ich da snicht an den Haaren merken, sondern an ganz anderen Symptomen.

Was aber sein kann: ein Ungleichgewicht der Hormone - auch bedingt durch jahreszeitliche Schwankungen. Manche Frauen hätten zu viele männliche Hormone, die zu Haarverlust führen können. Wie bei Männern im Grunde auch. Dagegen gibt es eine Tinktur mit Östrogenen, die auf die Kopfhaut aufgetragen wird - ohne sich aber auf den Körper auszuwirken. Das Zeug muss man natürlich selbst zahlen aber egal ... ich amche das jetzt und hoffe, dass ich einfach nur ein wenig zu männlich bin ...